Heike B. Görtemaker Eva Braun

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Inhaltsangabe zu „Eva Braun“ von Heike B. Görtemaker

Wie war Frau Hitler wirklich?Laut NS-Propaganda war der Führer mit Deutschland verheiratet. Dass Adolf Hitler eine Geliebte hatte, passte nicht in dieses Bild, daher war Eva Braun in der Öffentlichkeit nicht an seiner Seite zu sehen. Ihre Existenz wurde bis zur letzten Stunde des Dritten Reiches, bis zur Heirat und dem gemeinsamen Selbstmord im Führerbunker in Berlin am 30. April 1945, geheim gehalten. Sie galt bisher als blondes Dummchen, eine unbedarfte junge Frau ohne jeglichen Einfluss, die nichts von Politik verstand. Heike Görtemaker zeigt sie erstmals von einer anderen Seite: zielstrebig, eitel und raffiniert. Wie auch die anderen Frauen in Hitlers Umfeld identifizierte sie sich mit der Ideologie des NS-Regimes und tat alles, um sich den Platz an Hitlers Seite zu erkämpfen und mit einem der größten Verbrecher der Weltgeschichte zu leben. Je näher sie Adolf Hitler kam, desto unangreifbarer machte sie sich in seinem engsten Kreis.

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  • Rezension zu "Eva Braun" von Heike B. Görtemaker

    Eva Braun

    Sokrates

    26. July 2011 um 08:34

    Eva Braun, Hitlers Geliebte und spätere Ehefrau. Eine seltsame Liaison. Bis zuletzt hat Hitler sich ungern offiziell mit ihr gezeigt, und wenn doch, dann nicht als seine ‚Frau‘; sie hatte stattdessen im Hintergrund zu bleiben. Ihre Rolle blieb inoffiziell. Und hinter der Fassade? Frau Görtemaker gelingt es meiner Meinung nach sehr gut, die Ambivalenzen in dieser sehr seltsamen Beziehung zwischen Hitler und Braun darzustellen. Bereits in den einleitenden Sätzen macht sie deutlich, wie weit beide doch charakterlich und weltanschaulich voneinander entfernt waren; hinzu kam ein Altersunterschied von 20 Jahren. Dass Hitler sich erst kurz vor seinem Suizid zu dem Entschluss durchrang, Eva Braun zu ehelichen zeigt – so arbeitet des E. Görtemaker heraus – zweierlei: einerseits honoriert er ihre Loyalität, denn es will viel heißen, wenn man gute 15 Jahre an der Seite des Führer durch alle Untiefen hindurch geht und an seiner Seite bleibt. Andererseits traut er sich erst in diesem inoffiziellen letzten Moment den selbstgewählten und bevorzugten Stand des Junggesellen zu verlassen, den er mit Begeisterung und offensichtlichem politischen Kalkül zu pflegen beabsichtigte. Dass er dabei gegen das offizielle nationalsozialistische Familienweltbild verstieß, hat den in ‚wilder Ehe‘ mit ungeregelten privaten Verhältnissen lebenden Hitler scheinbar nicht gestört. Kommentare aus seinem privaten Vertrautenkreis kamen häufig. E. Görtemaker schreibt eine sehr sympathische, klar strukturierte und sich weitgehend auf die belegbaren Fakten stützende Biographie. Sie gibt wenig auf Gerüchte oder triviale Deutungen wie so andere Historiker vor ihr. Sie bleibt objektiv und beschreibt in der Hauptsache historische Fakten, die – sofern persönlich überliefert – auf ihren historischen Wertgehalt hin überprüft werden. Ansonsten ergeht sich Frau Görtemaker glücklicherweise nicht in Vermutungen und beschränkt sich so auf das bloße Deuten und Beschreiben der vorliegenden historischen Hinterlassenschaften, die im Übrigen sehr spärlich gesät sind, denn noch kurz nach dem 30. April 1945 wurde viel der persönlichen Hinterlassenschaft von Hitler und anderen bewusst vernichtet. Dass sich so ein Teil der Beziehung zwischen Hitler und Braun der Geschichtsforschung entzieht, gesteht Görtemaker ein und versucht nicht die Lücken – das macht ihr Buch auch sympathisch – durch wilde Spekulationen und Analogien zu ‚verfüllen‘. Ihr Schreib- und Erzählstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Alles in allem eine gelungene Gesamtdarstellung der bis heute rätselhaften Beziehung zwischen Hitler und Eva Braun.

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  • Rezension zu "Eva Braun" von Heike B. Görtemaker

    Eva Braun

    Matzbach

    09. June 2010 um 20:35

    Ein zwiespältiges Buch. Neue Erkenntnisse zum Thema Nationalsozialismus sollte man nicht erwarten. Heike Görtemaker geht es eher darum, das Leben der Eva Braun als verborgene Geliebte Hitlers darzustellen. Die Beziehung, vor der deutschen Öffentlichkeit geheim gehalten, musste Eva Braun durch Selbstmordversuche regelrecht erzwingen. Erst danach wurde sie von Hitler als "Partnerin" akzeptiert. Aufgrund der bescheidenen Quellenlage muss aber offen bleiben, ob und was sie von den Verbrechen des Dritten Reiches gewusst hat oder ob sie gar Einfluss auf Hitler hatte. Letzendlich ist es nur ihre kurz vor dem Selbstmord vollzogene Ehe, die ihr einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert. Zur von der Autorin im Vorwort angekündigten Entdämonisierung Hitlers trägt diese private Seite seines Lebens meiner Ansicht nach nicht bei, wobei ich aber grundsätzlich diese für falsch halte.

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