Heike Koschyk Die Alchemie der Nacht

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Inhaltsangabe zu „Die Alchemie der Nacht“ von Heike Koschyk

Deutschland, 1780: Der junge Christoph Wilhelm Hufeland kommt einem Mysterium auf die Spur, das die Medizin revolutionieren könnte. Gemeinsam mit der schönen und klugen Helene und Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, begibt sich Hufeland auf die Suche nach der Wahrheit.

teilweise etwas langatmig, dennoch lesenswert besonders für Homöopathie Interessierte

— Burgkelfe

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  • Die Anfänge der Homöopathie

    Die Alchemie der Nacht

    Suhani

    04. August 2016 um 00:33

    Dieser Roman verstrickt Tatsachen mit dichterischer Freiheit (Fiktion) und ist im 18. Jahrhundert angesiedelt. Zu der Zeit herrschte ein großes Interesse an Medizin und war auch tatsächlich der Anfang der Homöopathie – allerdings herrschte auch noch viel Aberglaube und es gab Scharlatane und Quacksalber an jeder Ecke. Jeder glaubte das Geheimnis des Lebens entdeckt zu haben und behauptete von sich, die richtige Medizin gefunden zu haben. Gegen diese Mehrheit müssen Hufeland und Hahnemann sich schon während ihres Studium in Jena behaupten.Hinzu kommt, dass sie in den Machenschaften der Tempelritter hineingezogen werden. Diese praktizieren im Geheimen und wollen mit Menschenopfern die einzig wahre Essenz zum ewigen Leben erschaffen.Das Leben in der Zeit, den Lebensweg der Hauptfiguren und allen, in ihrem Umkreis ist sehr interessant geschrieben und man kann sich gut vorstellen, wie das Leben in der Zeit in diesem Bereich gewesen ist. Studenten, die einen, wirklich engagiert in ihrem Studium der Medizin, die anderen, die sich als Leichtfuß sich keinen Deut ums Studium scheren, dafür aber der Stadt einen schlechten Ruf verpassen und sich eher mit Krawallen und okkulte Sachen beschäftigen – Mord in den eigenen Reihen eingeschlossen. Ruhe kehr erst wieder nach der Zerschlagung der geheimen Vereinigung der Tempelritter ein, aber das Leben wird dadurch nicht einfacher. Sei es nun die Liebe, die erst wirklich gefunden werden muss, oder die Weiterentwicklung der Medizin – und dann ist da immer noch eine ungeklärte Sache aus der Studienzeit …. Alles in Allem ein interessantes Buch über die schwierigen Anfänge und der Weiterentwicklung der helfenden Medizin. Ich lese auch wirklich gerne Geschichten aus dem Mittelalter, in der auch Tatsachen verstrickt sind, auch wenn sie der Geschichte manchmal „angepasst“ werden. Und doch kam ich nie wirklich richtig in das Geschehen rein. Ich kann nicht mal sagen, woran es lag.  Mal musste ich erst wieder überlegen, worum es ging, bevor ich das Buch weglegte. Dabei lese ich eigentlich immer erst das Kapitel zu Ende, bevor ich ein Buch aus der Hand lege.  Mal kam ich von einem Szenenwechsel zum anderen ins „Stolpern“. Auch fand ich im ganzen Buch keine Figur, mit der ich wirklich mitgehen konnte, obwohl ich deren Handlungen verstehen konnte. Es ist auch nicht schwer geschrieben, so das man vielleicht die Sätze nicht folgen kann, nein, alles flüssig und verständlich, sogar mit Glossar, falls man mal doch nicht die mittelalterliche Bezeichnung versteht.Ich kann es wirklich nicht sagen. Fazit: Das Buch ist interessant und hat auch seine Spannenden Stellen, zusätzlich erfährt man ganz nebenbei wie die Anfänge der Homöopathie entstanden sein könnten und teilweise auch sind, aber mir fehlte etwas, das ich richtig ins Buch „versinken“ konnte. Ein Buch, das wohl den Weg in mein Tauschregal finden wird.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    kessi

    14. September 2012 um 12:30

    Auch ich habe nun meine Rezi fertig. Aber zu aller erst muss ich sagen, dass mir die LR gut gefallen hat und ich mich auch gefreut habe, dass Heike immer schnelle Antworten auf unsere Fragen gegeben hat. Die Handlung dieses Romanes findet in Deutschland im 18. Jahrhundert statt. Alle Protagonisten stellen Persönlichkeiten dar, wo man sich freut, diese kennen zu lernen. Christof Hufeland ist ein Student in Jena, mit dem Ziel Arzt zu werden. Er lässt sich ein wenig von seinem Ziel abbringen und muss so eines Tages einen Mord an seinem Kommilitonen Albert Steinhäuser miterleben. Dieser geriet in einen Streit mit Carl. Durch eine Vorlesung, bei der es um Scheintot geht, überkommt Christoph eine ungute Ahnung und Johann Vogt scheint es nicht anders zu gehen. Beide begeben sich zu dem Grab. Mit dem Gedanken der Grabschändung machen sie sich trotz alledem ans Werk und öffnen dieses. Alberts Schwester hat ein schweres Los, ihr Vater will sie aus einem ganz bestimmten Grund mit dem Medizinalrat Meschkat verheiraten Helene ist darüber unglücklich und flieht zu ihrem Bruder. Sie ist völlig unwissend, was mit diesem in der Zwischenzeit geschehen ist. Ein weiterer Protagonist ist Samuel Hahnemann der schon Arzt ist und sein Leben der Forschung widmet und verzweifelt versuch die Menschen von Hygiene - -bedingungen zu überzeugen. Im weiterem Verlauf kommen noch Johann Vogt, Professor Loder, Professor Gruner, Dürbaum-Hausvogt mit in das Geschehen. Nun gilt es einem Mysterium auf der Spur zu kommen, wer trägt welches Geheimnis und wie wird sich alles auflösen? ** Meine Meinung** Heike Koschyk ist ein wunderbares Werk gelungen.Man bekommt Spannung,einen historischen Kriminalfall und Fakten der damaligen Zeit .Gut Recherchen. Durch die wechselnden Handlungsstränge ist es immer wieder spannend Mir persönlich hat sehr gut gefallen soviel von den Lebensumständen und dem Aufbruch der Medizin darüber hinaus welche Experimenten am Menschen verübt wurden um dem Wissen näher zu kommen. Von mir bekommt dieses Buch volle verdiente fünf Sterne.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    irismaria

