Heike Fröhling Nur wer meine Sehnsucht kennt

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Inhaltsangabe zu „Nur wer meine Sehnsucht kennt“ von Heike Fröhling

Wegen der Alzheimererkrankung ihrer Mutter kehrt Luisa in ihr Elternhaus zurück. Im Rahmen größerer Umbauarbeiten findet sie Briefe und Tagebücher ihrer Großmutter Enriqua. Wie ist es möglich, dass die Aufzeichnungen bis ins Jahr 1938 hineinreichen, wo doch Enriqua bereits 1937 im Kindbett verstorben ist? Warum hat Enriqua als erfolgreiche, spanische Tänzerin überhaupt einen Schreiner geheiratet, der schon immer das Wiesbadener Geschäft seines Vaters übernehmen wollte? Je intensiver Luisa in den Tagebüchern liest, umso mehr versteht sie, dass die dramatischen Ereignisse, die lange vor ihrer Geburt geschehen sind, noch über Generationen hinweg ihr eigenes Leben beeinflussen. Sie taucht immer tiefer in die Verstrickungen ein ... Ein Roman über die Besessenheit vom Tanzen, über verlorene und verwirklichte Lebensträume und über die Liebe, die eine zweite Chance bekommt. FÜR NUR KURZE ZEIT ZUM ABSOLUTEN SONDERPREIS VON 99 CENT ANSTATT 3,99€!

Eine dramatische, bewegende Geschichte, die ich sehr gerne empfehle

— monikaburmeister
monikaburmeister

Nette Geschichte rund um ein dunkles Familiengeheimnis, das bis heute in die Gefüge der Familie einwirkt. Spannend und leicht geschrieben.

— Moosbeere
Moosbeere

Folge deinem Herzen....

— Antika18
Antika18

Was geschieht mit einer Familie, in der Geheimnisse unter dem Teppich lauern? Dem geht die Autorin echt brilliant nach. Lesenswert!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine Geschichte über die Wahrhaftigkeit eigener Träume und die Verpflichtung, ihnen einen Platz im Leben zu geben.

— Emilia_Licht
Emilia_Licht

Eine Geschichte um das Tabu einer Familie, über die Liebe zum Tanzen und die Träume des Lebens.

— eBookNinja
eBookNinja

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  • Warum wiederholen Kinder oft die Fehler ihrer Eltern?

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    Xanaka

    Xanaka

    19. September 2016 um 21:21

    Luisa, eine gestandene Geschäftsfrau, hat ein riesige Aufgabe übernommen. Sie ist nicht nur die Geschäftsführerin des Möbelhauses Gehringer, sondern sie ist auch wieder in ihr Elternhaus gezogen, um sich gemeinsam mit ihrem Vater um ihre demenkranke Mutter zu kümmern. Zusätzlich belastet wird sie auch noch durch ihre Verständigungsprobleme mit ihrer Tochter Melina. In der Phase des Umbaus des Elternhauses finden Bauarbeiter unter einem Verschlag unter der Treppe die Tagebücher ihrer Großmutter Enriqua. Diese war in den dreißiger Jahren ein berühmte Ballerina aus Spanien. Luisa beginnt sich mit den Tagebucheintragungen ihrer Großmutter auseinanderzusetzen und stellt schnell Ungereimtheiten fest. Nach den Erinnerungen ihrer Mutter ist Enriqua 1937 im Kindbett verstorben. Die Tagebuchaufzeichnungen enden erst 1938. Fast ist damals passiert? Warum hat der Großvater behauptet, dass seine Frau bereits ein Jahr früher, nach der Geburt verstorben ist? Als Leser muss man diesem Geheimnis auf die Spur kommen. Es gelingt durch verschiedene Handlungsstränge. Wir erfahren wie Enriqua ihren Mann Friedrich damals kennengelernt, geheiratet hat und was Erschütterndes in ihrer Ehe passiert ist. Im zweiten Handlungsstrang befinden wir uns in der Gegenwart und erfahren von den Schwierigkeiten, die Luisa tagtäglich mit ihrer Mutter erlebt. Sie ist es auch, die mit uns im Tagebuch ihrer Großmutter liest. Gleichzeitig erkennt sie bei sich selbst viele Ähnlichkeiten in den Verhaltensweisen ihres Großvaters und ihrer Großmutter, die dann oft auch zu den Schwierigkeiten und Verständnisproblemen mit ihrer Tochter Melina führen. Heike Fröhling gelingt es, die Schicksale aller vier Frauen gleichmäßig darzustellen, ihre Gefühle und Emotionen anschaulich zu beschreiben. Dadurch werden einige Handlungen der Frauen nachvollziehbar, andere wiederum nicht. Die Auseinandersetzung mit dem Tagebuch Enriquas ermöglicht es Luisa sich mit ihrem eigenen Schicksal auseinanderzusetzen und eigene Handlungsweisen zu verstehen. Wie alle Bücher von Heike Fröhling wirkt auch dieses Buch durch den grandiosen Schreibstil. Für mich ist sie eine der ganz großen deutschen Autorinnen. Wieder einmal gelingt es ihr die Gefühle, Gedanken, Emotionen in klare Wort zu fassen. Während des Lesens kann man sich gut in die einzelnen Personen hinein versetzen und ihre Handlungen besser verstehen. Von mir für dieses Buch wieder verdiente fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Achtung, dieses Buch ist neu unter dem Titel "Als Träume fliegen lernten" erschienen.

