Heike Wolf

 4,9 Sterne bei 48 Bewertungen
Autorenbild von Heike  Wolf (©Privat)

Lebenslauf von Heike Wolf

Das Schreiben hat mich fasziniert, seit ich schreiben kann; die Geschichte kam ein paar Jahre später hinzu. Schon als Kind habe ich meine armen Eltern in den USA von Bürgerkriegsschlachtfeld zu Bürgerkriegsschlachtfeld geschleppt, mit einem Bürgerkriegsmuseum zwischendurch zur Entspannung. Wenn man dann das Glück hat, zumindest einige Jahre in Philadelphia zu leben, kommt man aus der amerikanischen Geschichte gar nicht mehr hinaus - die sonntäglichen Spaziergänge durch das koloniale Viertel Society Hill waren herrliche Gedankenreisen in die aufregendste Zeit der Stadt und boten zudem eine Vielfalt an Inspiration. Nach einem Ausflug an historische Orte kann ich gar nicht anders, als zu schreiben, die ganze aufgenommene Geschichte muss irgendwie wieder raus. Unsere Familiengeschichte erstreckt sich über viele Länder, hauptsächlich aber Deutschland. Deutschlands Geschichte ist unglaublich facettenreich, umfasst zahlreiche unterschiedliche Epochen, viele davon dunkel, viele aber auch erfreulich. Wie haben völlig normale Menschen die Geschichte erlebt? Das frage ich mich ohnehin oft, und noch öfter bei geschichtlichen Ereignissen, die meine eigenen Vorfahren betroffen haben. So ergeben sich die Handlungsstränge in meinen Büchern schon fast von alleine - das Betrachten der Geschichte und die Überlegung, wie sie sich auf die Menschen dieser Zeit auswirkt.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Freiheit Kraft (ISBN: 9783754334508)

Der Freiheit Kraft

 (2)
Neu erschienen am 08.09.2021 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

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Neue Rezensionen zu Heike Wolf

Cover des Buches Der Freiheit Kraft (ISBN: 9783754334508)Bibi1960s avatar

Rezension zu "Der Freiheit Kraft" von Heike Wolf

Liebe und Leid im alten Frankfurt
Bibi1960vor 15 Tagen

Nach ihrer zweibändigen Familiengeschichte über die Schönaus aus Leipzig und ihrer Trilogie über die amerikanischen Allenders hat Autorin Heike Wolf mit „Der Freiheit Kraft“ den Grundstein zu einer weiteren geschichtsträchtigen Trilogie gelegt. Im Mittelpunkt steht hier die Bankiersfamilie Wallenfels.

Wir befinden uns im Jahr 1805 im hessischen Frankfurt. Die junge Magdalene wird von ihrer Familie zur Heirat mit dem wesentlich älteren Leopold Wallenfels gezwungen. Lieblos von ihrem Mann behandelt, soll sie ihm einen weiteren männlichen Erben schenken, da Leopold sich mit seinem Sohn Theodor aus erster Ehe überworfen hat. Zu Leopolds großer Enttäuschung bringt Magdalene aber nur ein Mädchen, Johanna, zur Welt. Glücklicherweise kann das kleine Kind aber Theodors Herz erobern und wird zu seinem Augapfel, bis sie ihn später unabsichtlich fürchterlich enttäuscht. Magdalene, unglücklich und von zarter Gesundheit, stirbt beim letzten Versuch, ihren Mann zufrieden zu stellen.
Wie wird es mit den Wallenfels weitergehen? Wird Johanna zur Stammmutter der Familie? Taucht der verschollene Theodor noch einmal auf?

Heike Wolfs Bücher entführen den Leser immer wieder neu in die bunte Welt der Vergangenheit. In diesem Fall ist das alte Frankfurt mit seiner Rolle während der französischen Besatzung, der Freiheitskriegs-Kämpfe und der daraus folgenden Ereignisse, der Schauplatz des Geschehens. Durch die akribische Recherche der Autorin erfährt und lernt der Leser viel Interessantes über die Stadtgeschichte der heutigen Millionenmetropole. Dieses, gepaart mit den Freuden und Leiden der Familie Wallenfels, ergibt eine ausgesprochen lesenswerte, spannende und reizvolle Mischung. Die Romanfiguren sind sorgsam, liebevoll und authentisch ausgearbeitet. Heike Wolf ist eine Autorin, die ihren Figuren nichts erspart, sie tiefe Emotionen, Freud und Leid erleben lässt und von denen sie sich auch trennen kann. Das ist für den Leser manchmal nicht leicht hinzunehmen, aber gerade dieses macht eine Mehrgenerationengeschichte um so vieles glaubwürdiger und interessanter.

