Heike Karen Gürtler Schrank am Strand

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Inhaltsangabe zu „Schrank am Strand“ von Heike Karen Gürtler

Auf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren?

Irgendwie bin ich mir nicht so ganz sicher. Der Schreibstil ist toll, aber die Geschichte bietet keine Lösung.

— tigger0705
tigger0705

Interessanter Einblick in ein Leben mit Panikattacken, leider ein zu monotoner Schreibstil ohne Höhen und Tiefen plus verwirrendes Ende.

— Mina1705
Mina1705

Ein Buch zum Innehalten und Nachdenken, poetischer Schreibstil, das Thema Angst und Panikattacken werden hier gut beschrieben.

— janaka
janaka

ein wundervolles Buch, eine Autorin, die mit Sprache spielt,, das Thema "Panik-, Angststörung" liebevoll be- und verarbeitet

— MissSophi
MissSophi

Ein Buch der leisen Töne - poetisch, berührend und fantasievoll zugleich.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein sehr poetisch geschriebenes Buch über eine Frau mit schweren Panikattacken. Leider trifft das Buch aber nicht ganz meinen Geschmack...

— SunshineSaar
SunshineSaar

Sehr poetisch und voller Bilder, anrührend, traurig und schön zugleich.

— gusaca
gusaca

Phantasievolle Erzählweise... Traumhafte Inselgeschichte der anderen Art...

— rigge
rigge

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  • Macht Lust auf Strandurlaub

    Schrank am Strand
    KatjaKatja

    KatjaKatja

    23. April 2017 um 18:28

    Ich muss zugeben, ich habe das Buch gekauft ohne den Klappentext zu lesen. Ich fand den Titel einfach so gut, dass ich es haben wollte, komme was da wolle. Wieso Schrank am Strand? Was macht der da? Ist das eine Umschreibung für einen Strandkorb? Klingt nicht so. Ist da was drin? Und wenn ja, was? Das Buch ist aus der Ich-Perspektive erzählt, und fängt damit an dass die Protagonistin, deren Namen wir erst später erfahren, eine Panikattacke bekommt. Ich kenne Panikattacken aus eigener Erfahrung, gerade solche in Menschenmassen. Die Empfindungen, die man dabei hat, lassen sich nur schwer beschreiben finde ich, und die Autorin hat es brilliant gemeistert. Zuerst ist es die Geschichte einer Frau, die nach Erholung und Enstspannung sucht, doch bald passieren seltsame Dinge. Mir gefiel besonders gut, wie die Protagonistin mit den Vorkommnissen umgeht, denn ihr erscheinen sie zwar etwas sonderbar, aber sie ist so sehr mit sich selbst und ihren Gefühlen beschäftigt, dass sie Dinge wie den Schrank oder ihre Zufallsbekanntschaft mit Lasse einfach so hinnimmt ohne sie zu hinterfragen. Was mir ebenfalls sehr gut gefiel waren die Wortkreationen die Heike Karen Gürtler in die Geschichte einbaut, um die Gefühle wiederzugeben. Nicht nur treffen die Worte das jeweilige Gefühl sehr genau, sondern es führte mir auch wieder die Besonderheit der deutschen Sprache vor Augen, in der man einfach so neue Wörter erfinden kann die es vorher noch nicht gab, und trotzdem versteht jeder was damit gemeint ist. Auch die Beschreibung der nicht weiter benannten Nordseeinsel hat mir mal wieder so richtig Lust auf Urlaub am Meer gemacht. Ich habe ein paar Jahre an der Nordsee gewohnt, und hatte richtig Heimweh während der beschriebenen Strandspaziergänge. Ich habe das Buch an zwei Abenden förmlich verschlungen, und war fast ein bisschen traurig als es zuende war. Aber auch das Ende hat mir sehr gut gefallen.

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  • Schrank am Strand!

