Heidrun Hurst Die Kinder des Bergmanns

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Inhaltsangabe zu „Die Kinder des Bergmanns“ von Heidrun Hurst

Unglückliche Umstände zwingen die beiden Bergmannskinder Jakob und Bärbel Selzer am Anfang des 17. Jahrhunderts zu einer abenteuerlichen Reise vom Schwarzwald ins Rheintal. Doch ihre Verwandten sind nicht erfreut über ihre Ankunft. Und so wird das Ende der Wanderung zum Anfang zweier ergreifender Lebenswege. Band 1 einer packenden historischen Romantrilogie aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Sooooo schön

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

faszinierende Erzählung um ganz einfache Menschen zu Beginn des 30-jährigen Krieges. Unspektakulär aber genial

— wampy
wampy

Eine eindrückliche Geschichte von einfachen Menschen wie Bergleuten, Knechten und Mägden, die unter die Haut geht.

— allegra
allegra

Band 1 einer geplanten Trilogie um 2 Bergmannskinder im Schwarzwald, deren karges Leben sehr gefühlvoll und empathisch beschrieben wird.

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Hinter diesem schlichten Cover verbirgt sich eine wahre Perle! Historienfans sollten es unbedingt lesen!!

— Smilla507
Smilla507

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  • Sozialgeschichtlicher Roman um 2 gewitzte Bergarbeiterkinder im 17. Jhd...

    Die Kinder des Bergmanns
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    Das cover ist farblich und mit dem Emblem des Bergwerks schlicht, aber sehr passend zu Titel und Inhalt gewählt. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert und Teil 1 einer Trilogie. Es erzählt die Geschichte der Bergarbeiterkinder Jakob und Bärbel kurz vor dem 30jährigen Krieg. Verortet ist die Geschichte im Schwarzwald - Nähe Freiburg - und im Rheinland, über Jahrhunderte ausgewiesene Bergbaugebiete. Durch den frühen Tod der Mutter und später auch den Freitod des Vaters sind die Kinder gezwungen, die Kate zu verlassen und sich ins Rhld. zu Verwandten aufzumachen. Es ist eine gefährliche Reise, dennoch kommen sie wohlbehalten bei den alles andere als erfreuten - wenngleich gutsituierten Bauern, dem Bruder des Vaters, an. Sie müssen sich zwar nicht um ihr tägliches Essen sorgen wie zuvor, jedoch hat Jakob es schwer, trotz aller Mühe, die er sich gibt, es dem Onkel recht machen zu können. Bärbel wird ins benachbarte Straßburg entsandt, um dort - als Hausmädchen - eine alte Rechnung der Bäurin mit der Familie Abendrot - zu begleichen. Meine Meinung: Die Sprache der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen, die Schilderung bildhaft und einfühlsam. Der Leser wird von der ersten Seite an die harte und kalte, düstere Welt der Bergarbeiterkinder Anfang des 17. Jhd. miterleben und sie begleiten: Durch Schicksalsschläge wie der frühe Verlust der Eltern müssen die Geschwister bereits von kleinauf um ihr Überleben kämpfen. Die für Kinder sehr harten Bedingungen, unter denen sie aufwachsen, sind erschreckend und von Heidrun Hurst sehr gut und empathisch nacherzählt. Auch der aufkommende Beginn des 30jährigen Krieges, der die Geschwister voneinander trennt, wird in Bd. 2 eine tragende Rolle spielen - und das Leben der beiden mitbestimmen... Fazit: Das Début von Heidrun Hurst ist von der Thematik her keine leichte Kost - durch den gelungenen, flüssig zu lesenden und klaren, spannenden Schreibstil gelingt es ihr gut, Interesse beim Leser zu wecken. Sehr gut gefallen hat mir an der Geschichte um Jakob und Bärbel, dass sie - trotz ärgster Not, in die sie geraten - "Hoffnung" transportiert wird: Durch ihre Klugheit und Intelligenz stellen sich beide mit Mut ihrem Schicksal, gehen es aktiv an und können dadurch so manches zum Guten wenden. Die Protagonisten sind stets glaubwürdig dargestellt und der Roman ist stilistisch von Emotionalität und Sensibilität geprägt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch jugendliche Leser sich von dieser Geschichte angesprochen fühlen könnten: Auch wenn es in Europa keine Kinderarbeit mehr gibt bzw. diese gesetzlich verboten ist: Europa ist nicht überall! (siehe Kolumbien)... und könnte für Diskussionsstoff in Fächern wie Sozialkunde oder Geschichte in den Schulen sorgen! 

