Heike Dorsch

 4.5 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Blauwasserleben, Der Traum vom Segeln und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Heike Dorsch

Blauwasserleben

Blauwasserleben

 (29)
Erschienen am 10.09.2012
Der Traum vom Segeln

Der Traum vom Segeln

 (2)
Erschienen am 10.03.2014
Blauwasserleben

Blauwasserleben

 (1)
Erschienen am 06.06.2014

Neue Rezensionen zu Heike Dorsch

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Blauwasserleben" von Heike Dorsch

"In der Welt, in der er lebte, war alles harmonisch."
R_Mantheyvor 3 Jahren

Das schreibt die Autorin über ihren auf der Südseeinsel Nuku Hiva unter unaufklärbaren Umständen ermordeten Lebenspartner Stefan. Er hätte kein Fingerspitzengefühl dafür gehabt, Gefahren frühzeitig zu erkennen, liest man einen Satz früher (S. 226).

Das Schicksal ihres Lebenspartners und das jähe Ende einer schon fast vier Jahre dauernden Weltumseglung schafften es auch in Deutschlands Abendnachrichten und in andere Fernsehformate. Man weiß nur soviel: Stefan ging auf Nuku Hiva mit einem ihm kaum bekannten Einheimischen auf die Ziegenjagd in eine ihm nicht vertraute Gegend. Eine Waffe besaß er dabei nicht. Da der Mörder Stefans Leiche fast restlos verbrannte, können die Umstände dieser Tat nicht mehr rekonstruiert werden. Es gab keine Zeugen.

Nun würde man dieses Buch wahrscheinlich kaum beachten, wenn es diese schreckliche Tat nicht gegeben hätte. Was man nämlich darüber hinaus zu lesen bekommt, erscheint nur im Zusammenhang mit dem späteren Schicksal Stefans von einigem Interesse. Beschrieben werden die Motive und die Umstände einer nicht vollendeten Weltumseglung aus dem Mittelmeer über die Kanaren und die Kapverdischen Inseln bis nach Venezuela, weiter über Kuba, durch den Panama-Kanal bis nach Nuku Hiva.

Vielleicht erinnert der Text den einen oder anderen Segler wieder an das faszinierende Gefühl, auf dem Meer zu sein. Doch man merkt schnell, dass die Autorin keine leidenschaftliche Seglerin ist. Sie beschreibt lieber Leute, die die beiden in den verschiedenen Marinas oder an anderen Liegeplätzen getroffen haben. Und wenn doch einmal das Lebensgefühl auf dem Meer oder Erlebnisse an interessanten Plätzen (wie beispielsweise auf Kuba) in den Vordergrund rücken, dann bleiben die Erzählungen farblos und dünn.

Das kann man natürlich gut verstehen, denn möglicherweise dient dieses Buch für die Autorin auch dazu, ihrem Lebenspartner ein Denkmal zu bauen, das Schreckliche zu verarbeiten und einen gewissen Abschluss zu finden. Allerdings setzen sie sich dabei auch einer kritischen Bewertung aus. Nicht jeder wird verstehen, wie man sich zu einem dauerhaften Leben auf den Weltmeeren entschließen kann, auf denen es keine Absicherung, kein Denken an die Rente oder an eine frühere Zukunft gibt.

Selbst bei dem Wenigen, was man über das tatsächliche Segeln in diesem Buch liest, spürt man schon einen gewissen naiven Optimismus, gelegentlich auch hart an der Grenze zur Dummheit. Wenn man kein Gefühl für Gefahren besitzt, wie das hier offensichtlich der Fall war, macht man es dem Schicksal etwas zu leicht. Das jedenfalls habe ich wieder einmal beim Lesen dieses Buches erfahren.