    Schrank am Strand
    Line1984

    Line1984

    24. March 2016 um 07:58

    Dieses Buch war schon das zweite welches ich von dieser Autorin gelesen habe. Allerdings lassen sich diese beiden Werke nicht miteinander vergleichen. Denn ihr erstes Werk war ein Jugendbuch, dieses Buch hier ist etwas ganz anderes.Die Thematik an sich machte mich auf dieses Buch aufmerksam. Ich war gespannt wie es der Autorin wohl gelingen würde diese auch umzusetzen.Erst nach dem lesen habe ich erfahren das dieses Buch eine wahre Geschichte ist, die Geschichte der Autorin selbst.Ich Begann mit dem lesen und lernte Lena kennen, diese suchte einfach nur Abstand zu ihren Leben, und Abstand von den Panikattacken die sie fast täglich quälen. Sie erhofft sich so einfach ein wenig Ruhe zu finden, doch was sie wirklich auf der Insel findet hätte sie sich niemals träumen lassen.Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und liest sich dadurch sehr angenehm. Da dieses Buch nur knapp 230 Seiten hat habe ich es in Rekordzeit ausgelesen.Die Autorin schafft es derart bildhaft zu schreiben, das ich dachte ich wäre selbst ein Teil der Story.Die Charaktere, allen voran natürlich Lena sind authentisch und realistisch beschrieben.Lena habe ich schnell in mein Herz geschlossen, ich konnte mich gut in sie hineinversetzten und konnte so auch ihre Gefühle und ihr handeln verstehen.Die Handlung ist fesselnd, berührend und auch emotional.Dieses Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und bringt auch Lesern die noch keine Erfahrung mit Panikattacken hatten die Thematik näher. Es klärt auf und zeigt wie sehr die Menschen darunter leiden.Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, daher kann ich es euch nur empfehlen.Fazit:Mit "Schrank am Strand" ist der Autorin ein fesselnder und nachdenklich machender Roman gelungen der mich völlig überzeugte!Von mir bekommt dieses Buch 5 Eulen!

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  • Eher 3,5 Sterne, aber da es keine halben Stern gibt, vergebe ich 4

    Schrank am Strand
    tigger0705

    tigger0705

    17. March 2016 um 08:36

    Lena sucht auf ihrer Lieblings-Nordseeinsel Ruhe vom Alltag. In den letzten Jahren ist für sie das Stadtleben und die Arbeit in dieser zur Qual geworden. Alles verläuft für sie einfach zu schnell und sie hat das Gefühl nicht mehr mitzukommen. Daher hat sie regelmäßig Panikattacken, die ihr Leben noch schwieriger machen und auch das Zusammenleben mit anderen Menschen fast unmöglich. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, mit der ich so meine Schwierigkeiten hatte. Ich bin zwar ein Mensch, der sich gut in Personen hineinversetzen kann und mir die Perspektiven sonst keine Probleme bereiten, aber in diesem Roman konnte ich das nicht so richtig. Vielleicht weil ich selbst keine Panikattacken habe und noch nie hatte. Vielleicht weil ich nicht verstehe, warum man sich dann keine Hilfe holen kann, oder wenn man es macht, es dann nicht klappt. Für mich ist das sehr schwierig zu verstehen. Ich weiß, das ist eine Krankheit und ich weiß, dass es anstrengend sein kann, wenn einen keiner versteht. Leider kann ich das nicht wirklich ändern. Ich würde bestimmte Dinge einfach anders machen. Damit kann dann die betroffene Person nur nichts anfangen. Aber ich schweife ab. Der Schreibstil ist gut, nur konnte ich wie oben beschrieben, nicht mit Lena fühlen. Vielleicht wäre es für mich mit einer anderen Perspektive einfacher gewesen. Wer weiß das schon. Es ist interessant zu lesen, was mit einem passiert, wenn man eine Panikattacke hat. Nur war mir nie ganz klar, wann Lena träumt und wann wach ist, wann hat sie eine Attacke (außer den offensichtlichen beim Einkaufen) und wann ist sie einfach nur sie selbst. Wann spielt ihre Fantasie ihr einen Streich und warum weiß sie das nicht so genau. Warum kann sie sich plötzlich mit Lasse unterhalten, aber nicht mit dem Mann gegenüber? Lasse ist ein kleiner Junge, der eines Tages plötzlich in ihrem Garten steht. Warum kann man sich selbst nicht ändern, wenn man doch weiß, dass es gerade falsch ist, wie man reagiert? Fragen über Fragen, auf die ich auch nach dem Lesen des Buches keine Antwort bekam. Genauso freut man sich ein wenig, wenn die Panikattacken plötzlich doch merklich weniger werden, aber am Ende hat sich dann doch nichts geändert. Oder zumindest finde ich das Ende etwas merkwürdig. Aber das müsst ihr selbst entscheiden. Eine Sache hätte ich da noch. Im Klappentext steht “Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren?”. Diese Frage wird allerdings nicht beantwortet, was ich sehr schade finde. Ich hätte irgendwie auch eine Art Rat erwartet, wie man so etwas in den Griff bekommen könnte. Gut, da werden einige Tipps gegeben, aber ob die wirklich helfen, weiß ich natürlich nicht. Vielleicht muss ich mir auch mal ins Gedächtnis rufen, dass dieses Buch ein Roman ist und keine Biographie. Wobei ich denke, dass diese Krankheit mit diesen Symptomen nicht frei erfunden wurde. Es ist eine Geschichte und mehr nicht.

