Heike Korfhage Der Fremde

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Inhaltsangabe zu „Der Fremde“ von Heike Korfhage

Auf den ersten Blick schien nichts Besonderes an dem Mann zu sein, gar nichts: Ein Reiter, vielleicht 25 Jahre alt, einfach gekleidet, vielleicht irgendein Söldner.
Denn, wenn auch seine sonnenverbrannte Haut und das schwarze Haar die Leute an einen Zigeuner denken ließen, so wies das Schwert mit der schwarzen Scheide und dem abgenutzten Heft, welches er über den Rücken trug, darauf hin, dass er sich wohl nicht als Schausteller oder Kesselflicker durch das Leben schlug.

Auf den zweiten Blick schien sein Pferd von gewisser Güte zu sein. Zwar war es nicht groß und nach den Maßstäben dieses Landes auch nicht besonders schön, doch trug es den Kopf mit den wach blickenden Augen stolz erhoben und schritt elastisch voran, obwohl es mit Staub und Schmutz eines langen Tagesrittes bedeckt war.
In einem Dorf hielt der Reiter an und tränkte sein Tier aus dem Brunnen. Doch Essen war auch hier wieder nicht zu bekommen. Es sei Krieg im Land, erzählten ihm die ärmlich aussehenden Bauern. Es sei ein gerechter Krieg, den der König gegen seinen Untertan, den Herren dieses Lehens führte.
Doch er dauere nun schon sehr lange und fräße ihren Kindern das Korn weg.

Ein schönes Buch, für mich die Überraschung des Jahres.

— Genussleser

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  • Rezension zu "Der Fremde" von Heike Korfhage

