Heike Koschyk Pergamentum

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Inhaltsangabe zu „Pergamentum“ von Heike Koschyk

Im Auftrag der Prophetin „Die Elemente treten an, die Welt zu vernichten, wenn die Menschheit sich nicht gegen den Einen stellt, der das Verderben bringt.“ Das Kloster Eibingen, in dem einst Hildegard von Bingen wirkte: Im Skriptorium wird ein Mönch ermordet aufgefunden, in der Hand ein rätselhaftes Pergament. Elysa, eine junge Adelige, wird als Novizin in das Kloster geschleust, um den Mörder zu finden. Mit der Entschlüsselung des Pergaments kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das nicht nur den Ruf der seligen Prophetin erschüttern könnte, sondern die gesamte christliche Welt … Ein opulenter, spannender Roman um die Lingua Ignota, die geheime Sprache der Hildegard von Bingen An einem stürmischen Abend im Jahr 1188 klopft ein Mönch an die Pforte des Nonnenkloster Eibingen. Seine Haare sind schneeweiß, Augenbrauen und Wimpern fehlen, das Gesicht ist fratzenhaft verzerrt. Die Nonnen glauben, der Antichrist sei gekommen. Doch es ist Bruder Adalbert vom Kloster Zwiefalten, früher gern gesehener Gast bei der legendären Hildegard von Bingen. Am nächsten Morgen liegt der Mönch tot im Skriptorium, in der Hand ein rätselhaftes Pergament. Kurz darauf stirbt eine Nonne, und ein Brand zerstört das Dach der Klosterkirche. Im Auftrag der erzbischöflichen Kanzlei soll die Adelige Elysa die mysteriösen Vorfälle als zukünftige Novizin aufklären. Einziger Hinweis ist das Pergament, auf dem Worte in der Geheimsprache Hildegards verborgen sind. Bald ahnt Elysa, dass es nicht nur um einen Kampf zwischen Gut und Böse geht, sondern um das Überleben der gesamten christlichen Welt. Doch es bleiben ihr nur vier Tage, die Botschaft der Prophetin zu entschlüsseln und den teuflischen Feind zu enttarnen.

Interessanter Roman mit vielen Infos über die damalige Zeit und Hildegard von Bingen, jedoch fehlt es an tiefergehenden Charakterzeichnungen

— PMelittaM
PMelittaM

Ich auch ;-)))

— Binea_Literatwo
Binea_Literatwo

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    Pergamentum
    PMelittaM

    PMelittaM

    01. March 2014 um 15:53

    1188: Im, von Hildegard von Bingen gegründeten, Kloster Eibingen stirbt ein Mönch unter merkwürdigen Umständen. Hat der Teufel seine Hand im Spiel? Elysa von Bergheim, eine Adelige, verbringt, auf dem Weg zur Familienburg, ein paar Nächte in diesem Kloster und versucht das Rätsel zu lösen, während gleichzeitig der Mainzer Domherr Clemens von Hagen außerhalb der Klostermauern eine Antwort finden will. Dass die Auflösung viel tiefer geht, als zunächst vermutet, hätte wohl niemand erwartet. Heike Koschyk hat bereits eine Biografie über Hildegard von Bingen geschrieben und ihre Rechercheergebnisse diekt auch noch für dieses Buch genutzt. Schon allein deshalb liegt hier ein sehr gut recherchierter historischer Roman vor, der die Leserschaft nicht nur in das Klosterleben der damaligen Zeit Einblick gewährt sondern auch die Heilige selbst näher bringt, obwohl diese zur Zeit des Romans schon einige Jahre tot ist. Vieles dreht sich aber um Hildegard, der Roman geht noch ungeklärten Fragen der Hildegard-Forschung nach und versucht Erklärungen zu bieten. Im Anhang erzählt die Autorin ein bisschen über die Entstehung des Romans und auch das Glossar trägt zum Verständnis bei, auch wenn sich nicht alle Begriffe, die erklärenswert gewesen wären, dort finden. Sehr schön fand ich, dass der Roman sehr viele Informationen liefert zu Glauben (und Aberglauben), Wissen und (Kirchen)Politik der damaligen Zeit. Die Sprache ist der damaligen Zeit angepasst, die Autorin hat auch Hildegards eigene Sprache genutzt, in dem Sätze von ihr zitiert oder abgewandelt benutzt werden. Ich hätte mir allerdings eine bessere Ausarbeitung der Charaktere gewünscht. Vor allem Elysa bleibt ziemlich blass und oberflächlich, das finde ich schade, da es der Zugänglichkeit der Charaktere geschadet hat. Einzig Clemens bietet da gewisse Identifikationsmöglichkeiten. Da hat die Autorin der Geschichte einfach zu wenig Zeit gelassen, überhaupt habe ich auch das Gefühl, die Handlung schreite zu schnell voran. Die Geschichte wird sowohl aus Clemens als auch aus Elysas Perspektive erzählt, die Perspektivewechsel verleithen der Geschichte Dynamik und Spannung. Die Auflösung ist plausibel und interessant und hat mich direkt zum Googeln verleitet. Ich mag historische Romane, aus denen ich noch etwas lernen kann, so wie bei diesem hier. Auch der Anhang kann sich sehen lassen, neben dem schon beschriebenen Glossar findet sich auch eine Karte und ein Grundriss des Klosters. Ein Roman, der neben einer interessanten und spannenden Geschichte auch Wissen vermittelt, jedoch leider weniger überzeugende Charaktere zu bieten hat. Empfehlenswert für alle, die gerne gute historische Romane lesen und für die, die an Hildegard von Bingen interessiert sind. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich auf 4 Sterne aufrunde.