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    • 3
  • Ein besonderes Buch, mit einer besonderen Geschichte für ganz besondere Lesestunden

    Schrank am Strand
    Buechersalat_de

    Buechersalat_de

    15. March 2016 um 21:54

    Der Klappentext klang nach einem interessantem Buch, daher wollte ich es gerne lesen, Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.Lena ist im Herbst ihres Lebens und im Moment alles andere als glücklich. Sie fährt an die Nordsee um dort Abstand von der Welt zu bekommen. Sie hat unter Menschen wahnsinnig oft Panikattacken und möchte diesen entfliehen. An ihrem Domizil angekommen entdeckt sie, mitten am Strand, einen Schrank. Was hat das zu bedeuten? Und was hat es mit der geheimnisvollen Flaschenpost auf sich?Die Autorin erzählt die Geschichte aus Lenas Sicht. Der Erzählstil hat etwas blumiges, weiches und doch poetisches, vor allem mit den einzelnen Worten die in manchen Absätzen für sich stehen. Man fühlt sich wirklich wie an die Nordsee versetzt, zumindest habe ich ab und zu das Schlagen der Wellen hören können. Mir hat der Schreibstil daher gut gefallen. Lena ist als Protagonistin am Anfang etwas undurchsichtig. Man erkennt erst nach und nach ihr Problem. Ich finde es toll, dass Lena auf Lasse trifft, sie nehmen sich sozusagen bei den Händen und bewältigen ein Stück des Weges gemeinsam, das hat mir gut gefallen. Es ist ein nachdenkliches Buch, dass vor allem zeigt, wie schnell das Leben manchmal an einem vorbei zieht, dass man sich für die wichtigen Dinge zu wenig Zeit nimmt. Und es zeigt auch sehr gut, wie sehr ein Mensch in sich selbst gefangen sein kann. Vor allem für Betroffene kann dieses Buch vielleicht ein Licht und eine Hilfe sein. Ich fand die Geschichte gut erzählt, sogar ein wenig magisch und verträumt. Wer ein besonderes Buch sucht ist hier genau richtig. Mich konnte das Buch nicht an allen Stellen überzeugen, aber dennoch hatte ich ein schönes Leseerlebnis. FazitEin besonderes Buch, mit einer besonderen Geschichte für ganz besondere Lesestunden. 

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  • Leserunde zu "Schrank am Strand" von Heike Karen Gürtler

    Schrank am Strand
    katja78

    katja78

    Schrank am Strand Herzlich Willkommen zu einer Leserunde mit Heike Karen Gürtler. Findet gemeinsam heraus, was es mit den immer wiederkehrenden Panikattacken von Lena auf sich hat und wie sie damit umgeht. Auf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren? Leseprobe Heike Karen Gürtler, Jahrgang 1970, lebt in München. Ihr beruflicher Weg war sehr abwechslungsreich und brachte ihr eine bunte Palette an Erfahrungen. Sie arbeitete im Einzelhandel, leitete eine Videothek, fuhr Taxi, war zwölf Jahre als Fitnesstrainerin tätig und erlernte den Beruf Mediengestalterin. Schon als Kind dachte sie sich vor dem Einschlafen Geschichten aus und konnte es kaum erwarten, endlich alles lesen zu dürfen, was sie wollte. Aus dem Lesen entstand die Leidenschaft, alles mit Notizen zu bekritzeln, was ihr unter die Finger kam. Sie begann, Gedichte und kleine Geschichten zu schreiben, bis irgendwann der Wunsch reifte, ein ganzes Buch zu erschaffen. Diese Geschichte entstand bei einem langen, einsamen Spaziergang am Strand von Spiekeroog. Wir suchen nun mindestens 10 Leser, die gerne in Romanen versinken und sich in diesem Genre richtig wohlfühlen. Wir vergeben 10 Bücher für diese Leserunde. Blogger dürfen sich gerne mit ihrer Blogadresse bewerben. Bewerbungsfrage:  Schildert uns euren Eindruck zur Leseprobe! Wir freuen uns auf eure Bewerbungen! *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezensionen in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt.