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    • 2
    Arun

    Arun

    21. October 2014 um 09:24
  • Leserunde zu "Die Ratsherrentochter" von Petra Waldherr

    Die Ratsherrentochter
    PetraWaldherr

    PetraWaldherr

    Liebe LovelyBooks - LeserInnen, mit dieser Leserunde möchte ich meinen historischen Roman `Die Ratsherrentochter - Die Freibitte des Wymphener Henkers` vorstellen und euch ganz herzlich zum Mitlesen einladen. Sehr gern nehme ich euch mit ins Jahr 1523 und dort werden wir dann Anna und allen anderen Charakteren einen Besuch abstatten. Für diese Reise in die Vergangenheit stellt der Gmeiner-Verlag 25 Bücher zur Verfügung. Bewerbt euch bis einschließlich 15. August 2014 um ein Leseexemplar und schreibt bitte auch kurz, warum ihr teilnehmen möchtet! Danach werde ich die Gewinner ziehen und veröffentlichen. Der Buchversand erfolgt über den Gmeiner-Verlag. Alle anderen, die das Buch bereits kennen und/oder ein Exemplar ihr Eigen nennen, dürfen sich natürlich ebenfalls beteiligen, mitlesen und Beiträge erstellen. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch bereit, eine Rezension auf LovelyBooks und Amazon einzustellen.   ... und darum geht es:   LEBENDIGE  GESCHICHTE Bad Wimpfen -damals Wymphen-, im 16. Jahrhundert. Die junge Bürgerstochter Anna muss nach der erneuten Heirat der Mutter ihr Heimatdorf verlassen und in der ihr unbekannten Stadt Wymphen ein neues Leben beginnen. Wie neu und wie anders sich dieses jedoch noch gestalten wird, ist bei der Ankunft in Wymphen von niemandem absehbar. Die Gerüchte nämlich, dass der angesehene Bürger offensichtlich ein Auge auf seine hübsche Stieftochter geworfen hat, nutzt ein ehrgeiziges und aufstrebendes Mitglied des Jungen Rates, um eine hinterhältige Intrige zu spinnen. Wenig später wird Annas Stiefvater ermordet und die unschuldige Anna deswegen angeklagt. Nun bleibt ihr nur noch eine Möglichkeit. Getrieben von dem Willen, zu leben, nimmt sie die Freibitte ihres Henkers an und geht die Ehe mit ihm ein, Fortan fristet sie ihr Leben am Rande der Gesellschaft und kann sich nur schwer in ihr neues Leben fügen. Doch selbst wenn es Anna gelingen sollte, den wahren Mörder zu entlarven ... werden die Wymphener Bürger sie, das Weib eines Henkers, wieder in ihre Kreise aufnehmen?   Mehr über mich: https://www.facebook.com/pages/Petra-Waldherr/1407665139501427?ref=hl   http://www.amazon.de/Petra-Waldherr/e/B00IGZ19J2/ref=ntt_athr_dp_pel_1   http://www.gmeiner-verlag.de/autoren/autor/502-petra-waldherr.html   Blick ins Buch: http://www.amazon.de/Die-Ratsherrentochter-Petra-Waldherr/dp/3839215021   Ich freue mich schon auf eure Bewerbungen!   Herzliche Grüße Petra Waldherr

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    • 881
    allegra

    allegra

    11. September 2014 um 22:25
    Beitrag einblenden
    Cappuccino-Mama schreibt So, eigentlich hast Du recht, aber ich erinnere mich an die Textstelle. DER ARME KONRAD, spielt im Jahr 1514, in der Nähe von Waiblingen. Statt wie üblich zu Martini, beginnt der Lehrling einen ...

    Stimmt, da war es Lichtmess. In "Die Kinder des Bergmanns" von Heidrun Hurst war Martini für Dienstmägde und Knechte. Das spielt im Badischen.

  • Faszinierende Geschichte aus der Zeit des 30-jährigen Krieges

    Die Kinder des Bergmanns
    wampy

    wampy

    07. September 2014 um 15:22

    „Die Kinder des Bergmanns“ von Heidrun Hurst ist als Taschenbuch 2013 bei Media Kern erschienen. Dies ist der erste Band der Trilogie um die Bergmannskinder Jakob und Bärbel Selzer. Die Geschichte beginnt 1606 in einem kleinen Bergmannsdorf bei Freiburg mit der Geburt Jakobs, bei der seine Mutter ums Leben kommt. Zwei Jahre später wird seine Halbschwester Barbara geboren, die alle nur Bärbel nennen. Nach dem Tod ihrer Eltern müssen Jakob und Bärbel ihr Elternhaus verlassen, da es für eine andere Bergmannsfamilie gebraucht wird. Der elfjährige Jakob und seine kleine Schwester machen sich notgedrungen auf, Verwandte in der Gegend zwischen Freiburg und Straßburg zu suchen. Dort werden sie getrennt, Jakob arbeitet als Knecht auf einem Bauernhof und Bärbel wird als Magd bei einer Kaufmannsfamilie untergebracht. Die Autorin Heidrun Hurst zeichnet den Lebensweg der beiden Bergmannskinder an alltäglichen Episoden nach. Dabei sind Jakob und Bärbel „einfach normale“ Menschen. Sie sind weder besonders intelligent oder stark oder schön. Sie müssen in einer schwierigen Welt auf sich allein gestellt ihren Platz finden. Dabei lernen sie Menschen kennen, die sie dabei unterstützen, aber auch solche, die sie ausnützen wollen. Jakob und Bärbel passen sich an diese Gegebenheiten an und versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen. Dadurch werden die beiden jungen Menschen zu Sympathieträgern, denen man auch den ein oder anderen Fehler nachsieht. Man fiebert mit ihnen mit und hofft, dass alles gut wird. Doch auf diesem Weg kommt es immer wieder zu Rückschlägen, die sie verkraften müssen. Wie sie das tun und die Schilderung, welche Hoffnungen und Wünsche sich dabei erfüllen oder auch nicht – das ist es, was dieses Buch so besonders macht. Dabei verzichtet die Autorin vollständig auf bewertende Äußerungen, es wird einfach glaubhaft erzählt, wie es gewesen sein könnte. Aus meiner Sicht kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen.

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  • Vom Erzkasten an den Rhein