Das Cover des Buchs zeigt Frankfurt um 1820 und ist mit seinen zarten Blau- und Grüntönen ein echter Hingucker und hebt sich daher wohltuend vom oft gewählten Einheitscover der historischen Romane ab.

Mir hat „Der Freiheit Kraft“ sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf ein Wiederlesen in Band 2, der voraussichtlich Anfang 2022 erscheinen wird.

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Cover des Buches Der Freiheit Kraft (ISBN: 9783754334508)Babajagas avatar

Rezension zu "Der Freiheit Kraft" von Heike Wolf

Packender Auftakt der neuen Trilogie von Heike Wolf
Babajagavor einem Monat

Die Geschichte beginnt in Frankfurt an einem Tag im Jahr 1805. Es hätte wohl ein schöner Tag sein können, wenn er nicht der Beginn von Magdalenes Martyrium an Theodor Wallenfels Seite wäre. Genauso habe ich die ersten Zeilen des Romans wahrgenommen und mit ihnen hat mich Heike Wolf sofort eingefangen. Die ersten Dialoge lassen bereits auf viele spannende Konflikte zwischen den Charakteren schließen und der Leser kann nicht anders, als neugierig weiterzulesen um heraus zu finden, was passiert. 

Magdalene ist eine junge, hübsche Frau, die ich mir gut an der Seite eines ebenso jungen und erfolgreichen Mannes hätte vorstellen wollen. Statt dessen wird sie von ihrer Familie an den zwar reichen, aber überaus hartherzigen Theodor Wallenfels verheiratet. Zunächst empfand ich Theodor gar nicht als so grausam, vielmehr hatte ich das Gefühl, er würde einfach nur nicht zu Magdalene passen und ihr eine Welt zu Füßen legen, in der sie sich unwohl fühlt. Im Laufe der Zeit jedoch bemerkt man sehr deutlich, wie grausam Theodor tatsächlich ist. Aus einer wagen Sympathie entwickelt sich so eine wirkliche Abneigung gegen ihn. Er wird immer mehr zu dem Charakter, den man einfach nicht mögen will. Trotzdem hat Theodor auch eine andere Seite, die seine Figur vielschichtig und nicht vorhersehbar sein lässt. 

Ganz anders dagegen ist sein Sohn Leopold. Dieser ist im etwa gleichen Alter wie Magdalene und wäre der deutlich passendere Heiratskandidat gewesen. Die Anziehung zwischen den beiden ist auch sehr deutlich fühlbar und ich wünschte mir so sehr, dass es einen Weg für sie geben möge, dass sie zusammenfinden würden. Leopold ist ein eher weicher Typ, der sich dafür begeistern kann, mit Magdalene im Garten zu sitzen, wenn sie malt. Gerade dieser krasse Gegensatz zum eigenen Vater macht ihn mir dann auch so überaus sympathisch. Verweichlicht ist er jedoch überhaupt nicht. Im Verlauf der Geschichte wird klar, dass Leopold ein Gespür für Diplomatie hat und die Menschen nicht verurteilt. Mit dieser Eigenschaft habe ich Leopold immer wie einen ruhenden Pol der Geschichte empfunden. 

