Der Teufel von Straßburg

von Heidrun Hurst 
4,9 Sterne bei14 Bewertungen
Der Teufel von Straßburg
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alexandra_barteks avatar

Ein spannendes Krimi im Mittelalter

Ladybella911s avatar

Dieser wunderbar erzählte historische Roman entführt den Leser direkt ins mittelalterliche Straßburg.

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Teufel von Straßburg"

Er lauert in der Dunkelheit … „Der Teufel von Straßburg“ von Heidrun Hurst jetzt als eBook bei dotbooks.

Seine Opfer sind jung, wehrlos und vollkommen allein. Ein grausamer Mörder treibt im Jahr 1348 in Straßburg sein Unwesen – doch niemand schert sich darum, denn er tötet nur namenlose Kinder der Gasse. Als die Klosterschülerin Adelheid von den Morden erfährt, ist sie zutiefst schockiert: Selbst dem Schicksal einer solchen Kindheit nur knapp entronnen, fühlt sie sich den Opfern verbunden und beschließt, auf eigene Faust zu handeln. In Martin, dem Henkerssohn, der mit seiner blutigen Bestimmung hadert, findet sie einen unerwarteten Verbündeten, und auch das Kräuterweib Gertrudis scheint auf ihrer Seite zu sein – doch die Alte verbirgt ein dunkles Geheimnis. Wem können Adelheid und Martin trauen bei der Suche nach einem Mörder, so eiskalt und berechnend, dass er scheinbar keine Spuren hinterlässt …

Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Historische Kriminalroman „Der Teufel von Straßburg“ von Heidrun Hurst. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783961481446
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:372 Seiten
Verlag:dotbooks Verlag
Erscheinungsdatum:28.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Anett_Heinckes avatar
    Anett_Heinckevor 3 Monaten
    Sehr gutes Buch

    Der Teufel von Straßburg von Heidrun Hurst hat 284 Seiten, teilt sich in drei Teile und spielt in der Zeit von Oktober 1348 bis Mai 1349.

     

    Im Prolog rennt ein verletzter Junge um sein Leben und rettet sich zu den Schwestern von St. Klara, was schon mal sehr traurig ist.  

    Straßburg 1348:

    Adelheid lebt als Oblatin im Kloster St. Klara, wo sie darauf wartet, ihr Gelübde ablegen zu können.  Schade, dass sie trotz ihrer Jugend den grauen Star hat und schon recht schlecht sieht, dafür sind ihre anderen Sinne stärker ausgeprägt.

    Als sie von Gertrudis von einem weiteren toten Jungen hört, der eine Haarsträhnen in seiner Hand hält, überwindet sie sich, den Henkerssohn Martin um Hilfe zu bitten. Dieser hatte sich bei ihrem ersten Treffen Hals über Kopf in sie verliebt, auch wenn er weiß, dass er als Unreiner keine Chancen hat.

    Auch Gertrudis hat einen ungeheuerlichen Fund gemacht und spricht mit Adelheid und Martin darüber. Da auch sie heimlich als Hexe bezeichnet wird, ist keiner bereit, den Fund dem Rat zu melden. Also beschließen sie, selbst den Geschehnissen auf die Spur zu kommen und den Mörder zu suchen. Durch einen glücklichen Zufall kann Adelheid für einige Zeit das Kloster verlassen und nimmt sich vor, den Mörder zu finden. Damit begibt sie sich in große Gefahr.

    Als es nicht nur Gassenjungen trifft, wird von der Obrigkeit schnell ein Verdächtiger gefunden, der auch unter Folter nicht gesteht, der Täter zu sein. Auch als seine Unschuld durch einen erneuten Mord während seiner Gefangenschaft bewiesen ist, berät der Rat über eine Freilassung. Allerdings sind die Dominikaner in ihrem verbohrten Glauben dagegen und argumentieren mit absurden Gottessprüchen. Übles Gesindel.