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    • 173
  • ein Roman der ein sehr ernstes Thema in den Mittelpunkt rückt

    Schrank am Strand
    Manja82

    Manja82

    15. March 2016 um 13:29

    KurzbeschreibungAuf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren?(Quelle: amazon)Meine MeinungLena sucht Abstand von ihrem Leben und den ständig wiederkehrenden Panikattacken, die sei quälen. Sie erhofft sich die nötige Ruhe auf einer kleinen Nordseeinsel. Dann aber findet sie etwas ganz anderes vor. Lena trifft auf einen kleinen Jungen, der blass und geheimnisvoll auf sie wirkt. Er schafft es sie zu berühren, ihr eine Seite von sich zu zeigen, die ihr lange verborgen blieb. Außerdem findet sie noch eine Flaschenpost, die ihr Rätsel aufgibt und einen Schrank am Strand, der sie in eine andere Welt entführt.Kann Lena auf der Insel wieder zu sich selbst finden?Der Roman „Schrank am Strand“ stammt von der Autorin Heike Karen Gürtler. Für mich war dies das zweite Buch der Autorin und ich war sehr neugierig darauf was mich hier wohl erwarten würde.Lena ist eine Frau, die man gerne hat. Sie leidet an Panikattacken, diese quälen sie regelrecht. Auf der Nordseeinsel versucht sie sowohl Abstand zu ihrem Leben zu bekommen als auch diese Attacken zu überwinden. Man kann sich als Leser dank der ziemlich genauen Beschreibungen sehr gut in Lena hineinversetzen. Durch ihre täglichen Rituale hat Lena Halt im Leben, diesen Halt braucht sie.Der blasse Junge und auch der alte Mann sind ebenfalls wichtiger Bestandteil der Handlung. Was es mit ihnen auf sich hat lernt man als Leser recht schnell.Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kann das Buch wirklich gut lesen. Heike Karen Gürtler beschreibt zudem die Umgebung sehr detailliert und bildhaft. So kann man sich alles wirklich gut vorstellen und bekommt zugleich auch ein wenig Fernweh.Die Gefühle im Buch werden hier sehr gut zum Leser transportiert. Die Stimmung würde ich als eher melancholisch und zum Teil auch recht bedrückend einschätzen.Geschildert wird das Geschehen hier aus der Sicht von Lena. Es wirkt nicht unbedingt wie ein Roman, viel eher scheint es eine Art Tagebuch zu sein.Die Handlung an sich ist nicht wie in normalen Romanen üblich. Man verfolgt hier Lena, erlebt mit ihr Begegnungen, lernt ihre Gedanken gut kennen als sie über Flaschenpost einen Briefwechsel betreibt.Heike Karen Gürtler hat das Thema Panikattacken hier sehr gut thematisiert. Es ist ein Thema mit dem ich mich noch nicht so wirklich befasst habe, das den Leser aber doch sehr mitnimmt. Viele Dinge, die für normale Menschen zum Alltag gehören, sind für Lena beispielsweise schier unmöglich. Heike Karen Gürtler macht Betroffenen Mut ihre Attacken zu überwinden bzw. mit ihnen zu leben. Auf mich wirkte Lenas Weg sehr beeindruckend.Das Ende wirkte eher nicht zufriedenstellend auf mich. Es war mir irgendwie zu offen gehalten. Es bleibt sehr viel Raum für eigene Interpretationen, wie es weitergehen könnte. Vielleicht wäre hier eine Fortsetzung doch wünschenswert, wer weiß.FazitKurz gesagt ist „Schrank am Strand“ von Heike Karen Gürtler ein Roman der ein sehr ernstes Thema in den Mittelpunkt rückt.Die gut gestaltete Protagonistin, der flüssige und bildhafte Stil der Autorin und eine Handlung, die melancholisch und auch sehr bedrückend wirkt und vor einer sehr schönen Kulisse spielt. Haben mich hier wirklich gut unterhalten.Durchaus lesenswert!

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  • Eine Geschichte zum Nachdenken