Am Beispiel von Johanna, Theodors Tochter, zeigt die Autorin ein grausames, für Frauen überaus demütigendes Kapitel dieser Zeit. Dabei führt ihre gründliche Recherche zu einem wahren Strom von Gänsehaut auf dem Rücken des Lesers. Zunächst ist Johanna ein fröhliches, aufgeschlossenes Kind und später eine lebensfrohe junge Frau. Bei den jungen Männern ist sie begehrt – nur leider trifft sie eine falsche Wahl und damit ändert sich alles. Auch Johanna! Sie ist nach wie vor eine starke Frau – ohne jede Frage – aber ihr Lebensinhalt verändert sich. Mit dieser Figur wandert die Autorin durch die Armenviertel Frankfurts und zeigt, dass es neben Reichtum auch sehr viel Armut gab. So lernt der Leser auf leichte Art und Weise ganz nebenbei das Frankfurt dieser Zeit besser kennen und sie zeigt wie schnell ein sozialer Abstieg erfolgen konnte.

Konstanze und Carl, Leopolds Kinder, sind die nächste Generation Wallenfels. Auf ihnen und ihrem besten Freund Justus liegt der Fokus in der zweiten Romanhälfte. Die 3 jungen Leute sind recht unterschiedliche Charaktere und gehören dennoch zusammen. Jeder von ihnen ist mir ans Herz gewachsen – auf seine eigene Weise. Ich mag Carl, der eher zurückhaltend bleibt, ebenso wie Justus, der eindeutig der Rebell ist. Da der Roman politisch geprägt ist, bleibt es natürlich auch nicht aus, dass Justus mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Und Konstanze gehört wie selbstverständlich in ihre Mitte. Sie ist eine recht emanzipierte junge Frau, die die Demütigungen durch das andere Geschlecht nicht ohne weiteres hinnimmt. Am Beispiel dieser 3 Figuren zeigt Heike Wolf die Veränderungen der Zeit sehr prägnant. Es ist eine Freude mit ihnen einen Streifzug durch die Zeit zu machen. Und sie berühren den Leser durch ihre Schicksale. 

Wie immer ist Heike Wolf keineswegs zimperlich mit ihren Figuren. Sie zeigt das Leben, wie es eben ist – authentisch und sauber recherchiert, zu viel verklärende Romantik ist einfach nicht ihr Ding. Die Stadt Frankfurt in dieser Zeit erwacht zu seiner vollen Blüte. Besonders gefiel mir hierbei z.B., dass die einfachen Leute in ihrer Mundart sprechen. Beim Lesen musste ich zwar manchmal die Sätze ein zweites Mal und sehr langsam lesen, aber es macht Spaß, sich darauf einzulassen und ihnen dabei zuzuhören.

Heike Wolf schreibt bildgewaltig, verliert sich aber nicht in Details. Sie schreibt lebendig und authentisch, kreiert glaubwürdige, vielschichtige Charaktere, die man lieben oder verabscheuen kann, mit denen man mitfiebert und hofft, dass es gut gehen möge. Heike Wolf schürt Hoffnungen stilsicher, obwohl – wie jedem, der ihre Geschichten kennt, klar sein dürfte - sie bisher noch jede Hoffnung wieder zerstört hat. So schickt sie den Leser durch ein Meer aus Emotionen, aus dem er erst wieder auftaucht, wenn die letzte Seite gelesen ist. Und als sei das noch nicht genug, liefert sie einen Cliffhanger, der eine weitere Hoffnung schürt: Der 2. Teil möge nicht zu lange auf sich warten lassen. 

Die Geschichte der Autorin ist ein Pageturner. Ihr Schreibstil ist leicht zu lesen, obwohl sie sich eines großen Wortschatzes bedient. Und auch wenn die politische Zeit nicht so bekannt ist wie das dritte Reich, erfährt der Leser wie nebenbei Geschichte, spannende Geschichte. Der Roman ist damit nicht überfrachtet, aber eben diese politische Geschichte beeinflusst das Leben und das Verhalten ihrer Charaktere maßgeblich. Diese Verbindung von Historie und fiktiven Personen ist einmal mehr wunderbar gelungen. 

In einem sehr spannenden Nachwort erklärt die Autorin noch so einiges über das Frankfurt jener Zeit, erzählt aus Recherchen und sogar 2 historische Bilder finden sich hier. Es lohnt sich auf jeden Fall das Nachwort zu lesen und wem dies noch nicht reicht, der kann auf der Internetseite von Heike Wolf weitere Informationen finden. All dies zeigt, wie gründlich die Autorin recherchiert - mit dem Resultat, dass sie einen weiteren absolut authentischen Roman vorlegt, der einen einfach in seinen Bann schlägt. 

