Heike Duken Triebspiel

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Inhaltsangabe zu „Triebspiel“ von Heike Duken

Als der Student Mischa der acht Jahre älteren Natascha begegnet, ist er in denkbar schlechter Verfassung. Schuld sind natürlich die Frauen. Er kann sich nicht einmal mehr auf seine Potenz verlassen und will sich eigentlich von nun an vom weiblichen Geschlecht fernhalten. Für Natascha ist das jedoch nur ein Grund mehr, wirklich unbedingt mit Mischa schlafen zu wollen, denn sie weiß genau, wie man sich in Gefahr begibt. 'Sie wird dir das Herz brechen', warnt ihn Paul, Nataschas Ehemann, und der muss es ja eigentlich wissen. Mischa sucht also vor Nataschas Begierden das Weite, nicht immer erfolgreich, und beginnt eine Freundschaft mit Paul. Dieser muss jedoch mit aller Macht gegen die Anziehungskraft ankämpfen, die sein junger Freund auf ihn ausübt, um seine Frau nicht zu verletzen. Denn was Mischa und Natascha nicht wissen: Paul führt ein Doppelleben und hat sich in Mischa verliebt. Um ihn zu verführen, braucht er aber seine Frau, die schöne Natascha, die ihre Lust inzwischen in anderen Betten stillt. Und doch will sie ihre Ehe retten. Es entsteht eine berauschende Beziehung zu dritt, die scheinbar alle Wünsche erfüllt und dabei die emotionalen Grenzen aller Beteiligten auslotet. Heike Duken erzählt in ihrem Roman sinnlich, klug und mit sprachlicher Raffinesse über Träume, die nicht verwirklicht werden können, Wünsche, die sich nicht unterdrücken lassen, und die Wirklichkeit, die überraschender sein kann als die Fantasie.

Beziehungsgeschichte in prägnanter, kitschfreier Sprache, überzeugende Charaktere und ein spannender, lebensnaher Plot.

— gudrunL
gudrunL

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  • Beziehungsexperimente nah am Abgrund

    Triebspiel
    gudrunL

    gudrunL

    24. November 2014 um 16:24

    Natascha und Paul leben eine offene Ehe, doch diese Offenheit bezieht sich nur auf die Erotik, nicht auf ihren Umgang miteinander. So sind es ganz unterschiedliche Motive, die sie dazu veranlassen den attraktiven Mischa in ihre Beziehungskonstruktion einzubeziehen. Eine gewisse Melancholie, die sich gelegentlich zur unheilvollen Vorahnung steigert, prägt folgerichtig auch die Sexszenen. Ich würde diesen Roman selbst nicht in die Kategorie Erotik einordnen, obwohl es reichlich davon gibt, sondern sehe ihn eher als Beziehungsgeschichte. Diese ist in großartig prägnanter und durchwegs kitschfreier Sprache erzählt. Überzeugende Charaktere, die interessante Personenkonstellation und ein Plot, der immer nahe am Leben bleibt, erzeugen eine Spannung, die sich teilweise durchaus mit der eines Krimis messen kann. Ein solcher hätte es leicht werden können, hätte die Autorin nicht beschlossen, ihren Figuren die letzte Grausamkeit zu ersparen. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch dieser Autorin.

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  • Triebspiel

    Triebspiel
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    25. July 2014 um 12:26