    30. June 2012 um 11:29

    "Die Alchemie der Nacht" ist der erste Roman, den ich von Heike Koschyk gelesen habe, aber sicher nicht mein letzter. Die Geschichte spielt um 1800 in Deutschland, es geht um die Entstehung der Homöopathie. Zwei der drei Hauptpersonen, Christoph Wilhelm Hufeland und Samuel Hahnemann haben tatsächlich gelebt und die Medizin der Zeit mit beeinflusst. Die Geschichte beginnt in Jena um 1780. Hier studiert Christoph Wilhelm Hufeland Medizin und schwankt zwischen ernsthaftem Studium und lustigem Studentenleben. Er beobachtet ein Duell, bei dem der Student Albert Steinhäuser erstochen wird. Da ihm dabei einiges merkwürdig vorkommt, stellt er Nachforschungen an und gerät ins Visier einer geheimen Verbindung. Helene, die Schwester des toten Studenten, lebt in Königsberg. Dort will sie ihr Vater gegen ihren Willen mit einem älteren Mann verheiraten, sie flieht nach Jena zu ihrem Bruder und begegnet dort Hufeland. Der dritte Protagonist ist Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, er versucht als junger Arzt gegen die überkommenen Heilmethoden neue Ideen in der Medizin zu entwickeln, immer auf der Suche nach einem universellen Heilmittel. Ein Stadtplan Jenas, ein gutes Glossar und ein ausführliches Nachwort zum historischen Hintergrund verstärken meinen positiven Eindruck noch. Mir hat "Die Alchemie der Nacht" sehr gefallen, danke für die schöne Geschichte, die ich gerne weiter empfehlen werde.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    Sternenstaubfee

    28. June 2012 um 18:55

    18. Jahrhundert: Christoph Hufeland studiert in Jena Medizin. Eines Tages wird er Zeuge, wie seine Kommilitonen Carl und Albert sich auf offener Straße duellieren. Der Kampf endet damit, dass Carl Albert schließlich hinterrücks ermordet. Christoph macht sich Gedanken; irgendetwas an diesem Duell kommt ihm seltsam vor. Als Christoph und sein Freund Johann schließlich Alberts Grab öffnen um sich zu vergewissern, dass Albert wirklich tot und nicht nur scheintot ist, erleben die beiden eine Überraschung. Zur gleichen Zeit soll Alberts Schwester Helene mit dem Medizinalrat Meschkat verheiratet werden. Sie aber ekelt sich vor diesem Mann und beschliesst, nach Jena zu ihrem Bruder zu fliehen und so der Heirat zu entgehen. Sie hat keine Ahnung, dass Albert tot ist. Und dann ist da noch Samuel Hahnemann, ebenfalls ein Mediziner, der verzweifelt gegen Krankheiten und gegen manche Uneinsicht der Menschen um ihn herum kämpft. * Meine Meinung * Mit diesem Buch ist der Autorin Heike Koschyk ein einzigartiges Werk gelungen! Sie versteht es wirklich, historische Fakten mit fiktiven Begebenheiten meisterhaft zu verbinden! Das Buch ist für mich eine gute Mischung aus Historischem Roman, Krimi und Geschichtsbuch. Die Figuren sind sehr schön herausgearbeitet, so dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Auch entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte weiter, da die Handlung sich über mehrere Jahre hinzieht. Durch die verschiedenen Handlungsstränge, die sich später alle miteinander verbinden, bleibt das Buch immer spannend und ist an keiner Stelle langweilig. Es tauchen immer wieder neue interessante Daten und Begebenheiten auf. Für mich waren besonders die Beschreibungen der damaligen Lebensumstände äußerst spannend zu lesen. Auch die Aufklärung und Umstände rund um den „Mord“ an Albert waren fesselnd und interessant. Sehr gut gefallen hat mir dann noch der ausführliche Anhang, der das Buch auf wunderbare Weise abrundet! Für mich ein glattes „Fünf-Sterne-Buch“, das ich mit Freude gelesen habe und auch jederzeit weiterempfehlen kann!