Fazit: Eine andere Zeit, eine andere Stadt und dennoch ein typischer Roman von Heike Wolf. Lesenswert von der ersten bis zur letzten Seite. Must read für Fans historischer Romane, die von ihrer Lebendigkeit und gut recherchierter Geschichte leben. 5 von 5 Sternen.

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Das Buch:

Die Autorin legt hier den dritten und letzten Teil ihrer umfassenden Familiensaga um die Allenders vor. Es ist unbedingt empfehlenswert Teil 1 und 2 gelesen zu haben, da alle 3 Teile stets direkt aneinander anschließen. In diesem Roman werden die Jahre 1882 bis 1931 beschrieben - also eine Zeit einschneidener Umbrüche in den USA - und wie sich diese auf die Familienmitglieder auswirken.


Worum geht’s?

Nachdem Stuart seine Frau und Dara ihren Ehemann verloren haben, können sie endlich einander heiraten. Während in den USA die Industrialisierung fortschreitet, braut sich in Europa der erste Weltkrieg zusammen, an dessen Ende die Pandemie der Spanischen Grippe Millionen von Menschen weltweit dahin rafft. Und als sich eben alles wieder zu beruhigen scheint, trifft die Weltwirtschaftskrise die Familie mit voller Wucht. Wieder einmal scheint es so, als müsste die Familie nun endgültig zerbrechen, aber tut sie das?


Charaktere:

Einmal mehr hat mich die Autorin mit ihren vielschichtigen Charakteren beeindruckt. Über alle 3 Teile hat sie es geschafft, dass Stuart und Dara mein Lieblinge geblieben sind, selbst wenn ich so manche ihrer Entscheidungen nicht gutheißen konnte. Bedingt dadurch, dass Heike Wolf ihre Figuren aber so authentisch und vor allem lebendig gestaltet, ist es dennoch für den Leser möglich, zumindest zu verstehen, warum die Figuren handeln wie sie es tun.


Als Stuart ankündigte, dass er Dara heiraten wolle, nachdem diese eine wahre Odyssee mit ihrem Mann Maurice hinter sich gebracht hatte, hatte ich nur ein Wort im Kopf: ENDLICH! Das sahen nicht alle Familienmitglieder so. Aber ich hatte schon befürchtet, dass die Autorin den beiden dieses Glück nicht zuteil werden lassen würde. Bedingt durch ihr Alter treten Stuart und Dara dennoch weiter in den Hintergrund und überlassen in diesem Teil mehr ihren Kindern die Handlung. Das ist wenig verwunderlich, da nun einfach die nächste Generation das Ruder übernimmt. 


Dieser Generationenwechsel ist allerdings auch geprägt von vielen Konflikten, denen sich die Figuren zu stellen haben. So ist es an Stuart seiner Tochter Louisa ein riesiges Eingeständnis zu machen, als diese ihm eröffnet, dass sie arbeiten gehen wolle - etwas, das für Stuart undenkbar ist. Eine Frau sollte nicht arbeiten müssen. Eben diese Generationenkonflikte prägen aber das Familienleben der Allenders und machen die Geschichte so unglaublich fühlbar. Jeder Leser wird sich in dem einen oder anderen Konflikt wiederfinden und sich auf die eine oder andere Seite stellen, denke ich. Dies ist eine Fähigkeit der Autorin, die sie durch alle 3 Bücher immer wieder unter Beweis gestellt hat. 


Eine andere Fähigkeit ist es leider auch, ihre Charaktere sterben zu lassen, wenn es an der Zeit ist. Und in diesem Teil sterben - wie so oft - viel zu viele geliebte Figuren. Dies jedoch ist der Zeit geschuldet, in der Heike Wolf erzählt. Dabei schreibt sie so emotional, dass man sich dem nicht entziehen kann und vielmehr das Gefühl hat, man wäre mitten drin. 