    Schrank am Strand
    Sabrina

    Sabrina

    14. March 2016 um 07:43

    Lena braucht Abstand von ihrem stressigen Leben in der Großstadt. Auf einer Nordseeinsel sucht sie deshalb nach Ruhe und Entspannung, um wieder zu sich selbst zu finden. Ihre Panikattacken machen ihr das Leben immer wieder schwer, aber irgendwann trifft sie durch Zufall auf Lasse und dieser schafft es mit seiner kindlichen Art und sehr nachdenklichen Gesprächen mit Lena, dass es ihr nach und nach besser geht und sie wieder lernt, richtig zu leben. Doch Lena wird nicht nur von Lasse unterstützt, sondern auch von einem Unbekannten, mit dem sie regelmäßig Briefe austauscht und der sie wirklich zu verstehen scheint.Dieses Buch ist nicht unbedingt Mainstream, wie man so schön sagt, und das merkt man schon auf den ersten Seiten.Der Roman ist aus Lenas Sicht geschrieben und es geht viel darum, wie sie sich gerade und in bestimmten Situation fühlt und wie sie darauf reagiert. Nur selten kommt sie mit anderen Menschen in Kontakt und so gibt es auch nicht viele Dialoge, aber wenn es denn dann welche gibt, sind es immer welche voller Bedeutung.Man sollte sich Zeit nehmen für dieses Buch, denn es gibt einem viel zum Nachdenken. Oft schaut man Menschen wie Lena, die plötzlich eine Panikattacke bekommen, nur komisch an, aber macht sich keine Gedanken, warum derjenige so reagiert, aber es steckt so viel mehr dahinter.Mit Lena erlebt man als Leser, wie sich so etwas anfühlt und wie schwierig es ist, dagegen anzukämpfen und trotzdem ein normales Leben zu führen.Viele Dinge in diesem Buch haben einen gewissen Symbolcharakter und nicht alles ist so, wie es scheint. Teilweise fand ich das ein bisschen merkwürdig, aber meistens hat es mir wirklich gut gefallen und es hat zur Stimmung des Romans gepasst.Insgesamt es ist wohl ein Roman über den Mut zum Leben, über das Auf und Ab und dass man trotzdem nie aufgeben sollte, denn irgendwann geht es auch wieder bergauf.Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn ich am Anfang ganz kleine Schwierigkeiten hatte richtig in den Roman hineinzufinden und ich ein paar Seiten brauchte, um mich in Lena hineinversetzen zu können.

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  • im Bann der Sprache

    Schrank am Strand
    MissSophi

    MissSophi

    27. February 2016 um 17:41

    ein Buch, welches mich regelrecht in den Bann gezogen hat. Die Art und Weise, wie die Autorin mit Sprache umgeht und neue Wörter kreiert, hat mich sehr inspiriert.
    Ebenso der Umgang mit dem doch sehr sensiblen Thema "Panikattacken" - ein liebevoller, für jeden nachvollziehbarer Versuch, damit umzugehen - Anregungen, die ich schon übernommen habe - danke dafür. 

  • Ein Buch zum Innehalten und Nachdenken!!!

    Schrank am Strand
    janaka

    janaka

    Panikattacken sind etwas, was keiner braucht und haben möchte. Lena ist davon betroffen. Jedes Jahr nimmt sie sich eine Auszeit und macht Urlaub auf einer Nordseeinsel, weit ab von der Hektik und dem Stress in ihrem Alltag. Aber schon die Fahrt auf der Fähre ist nicht leicht für sie. Dieses Jahr hat sie sich endlich das Haus angemietet, indem sie schon immer gerne Urlaub machen wollte. Obwohl sie nicht die Nähe der Menschen sucht, lernt sie in den ersten Tagen gleich einen kleinen blassen Jungen namens Lasse kennen. Mit seiner ungezwungenen und natürlichen Art schafft er es, Lena aus der Reserve zu locken und sie auch mal Dinge tun zu lassen, die ihr sonst unmöglich wären. Die Geschichte mit dem Mutbaum gibt ihr die Kraft, die sie braucht um ihre Grenzen auszutesten. Auf einen ihrer langen Spaziergänge am Strand entdeckt sie einen Schrank, hier kann sie in eine andere Welt eintauchen. Durch eine geheimnisvolle Flaschenpost entwickelt sich zwischen Lena und dem Unbekannten eine Art Brieffreundschaft. Auch dieser Unbekannte hat mit sich und seiner Umwelt zu kämpfen und beide tauschen sich miteinander aus. Schafft es Lena, sich mit ihren Panikattacken auseinander zu setzen und sie in den Griff zu bekommen? Mit "Schrank am Strand" hat die Autorin Heike Karen Gürtler einen schönen und einfühlsamen Roman über eine Frau mit Panikattacken geschrieben. Der Schreibstil ist sehr poetisch und immer wieder fallen der Autorin neue Wortschöpfungen ein, mit denen sie die Gefühle von Lena beschreibt. S. 17 Weltentauschmoment S. 21 Riesenfluchtsucht S. 82 Rateweiseleben S. 150 Emotionsexplosion Die Autorin hat eine schöne Fantasie, die sie hier gut einbringt. Der Mutbaum, der Momenteladen oder auch die Fotos mit der Sofortbildkamera haben mir sehr gut gefallen. Sie helfen Lena, sich mit ihren Panikattacken auseinanderzusetzen. Die Idee und die Erklärung mit den Kleinbuchstaben in den Briefen finde ich einfach wunderbar, die mich auch zum Nachdenken bringen. Die Landschaftsbeschreibungen sind einfach wunderschön und sehr anschaulich. Wenn Lena in diesem Schrank liegt, bin ich ihr ganz nah und spüre ihre Gefühle. Oder auch ihre Spaziergänge am Strand sind mir nicht unbekannt, ich liebe den Blick übers Watt und könnte mich stundenlang an den Strand setzen und in die Ferne schauen. Sehr realistisch ist auch das Haus beschrieben, es ist mit so viel Liebe eingerichtet, dass ich mir einen langen Urlaub dort auch gut vorstellen kann. Mit viel Liebe hat die Autorin ihre Charaktere gezeichnet, Lena und Lasse haben sich schnell in mein Herz geschlichen. Auch wenn ich Panikattacken nicht kenne, kann ich, dank der genauen und anschaulichen Beschreibungen, mich gut in Lena hineinversetzen. Fazit: Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich werde mich in Zukunft mehr für die einfachen und schönen Dinge des Lebens bedanken und auch mein Alltag mal etwas entschleunigen.