     

    Die Charaktere von Martin, Adelheid und Gertrudis sind mir sehr sympathisch. Für eine Oblatin ist Adelheid erstaunlich oft vom Kloster weg, schleicht sich nachts allein in den Gassen herum, tut verbotene Dinge und ändert auch ihre Meinung in Bezug auf weltliche Dinge etwas, nachdem Gertrudis ihr eine gehörige Standpauke gehalten hat.

    Martin ist mit seinem Dasein als Sohn des Scharfrichters sehr unglücklich, er fühlt sich von allen zurückgestoßen und liebt auch den Beruf nicht.

    Und auch Griseldis‘ Ansichten sind nicht ganz so verbohrt, sie hat kein Problem mit Martin, weil sie ja selbst als Kräuterfrau nur ein geringes Ansehen hat, jedenfalls offiziell.

    Es ist eine recht traurige Geschichte. Aber wahrscheinlich war so damals Alltag mit Mord, Folter, Hexenjagd, Inquisition.  Moral und Aberglaube spielten eine große Rolle. Viele Menschen galten als unrein, wurden nicht be- und geachtet, obwohl man sie heimlich brauchte.

     

    In dem Buch sind viele Geschehnisse verpackt. Zum einen die toten Kinder, Folterungen, Hinrichtungen, die Judenverfolgung und die drohende Pest. Trotzdem wirkt es nicht überladen. Es ist eine runde, grausame und sehr gut erzählte Geschichte mit einem sehr schönen Cover.

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    mama2009s avatar
    mama2009vor 5 Monaten
    Eine Bestie macht Straßburg unsicher

    Meine Meinung und Fazit 


    Lange Zeit habe ich schon Bücher von Heidrun Hurst auf meiner Lese-Wunschliste und immer ist ein anderes Buch dazwischen gekommen. Nun frage ich mich ernsthaft WARUM? Denn mit "Der Teufel von Straßburg" hat mich Heidrun Hurst überzeugt, sie schreibt wundervolle, gelungene, fesselnde und spannende historische Bücher. 

    Besonders hervorheben möchte ich, dass man einfach beim Lesen soviel lernt oder Wissen verfestigt wird. Zum Beispiel erfährt man, dass es auch vor Weihnachten eine Fastenzeit gab (gibt) und das Jahr nicht schon immer zu Silvester zu Ende ging. Aber das ist nicht alles, man erfährt soviel über den Alltag der damaligen Zeit, den Weisheiten oder auch Vorurteilen. So dass ich öfters den Kopf schütteln musste, über soviel Starrsinn. Das Wissen, die Erläuterung werden nicht oberlehrerhaft hingeworfen, sondern sind in die Stränge der Geschichte eingewoben. 

    In Straßburg geht eine Bestie um, kleine Jungs werden tot aufgefunden. Zunächst Gassen-oder Waisenjungs, dann Kinder von angesehenen Bürgern. Ein Schuldiger muss schnell gefunden werden und schön findet wir uns als Leser in der mittelalterlichen Wahrheitsfindung wieder. Sehr beeindruckend und auch bedrückend geschrieben. Deutlich wird hier die Stellung des Henkermeister/Scharfrichter. Sie galten als Unehrliche und mussten weit von dem Stadtgeschehen leben, niemand suchte mit ihnen Kontakt, sehr traurig. 

    Heidrun Hurst schreibt sehr bildhaft, was in diesem Satz von Seite deutlich wird "Ein Schauer lief wie ein pelziges Tier über ihren Rücken.". Dadurch werden die Szenen sehr lebendig. Ich erinnere mich mit Graus an die Szene mit dem Judenprogrom. Einfach schlimm und übel, wie für das eigene (drohende) Schicksal Andere verantwortlich gemacht werden. Und wie viele von dem Tod der Juden profitiert haben und immer weitergeht der Hass, brandaktuell denn je. 

