Heike Stöhr Die Fallstricke des Teufels

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 16 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 14 Rezensionen
(10)
(3)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Fallstricke des Teufels“ von Heike Stöhr

Historischer Roman, spannender Krimi, dramatische Liebesgeschichte

1541 in Pirna: Rätselhafte Todesfälle häufen sich, als habe der Teufel selbst die Hand im Spiel. Gerade ist die 19-jährige Sophia in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, herangewachsen zu einer jungen Frau mit einem großen Interesse für Medizin, seit sie als Kind Mutter und Bruder an die Pest verlor. Im Kontor ihres Vaters fällt ihr ein seltsames Buch in die Hände ? und sie hofft, darin ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Auch ein anderer weiß um die Existenz jenes Buches, das ungeheures Wissen verspricht: Stadtschreiber Wolf Schumann. Er ist besessen davon, es an sich zu bringen. Und schreckt selbst vor Mord nicht zurück.

Mittelalterliche Histoy im unscheinbaren Gewand präsentiert...

— widder1987

Eine spannende Geschichte, die unterhaltsam, lehrreich und auch humorvoll ist.

— ChattysBuecherblog

Muss man gelesen haben

— winniehex

Ein fantastisches Buch. Ich muss wissen, wie es weiter geht.

— verruecktnachbuechern

Toller, sehr genau recherchierter Roman, der eine spannende Geschichte erzählt!

— Ellaliest

Sehr gut durchdachter und recherchierter Roman über Pirna. Lesenswert!!!

— Diana182

Fesselnder historischer Roman - unbedingte Leseempfehlung!

— mabuerele

Die Autorin schreibt den Roman lebendig, spannend und emotional. Mitten in der Geschichte endet das Buch. Leider.

— Taluzi

Klappentext irreführend, Inhalt trotzdem gut

— Huschdegutzel

Umfangreich recherchiert und spannend erzählt: Dieser Roman ist trotz kleiner Schwächen mitreißend!

— oromis23

Stöbern in Historische Romane

Troubadour

So macht der "Geschichtsunterricht" Spaß !!Ein toller Debütroman

Ladybella911

Das Gold des Lombarden

Historischer Krimi mit viel Spannung und mit tollen Protagonisten

Tine13

Nur kein Herzog

Recht unterhaltsam....

Bjjordison

Möge die Stunde kommen

Der bis jetzt schlechteste Band der Reihe, schade. Null Spannung, viele Wiederholungen.

Marlon300

Das Fundament der Ewigkeit

Ein Stück Mittelaltergeschichte als Roman - packend, spannend und brutal. Das Buch lebt mitunter von den harten Schicksalsschlägen.

stzemp

Die Rivalin der Königin

"Die Rivalin der Königin" ist ein spannender und fesselnder historischer Roman voller Verrat und Intrigen am englischen Königshof.

MarensBuecherwelt

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wie war es damals gewesen...

