Heike Specht

 4,3 Sterne bei 151 Bewertungen
Autorin von Die Frau der Stunde, Ihre Seite der Geschichte und weiteren Büchern.
Autorenbild von Heike Specht (©Mirjam Kluka/Zürich)

Lebenslauf

Heike Specht studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in München, promovierte über die Familie Lion Feuchtwangers und arbeitete mehrere Jahre als Verlagslektorin.

Geschichte und Geschichten – zwischen zwei Buchdeckel gepackt, zum Anhören oder Ansehen, vorgelesen oder erzählt – sind ihre Leidenschaft. In Städten sucht sie stets das Dorf und wurde sowohl in München, als auch in New York und Zürich fündig.

Sie ist Autorin mehrerer Sachbücher. Am 1.10.2025 erscheint ihr erster Roman "Die Frau der Stunde".

Botschaft an meine Leser

Liebe Leserinnen und Leser, nach mehreren Sachbüchern, erscheint dieser Tage mein erster Roman "Die Frau der Stunde" bei Droemer. 

Picture it: Bonn im Herbst 1978. Männer machen Politik, doch dann kommt Catharina Cornelius und die Welt steht Kopf. 

Seid Ihr parat für die erste deutsche Außenministerin (die es nie gegeben hat)?

Ich würde mich echt freuen, wenn Ihr bei der Lektüre so viel Spaß habt, wie ich beim Schreiben. 

Cheers, Heike

Alle Bücher von Heike Specht

Cover des Buches Die Frau der Stunde (ISBN: 9783426565131)

Die Frau der Stunde

(141)
Erschienen am 01.10.2025
Cover des Buches Ihre Seite der Geschichte (ISBN: 9783492316200)

Ihre Seite der Geschichte

(4)
Erschienen am 31.08.2020
Cover des Buches Die Ersten ihrer Art (ISBN: 9783492070423)

Die Ersten ihrer Art

(3)
Erschienen am 24.02.2022
Cover des Buches Die Ersten ihrer Art (ISBN: 9783492320542)

Die Ersten ihrer Art

(2)
Erschienen am 28.03.2024
Cover des Buches Lilli Palmer. Die preußische Diva (ISBN: 9783351035679)

Lilli Palmer. Die preußische Diva

(1)
Erschienen am 16.05.2014
Cover des Buches Die Frauen der Familie Feuchtwanger (ISBN: 9783492070843)

Die Frauen der Familie Feuchtwanger

(0)
Erschienen am 03.05.2024
Cover des Buches Warum Schabbat schon am Freitag beginnt (ISBN: 9783962691721)

Warum Schabbat schon am Freitag beginnt

(0)
Erschienen am 15.08.2024

Neue Rezensionen zu Heike Specht

Cover des Buches Die Frau der Stunde (ISBN: 9783426565131)
Kwinsus avatar

Rezension zu "Die Frau der Stunde" von Heike Specht

Kwinsu
Die Protagonistin als Nebenfigur

1978, ein Jahr, das Veränderung einläutet: Catharina Cornelius ist bereits nah an der politischen Machtzentrale, als sie durch eine grobe Verfehlung des Außenministers unverhofft dessen Position einnimmt. Als Frau hat sie es nicht nur schwer, nein, sie muss besonders hart kämpfen, um von der tief patriarchalen, internationalen Politikwelt ernst genommen zu werden: sie ist nicht nur eine Frau, sondern auch noch unverheiratet und kinderlos. Während sich die Männerwelt irritiert, ignorant, intrigant und höchst chauvinistisch zeigt, steht sie ihre Frau, auch wenn sie im Privaten durchaus Sorgen hat. Ihre Affäre mit einem anerkannten Journalisten darf nicht an die Öffentlichkeit geraten, eine ihrer besten Freundinnen, eine iranische Dokumentarfilmerin, hofft inbrünstig auf die Revolution und Absetzung des Shahs und will vor Ort dabei sein und auch eine andere Freundin bereitet ihr Sorgen. Jetzt heißt es keine Schwäche zeigen…