    Die Hauptprotagonisten sind sehr menschlich dargestellt worden, mit ihren Fehlern und Eigenheiten und sie sind mir ans Herz gewachsen. Was mache ich jetzt ohne Adelheid, Martin, Gerdrudis und Levi? Hier noch zwei Zitate aus dem Buch, die mir sehr gefallen haben und viel ausdrücken. Gertrudis Seite 154 "vielleicht solltest auch du ein paar Dinge ändern, bevor es zu spät ist." Martin Seite 274: "Bist du noch nie auf die Idee gekommen, dass man sich das eigene Schicksal nicht immer aussuchen kann?" 

    Mein Dank gilt Heidrun Hurst für dieses tolle Buch und dem Verlag dotbooks.de für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. 

    Ich spreche hier eine deutliche Leseempfehlung aus. Lest dieses Buch! 

    Und ich hole mir die bereits erschienen und hoffe auf viel Lesezeit.

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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Dieser wunderbar erzählte historische Roman entführt den Leser direkt ins mittelalterliche Straßburg.
    Eine Klosterschülerin auf der Suche nach einem gefährlichen Mörder

    Ein kurzer Einblick in die Handlung:

    Er lauert in der Dunkelheit. Seine Opfer sind jung, wehrlos und vollkommen allein. Ein grausamer Mörder treibt im Jahr 1348 in Straßburg sein Unwesen – doch niemand schert sich darum, denn er tötet nur namenlose Kinder der Gasse.

    Selbst dem Schicksal einer solchen Kindheit nur knapp entronnen, fühlt sich die Klosterschülerin Adelheid mit den Opfern verbunden und beschließt, sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder zu machen. In Martin, dem Henkerssohn, der mit seiner blutigen Bestimmung hadert, findet sie einen unerwarteten Verbündeten. Und auch das Kräuterweib Gertrudis scheint auf ihrer Seite zu sein – doch die Alte verbirgt ein dunkles Geheimnis … Wem können Adelheid und Martin trauen, bei der Suche nach einem Mörder, so eiskalt und berechnend, dass er scheinbar keine Spuren hinterlässt?


    Die zeitgemäße Sprache, die bildhafte Darstellung von Schauplätzen und Charakteren, all dies vermittelt dem Leser das Gefühl, sich mitten in der Geschichte zu befinden und Teil davon zu sein.
    Diese intensive Atmosphäre, die Handlung, die grausamen Morde an diesen sich selbst überlassenen Kindern erzeugen ein Gefühl tiefer Traurigkeit ob dieser Schicksale, verbunden mit einer unglaublichen Spannung, die die Jagd nach dem Mörder hervorruft.

    Der Autorin, Heidrun Hurst, ist es hervorragend gelungen, den Leser durch ihren mitreißenden Erzählstil  in diese mittelalterliche Zeit, ihre Gefahren, ihre Sitten und Gebräuche zu entführen.

    Ein wundervoller historischer Roman, hervorragend recherchiert und brillant erzählt, den ich jedem Leser dieses Genres wärmstens ans Herz legen möchte.

    Es lohnt sich.

    Hierfür vergebe ich gerne 5 Sterne.


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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 5 Monaten
    Spannender, historischer Roman mit leichten Krimielementen

    1348 in Straßburg:
    Als plötzlich immer mehr Jungen tot aufgefunden werden, kehrt Unruhe in die Stadt ein. Wer könnte der Mörder sein? Jeder scheint verdächtig und die Stadtoberen wollen schnell einen Schuldigen finden.

    Die junge Adelheid wächst wohlbehütet in einem Kloster auf, doch sie ist sehr neugierig auf das Leben hinter den Mauern, allerdings beschränken sich ihre Ausflüge eher auf die Treffen mit der Kräuterfrau Gertrudis. Auch Adelheid macht sich Gedanken, was mit den Jungen passiert sein könnte. In dem Henkerssohn Martin findet sie jemanden, der genauso interessiert an den Morden ist.