    “Da unten tobte der Wahnsinn. Schuld war natürlich, wie sollte es anders sein, eine Frau. Und genau in diesem Moment des Wiedererkennens stellet Natascha einen Fuß auf Mischas Schuh. Durch das Leder des Schuhs spürte er nicht viel, nur das Gewicht des Fußes und die Absicht die dahintersteckte, aber das reichte schon.” INHALT Als der Student Mischa in der Notaufnahme die acht Jahre ältere Natascha und deren Freund Paul kennenlernt, ist dies der Auftakt zu einer aufreibenden und auch etwas seltsamen Ménage à trois. Ungeachtet der Tatsache, dass Natascha – wann immer sich die Gelegenheit bietet – unverhohlen ihr Interesse an Mischa anzeigt, entwickelt sich zwischen dem jungen Möchtegern-Bohemien und dem Alphamännchen Paul, der auf Mischa ob seiner Selbstsicherheit stets etwas einschüchternd wirkt, eine kumpelhafte Freundschaft. “Sie hatte sich sofort an ihn gelehnt und lag jetzt praktisch auf seinem Schoß. Das war weniger schön, als er es sich vorgestellt hatte. Einfach deswegen, weil ihn das och mehr hochputschte, sein Herz klopfte wie wild. Mensch, das musste sie doch merken. Und Paul brauchte nur einen Blick in den Rückspiegel zu werfen, um seine Freundin auf ihm, dem Eindringling, dem Fremdling liegen zu sehen.” MEINUNG Die studierte Psychologin Heike Duken überzeugt in ihrem Debütroman mit originellen Charakteren und einer Story, die die Erwartungen an einen „erotischen Roman“ unverhofft, doch keinesfalls enttäuschend, umschifft. Zwar wird beim Sex nicht abgeblendet, doch wird dieser auch nicht inflationär und schon gar nicht vulgär eingesetzt. Vielmehr dient dies in erster Linie dazu, die Beziehungen der Personen zueinander zu reflektieren. In einem Moment bahnt sich ein erotischer Dreier an, dann “überlässt” Paul seine Freundin dem jugendlichen Mischa um sie damit glücklich zu machen, im nächsten Moment fordert er wieder seine “Besitzrechte” ein. So bleibt die Roman ein durchgehend irritierendes Spiel, sowohl für die Protagonisten als auch für den Leser. Eine jede der drei Hauptpersonen hätte die Möglichkeit, diesem Beziehungschaos jederzeit ein Ende zu machen. Doch die Autorin hält ihre Geschichte in sicherer Balance und ihre Story so in Fahrt, dass einem diese Möglichkeit beim Lesen gar nicht in den Sinn kommt. Es ist verstandesmäßig nicht erklärbar was diese Konstellation zusammenhält und auch Heike Duken verzichtet dankbarerweise auf bremsende psychologische Erklärungsversuche. Damit ist die Geschichte von Mischa, Natascha und Paul so klischeefrei und schräg, dass sie schon fast wieder wahr sein könnte. Heike Dukens ungekünstelte Sprache tut ein Übriges, dem Roman ein „realistisches“ Feeling zu geben. Ein kleiner Trick – die Ereignisse werden abwechselnd aus Mischas und aus Nataschas Sicht geschildert – sorgt außerdem dafür, dass der Roman sein Tempo bis zum Ende durchhalten kann. Das letzte Kapitel ist sogar Paul vorbehalten, der damit noch für eine kleine Überraschung sorgt. FAZIT Reizvoll, kitschfrei, widersprüchlich und damit durchaus vorstellbar. Ein souveränes Romandebüt, das sich angenehm von den Erwartungen an einen „erotischen Roman“ abhebt.

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  • Buchverlosung zu "Triebspiel" von Heike Duken

    Triebspiel
    braingirl

    braingirl

    Verführung, Lüge und tatsächlich Liebe. Habt ihr Lust auf einen außergewöhnlichen erotischen Roman? "Triebspiel" erzählt die explosive und unkonventionelle Dreiecksgeschichte zwischen Mischa, Natascha und ihrem Mann Paul. Wer verführt wen, wer treibt nur ein Spiel, und kommen alle drei heil aus der Sache heraus? Der Roman gewährt schonungslos und unzensiert Einblicke in weibliche wie männliche Ängste, Begierden und tiefe Sehnsüchte. Ein spannendes Beziehungsdrama, in dem es zur Sache geht. Ich arbeite als Psychotherapeutin und darf Menschen sehr intensiv kennenlernen. Das bereichert natürlich auch mein Schreiben. Triebspiel ist mein erster Roman. Gemeinsam mit dem Schwarzkopfverlag verlose ich fünf Bücher. Meine Frage zur Verlosung: Was erwartet ihr von einem Buch, wenn "erotischer Roman" unter dem Titel steht? Verträgt für euch ein erotischer Roman auch lebensnahe Beziehungsdramen, Konflikte und emotionale Abgründe?

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