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  • Rezension zu "Pergamentum" von Heike Koschyk

    Pergamentum
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    9 Jahre nach dem Tod der Hildegard von Bingen liegt das Kloster in Eibingen in einer Art Dornröschenschlaf. Von der Tatkraft und Energie Hildegards ist nicht mehr viel zu spüren. Die Zahl der Nonnen sinkt, die Einnahmen sind schlecht. Ausgerechnet in dieser Situation sucht der Mönch Adalbert Zuflucht in den klösterlichen Mauern, verstört, um Jahre gealtert und krank. Als er kurz darauf zu Tode kommt, scheint es, als würde der Teufel die Macht im Kloster übernehmen. Brände, Unfälle und seltsame Todesfälle, für die es keine Erklärung gibt, häufen sich. Aber hat hier wirklich der Teufel die Hand im Spiel oder stecken weltliche Kräfte dahinter, die um alle Macht der Welt ein Geheimnis wahren wollen? Der Kanonikus Clemens von Hagen beginnt zu ermitteln und bedient sich dafür der Hilfe der Adeligen Elysa, die als vermeintliche Novizin ins Kloster Eibligen entsendet wird. Schon bald ist auch Elysas Leben in Gefahr, denn die intelligente und gebildete junge Frau wird durch ihre Wissbegierde zu einer Bedrohung. Schon wieder eine Heldin in Hosen, die sich aufmacht, die Welt zu retten, mag der erste Gedanke sein, wenn man die Inhaltsbeschreibung liest. Aber Heike Koschyk belehrt einen bald eines Besseren. Elysa ist keine Heldin, sondern eine junge Frau, der - auch für Adelsverhältnisse der damaligen Zeit selten - das Privileg einer allumfassenden Bildung zuteil wurde, die weit über Sticken und Singen hinausgeht. Gerade diese Bildung ist es, die sie als passende Ermittlerin ins Blickfeld des Clemens von Hagen rücken lässt. Im Kloster hingegen muss sie ihre Herkunft verbergen, denn dort wird sie als einfache Tochter eines Handwerkers als künftige Novizin aufgenommen. Die Kombination von mangelnder Demut vor dem nicht selbst auferlegten Klosterleben, der sehr ausgeprägt vorhandenen Fähigkeit zur richtigen Schlussfolgerung und dem Bewusstsein für Sitte und Anstand der damaligen Zeit hat sie für mich zu einer sehr glaubwürdigen Protagonistin gemacht, gerade auch in Anbetracht, dass es solche Ausnahme-Frauen ja durchaus gegeben hat, wie man am Beispiel Hildgard von Bingen sehr gut verfolgen kann. Ebenso liebevoll gezeichnet sind die anderen Figuren in Heike Koschyks Roman, wie z. B. Margarete, die herzliche Nonne, die für jeden ihr Herz öffnet oder auch die für die medizinischen Belange zuständige, etwas ruppige Schwester Jutta. Jede hat ihren Platz in dieser Geschichte, jede trägt zur Gemeinschaft im Kloster ihren Teil bei. Über all dem schwebt, auch 9 Jahre nach ihrem Tod, der Geist und die Gedanken Hildegards von Bingen, die nicht nur in der Lingua Ignota, der geheimen Schrift und Dreh und Angelpunkt dieser Geschichte, die bis heute nicht vollständig entschlüsselt ist, im Buch präsent wird, sondern auch mit vielen ihrer guten Gedanken und Worte, die Heike Koschyk quasi ihren Protagonisten in den Mund legt und den Leser so an ihnen teilhaben lässt. Auf jeder Seite dieses Buches spürt man den großen Respekt und die Achtung, die die Autorin vor dieser so ungewöhnlichen Frau hegt, mit der sie sich schon in der von ihr geschriebenen Biografie ausführlich befasst hat. Bei mir hat diese ständige Präsenz dazu geführt, mehr über Hildegard wissen zu wollen und so liegt die Biografie dann auch zwischenzeitlich auf meinem Tisch. Bei all dem kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz, denn nach dem Tod des Mönches geht Schlag auf Schlag und die etwas dunkle Atmosphäre des Klosters tut ein Übriges dazu bei, mit Elysa permanent um deren Leben zu fürchten. Da das Kloster ja ein abgeschlossenes Refugium ist, wird bald klar, dass der Verursacher der Vorfälle nur innerhalb der Mauern sein kann und so entwickelt sich die Geschichte zu einem "who done it". Ich habe bis zum Ende mitgerätselt und ähnlich wie Elysa im Dunkeln getappt. Die Motive und deren zugrunde gelegten historischen Ereignisse fand ich logisch. Hier liefen für mich alle Fäden schlüssig zusammen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, weil es mir nicht nur spannende Lesestunden beschert sondern mir auch Hildegard von Bingen und deren Leben auf behutsame, unaufdringliche Weise ein Stück näher gebracht hat.