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  • Leserunde zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    Heike_Koschyk

    Wer hat Lust, mir auf eine Reise ins 18. Jahrhundert zu folgen? In eine Zeit, in der Aberglaube und Alchemie dasselbe zu sein schienen, bis ein Medizinstudent mit wissenschaftlichen Forschungen Licht ins Dunkel brachte und Hahnemann seine Homöopathie ersann. Eine Zeit, in der man Wahnsinnige in Ketten hielt, Experimente auch an Menschen durchführte und wahre Liebe gesellschaftlichen Konventionen opferte. Die Leserunde startet am 10. Dezember. Der Aufbau-Verlag hat freundlicherweise einige Freiexemplare zur Verfügung stellt. Diese werden unter denjenigen verlost, die sich bis zum 7. Dezember (12 Uhr mittags) anmelden. Mehr Infos zur Autorin: www.heike-koschyk.de Der Trailer zum Buch: https://www.youtube.com/watch?v=GzS1oIHAYMI Die Buchpremiere wurde am 27. Oktober von LovelyBooks live übertragen: http://www.lovelybooks.de/lesung/heike-koschyk/ Ich freue mich sehr auf Euch und hoffe auf rege Beteiligung! Zum Klappentext: Jena, 1780: Der junge Medizinstudent Christoph Wilhelm Hufeland wird Zeuge, wie ein Kommilitone von einem Degenstoß niedergestreckt wird. Als die Leiche unter mysteriösen Umständen spurlos verschwindet, versucht er gemeinsam mit Helene, der Schwester des Toten, dieses Rätsel zu ergründen. Sie kommen einer blutigen Verschwörung auf die Spur – es geht um ein allmächtiges Heilmittel, skrupellose Menschenversuche an jungen Mädchen und die düsteren Machenschaften einer Freimaurerloge. Begleitet von Samuel Hahnemann, der seine Heilkunst der Homöopathie erst vollendet sieht, wenn er Gewissheit über eine letzte Frage gewinnt, begeben sie sich auf die Fährte einer geheimnisvollen Rezeptur, die ewiges Leben verheißt.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    Themistokeles

    08. February 2012 um 08:44

    Die Homöopathie hat in den letzte Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, denn viele Menschen suchen Heilung und Wege abseits der Schulmedizin und ihrer oft chemischen Mittel. Wie die Wirkung der homöopathischen Mittel jedoch entdeckt wurden und wie wir die Möglichkeit erhalten konnten dieses Wissen zu nutzen, weiß kaum jemand. Mit "Die Alchemie der Nacht" erzählt Heike Koschyk spannend und historisch fundiert, wenn auch durch fiktive Parts, nicht historisch ganz genau, die Entdeckung und Entwicklung der Homöopathie. Das Wunderbare an dem Roman sind neben den historischen und medizinischen Passagen, die dem Leser sehr viel interessantes und neues Wissen vermitteln können, die spannende Kriminalgeschichte rund um den Mord, der zu Anfang des Romans stattfindet und inmitten der Geschichte angesiedelt ist und alle anderen Geschehnisse wie ein roter Faden verbindet, der dafür Sorge trägt, dass alles so kommen konnte, wie es letztendlich der Fall war. Spannend wird erzählt, wie die Mediziner Hahnemann und Hufeland, der während des Mordes an einem Studenten in Jena, ebenfalls dort studiert, sich als Folge dieser Geschehnisse kennenlernen und zusammen große Fortschritte in der Medizin und der Entwicklung der Homöopathie machten. Zudem lernt man auch die historische Bedeutung und das Auftreten der Freimaurerlogen und vor allem der Macht dieser zu jener Zeit kennen. Neben diesen vielen historischen Begebenheiten und den medizinischen Fakten, kommen jedoch auch sowohl die Charaktere in ihrer Darstellung und Entwicklung, wie auch die Spannung und die leichte Romantik nicht zu kurz. Allein durch ihren historischen Hintergrund haben viele der Charakter schon eine entsprechende Tiefe, jedoch gelingt es Heike Koschyk noch den Charakteren richtig Leben einzuflößen und auch die nicht historischen Fakten, sondern ihrer Phantasie entsprungenen Begebenheiten glaubhaft zu integrieren und auch die Gefühle so an den Leser zu bringen, dass man selbst diese Emotionen mitfühlen kann. Insgesamt ist zu diesem Roman zu sagen, dass er fast schon zu facettenreich ist, um ihm in eine Beschreibung wirklich gerecht zu werden, ohne nicht zu viel von der Geschichte vorwegzunehmen. Jedoch ist das Buch einfach richtig gut und vermittelt dabei spannend und interessant medizinisches Wissen, wie auch eine richtig gute Geschichte.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    Arwen10

    05. February 2012 um 09:20

    Deutschland um 1780, in Jena gibt es neben den Studenten zahlreiche geheime Vereinigungen, in denen geforscht wird aber auch Versuche gemacht werden, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Albert Steinhäuser wird eines Tages auf offener Strasse erstochen, Christoph Hufeland, der Zeuge war, ist geschock. In der Klinik tauchen auf einmal zahlreiche uneheliche Mütter auf und unliebsame Zeugen werden ermordet. Helene, Albert Steinhäusers Schwester, die zwangsverheiratet werden soll, flieht und macht sich auf den Weg nach Jena zu ihrem Bruder. Ein sehr spannender Auftakt für einen wunderbaren Roman. Von Anfang bis Ende war ich von diesem Buch gefesselt. Es ist spannend, interessant und nie langweilig. Die Hauptpersonen Helene Steinhäuser und Christoph Hufeland habe ich schnell ins Herz geschlossen. Über mehrere Jahre hinweg nimmt man an ihrem Leben teil und sieht wie groß der Einfluss der Geschehnisse von Jena ist und wohin sich die Geschichte der Medizin entwickelt. Nebenbei erfährt man manches über die Anfänge der Homöopathie, als Samuel Hahnemann die ersten Mittel an Menschen probiert, die er zuvor an sich selbst versucht hat. Im Laufe des Buches stellt sich herraus, das manches anders ist als gedacht und wieder mal bin ich froh, diese Dinge nicht selbst erlebt zu haben. Schlimm zu erfahren, dass manche Versuche, die im Buch beschrieben werden , noch heute in bestimmten Kreisen üblich sind. Abgerundet wird das Buch durch eine Karte, ein Glossar und Infos zu Samuel Hahnemann und den Anfängen der Homöopathie. Ein sehr gelungener historischer Roman, den ich nur empfehlen kann. Ich gespannt auf kommende Romane der Autorin, die ich auf jeden Fall auch lesen werde.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    Lene1277