    Der Fremde

    Nazurka

    11. January 2011 um 22:19

    Canis lupus niger 01. Der Fremde – Heike Korfhage Ein toller Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasyreihe! canis lupus niger - Der Fremde Klappentext: "Was macht jemand, der viel von seiner mittelalterlichen Welt gesehen hat und neugierig ist auf mehr, der Wert darauf legt, sich stets seine eigene Meinung zu bilden und genau das zu tun, was er selber für richtig hält, wenn er in ein Land kommt, in dem jedermann nach starren Regeln lebt und, bis auf eine herrschende Minderheit, kaum genug zum Leben hat? Genau, er sieht zu, dass er schnell weiter kommt. Aber dummerweise ist da diese zauberhafte junge Frau, die ihm so gut gefällt. Und sie ist in entsetzlichen Schwierigkeiten. Denn sie wird von einem Schwarm fliegender Ungeheuer entführt und niemand sonst scheint in der Lage, sie zu befreien. Wanja Bajarin, ursprünglich nur auf der Durchreise durch das mittländische Reich, überlegt nicht lange und begibt sich auf eine wilde Verfolgungsjagd. Wohin sie ihn am Ende führt, und ob er seinen ursprünglichen Weg jemals zu Ende gehen wird, erzählt dieser frische Roman, der in sich abgeschlossene erste Teil einer neuen Fantasy-Reihe, der sich von den zahllosen schwachen Kopien der großen Klassiker wohltuend abhebt." Zum Autor: Heike Korfhage wurde im September 1964 in Niedersachsen, Deutschland, geboren und ist eine deutsche Fantasyautorin. Zum Roman: Wanja Bajarin, ein Wanderer aus Amudaria und Fürstensohn des Clanoberhaupts aus Amudaria, hat es sich zur Aufgabe gemacht, frei nach seinem Willen durch Länderein zu streifen, Kulturen kennen zu lernen und Wissen anzuhäufen, bis er eines Tages im Mittländischen Reich Zeuge der Entführung einer jungen Frau wird. Er überlegt nicht lange und eilt den Ungeheuern hinterher und befreit die Dame aus den Klauen der Biester. Doch damit ist die Arbeit nicht getan, denn er möchte sie unbeschadet wieder in ihre Heimat bringen und auf dem Weg dorthin liegen Gefahren, denen sie trotzen müssen. Mehr und mehr wird Wanja auch in das gesellschaftliche Leben des mittländischen Reiches eingebunden und sein Schicksal und seine Zukunft hängen eng mit der Rettung der Dame überein. Fazit: Der erste Band einer tollen Fantasyreihe. Die Geschichte stellt nichts klischeehaftes, keinen Kampf zwischen Gut und Böse dar, ist aber für sich so fesselnd und spannend, wie es nur wenige Bücher vermögen. Der Protagonist des Romans, Wanja Bajarin, wächst einem von Beginn an ins Herz, denn er legt tolle Eigenschaften vor: Mut und Tapferkeit, Bescheidenheit und Freundlichkeit. Er hat Fähigkeiten und Wissen gesammelt auf seinen Reisen, dass ihn von vielen anderen unterscheidet und er ist wahrlich ein hilfsbereiter Mensch. Der Schreibstil ist einfach großartig - vor Augen sieht man die Landschaft, die bereist wird. Leicht und sehr behaglich zu lesen und sie versetzt einen so in die Geschichte, dass man versunken in das Buch ist und aus seiner Umgebung nichts mehr wahrnimmt. Etwas ungewöhlich ist, dass das Buch fließend geschrieben ist - keine Unterteilung in Kapiteln und viele Absätze. Zwar anders als gewöhnlich, was der Geschichte jedoch auch keinen Abbruch tut und nach einem etwas holbrigen Beginn taucht man sofort in die Geschichte ein. Wanja Bajarin wächst einem während des Lesens immer mehr ans Herz und "Der Fremde" ist eines der wenigen Bücher (und die kann ich an einer Hand abzählen), bei denen ich sogar weinen musste. Man merkt, dass das Buch mit Leidenschaft und Liebe erfüllt ist und das erfreut einen als Leser nur umso mehr. Man fühlt mit den Charaktern: Man leidet mit ihnen, lacht, grinst. Fühlt sich traurig oder auch genuugtuend. Der einzige Kritikpunkt, der sehr stark deutlich wurde, ist das schlechte Lektorat. Eine Breite an Fehlern, die ich in dem Buch fand, die nicht hätten da sein dürfen, doch dafür trägt die Autorin nicht die Schuld und hätte Sache des Verlages sein sollen. Nichts destotrotz, auch wenn ich das Buch als Rezensionsexemplar bekam, wären die 19, 90 €, die man für diesen Roman hinlegen muss, mehr als Wert. Ein großes Lob an die Autorin, die ein atemberaubenden Debüt geschafft hat und in der Hoffnung, dass sie uns weiter mit den Fortsetzungen ihrer Reihe beglücken wird, 5 Sterne für dieses tolle Buch, welches ich genoss zu lesen und nicht mehr aus der Hand zu legen in der Lage war! Autor: Heike Korfhage Fantasyreihe Verlag: Noel-Verlag ; Taschenbuch Genrè: Fantasy, Roman Preis: 19,90 €

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  • Rezension zu "Der Fremde" von Heike Korfhage