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  • Rezension zu "Pergamentum" von Heike Koschyk

    Pergamentum
    Büchermona

    Büchermona

    17. May 2010 um 18:34

    Kurzbeschreibung: „Die Elemente treten an, die Welt zu vernichten, wenn die Menschheit sich nicht gegen den Einen stellt, der das Verderben bringt.“ Das Kloster Eibingen, in dem einst Hildegard von Bingen wirkte: Im Skriptorium wird ein Mönch ermordet aufgefunden, in der Hand ein rätselhaftes Pergament. Elysa, eine junge Adelige, wird als Novizin in das Kloster geschleust, um den Mörder zu finden. Mit der Entschlüsselung des Pergaments kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das nicht nur den Ruf der seligen Prophetin erschüttern könnte, sondern die gesamte christliche Welt… Umfassend recherchiert und mitreißend spannend! Der Roman wird in mehreren Perspektiven erzählt. Elysa ist eine junge Adlige. Sie ist auf dem Weg zu ihrem Bruder, doch dort wird sie vorerst nicht ankommen. Sie taucht in einem etwas düsteren Konvent unter und hat die Aufgabe, in 4 Tagen den Mord an einem Mönch aufzuklären. Doch Elysa kann nicht wissen, wer Freund und Feind ist. Und dann wird auch noch eine ihr vertraute Nonne niedergeschlagen. Aus den Perspektiven der beiden Nonnen Ida und Margarete wird ebenfalls erzählt. Die Geschichte wird so vollkommen abgerundet und man bekommt Einblicke in den Klosteralltag und die geheimen Ängste und Wünsche der Frauen. Und aus der Sicht des Kanonikus Clemens wird erzählt. Er macht sich ebenfalls auf die Suche nach Beweisen, will er doch Elysa vor Ablauf der Frist wieder aus dem Kloster holen. Und die Zeit rennt ihnen davon… Beeindruckend ist die Art der Autorin, die damalige Zeit, die Charaktere, den schmalen Grad zwischen Gottesfurcht und Teufelsnarr zu schildern. Die düstere Stimmung wird unterstützt, durch authentisch beschriebene Stimmung. Die Geschichte ist voller Facetten, voller Wendungen! Immer wieder ergeben sich andere Umstände, gehen den Protagonisten neue Lichter auf! Bis zum Schluss habe auch ich den Täter nur geahnt. Am meisten beeindruckt hat mich wohl die opulente, perfekt zum Roman und der Zeit passenden Sprache. Es sind Worte, die ganze Bände sprechen und einen unheimlichen Reiz des Geschehens ausmachen. Würdevoll und galant ist der ganze Roman voll davon und man kann sich kaum sattlesen. Der ganze Roman ist eine einzige, umfangreiche Sammlung von Spannung und Fakten. Interessant und umfangreich wurde auf Leben Hildegard von Bingens und das ihrer Anhänger eingegangen. Besonders spannend fand ich die Erwähnung und großzügige Einbeziehung der lingua ignota - der geheimen Sprachen der großen Visionärin! Im Anhang findet sich noch eine Karte des Klosters, sodass sich der Leser noch besser in die beschriebene Umgebung hineinversetzen kann. Außerdem ein Anhang, der über Wahrheit und Fiktives Auskunft gibt. Ein sehr spannender, packender historischer Krimi - nicht nur von heldenhaften Bauern oder Adligen, sondern direkt im Angesicht Gottes und seiner Auserkorenen!

