Heike Eva Schmidt Amerika liegt im Osten

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Inhaltsangabe zu „Amerika liegt im Osten“ von Heike Eva Schmidt

Motte ist blind vor Liebe: Obwohl Lukas ihren tschechischen Klassenkameraden Pavel gedemütigt und verprügelt hat, will sie die Osterferien unbedingt mit ihm in den USA verbringen – denn zum ersten Mal interessiert sich ihr Schwarm für sie. Allerdings ist die 17-Jährige pleite und der Einzige, der ihr das Geld für die Reise leihen kann, ist ihr griesgrämiger Urgroßvater. Der stellt nur eine Bedingung: Motte soll ihn und die Urgroßmutter nach Tschechien fahren. Der alte Mann hofft, dass seine demente Frau in der Heimat ihr Gedächtnis wiederfindet. Gemeinsam brechen die drei gen Osten auf. Doch mit den Erinnerungen an glückliche Kindertage kehren auch schreckliche Bilder des Krieges zur Urgroßmutter zurück. Und dort, wo Motte eigentlich nie hinwollte, entdeckt sie schließlich, was sie nicht erwartet hatte: die Wahrheit über die Vergangenheit, die Liebe zu ihren Urgroßeltern und den Mut, das Richtige zu tun.

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  • Rezension zu "Amerika liegt im Osten" von Heike Eva Schmidt

    Amerika liegt im Osten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. January 2013 um 17:17

    Motte ist bis über beide Ohren verliebt in Lukas, genannt Laser. Da sieht sie auch schon mal darüber hinweg, dass er Pavel gedemütigt und geschlagen hat. Nun will sie unbedingt die Ferien zusammen mit ihm in den USA verbringen – doch woher soll sie das Geld nehmen? Also macht sie sich auf zu ihrem Urgroßvater, der ihr folgende Bedingung stellt: Sie soll ihn und die Urgroßmutter nach Tschechien, in ihre Heimat fahren. So macht sich Motte mit ihnen auf den Weg und macht dabei einige unerwartete Entdeckungen. Auf den ersten Seiten liest sich „Amerika liegt im Osten“ wie ein typisches, kitschiges Teenie-Buch. Doch der Eindruck täuscht, denn das Buch birgt noch viel mehr in sich. Gerade die Aufarbeitung der Kriegsgeschehnisse, die Mottes Urgroßeltern erleben mussten, stimmt den Leser nachdenklich. Denn hier werden Dinge angesprochen, die sonst lieber verschwiegen werden und an die sich keiner erinnern möchte. Man merkt Motte die Veränderung, die sie während der Reise macht, deutlich an. Und es ist nicht nur das Verhältnis zu ihren Urgroßeltern, das sich ändert. Sie erfährt Dinge, die sie lieber nicht gewusst hätte, doch indem sie sich mit diesen auseinandersetzt beginnt sie auch anderes zu hinterfragen. So zum Beispiel auch sich selbst und ihr Verhalten gegenüber Laser und Pavel. „Amerika liegt im Osten“ befasst sich mit einem dunklen Stück der Geschichte über das im Allgemeinen lieber Stillschweigen bewahrt wird. Es bewegt den Leser zum Nachdenken und ist sicher für so manchen Jugendlichen eine wichtige Lektüre.

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  • Rezension zu "Amerika liegt im Osten" von Heike Eva Schmidt