    Der Fremde

    Leserrezension2010

    23. August 2010 um 18:31

    A137 Der Fremde von Heike Korfhage Kategorie: Allgemein Die Abenteuer des Wanja Bajarin Wanja Bajarin ist ein einsamer Wanderer durch die Welt. Er hat schon viel von ihr gesehen, an vielen weit entfernten Orten gekämpft und durch Zufall verschlägt es ihn nach Mittland, wo gerade die Belagerung von Wolfsburg durch König Karl stattfindet. König Karl nimmt mit Wanjas Hilfe, die Burg des abtrünnigen Grafen von Wolfsburg ein und will ihn näher kennenlernen. Doch da kommt ihrem Kennenlernen eine Horde Flugungeheuer in die Quere, die die Herzogin Valeria verschleppen und sich mit der Dame aus dem Staub machen. Nur Wanja ist geistesgegenwärtig und mutig genug, die Verfolgung aufzunehmen. Eine wilde Jagd beginnt, die den jungen Amudaren weit weg von Mittland, über Berge, durch Flüsse und Täler führt. Manchmal sieht er Tagelang keine Flugungeheuer, doch an manchen Tagen gelingt es ihm einem Ungeheuer nach dem Anderen den Garaus zu machen. Bis nur noch eins übrig ist, das oft rasten muss um die Last der Dame Valeria tragen zu können. Nun kommt Wanja endlich nahe genug an sie heran um Valeria zu befreien. Die beiden begeben sich auf eine lange und beschwerliche Rückreise, in der sie viele Abenteuer zu bestehen haben und an deren Ende König Karl Wanja mit einer Überraschung erwartet, mit der er nicht gerechnet hätte. Heike Korfhage beginnt ihr Buch fulminant und mit jeder Menge actionreicher Szenen. Die Jagd nach der Dame Valeria ist aufregend und auch die Rückreise durch weit entlegene Gegenden der mittelalterlichen Welt ist beschwerlich und nur zu Fuß oder hoch zu Ross zu bewältigen. Viele Gefahren erwarten die beiden, bei denen Wanja als nur knapp dem Tod entrinnt und er öfter die Dame vor fiesen Räubern retten muss. Zu Beginn haben sich leider noch sehr viele sprachliche Fehler eingeschlichen, oftmals sind die Adjektive nicht passend gewählt, aber das verliert sich mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und gut zu lesen. Durch ihre bildhafte Sprache kann sich der Leser die Welt und die Figuren sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist komplett aus Sicht des Helden, Wanja Bajarin, erzählt und man erfährt viel über seine Gedanken und seine Beweggründe, aber leider nur sehr wenig über seine Vergangenheit. Diese eröffnet sich dem Leser nur langsam. Die mittelalterliche Welt erinnert stark an Unsere, was aber nicht weiter stört. Wanja Bajarin ist ein wahrer Überheld, dem es aber nicht immer reibungslos gelingt seine Dame zu beschützen und sie hinterher retten muss, der auch seine kleinen Fehler macht. Doch im Großen und Ganzen ist er schier unbesiegbar. Hier hätte ich mir ab und zu gewünscht, dass er nicht ganz so unfehlbar, moralisch korrekt und heldenhaft ist. Er kann wohl Magie wirken, setzt diese auch ein Mal ein um sich und Valeria zu retten, aber warum dies moralisch so verwerflich ist, erfährt der neugierige Leser leider nicht. Auch dem Bösewicht Ghadamis wird zu wenig Platz in der Geschichte eingeräumt, was das Ganze noch mehr aufgepeppt hätte. Das Cover des Buches ist schön gestaltet, doch hätte ich hinter Diesem keinen Fantasyroman vermutet, sondern einen einfachen historischen Roman. Dennoch erkennt der Leser den Zusammenhang des Covers mit der Hauptfigur am Ende des Buches. Insgesamt hat Frau Korfhage einen schönen Roman geschaffen, dessen Potenzial aber noch nicht gänzlich ausgeschöpft ist. Es bleiben auch einige offene Fragen zurück, die möglicherweise in einer Fortsetzung ihre Beantwortung finden werden.

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  • Rezension zu "Der Fremde" von Heike Korfhage