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  • Rezension zu "Pergamentum" von Heike Koschyk

    Pergamentum
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    28. February 2010 um 09:07

    Im 12. Jahrhundert ist die Adelige Elysa von Bergheim ist eigentlich auf dem Weg zu ihrem Bruder und macht nur zufällig Rast im Kloster Eibingen. Doch der Beauftragte der erzbischöflichen Kanzlei hat anderes mit ihr im Sinn, sie soll als Novizin eingeschleust die letzten Vorkommnisse im Kloster untersuchen: ein Mönch kam auf umstrittene Art ums Leben und ein Brand hat größte Schäden angerichtet. Als Elysa sich mit der Nonna Margarete anfreundet, vertraut diese ihr ein großes Geheimnis an: der verstorbene Mönch hatte in seiner Hand ein abgerissenes Stück Papier mit den Worten der Hildegard von Bingen, in ihrer geheimen Sprache - der Lingua Ignota. Doch Aufklärung kann nur das komplette Pergamentum bringen und hinter dem sind nicht nur Elysa und Margarete her, die bereits selber in tödlicher Gefahr schweben... Heike Koschyk hat mit ihrem Sachbuch über Hildegard von Bingen bereits ihr Wissen bewiesen und so kann der Leser in diesem Fall auf den realistischen Hintergrund vertrauen. In diesen flicht sie nun den Kriminalroman um Elysa von Bergheim und ihren Vertrauten Clemens von Hagen ein. Schnell muss man sich mit den Umständen vertraut machen und ebenso schnell soll Elysa ermitteln. Mir kam dabei ein bisschen zu oft der Zufall zu Hilfe, die Geschehnisse müssen innerhalb von vier Tagen aufgeklärt werden und statt Spannung kam bei mir oft Unglaube auf. Dennoch weiß die Autorin ihre Figuren und auch das erfundene Kloster so zu beschreiben, dass ich die Handlung beim Lesen bildlich vor mir hatte. Schade ist, dass der Klosterplan und die Reiseroute des Kanonikus ans Ende des Buches gestellt wurden, dies wäre mir vor und beim Lesen interessanter gewesen. Und hätte man der Autorin beim Schreiben mehr Zeit gelassen, wäre dieses Buch vielleicht ebenso gut wie ihre vorherigen Krimis geworden, hier fehlt leider einiges zur Perfektion. Ansonsten aber ein sehr unterhaltsamer historischer Roman mit realistischem Hintergrund und ohne den Kitsch, der solchen Büchern so oft anhaftet.