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  • Folge deinem Herzen.....

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    Antika18

    Antika18

    03. January 2015 um 12:57

    Als Luisas Mutter an Alzheimer erkrankt, kehrt sie in ihr Elternhaus zurück und übernimmt das Möbelgeschäft, welches seit Generationen ihrer Familie gehört. Bei Renovierungsarbeiten im Haus entdeckt sie alte Tagebücher ihrer Großmutter Enriqua, welche bei der Geburt von Luisas Mutter gestorben ist. Doch die Tagebücher gehen über Enriquas Todestag hinaus…. Wie kann das sein? Durch ineinander greifende Kapitel, welche wechselweise die Gegenwart und die Vergangenheit - bestehend aus Tagebucheinträgen - behandeln, lässt uns die Autorin am Leben einer traditionsgebundenen Familie teilhaben. Und wir erleben, wie die Vergangenheit immer wieder Einfluss auf die Gegenwart nimmt. Pflichtgefühle, Traditionsbewusstsein, Schuldgefühle stehen hier der Eigenverwirklichung und dem Wunsch nach einem freien Lebensgefühl gegenüber. Wem soll man folgen? Dem Herzen oder dem Verstand? Was ist richtig - was ist falsch? Fragen wir uns doch selbst: Kann man glücklich sein, wenn man seine Sehnsüchte ständig unterdrückt und nur das macht, was andere von einem verlangen? Ich glaube nicht! Fazit : Eine wunderbare Geschichte um ein Familiengeheimnis

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  • Sehnsucht und Träume...

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    Mimmicita

    Mimmicita

    Nur wer meine Sehnsucht kennt - ein sehr gelungenes Buch, dass von einer tragischen Familiengeschichte handelt. Im Elternhaus von Luisa finden Handwerker bei einer Renovation Tagebücher, welche ihrer Grossmutter Enriqua, einer spanischen Tänzerin gehörten. Luisas Mutter Ingrid hat ihre eigene Mutter nie kennengelernt, da sie gemäss ihrem Vater Friedrich im Kindsbett gestorben sei. Doch die Tagebücher zeigen, dass hinter den Erzählungen von Friedrich noch viel mehr steckt und nichts so scheint, wie es bisher in der Familie erzählt worden ist. Wer war Enriqua wirklich und welche Einflüsse haben die Dinge von früher auf den heutigen Geschehnissen mit der Familie von Luisa? Das Buch ist sehr interessant aufgebaut. Abwechslungsweise spielen die einzelnen Kapitel in der heutigen Zeit, in welcher Luisa und ihre Familie ihren Alltag bestreiten und aufzeigen, welche Probleme sie zu bewältigen haben. Andererseits werden in Tagebuchform die Einträge und Erzählungen von Enriqua aus der Zeit der Dreissiger erzählt. Die Autorin Heike Fröhling schafft es, mit stark prägenden Sätzen die Sprünge zwischen den beiden Erzählungen, welche in zwei unterschiedlichen Zeiten spielen, wunderschön miteinander zu verbinden und daraus eine Geschichte werden zu lassen. Dies ist für mich ein sehr interessanter Schreibstil, den ich sehr mochte. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Geschichte über Träume, Sehnsucht, Hoffnung aber auch Verzweiflung lesen möchte. Übrigens besteht zwischen der Geschichte und dem Gedicht "Nur wer die Sehnsucht kennt" von Johan Wolfgang von Goethe eine Verbindung. Auch dieses schöne Gedicht kann ich jedem Leser weiterempfehlen.