    Die Kinder des Bergmanns
    allegra

    allegra

    24. July 2014 um 09:03

    Autorin Heidrun Hurst ist 1966 in einem kleinen Dorf bei Kehl am Rhein geboren und auf einem Bauernhof aufgewachsen. Sie beschreibt sich als Familienfrau und schreibt vorwiegend gut recherchierte historische Romane von einfachen Leuten. Meine Inhaltsangabe Der Roman setzt ein im Winter des Jahres 1606 in einer ärmlichen Bergarbeitersiedlung am Erzkasten in der Nähe von Freiburg. Bei der Geburt des kleinen Jakob stirbt Anna, Johann Selzers geliebte Ehefrau. Johann arbeitet untertage im Silberbergwerk des Erzkastens. Er ist über den Verlust seiner Frau untröstlich und kommt kaum darüber hinweg. Mehr aus praktischen Gründen, als aus Liebe heiratet er nach der Trauerzeit die junge Witwe Marie, die sich von Anfang an um das Baby gekümmert hat. Nach einiger Zeit kommt Jakobs Halbschwester Bärbel zur Welt. Marie liebt beide Kinder gleichermaßen und ist ihnen eine liebevolle Mutter. Doch Johann trauert immer noch seiner Anna hinterher und ist den Kindern nicht wirklich ein liebevoller Vater. Das Leben der Bergarbeiter ist sehr hart und so muss auch Jakob schon in jungen Jahren bei der Erzgewinnung arbeiten. Bärbel unterstützt Marie derweil im Haushalt. Als Marie bei der Geburt eines Kindes stirbt und Johann kurz darauf ebenfalls ums Leben kommt, stehen Jakob und Bärbel ganz alleine da. Weil ihre Kate von einer neuen Bergarbeiterfamilie gebraucht wird, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den Schwarzwald zu verlassen und nach ihren Verwandten im Rheintal zu suchen. Meine Meinung Mit diesem sehr gefühlvollen und bildstarken Roman zeigt Heidrun Hurst sehr anschaulich auf wie hart und entbehrungsreich das Leben der Bergarbeiterfamilien war. Die einzelnen Arbeiten bei der Gewinnung von Silbererz sind sehr anschaulich beschrieben. Besonders beeindruckt hat mich aber die Art und Weise wie die Autorin die Stimmung, die Kälte, die Ängste und trotzdem die Wärme der Familie vor dem Leser ausbreitet. Ich konnte die eisige Kälte förmlich spüren, wenn Jakob im dünnen Hemd und in seinen Holzpantinen ohne Socken durch den Schnee stapft. Auch die Verzweiflung wenn Krankheit und Kindbettfieber die Mutter raubt, ging mir wirklich unter die Haut. Das Buch ist aber nicht nur geprägt von Hunger und Düsternis. Als sich die Kinder aufmachen, um ihre Verwandten zu suchen, sind sie voller Hoffnung und Zuversicht. Trotz einiger herber Rückschläge finden sie so zu einem Leben, wie es für die Zeit des Dreißigjährigen Krieges typisch war. Jakob arbeitet als Knecht auf einem großen Hof, wo Hanf angebaut und verarbeitet wird. Sowohl der Hanfanbau auch die Arbeiten der Futtergewinnung für die Kühe sind sehr detailliert erklärt, so dass man eine gute Vorstellung des Lebens auf einem Bauernhof gewinnen kann. Das Buch kommt relativ ruhig daher, dennoch gibt es immer wieder Phasen von Spannung. Das Leben der beiden Geschwister läuft nicht geradlinig, so dass es zu unerwarteten Wendungen kommt. Die Liebe – auch Jakob und Bärbel lernen sie kennen – kommt nicht zu kurz, bildet aber nicht das Zentrum des Buches, das eher durch die Beziehung der beiden Geschwister getragen wird. Die sprachliche Ausdrucksweise ist sehr passend gewählt für ein Buch aus der betreffenden Zeit. Die Sprache lässt sich leicht und flüssig lesen. Einige ungewohnte Ausdrücke sind hinten in einem Anhang erklärt, so dass das Verständnis nicht aufgrund von Fachbegriffen leidet. Das Ende des Buches finde ich ausgesprochen gelungen. Ich bin nicht der Fan von offenen Enden und aufgedrängten Cliffhängern, aber in diesem Fall ist das hervorragend gelöst. Das Buch endet nicht im Happy End für alle Beteiligten, aber es zeigt mit Hilfe einer sehr netten Geste, an der ein Hund beteiligt ist, so viel Hoffnung auf, dass man den Folgeband einfach lesen muss. Mein Fazit Ich habe in diesem Buch viel vom Erzabbau im Schwarzwald (heute: Schauinsland) sowie vom Hanfanbau gelernt. Der Roman enthält nur am Rande historisch belegte Persönlichkeiten, ist aber zeitlich und örtlich sehr genau festgemacht und zeigt auf authentische Weise die Welt von einfachen Menschen wie Bergarbeitern, Knechten und Dienstmädchen. Für Liebhaber von historischen Romanen mit lokalem Bezug sehr zu empfehlen.

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  • Die Kinder des Bergmanns

    Die Kinder des Bergmanns
    siebenundsiebzig

    siebenundsiebzig

    Glück auf! Die Kinder des Bergmanns Das Cover dieses Buches, mit Schlägel und Eisen, hat mich als altgedienten Bergmann sofort positiv angesprochen. Ich habe mir das Buch gleich gekauft und wurde vom Inhalt desselben auch nicht enttäuscht. Die Geschichte beginnt im Jahre 1606, am Tag nach dem Fest der Hl. Barbara, in einem Bergbau-Dorf im südlichen Schwarzwald. Aufgegliedert in drei Teilen erlebt der Leser sehr anschaulich die Lebensgeschichte der Bergmannskinder Jakob und seiner Halbschwester Bärbel. Im ersten Teil der Geschichte wird ausführlich die schwere Arbeit der Bergknappen untertage geschildert, sowie die sozialen Verhältnisse in den Familien und der harte Überlebenskampf der Betroffenen. Die hohe Sterblichkeitsrate von Mutter und Kind bei der Geburt, die schlechten Wohnverhältnisse und die karge Ernährungslage bestimmten den Lebenslauf der Betroffenen. Durch den Tod ihrer Eltern werden die zwei Geschwister zu Vollwaisen und müssen zudem noch ihre Heimat verlassen, weil die Bergmannskate, in der sie lebten, für eine neue Bergmannsfamilie gebraucht wurde. So machen sie sich gemeinsam in eine für sie, unbekannte Welt auf, um eventuell bei Verwandten im weit entfernten Rheintal einen Unterschlupf zu finden. Die weiteren Teile des Buches, Teil II beginnend im August 1618 und Teil III im Frühjahr 1625, lassen beim Betrachten des Schicksal der beiden Halbgeschwister so manches mal innehalten und mit ihnen mitleiden. Beim Lesen dieses hervorragend gut recherchierten Werkes fühlte ich mich des öfteren direkt in die Zeit, kurz vor dem 30jährigen Krieg, hineinversetzt. Ein Buch, voll von Emotionen und einfühlenden Ereignissen, welches ich gerne weiterempfehle. Persönlich hat mir dabei besonders gefallen, dass die beiden Geschwister, trotz der oft schweren Schicksalsschläge nie ihren Glauben an Gott verloren haben. im Gegenteil, gerade dieser gelebte Glaube gab ihnen Kraft das Ganze irgendwie zu überstehen. Ich freue mich jetzt schon auf eine "Fortsetzung" der Bergmannskinder

