Heike-Melba Fendel

 2.9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Zehn Tage im Februar, nur die und weiteren Büchern.

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Heike-Melba FendelZehn Tage im Februar
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Zehn Tage im Februar
Zehn Tage im Februar
 (9)
Erschienen am 19.01.2017
Heike-Melba Fendelnur die
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nur die
nur die
 (6)
Erschienen am 01.08.2009
Heike-Melba Fendelnur die - Ein Leben in 99 Geschichten
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nur die - Ein Leben in 99 Geschichten
nur die - Ein Leben in 99 Geschichten
 (0)
Erschienen am 10.10.2009
Heike-Melba Fendelnur die
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nur die
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 (0)
Erschienen am 17.09.2009

Neue Rezensionen zu Heike-Melba Fendel

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Bookster_HROs avatar

Rezension zu "Zehn Tage im Februar" von Heike-Melba Fendel

Heike-Melba Fendel | ZEHN TAGE IM FEBRUAR
Bookster_HROvor einem Jahr

INHALT: Mit den titelgebenden zehn Tagen im Februar ist der Zeitraum der Berlinale gemeint, in dem sich die Ich-Erzählerin, deren Name unerwähnt bleibt, berufsbedingt immer im Ausnahmezustand befindet. Sie ist Journalistin und Filmkritikerin und das Kino bedeutet ihr alles, auch mehr als ihr Mann, der den ganzen Roman über nur der Mann genannt wird, was tief blicken lässt. Der Mann ist das genaue Gegenteil: Bodenständig, nüchtern, nett – ein Mann, an dem nichts auszusetzen ist. Den Zettel, mit dem er die zehntägige Auszeit einleitet, schmeißt sie ungerührt in den Müll, zieht sich schick an und fährt zur Berlinale.

Wie kommt es, dass sich eine erfolgreiche und selbstbewusste Frau, die in der Welt der Stars und des Glamours zuhause ist, einen so offenkundig unpassenden Partner sucht? Liegt es daran, dass sich die Frau in Sachen Sehnsucht und Lebensziele nur in Kinofilmen bedient? Dass sie nach so vielen Jahren im Filmgeschäft keinen Zugang mehr zu realen Lebensentwürfen bekommen kann? Ein aus ihrer Sicht misslungener Film der Regisseurin Jane Campion macht sie wütender als das Scheitern ihrer Beziehung – Was sagt das über ihre Psyche aus? Und was wird sie tun, wenn der Mann wieder in der Tür steht…

FORM: Diesen Fragen geht Heike-Melba Fendel (*1961) in ihrem High-Society-Roman nach. Der Ton, den sie ihre Protagonistin anschlagen lässt, ist mal witzig, mal pampig, zum Teil auch verzweifelt. Nie jedoch wird es rührselig, dazu ist die Erzählerin auch viel zu verblendet. Bei den wenigen Passagen, in denen sie sich ihren emotionalen Defiziten bewusst wird, bleibt der Leser auf der tränenlosen Seite, auch wenn im Text viel geweint wird.

Zwischen die Berlinale-Szenen (die am Präsens erkennbar sind) streut Fendel jede Menge Erinnerungen an die letzten Jahre und Jahrzehnte im Business ihrer traurigen Heldin, die deren Werdegang sehr gut beschreiben (und dem Leser ganz nebenbei einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der großen Filmfestivals gibt). Hier schöpft Fendel sicher reich aus ihrem eigenen Leben; die Vita der Autorin ähnelt der ihrer Protagonistin – ich hoffe, das gilt nicht auch für die emotionale Verwirrung.

FAZIT: Mir hat ZEHN TAGE IM FEBRUAR gut gefallen. Der Roman ist solide geschrieben, ohne hier und da auf künstlerische Spielereien zu verzichten, und hält sich fern von romantisch-kitschigen Klischees. Vor allem aber ist der Roman authentisch – ich kaufe Fendel die Story ab, und das ist für mich der wichtigste Punkt überhaupt.

Vier Sterne plus Lesempfehlung!