    Ich fand das Buch von Anfang an spannend. Hauptsächlich handelt es  sich bei "Der Teufel von Straßburg" um einen historischen Roman, der sich auch mit dem Leben der Juden in Straßburg beschäftigt. Zum Ende wird das Buch immer mehr zu einem kleinen Krimi.
    Die Figuren sind sehr vielschichtig, lebensecht und haben auch ihre dunklen Seiten, das macht das Buch aber sehr interessant.
    Gerade der Henkerssohn Martin ist eine zwiespältige Person. Darf man einen Henker überhaupt sympathisch finden? Oder darf er nett sein? Und wer hat etwas mit den ermordeten Jungen zu tun?
    Viele Fragen, die sich alle im Laufe der Geschichte beantworten.

    Ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe 5 Sterne.

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    S
    Sonny101vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervoller, historischer Krimi.
    Spannender, historischer Krimi gefällig? Hier ist er ;-)

    Eine angehende Novizin, ein Henkerssohn, ein Kräuterweib und mysteriöse Morde von kleinen Jungen – dies alles verspricht schonmal vorweg eine spannende Unterhaltung!

    Und dies war es dann auch: spannend! Natürlich bekommt „man“ irgendwann raus oder der Verdacht wird in kleinen Teilen bestätigt, wer der Mörder ist aber der Weg dorthin ist absolut nicht langweilig, sondern schlüssig, bis die „Bombe“ platzt. Das Ende des Mörders hätte ich mir persönlich etwas anders vorgestellt aber dies ist wie immer Geschmackssache.

    Bis dahin taucht man in jedem Fall in die Welt von Straßburg des 14. Jahrhunderts ein. Sehr schöne und visuell vorstellbare Beschreibungen des alten Stadtkerns und der gesellschaftlichen Gegebenheiten. Sollte ich jemals nach Straßburg kommen (nunmehr ein weiterer Punkt meiner historischen Reiseliste) werde ich ganz bestimmt auch ohne Reiseführer alles wiedererkennen, so nachhaltig und toll sind die Beschreibungen, ohne zu langweilen.oder von der eigentlichen Geschichte abzulenken.

    Zudem taucht man einfach insgesamt in diesen historischen Krimi ein. Adelheid, angehende Novizin, wird nicht nur mit den Toden von unschuldigen Jungen konfrontiert, sondern auch mit sämtlichen Vorurteilen, die  in dieser Zeit eben vorgeherrscht haben. Als Leser taucht man immer tiefer ein und ist manchmal auch entsetzt, da es den heutigen Vorstellungen von Lebensweisen und Reaktionen natürlich nicht entspricht aber so war es damals eben – so gut wie überall in diesem Zeitalter!


    Dieses Buch verbindet für mich persönlich sehr gut eine fiktive Geschichte mit historischen Gegebenheiten und dies zieht einen einfach in den Bann. Sowohl gute Unterhaltung für das Lesen auf Terrasse oder Balkon als auch in der dunkleren Jahreszeit für das Sofa oder den gemütlichen Lesesessel.

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    A
    anna_mvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Krimi vor gut recherchierter historischer Kulisse. Viel Lesespaß!
    Historisch fundiert und spannend - ein Ausflug ins mittelalterliche Straßburg

    „Er lauert in der Dunkelheit. Seine Opfer sind jung, wehrlos und vollkommen allein. Ein grausamer Mörder treibt im Jahr 1348 in Straßburg sein Unwesen – doch niemand schert sich darum, denn er tötet nur namenlose Kinder der Gasse.
    Selbst dem Schicksal einer solchen Kindheit nur knapp entronnen, fühlt sich die Klosterschülerin Adelheid mit den Opfern verbunden und beschließt, sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder zu machen. In Martin, dem Henkerssohn, der mit seiner blutigen Bestimmung hadert, findet sie einen unerwarteten Verbündeten. Und auch das Kräuterweib Gertrudis scheint auf ihrer Seite zu sein…“