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    • 4
    wandablue

    wandablue

    08. May 2014 um 11:50
  • Die große Leserpreis 2013 - Buchverlosung!

    doceten

    doceten

    Buchverlosung: Gewinnt eure beliebtesten Bücher 2013 In den letzten Wochen konntet ihr auf LovelyBooks eure beliebtesten Bücher für den Leserpreis nominieren und in der Finalrunde für die 35 Favoriten in 15 verschiedenen Kategorien abstimmen. Die Resonanz beim diesjährigen Leserpreis war einfach überwältigend. Hunderte Blogbeiträge, viele Tausende Beiträge bei Facebook und Twitter und über 37.000 abgegebene Stimmen machen den Leserpreis 2013 zu einem der größten Publikumspreise im deutschsprachigen Raum. Als kleines Dankeschön an alle leidenschaftlichen Leser da draußen möchten wir zum Abschluss zehn feine Buchpakete mit vielen nominierten Büchern verlosen. So kannst du mitmachen Du nimmst automatisch am Gewinnspiel teil, wenn du unter diesem Beitrag folgende Frage beantwortest: Welches Buch ist dein absolutes Lieblingsbuch 2013? Damit wir bei der Verlosung deine Vorlieben berücksichtigen können, gib bitte auch gleich drei verschiedene Buchpakete an, über die du dich am meisten freuen würdest. Wir haben folgende Pakete für euch zusammengestellt: Romane Fantasy Krimi und Thriller Kinderbuch Jugendbuch Erotik Hörbuch Humor Liebesromane Historische Romane EDIT: Vor lauter Leserpreisfieber habe ich den Teilnahmeschluss vergessen. Alle Mitglieder, die hier bis zum Donnerstag, 5.12., kommentrieren, nehmen automatisch an der Verlosung teil. :-)

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    • 1441
  • 1. Band der Kinder-des-Bergmanns-Reihe

    Die Kinder des Bergmanns
    Kerry

    Kerry

    17. November 2013 um 18:09

    Erzkasten, nahe der Stadt Freiburg: Der 5. Dezember 1606 sollte ein Freudentag für Johann Selzer sein. Seine Frau Anna, die er über alles liebt, sollte an diesem Tag ihr erstes Kind zur Welt bringen. Doch etwas geht schief - nach stundenlangen Wehen und Schmerzen stirbt Anna. Die Hebamme schneidet ihr den Säugling aus dem Leib - das Kind lebt und es ist ein kräftiger Junge. Johann ist wie betäubt, er hat das wichtigste in seinem Leben verloren, seine Frau. Geblieben ist ihm nur sein Sohn, dem er, nach dem Wunsch seiner Frau, den Namen Jakob gibt. Sein Leben wird aber nie mehr so, wie es war. Nach einer angemessenen Trauerzeit heiratet Johann Marie, eine junge Witwe aus der Nachbarschaft und Annas beste Freundin. Doch es handelt sich um eine Zweckehe, denn Johann braucht jemanden, der sich um Jakob und den Haushalt kümmert und Marie, die sich eigentlich mehr von dieser Ehe erhofft hatte, fügt sich in ihr Schicksal. Zwei Jahre nach Jakobs Geburt wird Johann wieder Vater, diesmal von einer kleinen Tochter, die den Namen Barbara bekommt, aber von allen nur Bärbel gerufen wird. Marie bekommt noch weitere Kinder, doch keines überlebt das Säuglingsalter. Ab seinem 10. Lebensjahr muss Jakob ebenfalls im Bergwerk mitarbeiten, eine körperlich anstrengende Arbeit, aber die kleine Familie ist auf das geringe Gehalt des Jungen angewiesen. Bärbel erlernt derweil die Führung des Haushaltes von ihrer Mutter. Eine letzte Geburt schwächt die bereits angeschlagene Marie so, dass sie kurz darauf stirbt. Ihr neugeborener Sohn folgt ihr binnen einer Stunde. Jetzt sind die Kinder allein mit ihrem Vater. Während Johann und Jakob weiterhin der Arbeit im Bergwerk nachgehen, muss die kleine 8-jährige Bärbel den Haushalt führen. Als Bärbel, die zu Tode erschöpft ist, auch noch die Ziege wegläuft, ist ihr Vater außer sich vor Wut. Doch Jakob hat Marie versprochen, auf seine Schwester aufzupassen, sodass es zu einem lautstarken Streit zwischen den Beiden kommt und Johann muss einsehen, dass er kein guter Vater für seine Kinder ist. Nach dem Verlust von Anna hat er jeglichen Lebensmut verloren, nicht einmal seine Kinder können ihn auf dieser Welt halten. Nach dem Streit mit seinem Sohn scheidet Johann von eigener Hand aus dem Leben. Jakob und Bärbel müssen daraufhin die Siedlung verlassen. So machen sie dich beiden Kinder auf die Suche nach Verwandten ihres Vaters und nach einigen Schwierigkeiten können sie tatsächlich den Bruder ihres Vaters, ihren Onkel, ausfindig machen. Doch dieser ist nicht erfreut, zwei Waisen vor der Tür stehen zu sehen. Doch wo sollen die Kinder sonst hin, zumal überall das Gerede von einem bevorstehenden Krieg zu hören ist? Der 1. Band der Kinder-des-Bergmanns-Reihe! Der Plot wurde spannend und bildgewaltig erarbeitet. Ich bin förmlich mit dem kleinen Jakob in Holzschuhen durch die eisige Siedlung gegangen und habe wie er bitterlich gefroren. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet. Besonders gut kommen die Wandlungen der Kinder zur Geltung, da der Leser sie in diesem Buch von Geburt an begleitet und ganz ehrlich, was diesen Kindern widerfahren ist, da wären viele andere wahrscheinlich dran zerbrochen, doch die beiden haben sich geschworen zusammen zu halten und widersetzen sich allen Widrigkeiten. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen packend und fesselnd, ich konnte das Buch förmlich nicht aus der Hand legen, ich habe es geradezu inhaliert und was muss ich am Ende feststellen??? Ein ganz böser Cliffhanger und noch wird am Nachfolgeband geschrieben - ich muss doch sofort wissen, wie es weiter geht!

