Heidy Dennis Das ABC auf Afrikanisch

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Inhaltsangabe zu „Das ABC auf Afrikanisch“ von Heidy Dennis

In „Das ABC auf Afrikanisch“ erzählt die gebürtige Schweizerin Heidy Dennis-Schneider von zwanzig erlebnisreichen Jahren als Lehrerin und Missionarsgattin in Nigeria. Sie entführt in eine Welt, die fremd und oftmals unverständlich erscheint. Mit viel Charme und Witz blickt sie zurück auf einige Gegebenheiten, die sie den Kopf schütteln liessen, aber dennoch wertvolle Dinge fürs Leben gelehrt haben. Ihre Geschichtensammlung berührt und regt zum Nachdenken an, hinterlässt beim Leser aber zum Ende stets ein Lächeln. Die Reise in eine vergangene Zeit und eine ferne Welt, auf die Heidy Dennis ihre Leser mitnimmt, wird an niemandem spurlos vorbeigehen!

total ergreifendes Buch

— Sonnenbluemchen67
Sonnenbluemchen67

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    Das ABC auf Afrikanisch
    monja1995

    monja1995

    04. October 2015 um 13:40

    Klappentext: In „Das ABC auf Afrikanisch“ erzählt die gebürtige Schweizerin Heidy Dennis-Schneider von zwanzig erlebnisreichen Jahren als Lehrerin und Missionarsgattin in Nigeria. Sie entführt in eine Welt, die fremd und oftmals unverständlich erscheint. Mit viel Charme und Witz blickt sie zurück auf einige Gegebenheiten, die sie den Kopf schütteln ließen, aber dennoch wertvolle Dinge fürs Leben gelehrt haben. Ihre Geschichtensammlung berührt und regt zum Nachdenken an, hinterlässt beim Leser aber zum Ende stets ein Lächeln. Die Reise in eine vergangene Zeit und eine ferne Welt, auf die Heidy Dennis ihre Leser mitnimmt, wird an niemandem spurlos vorbeigehen! Mein Umriss: In kurzen Kapiteln erzählt Heidy Dennis-Schneider von ihren Erlebnissen in 20 Jahren Afrikaaufenthalt als Lehrerin und Missionarsfrau in Nigeria. In Afrika ticken die Uhren anders. Das muss die Autorin schnell lernen, um dort bestehen zu können. Ein Europäer mag die Nigerianer, so wie sie in diesem Buch beschrieben sind, vielleicht als disziplinlos bezeichnen, aber wer das Buch gelesen hat, hat schnell festgestellt, dass es sich nicht darum handelt. Diese Menschen machen einfach das Beste aus ihrem Leben. Sie werden tagtäglich auf harte Proben gestellt. Da bleibt keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob man gewisse Dinge besser zu einer anderen Zeit oder auf eine andere Art und Weise erledigt hätte. Die Autorin zeigt, wie feindlich die Natur den Menschen gegenüber ist und wie pragmatisch diese vieles hinnehmen, was ein Europäer nicht so schnell überwinden würde. Hier geht es im Speziellen um das Fortbestehen der Menschen in Nigeria und den Bestand der Dörfer. Frauen im gebärfähigen Alter haben dafür zu sorgen, dass genügend Nachkommen zur Welt kommen und vor allem auch überleben. Diese Kinder werden auch in missionierten Dörfern nicht sofort getauft. Sie bekommen erst im Alter von etwa 3 Jahren einen Namen, denn bis dahin könnten sie an Unterernährung, Tetanus, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung sterben. Also sind diese Kinder erst als solche anerkannt, wenn sie die für sie kritischen Jahre überstanden haben. Mit dem Erlernen der Sprache zeigte sich der Autorin, dass nicht Wort Wort ist, sondern jedes Wort viele Bedeutungen haben kann. Eben so, wie es ausgesprochen wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Betonungen. Hier tappte Heidy in so manches Fettnäpfchen, was sie aber keineswegs aufgeben ließ. Sie ging ihren Weg. Sie lehrte die Frauen und Männer nicht nur lesen und schreiben, sie zeigte den Frauen den Umgang mit Nadel und Faden ebenso, wie sie ihnen Hygiene nahe brachte. Sie schloss die Menschen in ihr Herz und engagierte sich für jeden einzelnen. Mein Eindruck: In kurzen Kapiteln erzählt Heidy Dennis-Schneider über 20 Jahre ihres Lebens. Diese 20 Jahre verbrachte sie in Nigeria, zu einer Zeit, in der es die Menschen aufgrund vieler Unruhen sehr schwer hatten. Die Autorin zeigt den Pragmatismus der dort geborenen Menschen, mit dem sie vieles zu erklären versucht. Angefangen bei der Begründung, warum immer wieder der Anschein erweckt wurde, die Mütter würden ihre Säuglinge und Kleinkinder nicht lieben, weil sie ihnen keine Namen gaben und sofort zur Tagesordnung übergingen, wenn eines dieser Kinder starb. Dabei bemerkt man an den Erzählungen der Autorin sehr schnell, dass es nicht so ist bzw. war, sondern sich die Menschen einfach mit ihrem kargen Leben abgefunden haben, in dem es keinen Platz für die Befindlichkeiten ähnlich derer in der ersten Welt gibt. Es geht rein um die Existenz und das Fortbestehen des Volkes. Mich persönlich störten die kurzen, in sich abgeschlossenen Kapitel eher, weil dadurch kein richtiger Lesefluss entstand. Ebenso bin ich es von Biografien gewöhnt, dass die Autoren mehr Gefühl einbringen. Nein, es muss nicht schnulzig sein, aber als Leser sollte man das Herzblut spüren, das einen Menschen dazu bewog, ihr Leben zu Papier zu bringen. Hier hatte ich eher das Gefühl, dass das Erlebte zwar Eindruck hinterließ, aber nicht so viel, dass die Autorin davon nach ihrer Rückkehr in die Schweiz noch lange zehren konnte. Mir fehlten nähere Beschreibungen über das Land an sich, ebenso über das damalige Leben allgemein in diesem Land, zumal es sicherlich sehr viele Leser gibt, die den Biafrakrieg, die Bürgerkriege und Hungersnöte der damaligen Zeit aufgrund ihres jungen Alters nicht in den Nachrichten verfolgen konnten. Nur am Rande erwähnt werden Mann und Kinder, so, als wären sie nur „Mitläufer“ gewesen. Sehr schön fand ich die Bebilderung mit Fotos aus der Zeit, in der die Autorin in Nigeria war. So konnte ich mir die Menschen über die sie schrieb, auch vorstellen, denn in den Texten stellte sich bei mir leider das Kopfkino nicht ein, anhand dessen ich mir die Personen bildlich hätte vorstellen können. So wie sie beschrieben sind, sind es eben Menschen… nur Menschen… irgendwie seelenlos, was ich sehr schade finde. Ich kann dieses Buch leider nur mit viel Fantasie den Biografien zuordnen. Etwas ausgefeilter, wäre es sicherlich ein sehr gutes Sachbuch einer hoch gebildeten Frau geworden. Mein Fazit: Für eine Biografie zu sachlich verfasst, liest sich dieses Buch eher zäh. Aber einen Versuch ist es allemal wert. Danksagung: Ich wurde von der Tochter der Autorin gefragt, ob ich „Das ABC auf afrikanisch“ lesen und rezensieren würde, die dann auch veranlasste, dass mir das Printexemplar sofort nach dessen Erscheinen zugestellt wird. Dafür meinen herzlichen Dank. Es tut mir leid, keine bessere Rezension dazu verfassen zu können, aber das Buch wird sicherlich seine lesenden Freunde finden.