Abgesehen davon, dass jeder Charakter seine ganz eigene Persönlichkeit und seine eigenen Probleme hat, hat mich Douglas am meisten beeindruckt. Er hat sich im Verlauf der Geschichte völlig gewandelt. Zunächst mochte ich ihn mit seiner ganzen Art, seiner Kriegseuphorie z.B., so gar nicht. Nach dem Krieg hatte er sich zu einem - für meine Begriffe - egoistischen, verschwenderischen Typen entwickelt und wurde letztlich aber zu einem perfekter Ableger seines Vaters. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto öfter hatte ich das Gefühl, dass Douglas doch mehr von seinem Vater mitbekommen hatte, als anfänglich angenommen. Es hat mich gefreut, dass auch er endlich begriffen hatte, dass Gefühle für einen anderen Menschen nichts schlechtes sind. 


Cynthia - seine Schwester - hingegen ging mir gehörig auf die Nerven. Sie ist verwöhnt und war stets der Meinung, dass ihr alles zustünde, bevor überhaupt jemand anderer zu etwas Recht hätte. Oft hat sie mich an Natalya erinnert und ich hatte gehofft, dass sie die nächste Giftspritze werden würde. Denn ich muss gestehen, dass mir Natalyas Art zwar ebenfalls oft auf die Nerven ging, sie aber ein unerlässlicher Teil der Geschichte war und sie mir wirklich gefehlt hat.


Ich schätze jeder Leser wird seinen LIeblingscharakter finden. Allerdings ist es das Zusammenspiel aller Figuren, das die Geschichte zum Leben erweckt. Man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass irgendein Charakter überflüssig sein könnte. Immer hat das Dasein einen Grund.


Schreibstil:

Heike Wolf schreibt brillant! Sie liefert mit absoluter Sicherheit die perfekte Mischung aus historischen Fakten, interessanten Charakteren und Emotionen. Bei ihr durchlebt der Leser wirklich jedwede Gefühlsregung. Beim Lesen ertappte ich mich oft bei einer regelrechten körperlichen Anspannung, wenn wieder einmal ein Konflikt oder eine Situation schier ausweglos zu sein schien - vom Taschentuchverbrauch ganz zu schweigen!


Sie schafft es, den Leser mit in das helle Licht zu nehmen, in dem alles rosig ist, nur um ihn dann in den Abgrund zu stürzen, weil sie einem liebgewonnenen Charakter Böses widerfahren lässt. Sie sagte selbst einmal dazu: “Aber so ist das Leben nun mal!” Und damit hat sie Recht, was der Grund ist, dass ihre Geschichten stets authentisch wirken.


Die Geschichten der Autorin lesen sich immer leicht, sodass der Leser in die Geschichte fallen kann. Mit jedem Satz vermittelt die Autorin etwas; es gibt keine Phrasen, keine Längen, keine Langeweile. Die Geschichte ist nicht künstlich verlängert, sondern sie braucht eben diesen Raum. Und ginge es nach mir, könnte die Geschichte länger gewesen sein.


Historische Fakten:

Fakten, mit denen Heike Wolf arbeitet, sind stets recherchierbar. Sie betreibt einen eigenen Blog, auf dem sie weitere Informationen zur Verfügung stellt und auf den es sich lohnt vorbeizuschauen. So lernt der Leser ganz nebenher auch etwas über die Geschichte der Zeit, des Landes, die Gepflogenheiten. Das macht die Geschichte für mich zusätzlich interessant. 

Fazit:

Das Buch ist ein absolutes Muss für Liebhaber der historischen Literatur. Zwischen Emotionen hin- und hergerissen bleibt der Leser garantiert in der Geschichte, bis auch die letzte Zeile gelesen ist. 5 von 5 Sternen


Danke Heike!



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Gespräche aus der Community

Es geht weiter mit Band 2 der Allendertrilogie, wir steigen direkt mitten ins Bürgerkriegsgeschehen ein und begleiten die Allenders diesmal bis ins Jahr 1882.

So, hier nun die Vorableserunde zum zweiten Buch der Allenders. Alles wie gehabt, ihr kennt das Procedere und einander ja schon 😊 . Ich weiß, daß ihr gerade alle noch andere Bücher lest (Babajaga liest ein besonders herrliches Werk), also fühlt euch durch die Rundeneröffnung jetzt nicht gedrängt - lest in eurem eigenen Tempo. Es soll ja Spaß machen und kein Stress werden. 