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Dunkelkusss avatar

Rezension zu "Blauwasserleben" von Heike Dorsch

Ein Buch über eine wahre Begebenheit...
Dunkelkussvor 4 Jahren

Inhalt: Im Jahre 2011 wird der Blauwassersegler Stefan Ramin auf der Südseeinsel Nuku Hiva ermordet. Die zurückbleibende "Witwe" Heike Dorsch erzählt nun ihre Geschichte...
Cover: Zeigt das Paar Stefan Ramin und Heike Dorsch auf ihrem Katamaran "Baju".
Meinung: Ich finde es gerade extrem schwierig über dieses Buch eine Rezension zu schreiben. Es handelt sich dabei wie gesagt um die 'Dokumentation', ein Niederschreiben von Erinnerungen und Erlebnissen. Diese selbst kann man ja gar nicht 'bewerten'. Das, was Heike Dorsch und ihrem Lebensgefährten auf Nuku Hiva zugestoßen ist, ist furchtbar. Es ist grässlich und als ich das Buch las, bekam ich das beklommene Gefühl, meinen eigenen Partner zu umarmen und ganz ganz lange nicht mehr loslassen zu dürfen.
Rein vom Aufbau her, kann ich sagen, dass Heike Dorsch mit dem Abend beginnt, an dem Stefan Ramin bereits ermordet wurde und der mutmaßliche Mörder auch an ihr ein Verbrechen begehen will. Dann gibt es eine fast 200 Seiten lange Rückblende, in dem Heike Dorsch erklärt: Wie haben sich Stefan und sie sich kennengelernt? Wie sah ihr gemeinsames Leben an Land aus? Wie haben sie Ihre Reise geplant? Wie lief die Reise? Und schließlich... rekonstruiert anhand von kriminologischen Fakten, Aussagen, etc... wie kam es zu dem Verbrechen? 
Bis heute ist unklar, was den mutmaßlichen Mörder zu dieser Tat getrieben hat. Es gibt Thesen, aber keine Beweise, weil der Mann nichts mehr sagt, obwohl er schon zu Gefängnis verurteilt wurde.
Es ist ein Buch, das mit der anbahnenden Katastrophe beginnt und sich dann auf die Reise begibt, hin zu dem Punkt "danach".
Man bewegt sich irgendwo zwischen Reisebericht, Liebesgeschichte, Kriminaldrama und einem Nachruf an den verstorbenen Geliebten.

Fazit:
5 von 5 Sternen.

Kommentare: 2
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drahtloss avatar

Rezension zu "Blauwasserleben" von Heike Dorsch

Ein Buch, dass das Herz berührt
drahtlosvor 4 Jahren

Autorin: Heike Dorsch
Seiten: 272 Seiten
Piper-Verlag

Preis (Taschenbuch) : 9.99€ (D) 10.30€ (A)
Einzelband

Klappentext:

Wie aus einer traumhaften Segelreise ein Albtraum wurde Es begann als großer Traum vom Leben auf den Weltmeeren: Mit zwanzig lernt Heike Dorsch den lebensfrohen Studenten Stefan Ramin kennen. Beide sehnen sich danach, die Welt zu entdecken. Vierzehn Jahre später machen sie ihren Plan wahr. Sie werfen ihr Erspartes zusammen und brechen auf, die Welt zu umsegeln. Das Blauwassersegeln auf dem offenen Meer fasziniert sie ebenso wie das relaxte Feiern in den Marinas von Guatemala oder das Eintauchen in die Unterwasserwelt vor Belize. Und auf den marquesischen Südseeinseln haben sie das erste Mal das Gefühl, angekommen zu sein. Doch ausgerechnet hier findet ihr Glück ein grausames Ende.  Ein Jahr später erzählt Heike Dorsch vom gemeinsamen Abenteurerleben auf allen Ozeanen, von Verlust und Trauer und ihrem eigenen Kampf ums Überleben.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist ein Buch, das man mit keinem anderen vergleichen kann. Heike Dorsch beschreibt von der ersten Seite an alles so genau, sodass es sich anfühlt, als wäre man dabei. Sie erzählt von den besten Momenten ihres Lebens, und auch von den schrecklichsten. Da dieses Buch autobiografisch geschrieben ist, kommen die Gefühle natürlich sehr echt herüber und ich fühlte von Anfang an mit Heike. Schon auf den ersten paar Seiten musste ich mir ein paar Tränen verdrücken. Während ich dieses Buch gelesen habe, wurde mir bewusst, wie schön, und auch wie schrecklich das Leben sein kann, und auch, wie lächerlich teilweise unsere kleinen Probleme des Alltags sind. Mich lässt dieses Buch nicht mehr los und ich finde es auch sehr mutig von der Autorin, ihre ganze Lebensgeschichte niederzuschreiben und mit uns zu teilen.

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