    29. January 2012 um 11:27

    Ich war sehr gespannt auf den Roman und ich bin nicht enttäuscht worden. Die Geschichte beginnt im Jahre 1780 in Jena - man lernt als Leser den jungen Hufeland kennen, der dort gewissenhaft sein Medizinstudium durchführen möchte. Obwohl er eigentlich ja vor hat, sich ausschließlich um seine Studien zu kümmern, wird er immer öfters von seinem Kommolitonen Johann Vogt abends mitgenommen, um einen weiteren Aspekt des Jenaer Studentenlebens kennzulernen: Feiern gehen, Trinken und Mädels. An einem dieser Abends werden sie dann Zeuge eines mysteriösen Zwischenfalls in dem ein Student getötet wird. Unfreiwilig gerät Hufeland nun in den Dunstkreis eines geheimen Orden und muss nun selbst um sein Leben fürchten. Zur gleichen Zeit versucht Helene, die Schwester des Toten, nach Jena zu reisen, um dort bei Ihrem Bruder Zuflucht zu finden. Das dieser nicht mehr am Leben ist, ahnt sie nicht. Sie hält nur einen Brief in der Hand, der an ihren Vater adressiert ist, und in dem Albert von Angst spricht und nach Geld fragt, um nach Hause zu kommen. Jahre später treffen sich Hufeland, Helene und auch Samuel Hahnemann. Zusammen kommen Sie dem Geheimnis des Ordens auf die Spur. Gibt es wirklich da wirklich eine Rezptur für eine allheilende Arznei? Was mich fasziniert hat an dem Buch war einmal die Schilderung der geheimen Orden und den ganzen Verbindungen der damaligen Studenten. Auch die medizinischen Anfänge und all die verschiedenen Aspekte, die es damals noch gab -z.Bsp. in Verbindung mit dem Aberglauben, der in der Bevölkerung noch vorherrschte: die Szene, in der Hahnemann der Teufelei von einem Pfarrer bezichtig wird, da er an seiner Haushälterin eine alternative Heilmethode anwendet, um diese von ihren Schmerzen zu befreien. Was man nicht erklären konnte, wurde doch ganz oft noch mit dem Teufel in Verbindung gebracht. Umso erstaunlicher war es doch, dass es so viele Menschen in der Zeit gab, die vom Forschergeist getrieben, versucht haben, Licht ins Dunkel zu bringen. Trotz aller Wiedrigkeiten. Ich finde, das kommt in dem Roman recht gut rüber. Auf meinem Cover steht noch: Ein Roman über die Anfänge der Homöopathie. Und das ist er auch - neben der Hauptgeschichte um Hufeland, Albert Steinhäuser, Johann Vogt und Helene geht es auch um die verschiedenen Ansichten, die man heute noch findet in der Schulmedizin und der Homöopathie. Auch wenn ich in dem Gebiet absoluter Laie bin, konnte ich den Ausführungen doch gut folgen. Im Großen und Ganzen ist es auf alle Fälle ein guter historischer Roman, der neben geheimen Orden, Verschwörungen und Medizin auch eine Liebesgeschichte beinhaltet. Diese macht die Handlung umso interessanter. Die Autorin gibt am Ende des Buchs noch eine Erklärung zu den historischen Personen, was ich total spannend fand. Man lernt so beim Lesen noch was über die Geschichte der Homöopathie. Ich finde, man merkt dass die Autorin selbst als Heilpraktikerin arbeitet. Auf alle Fälle ein sehr guter historischer Roman!

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    nirak03

    15. January 2012 um 17:13

    Für mich war „Die Alchemie der Nacht“ der erste Roman den ich von Heike Koschyk gelesen habe und er hat mir gut gefallen. Die Autorin erzählt von den Anfängen der Homöopathie, von einer Verschwörung und einer Liebesgeschichte. Es beginnt im Jahre 1780 und endet im Juli 1831. Die fiktive Helene Steinhäuser begegnet dem Medizinstudent Christoph Wilhelm Hufeland kurz nach dem Tod ihres Bruders. Es kommt zu einer kurzen Begegnung, erst Jahre später begegnen sie sich wieder und lernen sich kennen. Der Leser begleitet Helene durch ihr Leben. Der bildhafte Sprachstil der Autorin gibt ihren Charakteren die Lebendigkeit und Tiefe, die es dem Leser ermöglichen in dieser Geschichte abzutauchen. So entstand schnell ein Bild der damaligen Zeit vor meinen Augen und ich konnte Helene, Hufeland und Hahnemann deutlich sehen und spüren. Aber nicht nur medizinisches wird hier erzählt, auch gibt es einen guten Krimi. Der Tod von Albert Steinhäuser, Helenes Bruder, muss aufgeklärt werden. Heike Koschyk hat diese Krimielemente logisch und spannend aufgebaut, so das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und immer weiter lesen musste um herauszufinden, wer mit wem und warum. Die einzelnen Handlungstränge und Abläufe sind wunderbar aufeinander abgestimmt und finden am Schluss zusammen. So erfährt man auch einiges über die Forschungen des Christoph Wilhelm Hufeland. Ebenso wie über die ersten Versuche in der Homöopathie die Samuel Hahnemann betrieb und verbreitete. Diese Ausflüge in die Wissenschaft haben mir gut gefallen. Ebenfalls gut gefallen hat mir hier, dass es am Ende ein ausführliches Nachwort gibt in dem die Autorin noch einmal Fiktion und Wahrheit von einander trennt. Auch gewährt sie noch einen zusätzlichen Einblick in die Anfänge der Homöopathie. Ein Glossar der fremden Begriffe ist genauso vorhanden wie ein kleiner Stadtplan Jenas. Ich liebe solches Zusatzmaterial einfach in historischen Romanen. Hier gab es einiges zu entdecken und auch ein wenig zu lernen. Mein Fazit: „Die Alchemie der Nacht“ ist ein hervorragend recherchierter historischer Roman, der eingebettet ist in eine fiktive Mordgeschichte. Er erzählt nicht nur das Leben des Christoph Hufeland sondern eben auch von den Anfängen der Homöopathie. Auch Samuel Hahnemann der einiges erforscht hat, hat seinen Platz in diesem Buch gefunden. Gerade weil so viele Tatsachen hier erzählt werden macht es diese Geschichte so glaubhaft. Ob es sich wirklich so zugetragen hat wie die Autorin Heike Koschyk es erzählt kann ich natürlich nicht sagen aber für mich war es einfach glaubhaft und es könnte durchaus so gewesen sein. Mir hat es gut gefallen und ich hatte einige sehr spannende Lesestunden.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    allegra