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    • 2
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    15. February 2016 um 11:35
  • Mehr Therapietagebuch als Roman

    Schrank am Strand
    Gela_HK

    Gela_HK

    14. February 2016 um 10:59

    Wie so oft findet Lena auf einer Nordseeinsel Ruhe vom Alltag. Doch auch in ihrem Lieblingsferienhaus überfallen sie Panikattacken, die mit viel Energie bekämpft werden müssen. Überraschende Hilfe findet sie von einem kleinen Jungen, der in ihrem Garten auftaucht und sie wortlos zu verstehen scheint. Bei langen Strandspaziergängen findet sie eine Flaschenpost, dessen Brief nur an sie gerichtet zu sein scheint. Ein emotionaler Briefwechsel über die Flasche begleitet ihre Ferientage. Doch irgendwann ist jeder Urlaub einmal zu Ende. Heike Karen Gürtler hat für mich keinen Roman im eigentlichen Sinn geschrieben. Vielmehr hatte ich das Gefühl Lenas Therapietagebuch zu lesen. Fast alle Kapitel beginnen mit "Am nächsten Morgen", und werden von Lena erzählt. Der Schreibstil erweckt eine melancholisch poetische Stimmung. Besonders die ruhigen Momente am Strand werden sehr bildlich und gefühlvoll beschrieben. Hauptprotagonistin Lena kämpft tagtäglich mit ihren Angst- und Panikattacken. Gleichbleibende Rituale scheinen ihr Halt zu geben, das findet sich in der Beschreibung von immer wiederkehrenden Situationen. Sie braucht Platz zum Atmen, den ihr der Alltag nicht immer bietet. Ein harmloser Einkauf im Inselsupermarkt wird zur Tortur, der Lena alle Energie raubt. Eine wirkliche Romanhandlung gibt es nicht. Vielmehr begleitet man Lena, teilt Begegnungen mit einem blassen Jungen und einem alten Mann, die für sie sehr wichtig werden. Der Briefwechsel per Strand-Flaschenpost läßt den Leser in Lenas Gedankenwelt eintauchen:       "... ich habe vor kurzem einen menschen getroffen, der eine tiefe       spur in mir hinterlassen hat. ich weiß eigentlich nichts über ihn,       nicht einmal, ob er real ist." Doch schnell stellt sich die Frage: Was ist wirklich und was entspringt nur ihrer Fantasie. Mich haben einige Szenen im Buch fragend zurückgelassen. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst keinerlei Erfahrung mit Angststörungen habe. Das Zurechtfinden in Lenas verschiedenen Daseinsformen hat mir große Probleme bereitet. Für mich war es eine Erfahrung zu erleben, was es bedeutet, in ständiger Angst vor der nächsten Panikattacke zu leben. Wie schwer es ist, das Leben zu organisieren und zu überleben. Mit dem Ende konnte ich aber leider so gar nichts anfangen. Eine Bewertung ist mir nicht leicht gefallen. Für einen Roman kann ich leider nur 3 Sterne geben. Für den Mut, sich einem so schwierigen Thema zu stellen, habe ich aber großen Respekt.