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    • 2
  • Wahrheit kann wehtun

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    dieFlo

    dieFlo

    Wenn die Wahrheit so langsam ans Licht kommt .... (ich habe 5 Sterne gegeben und 4 leuchten???????) Über viele Jahre war es geheim und es sprach keiner drüber ... so wurde es vergessen, aber dann zieht Luisa zu ihrer demenzkranken Mutter und in das alte Haus. Das Haus,dass so kalt und unheimlich wirkt. Sie leitet das Familienunternehmen,weil sie es muss, weil es eben erwartet wird und sie lässt das Haus umbauen. Schließlich muss es behindertengerecht werden. Beim Umbau findet sie Briefe. Diese Briefe gehören ihrer Tante, aber sie wurden mit ihrer Handschrift Jahre nach ihrem Tod geschrieben? Tausend Fragen kommen und irgendwie mag keiner antworten. Was ist das für ein Geheimnis, dass da in ihrer Familie ruht? Luisa wird es aufdecken .... und der Leser wird eintauchen in eine Geschichte volle Macht- und Geldspiele. Luisas Tochter zieht zurück nach Hause und wieder ist Luisa in der Verantwortung, aber bedeutet leben immer nur für andere dazu sein? Muss ein Familienbetrieb weitergeführt werden, nur weil es einer ist? Was ist mit all den Träumen? In den Briefen ihrer Tante list sie von Geheimnissen, von deren Träumen ... Die Geschichte spielt einmal im hier und jetzt und dann wieder in den dreißiger Jahren. Die Geschichte hat mich gefesselt und ich musst einfach immer weiter lesen - der Drang das Geheimnis zu lüften war so stark. Ich weiß nicht, ob ich es mit Worten beschreiben kann, aber dieses Buch hat so viel mehr gebracht, als erwartet. Es zeigt, dass man seine Träume leben muss und kann, denn das Leben ist zu kurz um darauf zu verzichten. Es ist eine Familiengeschichte mit besonderen Flair.

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    • 3
  • Verstand oder Herz?

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    LeseHelena

    LeseHelena

    In „nur wer meine Sehensucht kennt“ von Heike Fröhling geht es um eine Familiengeschichte mit einem lang gehaltenen Geheimnis. Nach dem Luisas Mutter an Demenz erkrankt und Louisa zur Unterstützung in Ihr Elternhaus zurück zieht, entdeckt sie alte Tagebücher von Ihrer verstorbenen Großmutter Enriqua. Obwohl die Geschichte besagt, dass Enriqua 1937 verstorben ist, gehe die Tagebücher bis in das Jahr 38. Das Tagebuch offenbart nicht nur die Geschichte Enriquas, sondern auch das Geheimnis der ganzen Familie..... Zusätzlich dazu steht Louisas 21jährige Tochter plötzlich vor der Tür und auf Louisas Schultern lasten immer mehr und mehr Probleme der Anderen... „Verstand und Herz sind zu oft nicht einer Meinung. Sie streiten wie ein altes Ehepaar“ sagt Louisas Vater zu Ihr..... Wie oft treffen Menschen Entscheidungen oder handeln nach dem Verstand? Würden die Menschen in Ihrem Leben nicht glücklicher sein, wenn sie auf Ihr Herz hören würden und somit Ihre Träume verwirklichen und ausleben? Auch wenn die Antwort auf diese Fragen auf den ersten Blick einfach erscheint, ist es schwieriger als gedacht, da man oft Verantwortung für Andere trägt und somit auch Ihre Zukunft bestimmt. Somit stellen Menschen Ihre eigenen Bedürfnisse oft hinten an und funktionieren für Andere.