    11. January 2012 um 15:31

    Heike Koschyk hat es geschafft, mich mit diesem Roman zu verzaubern. Ich habe während der Lektüre des Buches geistig im Jena und in anderen deutschen Städten zur Zeit der Aufklärung geweilt. Es fiel mir sehr leicht, mich mit der fiktiven Hauptperson, der Apothekertochter Helene Steinhäuser, die an der Seite ihres Ehemannes des Mediziners Johann Vogt Umwälzungen in der Medizingeschichte miterlebt hat. Der größte Teil des Buches spielt in Jena. Das Leben im Umfeld der Universität ist geprägt von zahlreichen Studentenverbindungen, Landsmannschaften und Logen, die teilweise geprägt waren von mystischen Praktiken und gefährlichen Experimenten. Vor der Aufklärung waren die Menschen zum großen Teil sehr abergläubig. Die medizinische Forschung sah sich vielen Vorurteilen gegenüber und führte einen dauernden Kampf gegen Quacksalberei und Scharlatanerie. Im Roman begegnen wir zahlreichen historischen Persönlichkeiten, unter anderem dem Arzt und Professor Christoph Wilhelm Hufeland sowie Samuel Hahnemann, der als Gründer der Homöopathie in die Medizingeschichte eingegangen ist. Sehr subtil und unaufdringlich erfährt man die Entstehungsgeschichte dieser Lehre, die auf der Idee basiert, dass gleiches mit gleichem behandelt wird. Neben den Theorien der Alchemie, vielen anschaulichen Beschreibungen des Apothekerhandwerks und den hygienischen Zuständen erfährt man auch ganz anschaulich, wie man mit Geisteskranken umgegangen ist. Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift jeweils den Schauplatz und das Jahr, was zur Orientierung in der Geschichte sehr hilfreich is. Die Beschreibungen der Orte und Personen empfinde ich als sehr gelungen. Die Autorin hat stellenweise eine schaurige, unheimliche Spannung geschaffen. Sie schafft es dabei durchweg wissenschaftlich und sachlich zu bleiben und kommt gänzlich ohne „Mystery-Elemente“ aus, wie man es im Moment leider immer häufiger auch in historischen Romanen findet. Vorne im Buch ist ein historischer Stadtplan abgedruckt, hinten befinden sich ein Glossar, interessante zeitgeschichtliche Informationen zu einigen historischen Persönlichkeiten und ein kurzer Abriss über die Anfänge der Homöopathie. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es war nicht immer einfach zu lesen. Ich musste sowohl den Inhalten als auch dem geschichtlichen Kontext einiges an Aufmerksamkeit schenken. Es ist eindeutig kein schnelles Buch für zwischendurch, aber wenn man sich darauf einlässt, kann man sich damit wunderbar auf eine Zeitreise begeben durch ein Zeitalter, dass unsere heutige Kultur in allen Bereichen prägt. Ich vergebe diesem Buch volle 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    dorli

    01. January 2012 um 13:32

    Jena 1780. Christoph Wilhelm Hufeland ist Medizinstudent und muss eines Abends mit ansehen, wie sein Kommilitone Albert Steinhäuser hinterrücks niedergestochen wird. Die Leiche verschwindet auf rätselhafte Weise. Hufeland macht sich auf die Suche – nach dem Toten und nach der Wahrheit. Begleitet wird er dabei von Helene, einer unerschrockenen Apothekerstochter aus Königsberg und Schwester von Albert sowie von dem Arzt Samuel Hahnemann. Bei ihren Ermittlungen geraten die drei in das Räderwerk einer geheimnisvollen Verbindung, deren Ziel ein Rezept für das ewige Leben ist. Schon nach den ersten Seiten hatte mich das 18. Jahrhundert fest im Griff. Mit einer der damaligen Zeit angepassten flüssig zu lesenden Sprache erzählt Heike Koschyk von dem Werdegang zweier Wissenschaftler, deren Lebenslauf sie in eine fesselnde Krimihandlung gehüllt hat. Im Verlauf der Geschichte wird gezeigt, wie schwer es diese beiden Wegbereiter der Medizin hatten, ihre Ideen und die Erkenntnisse aus ihren Forschungen umzusetzen und wie schmal der Grat zwischen Scharlatanerie und Wissenschaft war. Die Lebenswege der historischen und fiktiven Personen werden glaubhaft miteinander verknüpft, dabei bilden die historischen Fakten rund um das Leben von Hufeland und Hahnemann das Gerüst des Romans, alle anderen Erlebnisse und Handlungen werden gekonnt damit verflochten. Besonders angetan hat es mir die wundervolle Atmosphäre, die zu jeder Zeit und an jedem Ort in dieser Geschichte herrscht. Ob es um das fröhliche Studentenleben in Jena geht, um die unterschiedlichen gesellschaftlichen Erfahrungen, die Helene auf ihrem Weg nach Jena in Berlin macht oder um die düsteren Orte, an denen die zwielichtigen Gestalten ihre Treffen abhalten. Immer hatte ich das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Ein spannender Krimi mit sehr interessanten Einblicken in die Historie der Medizin, hervorragend recherchiert und ausdrucksvoll erzählt.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    Ellen07