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  • Durchaus okay, aber Geschmackssache

    Schrank am Strand
    Mina1705

    Mina1705

    12. February 2016 um 15:12

    Inhalt: Auf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren? (Quelle: LB) Mein Eindruck: Vorweg möchte ich sagen, dass dieses Buch definitiv Geschmackssache ist und ich hier nur von meinen eigenen Empfindungen sprechen kann. Es soll keineswegs zu negativ rüberkommen, dennoch konnte ich mit dem Buch nicht ganz warm werden. Hauptprotagonistin Lena kämpft mit Angst- und Panikattacken und sucht daher eine kleine Auszeit auf einer ruhigen Insel. Die Landschaft wird wirklich toll beschrieben und löste Fernweh bei mir aus. Alles sehr melancholisch und ruhig, was auch eine gewisse Wirkung beim Lesen auf mich hatte. Ich bin am Anfang auch gut in die Geschichte eingetaucht. Der Schreibstil ist sehr poetisch und ebenso ruhig und melancholisch wie die Insel selbst. Man bekommt hier einen sehr guten Einblick darin, was es heißt, mit solchen Angst- und Panikattacken zu leben. Auch als Nicht-Betroffener konnte man sich in Lena hineinversetzen und ihre Gefühle und Ängste gut nachvollziehen, da diese Attacken sehr bildlich dargestellt wurden. Lasse ist ein Charakter, den man mit der Zeit sehr lieb gewinnen kann, auch wenn man nichts genaueres über ihn erfährt. Er ist für Lena aber definitiv ein sehr wichtiger Wegbegleiter und eine große Hilfe. So ist es auch mit den restlichen Nebencharakteren. Das Leben auf einer Insel scheint sehr friedlich von Statten zu gehen. Leider hatte ich ungefähr ab der Hälfte des Buches Schwierigkeiten weiterzulesen. Der Schreibstil bleibt ruhig, leise und poetisch, mir war es aber einfach zu monoton, es gab keine Höhen und Tiefen und das strengte mich mit der Zeit einfach an. Auch an Handlung passiert leider nicht allzu viel. Es geht grundsätzlich einfach nur um Lena und wie sie lernt, besser mit ihren Panikattacken umzugehen. Ich habe auf so etwas wie einen Höhepunkt gewartet, der leider nicht kam. Mir wurde es in der zweiten Hälfe auch ein wenig zu "abgedreht", an dieser Stelle kann ich nur leider nicht sehr viel verraten, ohne zu spoilern. Ich würde es mit einem Hauch Mystery beschreiben, der aber einfach zu viel des Guten war. Bei der Handlung schwankte man die ganze Zeit zwischen Realität und Einbildung, bekommt aber zum Ende hin keine zufriedenstellende Aufklärung, weshalb ich auch ein bisschen verwirrt zurückblieb. Da fehlte mir auf jeden Fall so etwas wie der klassische Aha-Effekt. Fazit: Guter Anfang, tolle bildliche Beschreibungen und ein guter Einblick in das Leben mit Panikattacken. Mir persönlich aber im Großen und Ganzen einfach zu langweilig und das Ende war leider gar nicht zufriedenstellend.

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  • Die ganz andere Inselgeschichte...

    Schrank am Strand
    rigge

    rigge

    04. February 2016 um 16:37

    In diesem Buch geht es um Lena, die auf einer kleinen Insel Urlaub macht und hier versucht ihre, ihr Leben bestimmenden, Panikattacken in den Griff zu bekommen...  Das Buch ist sehr phantasievoll und bildhaft geschrieben. Ich mochte besonders die Einwortsätze, von denen es in jedem Kapitel mindestens eins gibt... Lückenempfindungen, Daseinsauflösung, Isolationsumhüllung... Um nur einige zu nennen :) Mir gefällt auch die wundervollen Naturbeschreibungen, die so gelungen sind, das man sich die Insel in all ihrer Schönheit und Rauheit, je nach Witterung, vorstellen kann.  Lena lernt den geheimnisvollen Lasse kennen, mit dessen Hilfe sie lernt mit ihren Ängsten umzugehen.. Eine geheimnisvolle Flaschenpost, immer an der selben Stelle begraben, und der Briefwechsel mit dem unbekannten Briefschreiber tut das Ihrige um die Spannung immer höher steigen zu lassen.. Und natürlich der Schrank am Strand.. In dem Lena sich vor der Welt verstecken kann, der ihr aber auch Angst macht.  Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber das Ende hätte ich mir schon etwas anders gewünscht... Das weder Lasse, noch der geheimnisvolle Briefschreiber, nicht wirklich existierten...das tat mir dann schon leid. Aber ich hätte mir gewünscht, dass Lena sich eindeutiger von ihrem bisherigen Leben getrennt hätte.. Ich weiß schon: Wunschdenken! Die Wirklichkeit bei Angststörungen sieht sicher anders aus :( Alles in allem ein gelungenes, phantasievolles Buch, dass ich gerne weiter empfehlen werde! 

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  • Lena ....