    In diesem Roman von Heidrun Hurst begeben wir uns ins mittelalterliche Straßburg und begleiten Adelheid, Martin und Gertrudis bei ihren Ermittlungen. Es ist nicht nur ein historischer Roman und Krimi, sondern auch eine Coming-of-Age Geschichte, in der sich Adelheid und Martin mit ihren Gefühlen auseinandersetzen und wichtige Entscheidungen für ihre Zukunft treffen müssen.

    Die angehende Nonne Adelheid genießt ihre seltenen Ausflüge in die Stadt, die sie oft zum Kräuterweib Gertrudis führen, die in ärmlichen Verhältnissen im Gerberviertel lebt. In der alten Frau findet sie eine Freundin und Lehrerin, was ihre moralischen Vorstellungen betrifft. Adelheid hegt wie die meisten ihrer Zeitgenossen große Vorurteile gegenüber Menschen jüdischen Glaubens oder auch gegenüber dem Henker und seinem Sohn. Von Nonnen erzogen, fühlt sie sich moralisch überlegen und erst Gertrudis kann ihr nach und nach vor Augen führen, dass die Realität manchmal vielschichtiger ist, als Adelheits schwarz-weiß Denken es zulässt. Schließlich muss sie sich eingestehen, dass sie sich zu Martin hingezogen fühlt, dabei ist sie fest davon überzeugt, dass ihr Leben sich eigentlich hinter den Mauern des Klosters abzuspielen hat.

    Heidrun Hurst gelingt es, der Handlung immer wieder kleine historische oder kulturelle Details beizumischen, die das Ihre zur Geschichte beitragen. Insbesondere das jüdische Viertel spielt dabei eine Rolle. Adelheid und Gertrudis verschlägt es ins jüdische Viertel, als die junge Frau ihr Augenlicht zu verlieren droht und einen jüdischen Medikus um Hilfe bittet. Auch Martin ist öfter dort, denn seine wenigen Freunde sind Juden, die vom Rest der Gesellschaft genauso ausgeschlossen sind wie er. So kreuzen sich die Wege der Protagonisten und es entstehen gegenseitige Verpflichtungen und Versprechen, deren Einlösung am Ende nicht gewiss ist.

    Mir haben besonders die historischen Hintergründe gefallen, die in dieser Geschichte mitschwingen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach zu lesen, jedoch kann man manchen historischen Details anmerken, dass sie gewollt in der Geschichte untergebracht werden sollten. Auch der Plot ist gelungen, wenn ich auch am Ende ein wenig Kritik äußern muss. Martin handelt in dieser Situation nicht konsequent genug, was einem weiteren Jungen in große Gefahr bringt und sogar das Leben Kosten könnte… mehr sei nicht gesagt. Dieser erzählerische Kniff soll die Spannung erhöhen, wirkte auf mich jedoch zu konstruiert und unglaubwürdig.

    Ein paar Mal wird der Leser mit treffenden, fast poetischen Naturbeschreibungen überrascht.

    „Das überschäumende Erwachen der Natur zeigte sich in den jungen Trieben der Pappeln und Silberweiden mit ihren pelzigen Blütenkränzchen. In den Gräsern, Blumen und Kräutern, die den feuchten Boden unter ihren Füßen begrünten. Ein leichter Wind strich über die zarten Pflanzen und trieb winzige Samen durch die Luft“

    Als fleißige Krimileserin hatte ich den Täter schnell entlarvt, aber mein Lesevergnügen wurde dadurch nicht getrübt. Neben der Suche nach dem Mörder geht es auch um die Freundschaft zwischen den Protagonisten. Die Wechsel der Erzählperspektive ermöglichen es, die Figuren besser kennen zu lernen und machen die Geschichte noch dynamischer. Meiner Meinung nach entsteht so ein recht vollständiges Gesellschaftsbild, dem lediglich noch ein wenig die politischen Aspekte fehlen, um die Entscheidungen des Stadtrats und der Kirche zu erklären. Einiges kann vermutlich als bekannt vorausgesetzt werden, aber an anderen Stellen wäre eine Erklärung der Beweggründe interessant gewesen.