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    • 2
  • Leserunde zu "Nur wer meine Sehnsucht kennt" von Heike Fröhling

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    heikefroehling

    heikefroehling


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  • Nur wer meine Sehnsucht kennt - Heike Fröhling

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    Lesen_ist

    Lesen_ist

    24. September 2014 um 19:07

    Inhalt Wegen der Alzheimererkrankung ihrer Mutter kehrt Luisa in ihr Elternhaus zurück. Im Rahmen größerer Umbauarbeiten findet sie Briefe und Tagebücher ihrer Großmutter Enriqua. Wie ist es möglich, dass die Aufzeichnungen bis ins Jahr 1938 hineinreichen, wo doch Enriqua bereits 1937 im Kindbett verstorben ist? Warum hat Enriqua als erfolgreiche spanische Ausdruckstänzerin überhaupt einen einfachen Schreiner geheiratet und ist mit ihm in Wiesbaden geblieben? Je intensiver Luisa in den Tagebüchern liest, umso mehr versteht sie, dass die dramatischen Ereignisse, die lange vor ihrer Geburt geschehen sind, noch über Generationen hinweg ihr eigenes Leben beeinflussen. Sie taucht immer tiefer in die Verstrickungen ein. Meine Meinung Als Erstes möchte ich die Autorin danken für mein Leseexemplar! Vielen Dank Heike Das Buch fängt mit einem Prolog im Jahr 1938 an, einem Prolog aus der viel Verzweiflung spricht. Die Verzweiflung einer furchtbar unglücklichen Frau. Die Kälte und Feuchtigkeit des Stadthauses, in dem sie lebt, habe ich richtig gespürt, die düstere Stimmung, die Hoffnungslosigkeit und die Tränen, wenn sie an ihre Heimat denkt. Die Wärme, Sonne, Meer, Lachen und Musik, die sie schmerzlich vermisst. Sie hört das Weinen ihrer Kinder, den Zwillingen, und geht hin, weil das Kindermädchen ihren freien Nachmittag hat und ihr Ehemann Friedrich im Geschäft ist. Sie erzählt ihnen eine Geschichte von einem Land im Süden, hinter den Bergen, wo die Kinder barfuß auf der Straße laufen. Die Kinder beruhigen sich. Wiesbaden heute. Luisa hat das Möbelhaus Gehringer von ihrer Mutter Ingrid übernommen, die es ihrerseits von ihrem Vater Friedrich übernommen hat. Luisa ist gerade dabei wieder zu ihren Eltern zu ziehen. Ihre dominante Mutter Ingrid ist dement und ihr Vater Joachim schafft es nicht mehr allein, er muss noch seine Apotheke führen. Ingrid ist an manchen Tagen, wie sie immer war und an anderen nur mehr verwirrt, für die ganze Familie keine einfache Situation. Dazu kommt dann noch Luisas Tochter, Melina. Während der Umbau- und Renovierungsarbeiten am Haus wird eine Kiste von den Arbeitern gefunden, darin sind Tagebücher. Tagebücher von Enriqua, Luisas Großmutter. Nun wird gewechselt zwischen Luisa im Jetzt und die Tagebucheinträge von Enriqua die am 12.03.1931 anfangen. Enriqua war Spanierin und Tänzerin. Sie lernte ihren Ehemann Friedrich während eines Aufenthaltes in der Klinik in Wiesbaden kennen. Sie hat eine Knieverletzung, die Operationen und eine langwierige Erholungsphase nach sich zieht. Es gibt zwei Protagonisten in dieser Geschichte; Luisa und Enriqua. Hier fällt es mir auch nicht schwer zu sagen, welche der beiden mir am sympathischsten ist. Ganz eindeutig Enriqua. Sie hatte schon als Kind einen Traum und sie hat ihn verwirklicht, war erfolgreich. Obwohl eigentlich sanftmütig und zurückhaltend in ihrem Wesen ist sie eine Kämpferin. Mit einer Verbissenheit und Durchhaltevermögen, die man ihr als zarte Frau gar nicht zutraut, kämpft sie für das, was sie am meisten liebt; das Tanzen. Luisa kämpft sich auch durchs Leben, mehr schlecht als recht. Ich fand sie leider eher blass, konnte keinen Zugang zu ihr finden. Erst gegen Ende des Buches bekam ich das Gefühl, dass sie endlich anfängt einen Weg zu gehen, den sie selbst bestimmt. Bis dahin ist sie permanent überlastet, übermüdet, überfordert und etwas unbedarft. Ihre Mutter Ingrid ist sehr dominant und hat ihr selten Freiraum gelassen um ihren eigenen Weg im Leben zu finden, sondern Luisa in das Geschäft gedrängt, weil es weitergeführt werden muss. Ihr Vater Joachim ist auch ein sehr farbloser Typ, der nie viel sagt und auch vieles übergeht oder einfach ignoriert. Durch das Lesen von Enriquas Tagebüchern werden nach und nach die Geheimnisse der Vergangenheit enthüllt. Friedrich hat eine ganz andere Geschichte von seiner Frau erzählt, eine die nicht stimmt. Die Ehe, die sie führten, ist für mich undenkbar, aber in der damaligen Zeit wohl weniger die Ausnahme als die Regel. Sie erzählt von Liebe und Hass, von Eifersucht, Unterdrückung, Grausamkeit und Gewalt. Eine Kämpferin, die ihre Hoffnungen nicht aufgibt und ihre Liebe zum Tanzen nicht begraben möchte. Sie will ihren Traum weiterleben, auch wenn es Menschen gibt, die es mit aller Macht verhindern wollen. Es sind Geheimnisse, die nur Friedrich kannte und er ist schon gestorben. Und dann gibt es ein schreckliches Geheimnis, das einfach unvorstellbar ist. Ob Luisa und auch Melina etwas daraus lernen können für ihr eigenes Leben? Die Autorin hat die beiden Erzählstränge sehr gut miteinander verwoben, in einer anspruchsvollen Sprache. Beim Lesen habe ich immer den Tagebucheinträgen entgegen gefiebert, weil ich mit Enriqua mehr gelitten und gehofft habe als mit Luisa. Obwohl es sich nicht um einen Thriller handelt, konnte ich das Buch abends oft nicht weglegen. Hätte ich nicht aufstehen müssen, hätte ich wohl auch bis in den frühen Morgenstunden gelesen. Vor allem sind die Tagbucheinträge sehr ergreifend und auch spannend. Ein Familiendrama mit unbedingter Leseempfehlung!