Ich war ja von der inhaltlichen Beschreibung sehr angetan - politische Machtspiele und dann ist noch eine (fiktive) Frau im Mittelpunkt in dieser umbruchhaften Zeit - genau nach meinem Geschmack - dachte ich zumindest. Ehrlich gestanden hat es aber ewig gedauert, bis ich in das Buch gefunden habe, eigentlich habe ich das auch nur für einen kurzen Moment. Ich weiß nicht warum, aber über weite Strecken fand ich es schlicht langweilig. Der Schreibstil ist recht nüchtern, was ich grundsätzlich mag, aber irgendetwas fehlte mir. Die Geschichte plätschert so dahin, es passiert viel, aber es fehlt irgendwie jegliche Emotion, ich konnte nie wirklich in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin eintauchen. Ich hatte immer das Gefühl, als wäre die Hauptfigur nur eine Nebendarstellerin. Vielleicht war es von der Autorin beabsichtigt, eben nicht emotionsgeladen zu schreiben, ist die Hauptfigur doch eine Frau und ich mutmaße, dass sie dieser Frauen zugeschriebenen Eigenschaft der Emotionalität nicht stereotyp begegnen wollte, allerdings ist das beinah völlige Nichtbeschreiben von Emotionen halt auch unglaubwürdig.

Im letzten Drittel des Buches wird es kurzzeitig wirklich spannend und ich dachte mir: jetzt kratzt die Geschichte die Kurve. Es war kurz fesselnd, nur um am Ende eine Geschichte nicht aus zu erzählen und uns mitten im Geschehen zurück zu lassen. Das finde ich so schade, weil die Geschichte wirklich gutes Potential hat: eine Frau in den 70ern kommt an die Macht, muss sich gegen konservativste Männer beweisen, während in einem anderen Teil der Welt ihre Freundin Hoffnung auf eine positive Änderung in einem schwenderisch aristokratischen Land hegt, die sich schon kurz nach dem Umsturz in Luft auflöst - und zudem erschreckend aktuell ist. Man kann nicht einmal sagen, das alles oberflächlich bleibt, denn mir fehlte hier jegliche Oberfläche, an der man sich irgendwie festhalten konnte. 

Mein Fazit: "Die Stunde der Frau" verspricht eine höchst spannende Geschichte in einer Zeit des großen Umbruchs, sei es frauengesellschaftlich, als auch politisch - in Deutschland und im Iran. Leider kann sie das Versprechen nicht halten, ist sie doch für meinen Geschmack zu unrealistisch emotionslos und auch nicht sonderlich gut geplottet. Wie andere Buchbesprechungen zeigen, konnte sie aber andere Leser*innen durchaus überzeugen.

Cover des Buches Die Frau der Stunde (ISBN: 9783426565131)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Die Frau der Stunde" von Heike Specht

engineerwife
Ein interessanter Einblick in die Politik der 70er Jahre ... hat mir gut gefallen!

Ich freue mich sehr zu Die Frau der Stunde gegriffen zu haben, denn hiermit legt Heike Specht ein vielschichtiges, klug komponiertes Buch vor, das persönliche Lebenswege mit größeren gesellschaftlichen Fragen verknüpft. Im Zentrum steht eine Frau, die in einem entscheidenden Moment ihres Lebens handeln muss – und damit nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch ihre Rolle in einer von Erwartungen und Machtstrukturen geprägten Umwelt neu definiert.


Spechts Stärke liegt vor allem in der Figurenzeichnung. Die Protagonistin wirkt glaubwürdig und komplex, fern von einfachen Heldinnenklischees. Ihre Zweifel, inneren Konflikte und Entscheidungen werden feinfühlig und psychologisch überzeugend dargestellt. Dadurch entsteht eine große Nähe zur Figur, die es leicht macht, sich in ihre Situation hineinzuversetzen. Auch die Nebenfiguren sind sorgfältig ausgearbeitet und tragen dazu bei, das erzählte Umfeld lebendig und authentisch wirken zu lassen.