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  • Leserunde zu "Die Kinder des Bergmanns" von Heidrun Hurst

    Die Kinder des Bergmanns
    Heidrun_Hurst

    Heidrun_Hurst

    Winter 1606 Der junge Bergmann Johann Selzer eilt vor dem Ende seiner Schicht nach Hause. Seine Frau Anna bekommt ihr erstes Kind. Vor zwei Jahren waren sie vom Rheintal aus in die Fremde gezogen, doch erst seit wenigen Monaten war es Johann gelungen eine Arbeit als Hundestößer zu ergattern. Auf dem Erzkasten bei Freiburg hatte man ihm sogar eine Ausbildung versprochen. Nun soll die Geburt des Kindes der Anfang einer hoffnungsvollen Zukunft sein. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Johann und Anna... "Die Kinder des Bergmanns" ist der erste Teil einer groß angelegten Geschwistergeschichte, die sich vom Schauinsland bei Freiburg über Breisach bis nach Straßburg zieht. Sie begleitet die Geschwister Jakob und Bärbel weit über ihre Kindheit hinaus, in ein Leben, das nicht immer so verläuft, wie sie es gerne hätten. Teile einer Rezension, die für Amazon verfasst wurde: Ich konnte mich innerhalb weniger Seiten ins Jahr 1606 hineinversetzen. Die Autorin versteht es, ihre Leser mitzunehmen...Sie beschreibt Orte, Häuser, Personen, selbst Gerüche so exakt aber lebhaft, dass man  denkt, man stehe persönlich davor. Man spürt die reale Welt von früher, mit ihrer ganzen Härte, aber auch hinweisend auf das Schöne im Einfachen. Man konnte mit den handelnden Figuren mitfühlen und miterleben... Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbt euch bis zum 8. September für eines von fünf signierten Taschenbüchern, die der Verlag für diese Leserunde zur Verfügung stellt. Selbstverständlich dürfen auch diejenigen daran teilnehmen, die kein Buch gewonnen haben.   Die Autorin wird die Leserunde begleiten! 

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    • 246
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    03. October 2013 um 08:41
  • Ein sehr bewegender Roman

    Die Kinder des Bergmanns
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    03. October 2013 um 07:53

    Zum Inhalt: Die Halbgeschwister Jakob und Bärbel haben es wirklich nicht leicht im Leben. Jakobs Mutter starb bei seiner Geburt, sein Vater heiratet erneut und entwickelt sich zum einem gefühlskalten Sonderling. Jakobs Stiefmutter Marie wird schwanger - Bärbel wird geboren. Nun stirbt auch Marie und die beiden Kinder sind mit dem eiskalten Vater auf sich allein gestellt.  Mit 10 Jahren muss Jakob bereits im Bergbau Schwerstarbeit verrichten. Bärbel kümmert sich um den Haushalt. Dann stirbt auch der Vater. Von nun an sind beide Kinder auf sich allein gestellt. Da die Hütte dem Bergbau gehört, müssen Jakob und Bärbel ausziehen. Aber wohin? Gibt es da noch Verwandte? Wie wird man sie aufnehmen? Und wie wird das weitere Leben verlaufen? Meine Meinung Bereits am Cover zeigt sich deutlich, in welchem Genre sich der Leser bewegt. Bedingt durch die farbliche Gestaltung, gepaart mit dem Bergbausymbol lässt sich eindeutig auf einen historischen Roman schließen. Die Autorin schildert sehr bewegend den Lebens- und auch Leidensweg der beiden Bergarbeiterkinder. Als Leser fühlt man sich mitten im Geschehen und muss an manchen Stellen sich auch ein paar  Tränchen oder ein Kopfschütteln verkneifen. Auf spannende und unterhaltsame Art und Weise wird dargestellt, wie schwer das Leben um 1600 war. Anschaulich werden die Protagonisten und auch das Umfeld, sowie die Landschaften beschrieben. Sehr gut finde ich auch die Worterklärungen am Ende des Buches, da die Geschichte schon sehr mit Fach- oder Altdeutschen Begriffen geprägt ist. Von mir erhält dieses Buch glatte 5 Sterne. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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  • Der Lebensweg der Kinder des Bergmanns