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  • Rezension zu "Pergamentum" von Heike Koschyk

    Pergamentum
    schlumeline

    schlumeline

    01. December 2009 um 19:44

    Der historische Roman Pergamentum der Autorin Heike Koschyk spielt im Jahr 1188. Eines Tages taucht im Kloster Eibingen der Mönch Adalbert auf. Seine Gestalt ist die des Teufels und sein Erscheinen erregt die Gemüter der Nonnen des Klosters. Am nächsten Tag wird der Mönch im Scriptorium des Klosters tot aufgefunden. Es kommt zu einem Brand. Elysa ist in Begleitung des Kanonikus Clemens von Hagen auf dem Weg zu ihrem Bruder, den sie Jahre nicht gesehen hat und auf dessen Gesellschaft sie liebend gerne verzichten würde. Clemens von Hagen gibt sich als Gesandter des Erzbischofs aus und bittet Elysa sich als Anwärterin im Kloster Eibingen umzusehen und Nachforschungen bezüglich des toten Mönchs anzustellen. Elysa willigt ein. Von diesem Zeitpunkt an überschlagen sich die Ereignisse im Kloster. Ein rätselhaftes Pergament taucht auf und verschwindet wieder, Nonnen werden vergiftet, eine Nonne stürzt sich vom Glockenturm, ein merkwürdiger Exorzist taucht auf, ein Feuer wütet und vieles mehr. Über all diesen Dingen steht immer Hildegard von Bingen als ehemalige Äbtissin des Mutterklosters Rupertsberg. Hildegard von Bingen und ihre Lingua Ingnota, die geheime Sprache. Auch um Clemens von Hagen muss sich der Leser das ein ums andere Mal Sorgen machen, denn er begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Das Buch ist spannend aufgebaut und entführt den Leser erfolgreich in eine historische Welt. Schön, welche Zusammenhänge im Verlauf des Buches sichtbar werden. Eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Kriminalroman, die den Leser lange rätseln lässt wer der Täter oder die Täter nun wirklich sind und welche Bestrebungen hinter den Taten stecken. Eine wichtige Rolle spielen im Roman auch die Elemente. Das Wetter ist immer passend zur Szenerie gewählt. Ihm kommt fasst die Rolle eines Protagonisten zu. Ein Buch für jede Gelegenheit und nicht nur für Liebhaber historischer Romane geeignet

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  • Rezension zu "Pergamentum" von Heike Koschyk

    Pergamentum
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2009 um 19:44

    "Pergamentum" von Heike Koschyk Die Autorin Heike Koschyk nimmt uns mit auf eine Reise ins Jahr 1188. Im Kloster Eiblingen kommt es zu einem mysteriösen Todesfall eines angereisten Mönches. Alles deutet auf einen nicht natürlichen Tode hin. In der Hand des Mönches wird ein Stück Pergament gefunden, auf dem etwas in der Geheimsprache der Hildegard von Bingen geschrieben steht. Was hat es damit aufsich? Aber vorallem, wer würde einem Mönch etwas antun? Während die Adelige Elysa von Bergheim sich wiederwillig auf den Weg zur Burg ihrer Famili macht, um dort anstelle ihres Bruders die Verwaltung zu übernehmen, wird ihr vom mitreisenden Kanonikus Clemens von Hagen nahegelegt die Umstände im Kloster Eiblingen zu erforschen. So gelangt sie, getarnt als Novizin, ins Kloster und erfährt mehr als ihr lieb ist... Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. es lässt sich zügig lesen und man fiebert der Aufklärung des Mordes und der Entschlüsselung des Pergamentes entgegen. Vorallem gefiel mir die Beschreibung des Klosters und das Leben der Nonnen dort. Man spürt richtig die Kälte, die davon ausgeht! Mich hat das Buch "Pergamentum" nun auch neugierig auf Hildegard von Bingen gemacht, von der ich bisher noch kaum etwas gehört habe. Da muss ich wohl Heike Koschyks Buch "Hildegard von Bingen. Ein Leben im Licht" auch noch lesen ;-)

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  • Rezension zu "Pergamentum" von Heike Koschyk