    Der Fremde

    Leserrezension2010

    17. August 2010 um 11:32

    A10 Der Fremde - Heike Korfhagen - Kategorie: Allgemein "Der Fremde", Untertitel "canis lupus niger" (lat. schwarzer Wolf) ist das erste Buch von Heike Korfhage und wurde vom Noel-Verlag herausgebracht. Das über fünfhundert eng bedruckte Seiten umfassende Werk im Softcover sieht optisch sehr ansprechend aus: Ein stilisierter schwarzer Wolf vor einem angenehm diskret gehaltenen, dunkelgrünen Hintergrund mit mittelalterlichem Muster. Das Buch erzählt die Geschichte eines Mannes, Wanja Bajarin, der zufällig während eines internen Krieges durch das "Mittländische Reich" reist. Sein Rat verhilft dem König überraschend schnell zum Sieg über den abtrünnigen Untertan. Doch dann wird vor aller Augen eine junge Adelige von einer Gruppe Flugungeheuer entführt. Ohne zu zögern und unbeeindruckt von den geringen Erfolgsaussichten macht sich Bajarin an die Verfolgung der Gruppe. Während der wilden, mehrwöchigen Hetzjagd gelingt es ihm, die Ungeheuer eines nach dem anderen zu töten, um schließlich die junge Frau zu befreien. Auf der darauf folgenden Rückreise in ihre Heimat erleben die beiden teils gefährliche, teils harmlose Abenteuer und begegnen auch alten Bekannten Bajarins, wodurch der Leser und die Gerettete,Valeria, nach und nach mehr über dessen Vergangenheit und Persönlichkeit erfahren. Nach der glücklichen Heimkehr übergibt Bajarin seine ihm lieb gewonnene Begleiterin widerwillig in die Obhut ihrer Verwandten und will schnell weiter reisen. Doch der König kann ihn überreden, wenigstens vorläufig noch zu bleiben und dem vom Krieg verwüsteten Land und seiner Bevölkerung mit seinen unkonventionellen Ideen und Erfahrungen zu helfen. Unterstützt durch einen älteren Vertrauten des Königs, doch unter seiner scheinbar hoffnungslosen Verliebtheit zunehmend leidend, macht sich Bajarin an die Arbeit. Es gelingt ihm das Land wieder zum Erblühen zu bringen. Das anschließend fast unvermeidlich folgende Happy End wird allerdings durch das eine oder andere auftauchende Problem immer wieder in Frage gestellt. Das Buch ist zweifellos eines der sprachlich schönsten, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Jedes Wort scheint sorgfältig ausgewählt und platziert zu sein, ohne dass das Ganze im Geringsten konstruiert wirkt. Die Erzählung gleitet dahin, man kann sich von ihr davon tragen lassen, ohne sich anstrengen zu müssen, oder über Anachronismen oder unpassende Redewendungen zu stolpern. Die Spannung des Buches liegt weniger in der Gesamtgeschichte. Es handelt sich wie beschrieben nicht um ein großes Epos, in dem Völkerschaften um ihre Welt und Zukunft gegen das Böse an sich kämpfen. Es ist die Geschichte einzelner Menschen, die versuchen, sich durch ihr aus den Bahnen geratenes Leben zu schlagen, jeder auf seine Art und nach seinen Möglichkeiten. Die Spannung liegt also eher in den Hindernissen, die es dabei zu bewältigen gilt, in den Einschränkungen und bösen Überraschungen, die das Leben in einer mittelalterlichen Welt für Reisende, für Ausländer und sonstige Außenseiter bereit hält. Die Autorin hat zweifellos umfangreich recherchiert. Die Authentizität des von ihr beschriebenen mittelalterlichen Settings ist eines historischen Romans würdig. Immer vermittelt das Buch den Eindruck, die Autorin hätte gewusst, wovon sie spricht. Dass es im Mittelalter noch keine Gitarren gab, oder dass wohl noch niemand daran gedacht hätte, ein Messer vor einer Operation in kochendem Wasser zu sterilisieren, störte dabei nur wenig. Das Beste an "Der Fremde" ist in meinen Augen die Lebendigkeit, die die Autorin ihren Charakteren verleiht. Sie alle scheinen vor den Augen des Lesers nach und nach zum Leben zu erwachen. Der Anspruch den Buches ist so, wie ich ihn am liebsten mag: Jeder Leser kann so viel daraus entnehmen, wie er mag. Für manche kann "Der Fremde" einfach ein spannender Abenteuerroman sein, für romantische Seelen ein Liebesroman und für kritische Leser ein Buch, das dazu anregt, die eigene Toleranz und den eigenen Respekt vor fremder und der eigenen Kultur in Frage zu stellen. Negativ bewerte ich die vielen Fehler im Buch. Es sind genug, um das Lesevergnügen hin und wieder deutlich zu schmälern. Da hat der Verlag einiges gegenüber Buch, Autorin und Leserschaft versäumt. Auch hat das Buch einen logischen Fehler: Bajarin überlässt Valeria deren Angehörigen, ohne sicherzustellen, dass sich die Entführung nicht wiederholen kann. Das passt nicht zu ihm. Mein Resümee zu diesem Buch ist dennoch sehr positiv. Es zeigt, dass sich auch unter deutschen Debütautoren überraschende Talente finden lassen. Dass das Buch inzwischen im Finale des Deutschen Phantastik Preises steht, ist mehr als berechtigt. Ich wünsche ihm den Sieg und mir eine baldige Fortsetzung dieses lesenswerten Buches.