    Die Kinder des Bergmanns
    Steffi1611

    Steffi1611

    02. October 2013 um 09:33

    Die Geschichte beginnt mit der bewegenden und tragischen Geburt von Jakob. Drei Jahre später erblickt seine Halbschwester Bärbel das Licht der Welt. Sie leben in ärmlichen Verhältnissen in der Nähe der Grube, wo ihr Vater arbeitet. Das Leben ist hart, aber die Kinder sind zufrieden. Durch den Verlust der Eltern werden beide zu Waisen und müssen sich auf den Weg zu dem Bruder ihres Vaters machen. Diese Reise bringt viele positive sowie negative Erlebnisse mit sich.  Endlich bei ihrem Onkel angekommen, erwartet Jakob und Bärbel der nächste Schock. Sie werden getrennt und jeder muss ab jetzt ohne den anderen Leben, ohne die einzigen Menschen die sie kennen und die sie selber als Familie betrachten.  Jakobs und Bärbels Lebenswege werden keineswegs langweilig verlaufen. Die Autorin schafft es in diesem Buch durch ihren Schreibstil den Leser sofort in seinen Bann zu ziehen. Die vielen bildlichen Beschreibungen ließen es zu, dass ich vollkommen in die Geschichte eintauchen konnte. Die Hauptcharaktere und deren Gefühlswelt sind wunderbar beschrieben. Ich konnte mich sofort mit Bärbel sowie Jakob identifizieren und habe so mitgelitten und mich ebenso mit ihnen gefreut. Grade die beschriebene Bindung zwischen den Geschwistern und wie sich diese mit den Jahren entfernt, fand ich sehr überzeugend. Die Nebencharaktere der Geschichte sind aber keinesfalls schlecht dargestellt. Auch diese wurden genau beschrieben und ich konnte sofort eine Sympathie oder Antipathie entwickeln.  Rundum ein gelungenes Buch und nur zu empfehlen. Ich selber habe beim Lesen einiges über die damalige Zeit und das Leben in dieser gelernt.  Leser von Familiengeschichten und/oder historischen Romanen sind bei diesem Roman genau richtig. Zum Glück wird es einen zweiten Band von Jakob und Bärbel geben, welcher sicherlich ebenso gut ist. Ich freu mich auf diesen und auf eine weitere Episode aus dem Leben der beiden Geschwistern.

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  • Historisch sehr interessant, aber auch sehr spannend und unterhaltsam

    Die Kinder des Bergmanns
    AnikaFischer

    AnikaFischer

    23. September 2013 um 20:54

    Frühes 17. Jahrhundert in Deutschland: Jakobs Mutter ist schon bei seiner Geburt gestorben, doch auch seine Stiefmutter und sein Vater sterben früher als gedacht und seine Halbschwester Bärbel und er stehen ohne irgendetwas da. Im Schwarzwald können sie nicht bleiben, die einzige Hoffnung sind Verwandte im Rheintal, die ihnen völlig unbekannt sind. Sie machen sich auf den Weg und dieser ist schon nicht leicht, aber auch bei den Verwandten werden sie nicht freundlich aufgenommen. Die zwei müssen einige unangenehme Seiten des Lebens erfahren, die einigen erspart bleiben... Das Cover ist für ein historisches Buch recht schön und verdeutlicht auch das Thema gut, nur fantastisch finde ich es nicht. Es kann leicht untergehen zwischen der Vielfalt anderer Cover.Das wäre allerdings sehr schade, denn die Geschichte, die sich hinter diesem Cover verbirgt ist mehr als lesenswert.Von Anfang an überzeugt der Schreibstil, die Charaktere erscheinen real und man hat das Gefühl mit ihnen im frühen 17. Jahrhundert zu sein. Die Geschichte berührt, macht neugierig und ist außerdem noch lehrreich. Es werden Sachen erwähnt, die etwas ungewöhnlicher, aber durchaus interessant sind.Auch, wenn die Spannung manchmal etwas nachlässt, ist die Geschichte immer fesselnd und flüssig zu lesen.Man bekommt einen realistischen Einblick in das Leben von Jakob und Bärbel, die einem im Laufe der Jahre wirklich ans Herz wachsen. Fazit: Dieses Buch ist eines dieser Buch, das dich direkt in die Vergangenheit katapultiert.

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  • Die Kinder des Bergmanns

    Die Kinder des Bergmanns
    nirak03

    nirak03

    22. September 2013 um 20:37

    Inhalt: Jakob und Bärbel Selzer wachsen als arme Bergmannskinder im 17 Jahrhundert auf. Früh müssen sie lernen was es heißt arm zu sein. Sie müssen zum täglichen Lebensunterhalt beitragen und arbeiten. Dann trifft die Kinder ein unerwarteter  Schicksalsschlag der sie dazu zwingt ihre Heimat zu verlassen und bei Verwandten im Schwarzwald unterzuschlüpfen.  Doch auch hier scheint ihnen kein Glück vergönnt zu sein, während Jakob auf dem Hof des Onkels als Knecht arbeiten darf, muss Bärbel ins nahegelegene Straßburg und dort als Magd ihren Lebensunterhalt verdienen. Den Kindern scheint  keine glückliche Zeit bevor zustehen, denn es ist die Zeit kurz vor dem 30jähirgen Krieg. Meine Meinung: Zunächst sei gesagt, „Die Kinder des Bergmanns“ ist der Auftakt zu eventuell einer Reihe an der Heidrun Hurst noch fleißig schreibt. Es wird zu mindestens noch einen weiteren Band mit Bärbel und Jakob geben denn hier wird nur der Anfang ihrer Geschichte erzählt. Der Erzählstil von Fr. Hurst ist leicht und flüssig zu lesen und so flogen die Seiten nur so dahin. Die Lebensgeschichte der beiden Kinder ist interessant erzählt und so ganz nebenbei erfährt der Leser auch einiges zu den Lebensumständen der damaligen Zeit. Am Anfang über den Bergbau und dazwischen ein bisschen was über die Landwirtschaft. Ich fand es interessant. Die Protagonisten sind vielleicht noch nicht ganz ausgereift aber das liegt vermutlich daran, dass sie am Anfang noch Kinder sind und erst im Laufe der Handlung wachsen. Als Leser hat man hier die Chance die Charaktere sozusagen von klein auf kennenzulernen. Ein Punkt der mir wiederum gut gefallen hat. Das Schicksal der Kinder lädt förmlich dazu ein mitzufiebern und mitzubangen und zu hoffen dass alles gut wird. So ging es jeden falls mir. Das Cover in seiner Schlichtheit gefällt mir sehr gut. Nur das Symbol der Bergmänner ziert es und die Farben sind angenehm und nicht aufdringlich. Es ist mal ein Cover das ein bisschen anders ist als gewöhnlich und gerade deshalb mag ich es. Mein Fazit: Die Kinder des Bergmanns ist ein historischer Roman so wie ich ihn mag. Er ist interessant, lebhaft geschrieben und zeichnet ein Bild dieser Zeit. Lediglich der Schluss hat mir nicht gefallen. Am Ende bleibt die Frage und nun? Wie geht es weiter? Was wird aus Jakob und seiner Schwester und den Menschen denen sie teuer sind? Ich warte gespannt auf Teil 2