    Die Fallstricke des Teufels

    widder1987

    13. November 2017 um 16:15

    Klappentext: 1541 in Pirna - Rätselhafte Todesfälle häufen sich, als habe der Teufel selbst die Hand im Spiel. Gerade ist die 19-jährige Sophia in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, herangewachsen zu einer jungen Frau mit einem großen Interesse für Medizin, seit sie als Kind Mutter und Bruder an die Pest verlor. Im Kontor ihres Vaters fällt ihr ein seltsames Buch in die Hände und sie hofft, darin ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Auch ein anderer weiß um die Existenz jenes Buches, das ungeheures Wissen verspricht: Stadtschreiber Wolf Schumann. Er ist besessen davon, es an sich zu bringen. Und schreckt selbst vor Mord nicht zurück... Fazit: Mit einen Abstecher in die sächsische Provinz des Mittelalters zur Zeit des christlichen Umdenkens und auf der Spur nach geheimen unschätzbarem Wissen in Form eines uralten Schriftstückes lockt der Debütroman 'Die Fallstricke des Teufels' von Heike Stöhr die historisch-begeisternde Leserschaft. Zu Beginn landet der Leser unmittelbar im Pestjahr 1532 der Kleinstadt Pirna vor den südöstlichen Toren Dresden, nach zwei Kapitel springt die Handlung und Story nach Leipzig wie ein paar Jahre später um und kommt wenige Seiten wie wieder Monate später in Pirna zurück, wo der Haupthandlungsverlauf des knapp 500 Seitenwerkes erst richtig in Schwung kommt. Im Verlaufes des Romans, der ohne Datierungen geschrieben ist, muss sich der Leser immer wieder durch kurzen, abgehackten und unzusammenhängenden Inhalt kämpfen, der zwar auf tiefe Recherchearbeit der studierten Autorin berührt und zu einem detailgetreuen Zeitzeugnis verfasst würden ist, bleibt die Story um die Hauptakteure im Schatten der historisch-gesellschaftlichem Kulisse stehen. Der Schreibstil weckt mit seinen verschachtelten Satzbau wie einfachen Wortwahl und mit den damaligen Dialogform nicht die brennende Packheit einer spannenden Unterhaltungsliteratur, die den Leser eine groben Einblick in das mittelalterliche Klassenschichtsystem durch ein sanft dabin plascherden Erzählstil gibt. Da 'Die Fallstricke des Teufels' als kriminelle Lektüre dargeboten wird (laut Inhaltsangabe) kommt diese Gerne neben einer Lovestory und intriegende Machtschaften kaum zu Geltung. Was für den Leser als Lockmittel gilt, entpuppt sich zur kaltgestellte Nebensache und gibt den Weg für mörderische Halunken und reformären Zeitgeist frei...2,25 Sterne

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Fallstricke des Teufels" von Heike Stöhr

    Die Fallstricke des Teufels

    Buchskorpion

    1542 ereigneten sich in Pirna drei rätselhafte Selbstmorde. Wir wissen heute davon, weil sich eine der herausragenden Persönlichkeiten jener Zeit - nämlich Martin Luther – mit dieser Geschichte befassen musste. Ehrenwort – als ich 2011 auf Luthers Antwortschreiben an den Pfarrer von Pirna stieß, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass der Roman, den ich darum stricken würde, im Lutherjahr 2017 erscheint! Zum einen, weil ich gar nicht im Blick hatte, dass dieses Jubeljahr bevorstand, zum anderen, weil das Schreiben für mich noch ein riesengroßes Abenteuer war, dessen Ausgang gänzlich ungewiss erschien. „Die Fallstricke des Teufels“ ist mein erster Roman, und ich habe all das hineingepackt, was ich selbst an einem historischen Roman schätze:  Spannung, Abenteuer, Liebe und viele skurriele Details aus dem Alltag vergangener Zeiten in einer Handlung, die möglichst dicht an den historischen Fakten bleibt. Das Objekt der Begierde in meinem Roman ist ein geheimnisvolles Buch. Sophia, die Heldin, findet es im Kontor ihres Vaters, eines Kaufmanns. Die Schriftzeichen in dem Buch entziehen sich ihrem Verständnis, aber die faszinierenden, geheimnisvollen Illustrationen regen ihre Fantasie an. Sophia, die als Kind ihre Mutter und ihren kleinen Bruder an die Pest verlor, kennt bald nur noch ein Ziel: Sie will das seltsame Buch entschlüsseln, denn darin hofft sie ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Die Entschlüsselung des Buches wird für sie zu einer Obsession. Aber sie ahnt nicht, dass es in Pirna jemanden gibt, der auf der Suche nach diesem Buch ist, das er als sein rechtmäßiges Erbe betrachtet. Dieser Mann ist bereit, wirklich alles zu tun um in dessen Besitz zu gelangen, denn er glaubt, es enthalte ein Rezept für ewiges Leben. Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, bewerbt euch doch für die Leserunde, und mit ein wenig Glück, habt ihr das Buch schon bald in der Hand!

