Heike B. Görtemaker

 3.9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Eva Braun, Eva Braun: Leben mit Hitler und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Hitlers Hofstaat

Erscheint am 14.03.2019 als Hardcover bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Heike B. Görtemaker

Eva Braun

Eva Braun

 (13)
Erschienen am 01.10.2011
Eva Braun: Leben mit Hitler

Eva Braun: Leben mit Hitler

 (1)
Erschienen am 20.02.2012
Hitlers Hofstaat

Hitlers Hofstaat

 (0)
Erschienen am 14.03.2019
Ein deutsches Leben

Ein deutsches Leben

 (0)
Erschienen am 14.02.2005

Neue Rezensionen zu Heike B. Görtemaker

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Sokratess avatar

Rezension zu "Eva Braun" von Heike B. Görtemaker

Rezension zu "Eva Braun" von Heike B. Görtemaker
Sokratesvor 7 Jahren

Eva Braun, Hitlers Geliebte und spätere Ehefrau. Eine seltsame Liaison. Bis zuletzt hat Hitler sich ungern offiziell mit ihr gezeigt, und wenn doch, dann nicht als seine ‚Frau‘; sie hatte stattdessen im Hintergrund zu bleiben. Ihre Rolle blieb inoffiziell. Und hinter der Fassade?
Frau Görtemaker gelingt es meiner Meinung nach sehr gut, die Ambivalenzen in dieser sehr seltsamen Beziehung zwischen Hitler und Braun darzustellen. Bereits in den einleitenden Sätzen macht sie deutlich, wie weit beide doch charakterlich und weltanschaulich voneinander entfernt waren; hinzu kam ein Altersunterschied von 20 Jahren. Dass Hitler sich erst kurz vor seinem Suizid zu dem Entschluss durchrang, Eva Braun zu ehelichen zeigt – so arbeitet des E. Görtemaker heraus – zweierlei: einerseits honoriert er ihre Loyalität, denn es will viel heißen, wenn man gute 15 Jahre an der Seite des Führer durch alle Untiefen hindurch geht und an seiner Seite bleibt. Andererseits traut er sich erst in diesem inoffiziellen letzten Moment den selbstgewählten und bevorzugten Stand des Junggesellen zu verlassen, den er mit Begeisterung und offensichtlichem politischen Kalkül zu pflegen beabsichtigte. Dass er dabei gegen das offizielle nationalsozialistische Familienweltbild verstieß, hat den in ‚wilder Ehe‘ mit ungeregelten privaten Verhältnissen lebenden Hitler scheinbar nicht gestört. Kommentare aus seinem privaten Vertrautenkreis kamen häufig.
E. Görtemaker schreibt eine sehr sympathische, klar strukturierte und sich weitgehend auf die belegbaren Fakten stützende Biographie. Sie gibt wenig auf Gerüchte oder triviale Deutungen wie so andere Historiker vor ihr. Sie bleibt objektiv und beschreibt in der Hauptsache historische Fakten, die – sofern persönlich überliefert – auf ihren historischen Wertgehalt hin überprüft werden. Ansonsten ergeht sich Frau Görtemaker glücklicherweise nicht in Vermutungen und beschränkt sich so auf das bloße Deuten und Beschreiben der vorliegenden historischen Hinterlassenschaften, die im Übrigen sehr spärlich gesät sind, denn noch kurz nach dem 30. April 1945 wurde viel der persönlichen Hinterlassenschaft von Hitler und anderen bewusst vernichtet. Dass sich so ein Teil der Beziehung zwischen Hitler und Braun der Geschichtsforschung entzieht, gesteht Görtemaker ein und versucht nicht die Lücken – das macht ihr Buch auch sympathisch – durch wilde Spekulationen und Analogien zu ‚verfüllen‘. Ihr Schreib- und Erzählstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Alles in allem eine gelungene Gesamtdarstellung der bis heute rätselhaften Beziehung zwischen Hitler und Eva Braun.

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Matzbachs avatar

Rezension zu "Eva Braun" von Heike B. Görtemaker

Rezension zu "Eva Braun" von Heike B. Görtemaker
Matzbachvor 9 Jahren

Ein zwiespältiges Buch. Neue Erkenntnisse zum Thema Nationalsozialismus sollte man nicht erwarten. Heike Görtemaker geht es eher darum, das Leben der Eva Braun als verborgene Geliebte Hitlers darzustellen. Die Beziehung, vor der deutschen Öffentlichkeit geheim gehalten, musste Eva Braun durch Selbstmordversuche regelrecht erzwingen. Erst danach wurde sie von Hitler als "Partnerin" akzeptiert. Aufgrund der bescheidenen Quellenlage muss aber offen bleiben, ob und was sie von den Verbrechen des Dritten Reiches gewusst hat oder ob sie gar Einfluss auf Hitler hatte. Letzendlich ist es nur ihre kurz vor dem Selbstmord vollzogene Ehe, die ihr einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert.
Zur von der Autorin im Vorwort angekündigten Entdämonisierung Hitlers trägt diese private Seite seines Lebens meiner Ansicht nach nicht bei, wobei ich aber grundsätzlich diese für falsch halte.

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