    Amerika liegt im Osten
    mabuerele

    mabuerele

    04. January 2013 um 20:00

    Die 17jährige Marie, genannt Motte, will auf einer Schulpartie unbedingt ihren Schwarm Laser fotografieren. Leider hat er für sie keinen Blick. Da läuft die Partie aus dem Ruder. Laser legt sich mit Pawel, der aus Polen kommt, an. Als beide auf dem Boden liegen, kommen die Lehrer dazu. Einhellig wird behauptet, dass Pawel der Schuldige sei. Motte hat es zwar anders gesehen, doch sie schweigt. Tobi, Freund von Laser, der sie beobachtet hat, möchte wissen, ob sie fotografiert hat. Sie leugnet. Doch zu Hause stellt sie fest, dass sie den Vorgang sogar gefilmt hat. Plötzlich bemüht sich Laser um sie. Als er nach Amerika fliegt, möchte sie nachkommen und den Urlaub bei ihren amerikanischen Großeltern verbringen. Aber ihr fehlt das Geld. Ihr Urgroßvater will ihr helfen unter der Bedingung, dass sie mit ihm und der Urgroßmutter in die Heimat nach Tschechien fährt. Plötzlich wird Motte mit zwei Dingen konfrontiert, die ihr bisher unbekannt waren. Zum einen hat ihre Urgroßmutter, die sie als streng kennt, Demenz. Sie erinnert sich zwar an ihre Vergangenheit, ist aber in der Gegenwart hilflos. Schon der Besuch im Altenheim versetzt Motte einen Schock. Ihr Urgroßvater hofft, mit der Reise in die Vergangenheit Erinnerungen bei seiner Frau wieder wach zu rufen. Zum anderen waren Fragen nach der Vergangenheit bisher tabu. Doch die Reise bringt Antworten auf Fragen, die Motte lieber nie gestellt hätte. Die Fahrt ändert nicht nur das Verhältnis von Motte zu ihren Urgroßeltern. Sie stellt auch zunehmend ihr eigenes Verhalten bei der Schulpartie und danach in Frage. Das Buch wendet sich Themen wie Schuld und Rache, aber auch Zivilcourage und Mut zu. Gleichzeitig wird ein bitteres Kapitel deutsch-tschechischer Geschichte angesprochen. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Speziell bei den Jugendlichen spürt man, dass sie aus dem Jetzt und Hier stammen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu hat beigetragen, dass die Autorin sehr feinfühlig mit sensiblen Themen umgegangen ist. Es ließ sich zügig lesen und regt zum Nachdenken an. Ich könnte mir das Buch als Schullektüre vorstellen, denn es kommt auch zum Ausdruck, dass die Kenntnisse der Jugendliche über die jüngere Geschichte sehr lückenhaft sind.

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  • Rezension zu "Amerika liegt im Osten" von Heike Eva Schmidt

    Amerika liegt im Osten
    gaby2707

    gaby2707

    10. October 2012 um 20:51

    Maria-Lydia Berger, genannt Motte ist 17 und total verliebt in Lukas Grothauer, genannt Laser, den coolsten Jungen der ganzen Schule. Nachdem sie auf ihrem Handy fast zufällig ein Video aufgenommen hat, in dem man sieht, wie Laser eine Schlägerei mit seinem polnischen Klassenkameraden Pavel anfängt, beginnt Laser sich für sie zu interessieren. Aber es kommen die Sommerferien und Laser düst ab zu seinem Stuntman-Vater nach Amerika und Motte braucht Geld, um ihm hinterher zu fliegen. Das will sie von ihrem 90ig jährigen Urgroßvater Hermann, genannt Ice-Age, bekommen, der sie nur um einen Gefallen bittet: Sie soll ihn und ihre dementkranke Urgroßmutter "nachhause" fahren - und schwupps landen sie in Tschechien... Ich habe einen wunderbaren Roman, geschrieben für junge Erwachsene, gelesen, der auch mir als älteres Semester unterhaltsame Lesestunden bereitet hat. In der Ich-Form erzählt Motte von den Höhen und Tiefen ihrer ersten großen Liebe, ihrer Gedanken, von Erzählungen aus Kriegszeiten, wie sie ihre Oma erlebt hat, vom Zusammenfinden mit ihrem Urgroßvater, den sie plötzlich ganz anders und von einer ganz anderen Seite erlebt. Ich habe hier und da geschmunzelt, aber auch mit gefühlt und mit gelitten. Und ich war sehr froh, dass Motte immer wieder mal von ihrer kleinen Unruhe stiftenden Stimme tief in ihrem Inneren ermahnt und zum Nachdenken angeregt wurde. FAZIT: Ein wunderbarer Roman, nicht nur für junge Erwachsene.

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  • Rezension zu "Amerika liegt im Osten" von Heike Eva Schmidt