Stilistisch überzeugt der Roman durch eine klare, präzise Sprache, die zugleich atmosphärisch dicht ist. Heike Specht nimmt sich Zeit für Zwischentöne und lässt wichtige Themen – etwa Selbstbestimmung, gesellschaftliche Erwartungen und die Frage nach Verantwortung – organisch aus der Handlung heraus entstehen, ohne belehrend zu wirken. Das Erzähltempo ist ruhig, aber konsequent, und unterstützt die nachdenkliche Grundstimmung des Buches.


Die Frau der Stunde ist kein lauter, effekthaschender Roman, sondern ein leises, nachhaltiges Leseerlebnis. Er richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich für starke Frauenfiguren, historische oder gesellschaftliche Kontexte und eine reflektierte Auseinandersetzung mit persönlichen Entscheidungen interessieren. Nach der letzten Seite bleibt vor allem eines: das Gefühl, eine Geschichte gelesen zu haben, die lange nachwirkt. Von mir gibt es für diesen gut durchdachten Roman 4,5 Sterne, die ich gerne auf die volle Punktzahl aufrunden. Sicher werde ich noch das ein oder andere Buch dieser interessanten Frau in die Hände nehmen, bin schon sehr gespannt auf ihre Biografien!

Cover des Buches Die Frau der Stunde (ISBN: 9783426565131)
T

Rezension zu "Die Frau der Stunde" von Heike Specht

TineBook87
Die Welt im Umbruch des Feminismus

Eine Frau in den Siebzigern die sich nicht an die gesellschaftlichen Regeln hält und halten will, eine Frau die anstatt verheiratet zu sein und Kinder zu haben, in die Politik gegangen ist und dann kommt ihr Moment als sie zur ersten deutschen Außenministerin und Vizekanzlerin wird.

 

Ich muss gestehen, das ich am Anfang noch etwas skeptisch war, wo der Inhalt dieses Buches hinführen soll, bis ich ahnte, das da noch etwas Großes kommen wird. Hinter politischen Verstrickungen und Machtspielchen geht unsere Frau der Stunde ihren Weg. Man kann nicht sagen das sie dies unbeirrt tut, natürlich hegt sie hier und da Zweifel, aber durch den Kreis ihrer Vertrauten kämpft nicht nur sie sich durch die Geschichte des Buches, sondern auch ihre Freundinnen. Eine Geschichte im Übrigen bei der man geneigt ist zu zweifeln, ob man politisch etwas verpasst hat, bei dieser fiktiven Story, die doch so real wirkt, als wäre sie aus dem Leben gegriffen wurden. Eine Geschichte über Frauen die sich ihren Wert in der Welt erkämpfen müssen, nicht wollen. Eine Geschichte wie Männer denken, es leicht mit dem vermeintlich schwachen Geschlecht zu haben.

 

Ich fand das Buch inhaltlich gut, teilweise etwas holprig geschrieben für meinen Geschmack. Der politische Rahmen war interessant konstruiert, leider ist es nicht ganz meine Thematik gewesen. Deshalb würde ich es nur bedingt weiterempfeheln.

Gespräche aus der Community

Catharina Cornelius sticht heraus – im Bonner Männerladen, aber auch auf dem internationalen Parkett. Als die Frauen im Iran auf die Straße gehen und nach Freiheit rufen und die erste Außenministerin den Parteikollegen schließlich doch zu unbequem wird, muss Catharina um die Macht kämpfen – und sie darf dabei nicht zimperlich sein. Inspiriert von echten Frauenbiografien hat Heike Specht mit Catharina Cornelius eine unglaublich starke Protagonistin für ihren neuen Roman "Die Frau der Stunde" geschaffen.

1.014 BeiträgeVerlosung beendet
Anirahs avatar
Letzter Beitrag von  Anirah

Ja, mit einem Personenregister würde ich mich auch leichter mit der Geschichte tun.

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