Rückmeldung einer Freundin, die Band 1 gerade eben beendet hat (und mir erlaubte, dies zu zitieren): "Es hört auf, wie "Vom Winde verweht" anfängt. 😄 Stuart ist Scarlett, hin und hergerissen zwischen Rhett und Ashley Caroline und Dara.... - Ist das zweite Buch schon gedruckt verfügbar? Ich muss jetzt wissen, wie es weitergeht!" 

Ich hoffe, ihr kündigt mir nach manchen Ereignissen nicht die Freundschaft und freue mich auf lebhafte Diskussionen. Wie immer: seid offen, sagt mir auch, was euch nicht gefällt. 

Ich habe meistens zwei Kapitel pro Abschnitt, aber drei Abschnitte sind 3 Kapitel lang - nur hier zur Sicherheit als Info, damit keine von euch unabsichtlich gespoilert wird, weil sie aus Gewohnheit 2 Kapitel gelesen hat.


431 Beiträge
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Letzter Beitrag von  Babajagavor 2 Jahren

Nun... Man braucht ja auch Vorbilder... 😊

Wie besprochen hier nun die Leserunde für "Ferne Wolken", Band 1 der Allender-Trilogie, die das Leben einer Familie zwischen 1831 und 1931 behandelt. In Band 1 (1831 - 1861) haben wir noch echtes Pionierleben in Texas, das sich von der Kultur- zur Industriestadt wandelnde Philadelphia, den nicht für alle so romantischen Alten Süden und das recht verschlafene Handelsstädtchen Carlyle.

Meine Gudsten, 

nun ist 2020 ganz frisch und ich freue mich sehr, daß ihr einige Zeit dieses noch so jungen Jahres darauf verwenden möchtet, mit mir die Allenders und ihre familiären Verwicklungen zu diskutieren. Die römischen Kapitelüberschriften sind nicht wahnsinnig übersichtlich, aber ich hoffe, wir kommen zurecht. Ich habe noch einen Bereich erstellt, in dem ihr nach Herzenslust über die Charaktere diskutieren, schimpfen oder schwärmen könnt, das könnt ihr aber natürlich auch in den Kapitelbereichen machen - wie es euch lieber ist. 

Da wir eine so kleine Runde sind, gebe ich kein offizielles Startsignal, ihr könnt einfach loslegen. Ich freue mich auf den Austausch, eure ehrlichen Rückmeldungen und werde natürlich gerne Hintergrundinformationen geben und Fragen beantworten. Im Treffpunkt stelle ich schon mal den Stammbaum ein, der im eBook nicht enthalten ist, weil er da nicht gut abgebildet werden kann. 

Auf eine lebhafte Diskussion!


316 Beiträge
Mamaofhannah07s avatar
Letzter Beitrag von  Mamaofhannah07vor 2 Jahren

Liebe Heike,

verspätet aber dennoch von ganzem Herzen:

https://www.lovelybooks.de/autor/Heike--Wolf/Ferne-Wolken-2414837800-w/rezension/2436116413/

Vielen Dank für diese bezaubernde Lektüre! Die Allenders sind mindestens genauso interessant wie die Schönaus, nur ganz klar, anders halt. Ich bin immer wieder begeistert von deiner Fähigkeit, bleibende Erinnerungen an das Gelesene zu hinterlassen. Die Familien könnten auch Freunde von nebenan sein. Das ist einfach schön!

Liebe Grüße,

Steffi

Wie besprochen geht es nun weiter mit den Schönaus. Diese Leserunde ist für Teilnehmer mit Eigenexemplaren und ich möchte mich bei den Teilnehmern aus der ersten Leserunde ganz herzlich bedanken, daß ihr so viel Interesse an den Schönaus habt, daß ihr gleich weiterdiskutieren möchtet! Natürlich ist auch sonst jeder herzlich willkommen, der sich über "Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf" mit uns austauschen möchte.

Begleiten wir unsere Leipziger Familie und ihr Umfeld also in die dunkelste Zeit unserer Geschichte und ich hoffe sehr, daß euch auch dieses Buch ansprechen wird, selbst wenn es nun etwas düsterer wird.
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