    Pergamentum
    Bokmask

    Bokmask

    27. October 2009 um 20:25

    Mit Pergamentum nahm ich für mich das erste Buch von Heike Koschyk zur Hand. Angesprochen hat mich zu erst das Cover, ich fragte mich das dort abgebildet ist. Von weitem sah es aus wie ein gebauschtes Seidentuch. Als ich das Buch in die Hand nahm sah ich dass es sich um gotische Gewölbebögen handelte. Also sagte ich mir, hier bekomme ich etwas Historisches zu lesen. Der Klappentext war dann ausschlaggebend dieses Buch lesen zu wollen. Einen historischen Krimi lese ich doch immer gerne. Und ich wurde nicht enttäuscht, gleich auf den ersten Seiten schaffte es die Autorin mich zu fesseln und in den Bann der Geschichte zu ziehen. Lesepausen empfand ich als Strafe. Im Eibinger Kloster wurde ein Mönch tot aufgefunden. In der Hand ein Stück Pergament haltend. Der Kanonikus Clemens soll eigentlich eine junge Dame, Elysa, zu ihrem Bruder begleiten, macht aber einen Abstecher ins Kloster Eibingen um sich dort umzuhören was den dort geschehen ist. Für diesen Zweck spannt er Elysa ein, kann er ja schlecht als Mann in einem Nonnenkloster selber ermitteln. Es dreht sich fast alles um die Versionen der Hildegard von Bingen, was in meinen Augen ein sehr schönes Thema ist. Mit einer kräftigen Portion Spannung erzählt Heike Koschyk eine Geschichte die wahre Begebenheit mit Fiktion mischt, alles sehr glaubwürdig und plastisch. Mein Kopfkino zeigte mir einen ausgezeichneten Film. Bei dem sprachlich sehr schönen und flüssigen Schreibstil habe ich nicht bemerkt, dass dieses Buch fast 500 Seiten stark ist. Der berühmte rote Faden fand keine Ecken und Kanten zum hängenbleiben, alles ist sehr schön rund. Besonders gefallen haben mir die schöne Umgebungskarte, sowie der Grundriss des Eibinger Klosters, am Ende des Buches. So konnte ich immer sehr genau sehen wo ich mich gerade mit den Helden der Geschichte bewegte. Gefehlt hat mir ein Glossar der kirchlichen Bezeichnungen, die ein normaler Leser nicht alle kennen kann. Da Heike Koschyk im folgenden Text aber fast alles erklärte ist ein Glossar nicht zwingend notwendig. Das Ende ist dann etwas offen geblieben, was mich auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Fazit: Spannend, fesselnd, glaubwürdig, einfach toll geschrieben.

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  • Rezension zu "Pergamentum" von Heike Koschyk

    Pergamentum
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    25. October 2009 um 19:34

    Lingua Ignota – Geheimsprache der Hildegard von Bingen Ein abgemagerter Mönch klopft an die Tür des Klosters Eibingen. Es ist Bruder Adalbert, abgemagert, schlohweißes Haar und kaum wieder zu erkennen. Am nächsten Tag ist er tot. Alles, was er zurückgelassen hat, war ein kleines geheimnisvolles Stück Pergament in seiner Hand. Nun liegt es an Elysa herauszufinden, wer hinter dieser und auch den folgenden Taten steckt. Wäre Kanonikus Clemens von Hagen nicht gewesen, hätte sie nie das Kloster betreten. Ihr Ziel war die Reise zu ihrem Bruder. Etwas angetan von Clemens, konnte Elysa aber nicht verneinen, als er sie bat, als Novizin getarnt ins Kloster zu gehen. Es wird gesagt, ein Teufel würde für das Unheil der letzten Tage verantwortlich sein. Kaum hat Elysa die ersten Nonnen ins Herz geschlossen und ihren ersten Tag als Novizin hinter sich, muss sie sich auch schon auf die Lauer legen. Die Geheimsprache der seligen Hildegard von Bingen muss entschlüsselt werden und vor allem die christliche Welt vorm Untergang bewahrt werden. Schon das Klopfen des Mönchs an die Pforte des Klosters wirft den Leser ins Mittelalter zurück. Durch einen Klosterplan und die Reiseroute des Kanonikus werden sofort die in Sprache umwickelten Bilder glasklar und auch Mystik wird im Hintergrund spürbar. Heike Koschyk gelingt das Versetzten der Welten so wunderbar, dass man dieses Buch öffnet und sofort mit beiden Beinen im Jahr 1188 steht. Die Welt der damaligen Menschen mit ihren Gefühlen, Hoffnungen, Glauben bringt dieser Roman dem Leser sehr nah. Vier Tage in einem Kloster, welche neue Erfahrung, nicht nur für die Protagonistin. Feuer, Wasser, Erde, Luft – Elemente, die in „Pergamentum“ eine große Rolle spielen und spätestens nach dem Video zum Buch im Ohr nachklingen. Ein durchaus spannender Ausflug in die Vergangenheit, bei dem Stellen zum Durchatmen vorhanden sind.

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