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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19angelika63s avatar

Rezension zu "Zehn Tage im Februar" von Heike-Melba Fendel

Zehn Tage im Februar ... die keiner braucht
19angelika63vor 2 Jahren

Klappentext
Ein Mann hinterlässt seiner Frau einen Zettel: Er wird sie verlassen. Für zehn Tage. Danach werde man sehen. Die Frau schmeißt den zettel in den Müll, drapiert sich die Haare zum Dutt und zieht eine nachtblaue Robe an, denn es ist der Eröffnungsabend der Berlinale. Der Mann ist weg, aber die Filme kommen und mit ihnen die große Regisseurin Jane Campion, der einzige Mensch, dem sich die die Frau je wirklich verbunden gefühlt hat. Jane soll ihr helfen, sich zu entscheiden. Zwischen der Frau, die sie einmal war, die sich vom Scheich nach Cannes einladen ließ und die sich an nichts und niemanden band – außer an das Kino. Und der Frau, die sie geworden ist, die bittere Tränen in ihrem geschmackvoll eingerichteten Eigenheim vergießt, in deren Leben scheinbar alles an seinem Platz ist, aber rein gar nichts in Ordnung. Nach zehn Tagen kommt der Mann zurück. Die frau aber hat von Jane einen schwierigen Auftrag bekommen.



Kennt ihr das? Da freut man sich auf ein Buch, weil der Klappentext interessant erscheint, dann liest man es und die Geschichte hinterlässt ein großes Fragezeichen. So erging es mir mit diesem Buch und ich habe lange gezögert und mich gewunden dazu etwas zu schreiben. Nun hier meine Meinung zu diesem Buch, und dem Hinweis bitte macht euch eure eigene Meinung.

Die beiden „Hauptprotagonisten“ bleiben ohne Namen. Das gibt es hin und wieder in Büchern, und doch kann man eine „Beziehung“ aufbauen. Anders hier. Die Frau bleibt für mich eine Person, die ich nicht greifen und auch nicht begreifen kann. Sie hat eigentlich ein tolles Leben. Einen Mann, einen tollen Job, ein Eigenheim usw. Dennoch ist sie unzufrieden. Als ihr Mann sie für zehn Tage (die Zeit der Berlinale) verlässt, hat die Dame nichts Besseres zu tun, als den Zettel (in meinen Augen ein Synonym für den Mann/ die Beziehung) in den Müll zu schmeißen, sich schick zu kleiden und sich ins Abenteuer zu stürzen. Kein Gedanken an den Mann oder die Beziehung. Egal. Fort damit. Es folgt ein Einblick in den Ablauf einer solchen Berlinale mit all seinen vielen Filmen (für Cineasten durchaus interessant). Zwischendurch ständiges Gejammer, das sie ihr altes ungezwungenes und ungebundenes Leben wieder haben möchte. Wobei sich hier die Frage stellt, war es wirklich so ungezwungen und ungebunden? Sie ließ sich von einigen Dame und Herren „aushalten“.  Nun denn … nach zehn Tagen war die Geschichte zu Ende, und ich mit meinen Nerven.

Ich habe immer und immer wieder gehofft, dass mich die Geschichte noch anspricht, doch leider hat es das nicht. Schade … sehr schade um die Lesezeit, die ich vergeudet habe.

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Bibliomaries avatar

Rezension zu "Zehn Tage im Februar" von Heike-Melba Fendel

Abspann
Bibliomarievor 2 Jahren

Die Frau, einen Namen erfährt man nicht, taumelt unverbindlich und ziellos durch ihr Leben. Beziehungen überlässt sie dem Zufall, sie nimmt, was das Angebot hergibt.

Der Zufall lässt sie ihre Leidenschaft für Film und Kino entdecken und führt zu einer kurzen Begegnung mit der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion, die ihr Leitstern wird. Jahre später lebt sie mit dem Mann zusammen, auch hier kein Name, es ist auch nicht entscheidend, denn er wird nie eine wesentliche Rolle in ihrer Gefühlswelt spielen. Sie ist inzwischen auch beruflich dem Kino eng verbunden. Die Berlinale steht an, Jane Campion wird dabei sein, ein wichtiger Termin in ihrem Leben.

Der Mann verlässt sie für 10 Tage – es ist besser für uns beide – so schreibt er in einer kurzen Notiz.
Diese 10 Tage begleite ich die Frau durch ihr Leben und ihre Erinnerungen, ohne ihr nahe zu kommen. Sie bleibt eine Randfigur, wie eine der Personen, die im Filmabspann immer ganz zum Schluss kommen. Ich lese das Buch und warte immer darauf, dass mein Kopfkino Bilder produziert, aber vergeblich. Hin und wieder ein Satz, an dem ich verweile, aber das war’s auch schon.

Ein ungewöhnliches, flüchtiges Buch, die Frau und ihre Gefühlswelt flimmern an mir vorbei ohne tieferen Eindruck zu hinterlassen.

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