Langzeitarchivierung von Forschungsdaten

von Heike Neuroth 
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Langzeitarchivierung von Forschungsdaten
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Ein Streifzug durch die verschiedenen Disziplinen. Gibt einen guten Übebrlick wo die LZA steht und wo es noch mangelt.

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Inhaltsangabe zu "Langzeitarchivierung von Forschungsdaten"

Die Bedeutung von Forschungsdaten für die Wissenschaft und die Entwicklung von digitalen Forschungsprozessen wird von der Wissenschaft selbst, aber auch von der Politik sowie von Förderern erst nach und nach erkannt. Dabei sind Forschungsdaten und der langfristige Zugriff auf sie für Wissenschaftler aller Disziplinen von großer Bedeutung: als Nachweis des Forschungsprozesses und seiner Ergebnisse, zur Nachnutzung im Rahmen inner- und interdisziplinärer Kooperationen oder auch im Hinblick auf vergleichende Analysen, bei denen mit neuen Methoden oder unter veränderten Rahmenbedingungen geforscht wird. Dies alles ist nur möglich, wenn Forschungsdaten gesichert, für eine langfristige Nachnutzung archiviert und zur Verfügung gestellt werden. Angesichts rasant anwachsender digitaler Datenmengen ist die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten für alle Wissenschaftsdisziplinen eine begleitende Infrastrukturaufgabe. Bislang fehlte hierzu in der deutschen Wissenschaftslandschaft eine auf breiter Grundlage erstellte Bestandsaufnahme. In der vorliegenden Untersuchung haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus elf Fachdisziplinen — konkret Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Psycholinguistik, Pädagogik, Altertumswissenschaft, Geowissenschaft, Klimaforschung, Biodiversität, Teilchenphysik, Astronomie und Medizin — systematisch den Stand und die aktuelle Praxis im Umgang mit der Langzeitarchivierung von Forschungsdaten in ihrer jeweiligen Fachdisziplin dargestellt. Die Ergebnisse wurden in einer zusammenfassenden Analyse aggregiert und für Wissenschaft sowie Politik in Form von Thesen und dabei aufgezeigten Handlungsfeldern aufbereitet. Die Herausgeberinnen und Herausgeber, die z. T. schon seit Jahren im Themenfeld Langzeitarchivierung forschend und qualifizierend engagiert sind, wollen mit dieser Bestandsaufnahme dazu beitragen, dass für Wissenschaft, Förderorganisationen und Politik zukünftige Konzepte und Maßnahmen zum Thema Langzeitarchivierung von Forschungsdaten auf einer wissenschaftlich überprüfbaren, substanziellen Grundlage formuliert werden können. Insofern verstehen sie dieses Buch auch als Beitrag zur Infrastrukturentwicklung der deutschen Forschungslandschaft. [mit einem Vorwort von Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft - DFG]

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783864880087
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:380 Seiten
Verlag:Hülsbusch, W
Erscheinungsdatum:01.02.2012

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    leucoryxs avatar
    leucoryxvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Streifzug durch die verschiedenen Disziplinen. Gibt einen guten Übebrlick wo die LZA steht und wo es noch mangelt.
    Forschungsdaten und deren Archivierung

    Es ist noch nicht allen wirklich bewusst wie viel Forschungsdaten wert sind. So zeigen aber einige bedeutende Bespiele wie verherrend Datenverluste sein können. Unwiderbringliche Daten für immer verloren. Doch auch als Nachweis der Forschungsleistung, für die Nachnutzung und für interdisziplinäre Kooperationen ist das richtige und langfristige Aufbewahren von Daten elementar. Dazu gehört jedoch nicht nur das Ablegen in irgendwelchen Archiven, sondern die Daten müssen auch zugänglich gemacht werden, dokumentiert werden und auffindbar sein. Dazu ist eine geeignete Infrastruktur und das Bewusstsein der Forschenden notwendig.

    Für mich ist das Thema noch recht neu. Obwohl ich mich selbst als Forschende (bisher) sehe, habe ich mir doch sehr wenig Gedanken gemacht, wie ich mit meinen Daten umgehen sollte oder was mit ihnen nach Ende eines Projekts geschehen soll. Den Autoren hingegen ist sehr wohl bewusst, dass sich einiges ändern muss und der Ansporn zu Open Science wird mehr als deutlich. Dazu sird verschiedenen Disziplinen jeweils ein Kapitel gewidmet. Es wird erklärt was die einzelnen Disziplinen beinhalten, welche Forschungsdaten sich somit ergeben, was ihre Besonderheiten sind und wie mit diesen Daten umzugehen ist. Ferner wird darauf eingegangen, ob die Daten auch wiedererstellt werden könnten (Experimente) oder ob es sich um einmalige Daten handelt (Wetteraufzeichnungen). Es wird sich Gedanken gemacht für wie lange und in welchen Größenordnungen Daten jeweils gespeichert werden sollten und in wie weit die Infrastruktur dafür bereits ausgelegt ist. Ich finde, da Buch gibt einen sehr guten Einstieg in das Thema und man erfährt anhand der unterschiedlichen Disziplinen, dass es keine Pauschallösungen geben kann. Es wird aufgezeigt wo Handlungsbedarf herrscht. Die Auswahl der Disziplinen scheint Autoren abhängig zu sein, die hier als Experten auftreten. Es wird ein große Spannbreite abgedeckt und dennoch wirkt die Auswhal eher zufällig.

    Ich denke, dass es einw ichtiges Thema ist, womit sich Forschende auseinandersetzen sollten und dieses Buch ist dafür ein guter Einstieg. Dem ein oder anderen mag es dann vielleicht reichen nur das Kapitel zu seiner Disziplin oder einer verwandten Disziplin zu lesen.


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