    Wer historische Romane mag, dem sei diese kurzweilige Erzählung empfohlen. 

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    alexandra_barteks avatar
    alexandra_bartekvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannendes Krimi im Mittelalter
    Ein Roman voller Spannung

    Meine Meinung:

    Dieser Roman ist einfach nur Hammer geil. Ich weiß gar nicht wo ich hier anfangen soll. Die Autorin bringt die Figuren einem nahe man fühlt und zweifelt und an manchen stellen musste ich sogar weinen. Sie gibt den Protoganisten eine Stimme so wie ein Gefühl für recht und unrecht, lässt sie aber auch zweifeln. Die Handlung bleibt bis zu letzt spannend wer der Mörder ist. Auch geheimnise werden gelüftet und die Handlungsstränge gehen auf. Es war eine Wonne dieses Buch lesen zu dürfen. Ich hoffe es gibt noch mehr von Heidrun Hurst zu lesen. Dieses Buch hat absolut 5 sterne verdient.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 5 Monaten
    Wer ist der Mörder?

    Straßburg 1348, Adelheid lebt in einem Kloster und möchte Nonne werden. Sie hat selten Aufenthalten außerhalb des Klosters, aber wenn Sie zu der Kräuterfrau Gertrudis geht lernt Sie den ein oder anderen kennen, darunter auch den Henkerssohn Martin. Adelheid fühlt sich zu ihm hingezogen was aber eigentlich ja nicht sein darf. Aber Straßburg hat noch ein Geheimnis, denn hier werden namenlose Kinder ermordet. Adelheid möchte den Mörder Ding fest machen, denn Sie selber war auch mal ein Kind welche keine Beachtung bekam. Die drei versuchen sich auf die Spur des Täters zu konzentrieren und müssen selber ihre Geheimnisse dabei offenbaren, denn wem kann den Adelheid noch trauen? Jeder hat was zu verbergen, ist vielleicht sogar einer von Ihnen der Mörder?

    Mir gefiel das Buch gut, denn die Spannung und auch die Geschichte konnte man gut lesen. Man lernt die verschiedenen Protagonisten kennen und freundet sich mit Ihnen an. Zusammen kann man den Täter überführen und das ist auch schon der einzige Haken den am Buch festmachen konnte. Denn ungefähr so zu hälfte des Buches konnte man schon erahnen werde der Täter sein sollte. Natürlich bleibt dann noch die Frage bestehen: Warum? Aber auch das wird relativ schnell abgehandelt, deswegen muss ich hierfür einen Stern abziehen, ansonsten tolle Story.

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    KaraMellis avatar
    KaraMellivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: ...ich habe es mit einem Seufzen beendet. So muß und so soll es sein.
    Die drei ??? anno dazumal

    Die Zeiten sind hart 1348 in Straßburg: das Herannahen der Pest bedroht Leib und Leben der Einwohner und belastet ihre Gemüter.

    Die medizinische Versorgung, wie wir sie kennen, ist damals inexistent, die moralische Entwicklung aus heutiger Sicht mehr als rückständig.
    Jeder Bürger hat nicht nur das eigene Seelenheil, sondern auch das der anderen im Sinn.
    Man belauert sich gegenseitig auf Einhalten der gängigen Moralvorstellungen und verurteilt und bestraft diejenigen, die davon abweichen, um Böses abzuwenden oder fernzuhalten.

    Doch der Teufel befindet sich bereits mitten unter ihnen. Unerkannt geht er seiner Mordlust nach und tötet Kinder.