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    Das ABC auf Afrikanisch
    Sonnenbluemchen67

    Sonnenbluemchen67

    09. September 2015 um 11:09

    Inhalt: In „Das ABC auf Afrikanisch“ erzählt die gebürtige Schweizerin Heidy Dennis-Schneider von zwanzig erlebnisreichen Jahren als Lehrerin und Missionarsgattin in Nigeria. Sie entführt in eine Welt, die fremd und oftmals unverständlich erscheint. Mit viel Charme und Witz blickt sie zurück auf einige Gegebenheiten, die sie den Kopf schütteln ließen, aber dennoch wertvolle Dinge fürs Leben gelehrt haben.   Ihre Geschichtensammlung berührt und regt zum Nachdenken an, hinterlässt beim Leser aber zum Ende stets ein Lächeln.   Die Reise in eine vergangene Zeit und eine ferne Welt, auf die Heidy Dennis ihre Leser mitnimmt, wird an niemandem spurlos vorbeigehen! (Klappentext)   Mein Fazit: Das vorliegende Buch bekam ich direkt von der Enkelin der Autorin. Diese fragt bei mir vor geraumer Zeit dafür an und da ich auch so etwas sehr gerne lese, konnte ich einfach (mal wieder ☺) nicht nein sagen. Nun habe ich es also gelesen und muss sagen…einfach der pure Wahnsinn…ich hatte ständig Gänsehaut und war zu tiefst ergriffen. Die Schweizer Autorin Heidy Dennis erzählt hier über ihre Missionarsarbeit in den 1950er und 60er Jahren in Nigeria. Mit all ihren Tücken, sich in die Mentalität der Menschen dort einzufügen. Dies gab ihr so manche schwere Prüfung auf und hin und wieder trat sie dabei auch in diverse Fettnäpfchen. Doch all dies hatte sie einst ihrer Mutter per Brief geschrieben und nun in einem Buch zusammengefasst. Dennoch liest sich das Buch nun nicht wie die Anreihung dieser Briefe, nein, sie hat diese in gute Kapitel zusammengefasst. Man bekommt einen sehr guten Eindruck davon, wie es zu der Zeit dort aussah und mit welchen Schwierigkeiten sowohl die Einheimischen als auch die Missionar dort leben und agieren mussten. Ich kann es einfach nur empfehlen es einmal selbst zu lesen. Lange hatte ich ein solches wirklich zum Nachdenken animierendes Buch nicht mehr gelesen. Am meisten hat mich dabei ein Ausspruch beeindruckt, der da in etwa heißt:   „Wie man sich verletzende Worte erspart, aber auch, wie sie sich als gute Entschuldigung verwenden lassen.“

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