    Amerika liegt im Osten
    Madame Swann

    Madame Swann

    03. September 2012 um 20:49

    Motte ist 17 und bis über beide Ohren in Laser, den Mädchenschwarm der Schule, verliebt, der sie jedoch keines Blickes würdigt. Nachdem sich Laser auf einer Schulparty mit einem Mitschüler geprügelt hat, der daraufhin einen Verweis kassiert und vielleicht sogar von der Schule fliegen wird, zeigt Laser auf einmal Interesse an Motte, die ihr Glück kaum fassen kann. Blöd nur, dass ausgerechnet jetzt die Ferien beginnen, die Laser bei seinem Vater in den USA verbringt. Motte beschließt Laser nachzufliegen, um der jungen Liebe eine Chance zu geben. Doch keiner aus ihrer Familie will ihr das Geld für das Flugticket leihen. Ihre letzte Chance ist ihr strenger und griesgrämiger Urgroßvater, den zu besuchen Motte von klein auf gehasst hat. Er will ihr das Geld sogar geben, doch er verlangt dafür eine ausgefallene Gegenleistung: Motte soll ihn und ihre unter Demenz leidende Urgroßmuter nach Lipová fahren, einem kleinen tschechischen Dorf, in dem die Urgroßmutter aufgewachsen ist. Obwohl keiner ihrer Urgroßeltern in ihrem Führerschein als Beifahrer eingetragen ist, sagt Motte zu und die aufregende Reise kann beginnen. Ein schöner Jugendroman, flott und flüssig zu lesen, der gut unterhält, an manchen Stellen sehr witzig ist, an anderen aber auch nachdenklich stimmt und berührt. Motte ist eine sympathische und authentisch wirkende Ich-Erzählerin, die im Laufe des Romans Höhen und Tiefen erlebt und eine Entwicklung durchmacht, bis sie am Ende reifer und erwachsener geworden ist - und auch selbstbewusst genug, um eine wichtige Entscheidung zu treffen. Die Geschichte rund um die Urgroßeltern, die auch die Kriegsgeschehnisse und die Flucht nach Deutschland beinhaltet, fand ich sehr schön ausgearbeitet (sie nimmt auch den größeren Teil des Buches im Vergleich zur Lovestory ein) und hat mich wirklich berührt. Alles in allem ein schönes Buch, für Jugendliche und auch Erwachsene geeignet, leicht erzählt und trotzdem tiefgründig, mit einem sehr stimmigen Ende.

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  • Rezension zu "Amerika liegt im Osten" von Heike Eva Schmidt

    Amerika liegt im Osten
    tweedledee

    tweedledee

    31. May 2012 um 15:15

    Die 17jährige Marie, genannt Motte ist bis über beide Ohren verliebt. Und ausgerechnet in Lukas, den Mädchenschwarm auf den alle Mädchen der Schule abfahren. Doch Lukas bemerkt Motte gar nicht, ist immer von einer Schar Groupies umringt. Nach einem Zwischenfall in der Schule ändert sich das plötzlich, Lukas hat Interesse an Marie. Zu blöd, dass ausgerechnet Ferien anstehen, die Lukas bei seinem Vater in den USA verbringen wird. Marie beschließt spontan, ihre Großeltern in den USA zu besuchen, die ganz in der Nähe von Lukas Vater wohnen. Da gibt es nur ein Problem: ihr fehlt das Geld für die Reise. Die einzige Möglichkeit an das Geld zu kommen ist, ihre Urgroßeltern in die alte Heimat nach Tschechien zu fahren, nach Lipová Eigene Meinung: Die Geschichte um Motte ist einfach wundervoll geschrieben. In Teenagerspache aus der Ich-Perspektive erzählt, ist man ganz nah an Motte dran. Erlebt ihre Gefühle und vor allem ihre Achterbahnfahrt an Gefühlen hautnah mit. Marie ist ein liebenswertes Mädchen mit einer großen Klappe, die sie schon so manchmal in Schwierigkeiten gebracht hat. Dass sich Marie ausgerechnet in Lukas verliebt, der ziemlich eingebildet rüberkommt, konnte ich nicht so nachvollziehen. Aber den Hauptteil des Buches nimmt auch gar nicht Lukas ein, sondern die Reise zusammen mit ihren Urgroßeltern, die für sie zu einem Abenteuer wird. Ihr Urgroßopa, den sie früher zynisch “Ice H. nannte, ist störrisch und borniert, ihre Uroma dement. Es kommt zu vielen Verwicklungen, sie erlebt merkwürdige Situationen und wird auch noch verhaftet. Dabei kommt sie ihren Urgroßeltern, die sie eigentlich nicht wirklich leiden kann, näher und lernt sie zu verstehen. Gleichzeitig setzt bei ihr ein Reife- und Denkprozeß ein, der ihre große Verliebtheit zu Lukas in ein anderes Licht rückt. Sie hinterfragt ihr eigenes Verhalten und weiß, dass sie nach ihrer Rückkehr nicht nur wegen Lukas, sondern auch in anderer Hinsicht bald eine wichtige Entscheidung treffen muss. “Amerika liegt im Osten” ist ein wunderbares Buch, witzig geschrieben und flüssig zu lesen. Es stimmt aber auch nachdenklich, da es sich mit den Taten der russischen Armee im 2. Weltkrieg auseinandersetzt. Besonders schön gestaltet ist die handgezeichnete Karte auf den Innenseiten, die den Weg nach Lipová zeigt. Ein wirklich empfehlenswertes und gelungenes Buch, das mir sehr gut gefallen hat, und nicht nur für Teenager eine tolle Lektüre ist.

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