    29. December 2011 um 18:51

    "Die Alchemie der Nacht" war mein erster Roman von der Autorin Heike Koschyk und wird nachdem mich das Gesamtkonzept dieses Buches sehr begeistern konnte, sicherlich nicht das letzte Buch sein, welches ich von der Autorin lesen werde. Dazu trug nicht zuletzt der flüssige, bildgewaltige Schreibstil und die mit zunehmender Seitenzahl steigende Spannung in diesem Roman bei. Schon der erste Eindruck, wenn man das Buch in den Händen hält, vermittelt einen kleinen Einblick in welcher Epoche dieses Buch spielen wird. Der rote samtige Vorhang und die Hand eines Menschen lassen erahnen mit welchen Berufsgruppen man hier die Bekanntschaft machen wird. Die Handlung selbst spielt in verschiedenen Städten bzw. an verschiedenen Schauplätzen am Ende des 18. Jahrhunderts. Dazu gehören Jena, Königsberg, Hettstedt, Berlin, Georgenthal, Leipzig und Stötteritz. Man begibt sich regelrecht auf eine Zeitreise, wobei Jena den Haupthandlungsort in diesem Roman darstellt. Man erhält als Leser einen sehr schönen Einblick in das Leben und Wirken der historischen Charaktere Christoph Hufeland und Samuel Hahnemann. Daneben gibt es noch die fiktive Romanfigur Helene Steinhäuser, die nicht minder zu überzeugen weiß. Darüber hinaus vermittelt die Autorin Heike Koschyk auch einen Einblick in den von Aberglauben, Quaksalbern, mangelnder Hygiene und Krankheiten, geprägten harten Alltag der Menschen dieser Zeit. Durch ihre detailiiert liebevollen Beschreibungen der herrschenden Atmosphäre in der Zeit gelang es der Autorin mich nahezu wirklich in die Zeit dieses Buches zu versetzen. Ich hatte zum Teil das Gefühl mit Hufeland gemeinsam über den Marktplatz zu laufen und die Dinge mit seinen Augen und Ohren wahrzunehmen und Hahnemann während seiner Studien über die Schulter zu schauen. Der Roman fesselte mich auf bemerkenswerte Art fast von der ersten Seite an bis zum Schluß. Dies begann mit einem an Übermaß an Spannung erzeugenden Prolog, dessen undurchsichtige Ereignisse sich erst im Lauf des Buches immer weiter enträtseln lassen. Dieses Buch bietet jedoch viel mehr als das, es geht hier auch um die Suche nach einem allmächtigen Heilmittel, welches ewiges Leben verheißt. Hier spielen die Machenschaften einer Freimaurerloge, die auch vor Menschenversuchen nicht zurückschrecken eine bedeutende Rolle. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert. Es besteht aus mehreren Handlungssträngen, die gekonnt miteinander verknüpft wurden, ohne dabei hemmend auf den Lesefluss zu wirken. Die Handlung hat einen durchgehenden roten Faden und am Ende blieben für mich keine Fragen offen. Im Anhang befindet sich unter anderem eine Anmerkung der Autorin zur Handlung, eine Gegenüberstellung von Realität vs. Fiktion, in Bezug auf Christian Hufeland, Samuel Hahnemann und Friedrich von Johnssen, ein umfangreiches Glossar und zuletzt beschäftigt sich die Autorin mit der Fragestellung, ob Hahnemann ein Alchemist war. Das Buch läßt sich durch sein flexibles Cover, gut in der Hand halten. Von mir bekommt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung und ich freue mich jetzt schon auf das neueste Werk von Heike Koschyk!