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  • Ein wunderschönes "Gemälde", das das Leben zu Beginn des 17. Jahrhunderts zeigt

    Die Kinder des Bergmanns
    Smilla507

    Smilla507

    Hofsgrund im Winter 1606: Unter tragischen Umständen erblickt Jakob Selzer das Licht der Welt und 3 Jahre später folgt ihm seine Schwester Bärbel. Als Kinder eines Bergmanns wachsen sie in recht ärmlichen Verhältnissen auf und müssen schon früh zum Lebensunterhalt beitragen. Als Jakob gerade mal 12 Jahre alt ist verlieren die beiden Geschwister ihre Eltern. Aus rechtlichen Gründen müssen sie Hofsgrund verlassen. Sie begeben sich auf eine abenteuerliche Reise zu ihren Verwandten in Odelshofen bei Freiburg und Straßburg. Diese sind alles andere als begeistert zwei zusätzliche hungrige Mäuler durch zu füttern. So werden Jakob und Bärbel getrennt: Jakob arbeitet als Knecht auf dem Bauernhof der Verwandten und Bärbel als Küchenhilfe in einer angesehenen Kaufmannsfamilie in Straßburg. Doch das Leben hält noch einige Höhen und Tiefen für die beiden bereit und auch der Dreißigjährige Krieg klopft an die Tür. „Plötzlich schien sich alles ineinanderzufügen, wie in einem Gemälde, bei dem ein Pinselstrich nach dem anderen gesetzt wurde. Doch die Hand des Malers war größer und höher als sie. Dieser eine hatte die Übersicht behalten und wusste, wie das Gemälde aussehen würde, wenn ihre Lebenszeit zu Ende ging.“ (Zitat S. 251) Hinter diesem schlichten Cover verbirgt sich eine wahre Perle! Heidrun Hurst hat einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht, mitreißt und mich mit überraschenden Wendungen zum Weiterlesen verführte, obwohl ich eigentlich gerade nicht die Zeit dazu hatte. In einfühlsamer, aber auch sehr anschaulicher Schreibweise schildert die Autorin das Leben der etwas ärmeren Gesellschaft zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Damals gab es nichts zu lachen, selbst Kinder mussten schon früh mit anpacken. So ergeht es Jakob und Bärbel. Ihr Leben wirkt sehr trostlos, auch wenn es ihnen selbst sicher nicht bewußt war. In Odelshofen und Straßburg wendet sich das Blatt für die Geschwister, sie bekommen bessere und nahrhaftere Mahlzeiten. Als sie älter werden, treffen die Beiden Entscheidungen, die ihr ganzes Leben anders verlaufen lassen, als sie es sich ausgemalt hätten. Zum Glück hilft ihnen der Glaube an Gott, der sie von Kindesbeinen an begleitet. Das hat mir an diesem Buch auch so gut gefallen: Wie der Glaube die Handlung umrahmt und wie die Autorin mit unerwarteten Wendungen aufwartet. Die historischen Hintergründe wurden sehr gut recherchiert. Ich habe wieder einmal viel Neues hinzu lernen können, z.B. dass es damals schon Kaufhäuser und Findelklappen gab. Jakob und Bärbel sind mir während des Lesens immer mehr ans Herz gewachsen, wobei Jakob etwas mehr im Vordergrund steht als Bärbel. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weiter geht! Gut, dass die Autorin bereits den 2. Band schreibt. Doch nun genug der Schwärmerei! Wer historische Romane liebt sollte dieses Buch UNBEDINGT LESEN!!

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  • Phantastisch!