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  • Buchverlosung zu "Nur wer meine Sehnsucht kennt" von Heike Fröhling

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    heikefroehling

    heikefroehling

    Buchverlosung - Bilderquiz "Lebe Deine Träume" Ihr möchtet eins von 3 signierten Printexemplaren der Familiensaga "Nur wer meine Sehnsucht kennt" gewinnen? Unten ist eine Bilddatei angehänt mit zwei Covervarianten. Im rechten Cover haben sich 7 Fehler eingeschlichen. Welche sind es? Schickt die Lösung an: info@heikefroehling.de Die Gewinnernamen werden am 15.09. hier veröffentlicht und von mir zusätzlich persönlich benachrichtigt. Viel Glück beim Fehlerfinden! Heike Fröhling

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    • 30
  • Nur wer meine Sehnsucht kennt

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    anastasiahe

    anastasiahe

    20. September 2014 um 20:44

    Inhalt: Wegen der Alzheimererkrankung ihrer Mutter kehrt Luisa in ihr Elternhaus zurück. Im Rahmen größerer Umbauarbeiten findet sie Briefe und Tagebücher ihrer Großmutter Enriqua. Wie ist es möglich, dass die Aufzeichnungen bis ins Jahr 1938 hineinreichen, wo doch Enriqua bereits 1937 im Kindbett verstorben ist? Warum hat Enriqua als erfolgreiche, spanische Tänzerin überhaupt einen Schreiner geheiratet, der schon immer das Wiesbadener Geschäft seines Vaters übernehmen wollte? Je intensiver Luisa in den Tagebüchern liest, umso mehr versteht sie, dass die dramatischen Ereignisse, die lange vor ihrer Geburt geschehen sind, noch über Generationen hinweg ihr eigenes Leben beeinflussen. Sie taucht immer tiefer in die Verstrickungen ein ... Ein Roman über die Besessenheit vom Tanzen, über verlorene und verwirklichte Lebensträume und über die Liebe, die eine zweite Chance bekommt. Meine Meinung: Das Buch hat meine Erwartungen komplett übertroffen! Ich hatte keine so zeitlichen, offenen und vielseitigen Roman erwartet. Das Cover gefällt mir sehr gut. Es hat mir sofort gefallen und angesprochen. Die Tänzerin darauf und der blaue Hintergrund gefällt mir sehr. Es drückt dieses mystische aus was wie ich finde vom Titel auch gegeben wird. Die Charaktere gefallen mir alles sehr gut. Luisa ist eine sehr starke Frau die trotz dieser schlimmen  Erkrankung der Mutter mit der die ganze Familie zu kämpfen hat trotzdem so stark ist. Sie schafft es im Laufe des Buches mich immer mehr zu faszinieren. Friedrich hat mir im Laufe des Buches von seinen Charakterzügen im Laufe des Buches mal gefallen mal nicht. Doch seine Taten am Ende des Buches haben mich dazu bewogen trotzdem zu mögen. Ingrid, die Mutter von Luisa tat mir teilweise echt leid da ihr alltägliche Dinge  sehr schwer fallen. Enriqua ist eine starke Frau die ihre Träume verfolgt manchmal nicht ganz so wie man es erwartet. DAs Buch lies sich sehr gut lesen und die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil. Sie erzählt alles sehr realistisch wie es auch in echt passieren kann.Ich fand es sehr abwechslungsreich mit den perspektiven Wechseln immer wieder. Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch das ich jedem empfehlen kann. Mir hat es gut gefallen auch wenn ich etwas gebraucht habe durch die erste Schulwoche.