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  • Rezension zu "Der Fremde" von Heike Korfhage

    Der Fremde

    BlueNa

    24. June 2010 um 14:19

    Die Abenteuer des Wanja Bajarin . Wanja Bajarin ist ein einsamer Wanderer durch die Welt. Er hat schon viel von ihr gesehen, an vielen weit entfernten Orten gekämpft und durch Zufall verschlägt es ihn nach Mittland, wo gerade die Belagerung von Wolfsburg durch König Karl stattfindet. König Karl nimmt mit Wanjas Hilfe, die Burg des abtrünnigen Grafen von Wolfsburg ein und will ihn näher kennenlernen. Doch da kommt ihrem Kennenlernen eine Horde Flugungeheuer in die Quere, die die Herzogin Valeria verschleppen und sich mit der Dame aus dem Staub machen. Nur Wanja ist geistesgegenwärtig und mutig genug, die Verfolgung aufzunehmen. Eine wilde Jagd beginnt, die den jungen Amudaren weit weg von Mittland, über Berge, durch Flüsse und Täler führt. Manchmal sieht er Tagelang keine Flugungeheuer, doch an manchen Tagen gelingt es ihm einem Ungeheuer nach dem Anderen den Garaus zu machen. Bis nur noch eins übrig ist, das oft rasten muss um die Last der Dame Valeria tragen zu können. Nun kommt Wanja endlich nahe genug an sie heran um Valeria zu befreien. Die beiden begeben sich auf eine lange und beschwerliche Rückreise, in der sie viele Abenteuer zu bestehen haben und an deren Ende König Karl Wanja mit einer Überraschung erwartet, mit der er nicht gerechnet hätte. . Heike Korfhage beginnt ihr Buch fulminant und mit jeder Menge actionreicher Szenen. Die Jagd nach der Dame Valeria ist aufregend und auch die Rückreise durch weit entlegene Gegenden der mittelalterlichen Welt ist beschwerlich und nur zu Fuß oder hoch zu Ross zu bewältigen. Viele Gefahren erwarten die beiden, bei denen Wanja als nur knapp dem Tod entrinnt und er öfter die Dame vor fiesen Räubern retten muss. . Zu Beginn haben sich leider noch sehr viele sprachliche Fehler eingeschlichen, oftmals sind die Adjektive nicht passend gewählt, aber das verliert sich mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und gut zu lesen. Durch ihre bildhafte Sprache kann sich der Leser die Welt und die Figuren sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist komplett aus Sicht des Helden, Wanja Bajarin, erzählt und man erfährt viel über seine Gedanken und seine Beweggründe, aber leider nur sehr wenig über seine Vergangenheit. Diese eröffnet sich dem Leser nur langsam. . Die mittelalterliche Welt erinnert stark an Unsere, was aber nicht weiter stört. Wanja Bajarin ist ein wahrer Überheld, dem es aber nicht immer reibungslos gelingt seine Dame zu beschützen und sie hinterher retten muss, der auch seine kleinen Fehler macht. Doch im Großen und Ganzen ist er schier unbesiegbar. Hier hätte ich mir ab und zu gewünscht, dass er nicht ganz so unfehlbar, moralisch korrekt und heldenhaft ist. Er kann wohl Magie wirken, setzt diese auch ein Mal ein um sich und Valeria zu retten, aber warum dies moralisch so verwerflich ist, erfährt der neugierige Leser leider nicht. Auch dem Bösewicht Ghadamis wird zu wenig Platz in der Geschichte eingeräumt, was das Ganze noch mehr aufgepeppt hätte. Das Cover des Buches ist schön gestaltet, doch hätte ich hinter Diesem keinen Fantasyroman vermutet, sondern einen einfachen historischen Roman. Dennoch erkennt der Leser den Zusammenhang des Covers mit der Hauptfigur am Ende des Buches. . Insgesamt hat Frau Korfhage einen schönen Roman geschaffen, dessen Potenzial aber noch nicht gänzlich ausgeschöpft ist. Es bleiben auch einige offene Fragen zurück, die möglicherweise in einer Fortsetzung ihre Beantwortung finden werden.

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