Heike Eva Schmidt

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Interview mit Heike Eva Schmidt

7 Fragen an Heike Eva Schmidt

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Geschrieben habe ich eigentlich, seit ich als Kind die Buchstaben auseinander halten konnte. Ich fand es schon immer faszinierend, eigene Welten zu kreieren und Figuren entstehen zu lassen, die so handeln, wie ich mir das ausdenke. Diese Faszination habe ich auch heute noch beim Erfinden und Schreiben von Geschichten. Mich begeistert, dass meine Stories mitten unterm Tippen auf einmal eine Art Eigendynamik bekommen. Das "Gerüst" der Geschichte steht - aber plötzlich fallen mir noch Wendungen und "Kniffe" ein, die die Handlung (hoffentlich) noch spannender machen. Oft haben auch meine Figuren auf einmal ihren eigenen Kopf und bringen mich dadurch auf ganz neue Ideen. Ich finde es immer wieder spannend, mich darauf einzulassen und zusammen mit den Figuren auf eine Art "Reise" zu gehen.

2) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Komischerweise bin ich privat überhaupt kein "Fantasy-Leser" und für Thriller zu feige... Die einzigen Bücher in Richtung Fantasy waren "Die unendliche Geschichte" und fünf Bände "Harry Potter". Privat mag ich die Bücher von Uwe Timm sehr, aber auch ziemlich schräge Sachen wie "Ein Bär will nach oben" von W. Kotzwinkle (ja, der Autor heißt wirklich so!!). Mein "Lesefutter" kommt immer auf meine momentane Stimmung an. Gerne lasse ich mir auch von guten Freunden etwas empfehlen.

3) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Ganz ehrlich? Von Stephen King. Als ich 14 war, haben mir seine Bücher zwar eine Heidenangst eingejagt, aber der Mann kann echt spannend schreiben, da springt sofort das "Kopfkino" an! Ein Vorwort von ihm in einem meiner Bücher wäre praktisch der Ritterschlag - vielleicht nicht vom "besten Autor der Welt", aber zumindest von einem, der eine Portion Verrücktheit und eine schier unerschöpfliche Fantasie besitzt...!

4) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Klingt platt, ist aber so: Überall! Das kann ein kurzes Gespräch im Zugabteil sein, das ich belausche, ein verwachsener Baum in der Abenddämmerung, der aussieht, wie eine gekrümmte Hexengestalt oder die Vorstellung, was der Hund, dem ich beim Joggen begegne, wohl sagen würde, wenn er reden könnte ... Oft finde ich selbst den "Stopp"-Knopf nicht und meine Fantasie schlägt spät abends noch munter Kapriolen, während ich einfach gerne mal ein paar Minuten nur faul und untätig auf dem Sofa liegen würde...!

5) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich halte mich selbst für sehr diszipliniert! Pünktlich am Nachmittag, wenn ich mir mindestens zwei große Tassen Milchkaffee und eine halbe Tafel Schokolade einverleibt habe, alle interessanten Websites durchgesurft sind und ich noch mit mindestens einer Freundin mindestens eine Stunde telefoniert habe, setze ich mich an den Schreibtisch. Dann allerdings konsequent für vier bis fünf Stunden!

6) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir, dass die Leser meine Bücher und natürlich meine Figuren genauso liebgewinnen werden wie ich und - dass ich mit meinen Geschichten begeistern kann. "Ich konnte den Roman nicht aus der Hand legen", wäre das schönste Kompliment für mich! Und natürlich hoffe ich sehr, dass mir die Ideen nicht ausgehen werden, bis ich mindestens 90 Jahre alt bin...!

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Es ist wie Champagner trinken in der Achterbahn, wenn gleichzeitig das Handy klingelt und man erfährt, dass man im Lotto gewonnen hat: Einfach ein unglaubliches Gefühl, das schwer zu beschreiben ist. Freude, Begeisterung, ein lauter Schrei - aber auch ein bisschen Lampenfieber und Angst, die eigenen Ideen mit dem gedruckten Buch "in die Welt zu entlassen" und sie bei den Lesern auf den Prüfstand gestellt zu sehen. Aber natürlich ist das erste Buch, genau wie alle weiteren in erster Linie: Glück, Glück, Glück!