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  • Spannung und Poesie in einem Roman!

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    Emilia_Licht

    Emilia_Licht

    17. September 2014 um 16:56

    Eine Geschichte über die Wahrhaftigkeit der eigenen Träume und die Verpflichtung, ihnen einen Platz im Leben zu geben. In diesem Roman erzählt Heike Fröhling nicht einfach nur eine Familiengeschichte. Hinter einem dunklen Familiengeheimnis, das seinen Ursprung vor drei Generationen hatte, steckt viel mehr. Es geht darum, wie der Traum einer jungen, sehr talentierten Tänzerin immer wieder auf die Probe gestellt wird. Der Roman stellt die Frage, was mehr Bedeutung hat, Pflichtbewusstsein oder eigene Wünsche und Ziele. Für mich besonders bemerkenswert ist die poetische Sprache, mit der diese Geschichte praktisch gemalt wurde. Sehr lesenswert!

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  • Über die Macht von Familiengeheimnissen

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. September 2014 um 11:37

    Dieses Buch hat mich schockiert, überwältigt und fassungslos zurückgelassen. Warum? Es sind die Themen, die die Autorin in ihrem Familienporträt antippt. Ich bin mir nicht sicher, was ich erwartet habe. Mit Sicherheit nicht eine solch wort- und bildgewaltige Geschichte. Inhalt: Luisa zieht mit Mitte Vierzig in ihr Elternhaus zurück, um sich besser um ihre an Demenz erkrankte Mutter kümmern zu können. Während der Renovierungsarbeiten tauchen Tagebücher ihrer Großmutter auf, die eine Frau lebendig werden lassen, die so ganz anders ist als in den Erzählungen des lange verstorbenen Großvaters. Was stimmt denn nun? Und was hat das alles mit ihr und ihrer Tochter zu tun? Meinung: Das Buch gibt es zur Zeit mit zwei unterschiedlichen Covern, einem Schwarzweiß-Bild, auf dem eine spanische Tänzerin vor einer historischen Kulisse steht, und eine blau gehaltene Version, in der die Tänzerin nur als schwarze, stilisierte Kontur zu sehen ist. Während das blaue Cover sicher das modernere und vielleicht gefälligere ist, halte ich die Fotomontage in Schwarzweiß für die passendere, um eine Familiengeschichte zu illustrieren, die zwischen den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts und dem Heute spielt. Inhaltlich geht es um das Aufarbeiten eines Familiendramas, über das niemals gesprochen wurde, das aber auch nach achtzig Jahren das Leben der Nachfahren überschattet. Dafür ist der Handlungsaufbau aus eingeschobenen Tagebuchaufzeichnungen in den schwierigen Alltag der Gegenwartsfamilie perfekt geeignet. Je mehr ich geahnt habe, was mit der Balletttänzerin Enriqua geschehen ist, desto klarer wurde mir, warum ihre Nachfahren so verquer durchs Leben taumeln. Mir persönlich ist Enriquas Schicksal ziemlich an die Nieren gegangen, weil ich die Einstellung „Kunst ist gleich brotlose Kunst. Mach lieber was Vernünftiges“ nur zu gut kenne. Aber zu lesen, was das selbst mit der Urenkelin anstellt, war doch sehr bedrückend. Für meinen Geschmack hat die Autorin die Macht von unter den Teppich gekehrten Familiengeheimnissen treffend dargestellt und gezeigt, wie nachhaltig sie über Generationen hinweg wirken. Von Heike Fröhling habe ich inzwischen mehrere Bücher gelesen. Immer hat sie ihre Sprache dem Thema angepasst. Auch hier ist das so, indem sie eine gehobene Sprache gewählt hat, die hervorragend zur Geschichte passt, sich aber dennoch angenehm lesen lässt. Die Figuren sind ausgezeichnet charakterisiert. Auf der einen Seite stehen das Familienoberhaupt Friedrich Gehringer, Unternehmer aus Wiesbaden, dem ich die Abstammung aus gutsituierten bürgerlichen Kreisen sofort abgenommen habe, und die spanische Balletttänzerin Enriqua, die er während der Reha Anfang der Dreißiger Jahre kennenlernt und gewissermaßen als Ehefrau einfängt. In den Tagebuchaufzeichnungen werden beide unglaublich plastisch, sodass ich meinte, sie persönlich zu erleben. Die andere Seite besteht aus beider Tochter Ingrid, inzwischen eine alte Dame und an fortschreitender Demenz erkrankt, ihrem Mann, der gemeinsamen Tochter sowie Enkelin, die als erste aus der Starre der Familie auszubrechen sucht. Auch hier gelingt es der Autorin perfekt, die Figuren und ihre inneren Dämonen lebendig werden zu lassen. Daher empfand ich es als angenehm, dass das Buch mit einem Funken Hoffnung endet. Es scheint möglich zu sein, den Teppich anzuheben und das darunter Gekehrte zu entwirren und zu entfernen. Wertung: Der Handlungsaufbau aus zwei ineinander verschlungenen Handlungssträngen, die zeitlich über achtzig Jahre auseinander liegen, ist der Autorin großartig gelungen und passt perfekt zum Thema. Die Sprache ist anspruchsvoll und trotzdem gut zu lesen, die Figuren lebensecht charakterisiert. Auch die Dialoge und das Setting sowie der historische Kontext sind stimmig. Und zu all dieser handwerklichen Brillianz kommt noch eine emotionale Nähe, die mir ausgezeichnet gefallen hat. Das ergibt für mich in der Gesamtschau ein „GENIAL“ und fünf verdiente Wertungspunkte. Mein Fazit: brilliantes Familiendrama um verdrängte Geheimnisse und deren Auswirkungen auf die Nachfahren