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    PMelittaM

    29. December 2011 um 14:33

    Der Medizinstudent Christoph Wilhelm Hufeland bekommt es 1780 in Jena mit einem ungewöhnlichen Todesfall zu tun. Vor seinen Augen wird der Student Albert Steinhäuser bei einem Duell tödlich verletzt. Da Hufeland befürchtet, Albert könnte lebendig begraben worden sein, öffnet er dessen Grab und macht eine schreckliche Entdeckung. Dadurch gerät er nun selbst in Gefahr. Auch Alberts Schwester Helene, die ihren Bruder in Jena aufsuchen möchte, gerät in den Strudel der Ereignisse und in die Fänge einer mörderischen Studentenverbindung. Der Dritte im Bunde ist schließlich der Arzt Samuel Hahnemann, der die Medizin verbessern möchte und der sich als große Hilfe sowohl für Hufeland als auch für Helene erweist. Das Buch spielt in der Zeit der Aufklärung, es ist die Zeit Goethes und Schillers, Kants und Herders, eine Zeit, in der sich das Denken änderte, nicht nur, aber auch in der Medizin, weg vom Aberglauben, hin zu mehr wissenschaftlichem Denken, aber auch zu mehr humanistischem Gedankengut. Diesen Umbruch spürt man im Buch sehr gut, auch wegen Heike Koschyks wunderbarer bildhafter Sprache, die ebenso das Leben in Jena, Weimar, Königsberg und all den anderen Städten, in die der Roman uns führt, sehr gut einfängt. Das macht das Buch zu einem echten Genuss. Man erfährt einiges über die Geschichte der Medizin. Sowohl Hufeland als auch Hahnemann sind historische Persönlichkeiten und haben der Medizin ihren Stempel aufgedrückt. Man erfährt auch einiges über das Studentenleben dieser Zeit, vor allem auch über studentische Verbindungen. Die Charaktere sind sehr facettenreich beschrieben, ich mag das, wenn ich mich auch in die Gedankenwelt der Protagonisten hineinversetzen kann. Wir treffen hier auch einige interessante Gestalten, die uns manchmal nur ein kurzes Stück des Weges begleiten, sich aber tief einprägen. Nicht alle sind sympathisch, aber alle bemerkenswert. Die Handlung des Romans reicht über mehrere Jahre hinweg, führt schließlich alle Fäden gekonnt zusammen und bietet ein furioses Finale. Ganz besonders herauszuheben ist der Anhang, in dem man erfährt, wie viel historische Realität in dem Buch steckt, außerdem gibt es noch eine gesonderte Abhandlung über Hahnemann, der der Begründer der Homöopathie war. Alles in allem ist das Buch sehr empfehlenswert, wer gerne historische Romane liest, wer sich für die Geschichte der Medizin interessiert, wer einfach nur ein tolles Buch lesen möchte, ist hier richtig.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2011 um 20:35

    Christoph Hufeland, ein junger aber ehrgeiziger und aufgeschlossener Medizinstudent, wird in Jena Zeuge eines Mordes an einem seiner Kommilitonen. Die Umstände des Mordes kommen ihm gleich seltsam vor und seine Vermutung bewahrheitet sich: Die Leiche verschwindet unter mysteriösen Umständen und er befindet sich mitten in einem Netz aus Verschwörungen und blutigen Ritualen, die alle auf eine Freimaurerloge zurück zuführen sind. Hals über Kopf flieht er zu seiner Familie um sein Studium dort in Sicherheit vor der Bedrohung seines Lebens, der er sich ausgesetzt sieht, zu beenden. Zeitgleich erreicht die Schwester des Verschwundenen Jena und stößt ebenfalls auf die Machenschaften der Freimaurerloge. Jahre später treffen beide aufeinander und versuchen die Vorkommnisse zu klären. Alles scheint sich um ein allmächtiges Heilmittel, Menschenversuche an jungen Mädchen und veraltete Rituale zu drehen. Begleitet von Samuel Hahnemann, einem Arzt, der für die damalige Zeit zu moderne Praktiken vertritt und dafür oft geschmäht wird, begeben sie sich auf die Fährte einer geheimnisvollen Rezeptur, die ewiges Leben verheißt. * Auf dem Buchrücken heißt es: "Ein spannender historischer Roman zwischen Mystik und Wissenschaft, Liebe und Wahnsinn." Wow, was für eine Konstellation, dachte ich mir, als ich den Roman zum ersten Mal in meinen Händen hielt und diese Worte las. Doch meist steckt hinter großen Worten, die auf Buchrücken gedruckt werden, nichts als heiße Luft! Daher ging ich nicht mit der Erwartung an den Roman heran, dass diese großen Worte tatsächlich in die Realität umgesetzt werden würden. Weit gefehlt! Hätte ich den Worten auf dem Buchrücken Glauben geschenkt, so wäre ich vielleicht nicht ganz so atemlos durch den Roman gehetzt, denn ich wäre auf das Ausmaß des Wahnsinns, der von dem Roman ausgeht gefasst gewesen. So muss ich allerdings sagen, dass ich ihn absolut sprachlos zugeklappt habe und mich tatsächlich fragen musste, ob ich jemals einen vergleichbar guten historischen Roman gelesen habe. Die Antwort ist vermutlich: NEIN! * Heike Koschyks Schreibstil ist unvergleichlich. Zum einen wirkt er der damaligen Zeit durchaus angepasst und daher ein wenig altertümlich, dennoch ist er unglaublich leicht lesbar und verständlich. Sie versteht es, so fesselnd zu schreiben, dass man den Roman kaum aus den Händen legen kann. Die Spannungskurve steigt tatsächlich exponentiell an und der Roman endet mit einem gewaltigen Knall, den so vermutlich niemand erwartet hätte. Dennoch wirkt der Schluss keines Falls weit hergeholt, sondern durchaus authentisch. Diese Authentizität erhält Frau Koschyk bis zum Ende aufrecht, indem sie ihre Charaktere realistisch und bedacht handeln lässt. Zu keinem Zeitpunkt fällen diese irgendwelche undurchdachten oder naiven Entschlüsse, die sie ins Verderben stürzen könnten. Das ist es auch, was mich an den einzelnen Charakteren so fasziniert hat. Sie bleiben durchweg authentisch und sind vor allem alle sehr tiefgründig gezeichnet. Selbst eher unwichtige Nebenrollen haben einen ganz eigenen Charaktere und werden gut beleuchtet, sodass sie nicht seicht und gänzlich unwichtig erscheinen. * Mir ist während des Lesens besonders aufgefallen, wie leicht es mir viel, mit der Geschichte mitzuhalten und mir die einzelnen Szenen bildlich vorzustellen. Das ist für mich immer sehr wichtig, da ich sonst rasch mit meinen Gedanken abschweife, wenn mich der Roman nicht zu fesseln vermag. Allerdings hat mich "Die Alchemie der Nacht" regelrecht in seinen Bann gezogen. * Ebenfalls richtig gut gelungen finde ich die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge. Am Anfang weiß man noch nicht so genau, wie das alles zusammenhängen soll und wie sich die Geschichte wohl weiter entwickeln wird. Doch rasch verweben sich einzelne Stränge miteinander, bis letztendlich alle Handlungsstränge zu einem großen Ganzen zusammenlaufen und man schließlich begreift, wie alles zusammenhängt. * Besonders Eindrucksvoll ist allerdings die Schilderung der damaligen Verhältnisse und Weltanschauungen. Das ist es im Besonderen, was mich an historischen Romanen reizt. In diesem Roman lernt man erstaunlich viel über die Ärzte der damaligen Zeit und wie unterschiedlich diese doch waren. Da gab es die "Quacksalber" die jede Erkrankung auf einem Wurmbefall zurückführten und den Patienten die Haare abschnitten um die Auswüchse der Würmer abzutöten. Und dann gab es noch Ärzte wie Hahnemann, die nicht jede unerklärliche Heilung auf ein Wunder zurückführten, sondern rational dachten und nur wirklich erprobte und wirksame Heilmethoden praktizierten. Erstaunlich, dass ausgerechnet diese Ärzte geschmäht wurden... * Abschließend möchte ich euch einfach nur mitgeben, dass dies der bisher beste historische Roman ist, den ich gelesen habe. Er hält tatsächlich alles, was er verspricht, auch wenn das eine ganze Menge ist. Mir persönlich hat die ganz eigene Note des Wahnsinns, die Heike Koschyk in den Roman mit eingebracht hat, zusammen mit den Schilderungen der damaligen Zeit am besten gefallen. Da ist es nur logisch, dass ich diesem Roman gerne 5 Sterne geben möchte. Ich kann ihn wirklich jedem Fan historischer Romane empfehlen, der beim Lesen eines Buch auf absolut nichts verzichten will. Denn "Die Alchemie der Nacht" beinhaltet alles: Spannung, Liebe, Mystik, blutige und grausame Szenen und Rituale, lehrreiche und gut recherchierte historische und wissenschaftliche Fakten und eine Prise Wahnsinn, der man sich als Leser einfach nicht entziehen kann!