    Schrank am Strand
    esposa1969

    esposa1969

    02. February 2016 um 14:49

    Klappentext: Auf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren? Leseeindrücke: Mit "Schrank am Strand" liegt und ein Roman vor, der auf seine Art und Weise berührt. Der Schreibstil der Autorin Heike Karen Gürtler ist sehr ungewöhlich. Gerade zu Anfang erinnerte mich der Stil fast schon ein wenig an ein prosaisches Gedicht. Gänsehautglück... Das Buch wird in der Ego-Perspektive der Protagnoistin Lena geschrieben. Mit Lenas Panikattacken mag sich nicht jeder identifizieren, mich hat es seh eingenommen und auch persönlich konnte ich mich stellenweise mit ihr identifizieren. Die Protagonisten sind ja mit Lena und eine Handvoll anderer recht überschaubar und gut zu merken. Lena ist mir gerade mit ihren Angstzuständen mehr als sympathisch und wurde mir schnel vertraut. Lena, die auf der kleinen NordseeinselRuhe und innere Zufriedenheit sucht. Das Meer, das Wasser, der Strand und der Himmel scheinen beruhigend auf sie einzuwirken. Jeder Schritt, den sie tut, wird fast ganz genau beschrieben, als würde man gemeinsam mit ihr wandeln. Lena fürchte die Nähe zu den Menschen. Doch dann findet sie plötzlich am Strand einen Schrank. Und dass man einen Schrank am Strand entdeckt, das passiert einem auch nicht alle Tage, aber dieses Mittel heiligt den Zweck, denn dieser Schrank wird für Lena zum Rückzugsort. Bei vielem von dem Gelesenen kann man oft nicht unterscheiden ist es real oder Fantasie. Das Ende ließ mich ein wenig unbefriedigt zurück. Ziemlich offen, dafür aber jede Menge Platz für Spekulationen, so dass sich jeder eine Gedanken dazu machen kann und sich das wahre Ende so zurechtpuzzlet, wie es eben passt. Dennoch waren die 229 Seiten lesenswert und angenehm, so dass ich 4 Sterne vergeben möchte, da mir eben das Ende nicht ganz so gefallen hat. @ esposa1969

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  • Schrank am Strand

    Schrank am Strand
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    02. February 2016 um 10:22

    Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil mich sowohl Cover als auch Klappentext angesprochen haben. Ich bin richtig froh, dass ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen. Zum Inhalt: "Auf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren?" Meine Meinung: Ein Buch, welches mich tief berührt hat. Vor allem aufgrund des Themas. Auch ich kämpfe mein ganzes Leben schon mit Ängsten und Panikattacken, ein Ende ist nicht in Sicht. Und das Buch hat mich einfach emotional total berührt. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand die Geschichte einfach spannend. Die Idee war für mich innovativ und von daher komm ich zu einer Bewertung von 5 Sternen! Danke, dass ich mitlesen durfte! Ich hoffe, dass ich wieder ein Buch der Autorin lesen darf! Das Buch hat mich emotional wirklich abgeholt und das sagt jemand, der eigentlich bei Büchern selten weint.

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  • Ein Buch der leisen Töne

    Schrank am Strand
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    01. February 2016 um 10:20

    Klappentext: Auf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren? Bewertung: Lena sucht auf der kleinen Insel Abstand von ihren Panikattacken. Doch so wirklich gelingen will ihr das zumindest zuerst nicht. Aber ohne es zuerst zu wissen, werden diese drei Wochen mit der Hilfe eines Jungen, eines unbekannten Flaschenpost-Schreibers und einem Schrank am Strand zu einer Therapie, die am Ende Früchte trägt. Lena füllt ihren Momenteladen, lässt ihren Mutbaum wachsen und schießt Fotos von allem, das ihr Angst macht oder sie berührt.  Die Autorin trifft die leisen Töne wunderbar. Poetisch erzählt sie im einen Moment von dem wunderbaren Gefühl, nackt in der nächtlichen Nordsee zu schwimmen, nur um im nächsten Moment Lena zum Einkaufen und dadurch zurück in die Verzweiflung zu schicken. Wunderschön fand ich, wie man Lena schlussendlich beim Wachsen zuschauen kann - egal, ob alles real ist, was sie auf der Insel erlebt. Denn seit wann sind unsere Ängste immer real? Für mich ein wunderschönes Buch, das fantasievoll und poetisch mit Ängsten und deren Auswirkung auf ein Leben umgeht.  Was man unbedingt von Lena lernen sollte: sich für schöne Momente und Erlebnisse bedanken, egal ob laut oder im Stillen. Ein wenig mehr Dankbarkeit schadet sicher nicht. 

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