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  • Familienbande

    Nur wer meine Sehnsucht kennt
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    14. September 2014 um 10:38

    Luisa zieht wegen ihrer dementen Mutter Ingrid wieder zurück in ihr Elternhaus und kommt es ihr wieder vor, als würde das Haus eine seltsame Kälte ausstrahlen. Die mit der Renovierung beschäftigten Handwerker finden Tagebücher ihrer Großmutter Enriqua, die aus Spanien stammte und als Balletttänzerin nach Deutschland kam. Als sie wegen einer Verletzung behandelt wird, lernt sie Friedrich kennen und heiratet ihn. In Luisas Familie wird nicht über die Vergangenheit, aber umso mehr über Pflichterfüllung und Verantwortung gesprochen. So leitet Luisa das Familienunternehmen, das längst nicht mehr lukrativ ist, kümmert sich um ihre Mutter und sorgt sich auch noch um Tochter Melinda, die ihr Studium abgebrochen hat und zur Mutter zieht. Luisa versucht es entsprechend der Familientradition allen recht zu machen und alles zu regeln. Aber sie muss feststellen, dass sie damit überfordert ist. Beim Lesen der Tagebücher erfährt sie erstmals etwas über ihre Großmutter, die ihren Traum aufgeben musste, weil ihr herrschsüchtiger Mann das verlangt. Die Geschichte bewegt ich in zwei Zeitebenen. Aus den Tagebucheinträgen Enriquas erfahren wir etwas über ihr Leben in den dreißiger Jahren. In der anderen Zeitebene wird Luisas heutiges Leben im Familienverbund beschrieben. Enriqua hat einen Traum, den sie weiterträumt, obwohl er ihr verboten wurde. Luisa ist geprägt vom Pflichtbewusstsein und davon, dass ein Stück ihrer Familiengeschichte nicht existiert, weil über die Vergangenheit nicht gesprochen wurde. Ingrid ist trotz ihrer Demenz immer noch dominant und versucht ihren Willen durchzusetzen. Es ist eine sehr tragische Geschichte, die von Liebe und Hass, von Hoffnung und Verzweiflung berichtet. Eine lesenswerte Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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