    Wir lernen Adelheid, sehbehinderte Nonnenanwärterin, Martin, Henkerssohn und somit von der Gesellschaft Geächteter und Gertrudis, ein Kräuterweib, kennen und begeben uns mit ihnen auf die Jagd nach dem Täter.

    Berichtet wird aus Sicht der Haupt- und Nebenfiguren. Damit wird die Welt, in der sie sich bewegen, für den Leser lebendig und ermöglicht ihm ein intensives Wahrnehmen der Umgebung und der Geschehnisse. Ich habe mich den Protagonisten sehr nah gefühlt.

    Die Autorin lässt außerdem viele kleine Details und Informationen in ihre Geschichte einfließen, ohne sie damit zu überladen. Das hat mein Interesse geweckt und ich habe während des Lesens viel gegooglet.

    Frei von romantisierender Verklärung und ohne sich in grausigen Details zu verlieren, hat Heidrun Hurst eine äußerst lebendige Erzählung mit stetem Spannungsaufbau geschaffen. Ich bin eingesunken in diese Welt.

    Mich hat das Buch rundum überzeugt und ich habe es mit einem Seufzen beendet. So muß und so soll es sein.

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    CoDa85vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Es war ein spannendes Buch.
    Der Teufel von Straßburg

    Es war wirklich ein spannendes Buch. Bis ins letzte Viertel hatte ich einige Mörder als Vermutung im Kopf. Selbst in welcher Beziehung Adelheid und Gertrudis zueinander stehen ist mir dann erst zum Ende bewusst geworden. Der Prior sprach zwar mal von einem Geheimnis, aber da hätte ich eher an irgendwelche Hexerei gedacht. Ich fand es auch schön, dass die unterschiedlichsten Charaktere (sei es von Stand oder Religion her) Freundschaft geschlossen haben. Das Ende war natürlich schön, dass Adelheid sich dann doch für Martin entschieden hat, aber es wäre noch ausbaufähig. Wie erging es den Beiden danach? Was ist aus dem jüdischen Jungen Levi geworden? Hat Adelheid von Gertrudis über Kräuter und Heilpflanzen gelernt? Ist Martin in die Fußstapfen seines Vaters Veit getreten und ist zum Stadthenker geworden? Ich hoffe die Autorin von “Der Teufel von Straßburg“ entschließt sich einen zweiten Teil dieses Buches zu schreiben.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Heidrun_Hursts avatar

    Liebe Community,

    mit einer Leserunde möchte ich euch meinen historischen Roman „Der Teufel von Straßburg“ vorstellen.

    Ein kurzer Einblick in die Handlung:

    Er lauert in der Dunkelheit. Seine Opfer sind jung, wehrlos und vollkommen allein. Ein grausamer Mörder treibt im Jahr 1348 in Straßburg sein Unwesen – doch niemand schert sich darum, denn er tötet nur namenlose Kinder der Gasse.

    Was würdest du tun? Diese Frage hatte ich mir zu Beginn meines Romans gestellt. Was würdest du riskieren für die Zerlumpten und Ausgestoßenen, deren Leben in der mittelalterlichen Stadt kaum etwas zählt?

    Selbst dem Schicksal einer solchen Kindheit nur knapp entronnen, fühlt sich die Klosterschülerin Adelheid mit den Opfern verbunden und beschließt, sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder zu machen. In Martin, dem Henkerssohn, der mit seiner blutigen Bestimmung hadert, findet sie einen unerwarteten Verbündeten. Und auch das Kräuterweib Gertrudis scheint auf ihrer Seite zu sein – doch die Alte verbirgt ein dunkles Geheimnis … Wem können Adelheid und Martin trauen, bei der Suche nach einem Mörder, so eiskalt und berechnend, dass er scheinbar keine Spuren hinterlässt?

     

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    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück bei der Verlosung!

    Eure Heidrun Hurst


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