    Die Kinder des Bergmanns
    unclethom

    unclethom

    21. September 2013 um 12:24

    Der Klappentext: Unglückliche Umstände zwingen die beiden Bergmannskinder Jakob und Bärbel Selzer am Anfang des 17. Jahrhunderts zu einer abenteuerlichen Reise vom Schwarzwald ins Rheintal. Doch ihre Verwandten sind nicht erfreut über ihre Ankunft. Und so wird das Ende der Wanderung zum Anfang zweier ergreifender Lebenswege. Ein packender historischer Roman aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Quelle: www.lovelybooks.de Die Autorin: Heidrun Hurst, Jahrgang 1966, entschied sich, nach einer medizinischen Ausbildung und der Geburt ihrer Kinder, einem lang gehegten Wunsch zu folgen: dem Schreiben. Ihr erstes Buch "Komm mit...wir feiern Kindergottesdienst" erschien im Jahr 2005. Darin entwickelte sie in biblischen Anspielen, kleinen Theaterstücken und Kurzgeschichten ihren ganz eigenen Stil. Für die Wikinger-Saga "Der weiße Rabe" recherchierte sie über ein Jahr lang und verband historische Überlieferungen mit einer fiktiven Geschichte. Im Mai 2011 erschien, neben einer Neuauflage des weißen Raben, der zweite Teil der Wikinger-Saga, mit dem Titel "Das Opfer des Wikingers". Mit ihrem neuen Roman „Die Kinder des Bergmanns“ begibt sich die Autorin in heimatliche Gefilde. Heidrun Hurst lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Kehl, wo sie als freie Autorin und Referentin tätig ist. Quelle: www.lovelybooks.de Meine Rezension: Bisher war die Autorin für mich ein unbeschriebenes Blatt. Dies ist nicht so geblieben und ich freue mich schon heute auf die Fortsetzung des Buches. Für mich ist die Autorin die Entdeckung des Jahres. Flüssig geschrieben macht es Spaß nur so durch die Seiten zu fliegen. Glaubhafte Protangonisten und sehr plastisch Beschriebene Schauplätze ließen mich regelrecht an den Schauplätzen anwesend sein. Spannende Unterhaltung wurde geboten in einer Form die es nicht zuließ das Buch aus den Händen zu legen. Dazu ein Finale, mit dem, so nicht zu rechnen war. Langsam, aber stetig stieg die Spannung an bis eben zu dem furiosen Finale. Ich bin davon überzeugt von dieser Autorin noch sehr viel zu hören bzw. zu lesen. Daher von mir 5 von 5 Sternen.

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  • Eine Lebensgeschichte die berührt

    Die Kinder des Bergmanns
    Susi180

    Susi180

    Jakob und Bärbel. Zwei Kinder, zwei Leben und zwei Schicksale. Die Halbgeschwister machen sich nach dem Tod des Vaters auf die Reise in ein unbekanntes Abenteuer. Auf der Suche nach ihren Wurzeln müssen sie schnell erkennen, dass es viele böse Menschen gibt aber auch Menschen die selbst in dieser schweren Zeit bereit sind zu helfen. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt. Zwischen Leid und Freut ist das Band der Geschwister so stark das selbst die größte Entfernung sie nicht trennen kann. Eine berührende Geschichte um Liebe, Verrat, Freundschaft und dem Wunsch seinen Platz im Leben zu finden. Die Autorin: Die Autorin Heidrun Hurst wurde 1966 geboren und ist in ihrer evangelischen Gemeinde für die Teenagerarbeit zuständig. Sie entwickelte dort einige Ideen zur Arbeit mit Kindern, woraus das Buch Komm mit …Wir feiern Kindergottesdienst entstand. Seit dieser Zeit hat sie Spaß am Schreiben gefunden und veröffentlichte einige Kurzgeschichten. Sie beschloss, sich an einem Roman zu versuchen, war sich aber noch nicht über das Thema im Klaren. Nachdem die Familie sich einen Huskie zulegte, begann ihr Interesse für den Norden und die Schönheit Norwegens. So wurde ihr Debütroman Der weiße Rabe, der 2009 erschien, eine Geschichte über Wikinger. Heidrun Hurst ist Familienfrau und freie Autorin und lebt mit ihrer Familie in Kehl am Oberrhein. Anmerkung: Dieses Buch ist erst der Auftakt einer Reihe. Es wird noch eine Fortsetzung geben auf die ich mich persönlich sehr freue. Meine Meinung: Ich war sehr neugierig auf das Buch da die Autorin mir bis dato nicht bekannt war. Die Geschichte hat mich angesprochen und ich fing mit den ersten Seiten an und schon war ich in der Geschichte gefangen. Die Autorin hat einen Schreibstil der so fesselnd und bildreich ist das es solchen Spaß bringt dieses Buch in den Händen zu halten. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und die Spannung in diesem Buch kommt irgendwann so zum Höhepunkt das man es nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Charaktere sind so schön liebevoll beschrieben. Jede Besonderheit ihres Charakters wird hervorgehoben. Man lernt sie kennen, ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Ängste. Man leidet mit und man freut sich mit ihnen. Die beiden Hauptcharaktere sind mir wirklich ans Herz gewachsen und ich freue mich noch mehr von Ihnen zu erfahren. Die Geschichte ist sehr stimmig geschrieben und alle Handlungen greifen ineinander über und es bleibt so keine Ungereimtheit oder Frage offen außer wie es im nächsten Teil weitergeht. Das Buch beginnt 1606 und endet 1625. Man kann also sagen es ist eine Lebensgeschichte und das hat mir bei diesem Roman auch so gut gefallen. Wir erleben die Geburt und alles was sie erleben und erleiden müssen. Wir lernen sie so viel intensiver kennen und können uns noch mehr auf die Charaktere einstellen. Ein großer Pluspunkt in diesem historischen Roman für mich ganz persönlich. Was ich ebenfalls sehr angenehm empfunden habe ist die Tatsache, dass die Autorin leichte Namen verwendet hat. Ich habe es schon öfter gehabt das ich immer mal wieder überlegen musste wer war denn überhaupt wer doch in diesem Buch musste ich das kein einziges Mal tun. Die Namen waren mir sofort vertraut und es gab kein Lesestock weil ich mich erstmal auf den ersten Kapiteln erkundigen musste um wen es gerade geht. Auch eine Unterhaltung in diesem Buch ist sehr übersichtlich geschildert und es kann nicht zu Verwechslungen oder Irritationen kommen. Das sind vielleicht Punkte die überflüssig sind in einer Rezi zu erwähnen aber für mich wichtige Punkte die mich an einem Buch nicht stören sollten und deshalb möchte ich darauf hinweisen. Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich habe eine neue sehr talentierte Autorin kennengelernt die ihre Geschichten lebendig machen kann. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen nicht nur Lesern der Historischen Romane sondern auch Lesern die gerne Familiengeschichten lesen und die einfach Lust haben auf einen guten und spannenden Roman. Eine absolute Leseempfehlung von mir und ich freu mich nun auf die Fortsetzung.

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