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Nacht" von Heike Koschyk

    Die Alchemie der Nacht

    ginnykatze

    27. December 2011 um 20:07

    Mit Leib und Leben, Gut und Blut !! Zum Inhalt: Im Jahre 1780 ist das Medizinwissen noch nicht so weit fortgeschritten wie heute. Aber eins war schon immer das größte Ziel der Ärzte: Das Leben zu verlängern. Als Albert Steinhäuser die Rezeptur des Lebenselixiers entschlüsselt hat, wird er verfolgt und überfallen. Bei dem Degenduell wird er tödlich verletzt. Christoph Hufeland, ein Kommilitone und Freund, der zufällig Zeuge dieses Vorfalls wird, kann Albert aber nicht zu Hilfe eilen. Er hat Angst, und die ist berechtigt; denn in der Stadt Jena ist nicht nur alles eitel Sonnenschein. Nein eine Loge ist dort im Untergrund tätig, die es auf genau diese Rezeptur abgesehen hat. Sie will unbedingt herausfinden, wie man Leben verlängern kann. Junge Mädchen werden hier zu Versuchskaninchen. Hier wird geforscht und im Namen der Medizin getötet. Schreckliche Dinge passieren hier in dunklen Verließen. Der Mediziner Samuel Hahnemann ist da ganz anders, er versucht die Medizin mit anderen Mitteln zu unterstützen. Er forscht und probiert und fühlt sich zur Homöopathie hingezogen. Leider stößt er dabei recht häufig auf Ablehnung. Auch als er erfolgreich einen geistig verwirrten Patienten behandelt und es publiziert, mag ihm so recht Niemand Glauben schenken. Aber Samuel bleibt sich treu und arbeitet weiter an seinen Forschungen und dies sehr erfolgreich. Helene Steinhäuser, die Schwester von Albert reist ihrem Bruder nach Jena nach und erfährt dann, dass ihr Bruder tot ist. Sie freundet sich mit Johann Vogt an, den sie später dann auch heiratet. Diese drei Personen sind die Hauptcharaktere in diesem Buch. Wir erfahren viel über ihr Leben, ihre Eigenarten und ihre Arbeit. Auch die historischen Begebenheiten sind hier sehr deutlich erzählt und spannend geschildert. Lest das Buch und lasst Euch sogleich in seinen Bann ziehen. Fazit: Die Alchemie der Nacht hat mich sofort begeistert. Von der ersten Seite an hat Heike Koschyk hier eine historische Geschichte geschrieben, die man nur schwer aus der Hand legen kann. Ich war von Anfang an in diesem Buch gefangen. Ich konnte mich wirklich in diese Zeit hineinversetzen, denn die Beschreibungen der historischen Begebenheiten waren absolut gut recherchiert. Die Hauptcharaktere waren toll beschrieben und mit Lebendigkeit ausgefüllt. Auch die anderen Personen waren gut und liebevoll gezeichnet. Ich hatte sofort ein Gefühl für jede Figur aus dem Buch und konnte mich deshalb sehr gut mit ihr identifizieren. Außerdem hat dieses Buch alles, was ein gutes Buch so braucht. Spannung, Liebe, Mord, Verrat, Intrigen und Lüge. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil eben nicht nur einseitig über historische Ereignisse berichtet wird, sondern auch eine interessante Wendung der Nächsten folgt. Hier gibt es von mir volle fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Aber Vorsicht, einmal angefangen kann man mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Bedanken möchte ich mich hier noch einmal bei Lovelybooks für das Gewinnspiel, bei dem Verlag und natürlich bei der Autorin selbst, die die Leserunde hier begleitete. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, dieses tolle Buch zu lesen.

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