    Mehr
    • 254
  • Rezension zu "Die Fallstricke des Teufels" von Heike Stöhr

    Die Fallstricke des Teufels

    dorli

    08. November 2017 um 12:40

    Pirna, 1541. Die 19-jährige Kaufmannstochter Sophia Weyner kehrt nach acht Jahren Aufenthalt bei Verwandten in Leipzig zurück in ihre Heimatstadt. Die Halbwaise sollte im Haushalt ihrer Tante die Tugenden einer ehrbaren und rechtschaffenen Hausfrau lernen, fand es allerdings viel spannender, sich von dem Vater ihrer Tante, einem alten Professor, in Latein, Astronomie und Philosophie unterrichten zu lassen. In Sophias Gepäck befand sich unter anderem ein altes Buch mit rätselhaften Schriftzeichen, dass sie einst aus dem Kontor ihres Vaters entwendet hat. Gemeinsam mit ihrem Großonkel hat sie versucht, die Worte zu entschlüsseln, die beiden sind jedoch gescheitert…In einem zweiten Handlungsstrang lernt man Wolf Schumann kennen. Wolf erfährt von seinem leiblichen Vater, einem Mönch, dass dieser vier Kisten mit Kirchenschätzen und eine Kiste mit einem Buch, das angeblich ein Rezept für ewiges Leben enthält, im Weinberg des Klosters vergraben hat. Der alte Pater weist seinen Sohn an, die Kisten auszugraben und dem Bischof zu übergeben. Wolf beschließt, den Schatz als Entschädigung für seine freudlose Kindheit zu behalten und beginnt danach zu suchen, findet jedoch nur eine Kiste. Den Inhalt zu Geld gemacht, versucht er den Verbleib der anderen Kisten zu ermitteln, besonders das geheimnisvolle Buch will er unbedingt in seinen Besitz bringen… Heike Stöhr wartet in ihrem historischen Roman „Die Fallstricke des Teufels“ mit einer tollen Mischung aus Spannung, Historie und Romantik auf. Die Autorin hat eine Fülle wahrer Begebenheiten in ihre Geschichte eingeflochten und zeichnet damit ein sehr facettenreiches und glaubwürdiges Bild von Zeit und Ort. Vieles, was die Pirnaer Mitte des 16. Jahrhunderts tatsächlich beschäftigt und bewegt hat, findet man in der Handlung wieder. Sei es nun das tägliche Allerlei, die Bräuche, die medizinische Versorgung, die Arbeiten auf der Baustelle der Marienkirche, die schwere Tätigkeit der Bomätscher, die Aufgaben des Rates und besonders des Stadtschreibers oder auch der Ablauf einer Hinrichtung oder die Gestaltung von Hochzeiten. Auch die politische Lage und den Aberglauben der Menschen spart die Autorin nicht aus, selbst die rätselhaften Todesfälle, in deren Ermittlungen Sophia im Verlauf der Handlung unversehens rutscht, hat es wirklich geben.Heike Stöhr erzählt sehr unterhaltsam, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich nicht nur ruckzuck mittendrin im Geschehen war und mir die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte, ich konnte auch durchweg prima mit den Akteuren mitfiebern und miträtseln.Die Figuren wirken allesamt echt, sie sind ausdrucksstark und haben Persönlichkeit, zeigen Emotionen und handeln entsprechend ihren Eigenheiten. Es war äußerst spannend, ihre Wege zu verfolgen und es hat Spaß gemacht, ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten. „Die Fallstricke des Teufels“ hat mich rundum begeistert. In ihrem Nachwort schreibt die Autorin, dass sie eine spannende Geschichte erzählen und sich dabei möglichst eng an belegbare historische Fakten halten wollte – das ist ihr eindrucksvoll gelungen. Absolute Leseempfehlung für alle, die gerne gut recherchierte historische Romane lesen.

    Mehr
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

    Mehr
    • 1210
  • Eine spannende Geschichte, die unterhaltsam, lehrreich und auch humorvoll ist.

    Die Fallstricke des Teufels

    ChattysBuecherblog

    06. November 2017 um 12:44

    Sehr gut gefällt mir die ausdrucksstarke Karte von Pirna mit den markanten Punkten, in der vorderen Klappe, die sich in der hinteren Klappe wiederholt. Solches Bildmaterial finde ich sehr hilfreich, um noch schneller die Stadt und das Leben in der Stadt kennenzulernen. Ein weiterer Pluspunkt ist für mich das ausführliche Personenverzeichnis. Aufgrund der Vielzahl der dargestellten Personen, zeigt es mir, dass sich ein reges Stadtleben zeigen wird. Auch die Kurzbeschreibungen bei einzelnen Personen gibt Aufschluss auf den Stellenwert in der Geschichte und machen neugierig. Durch die bildhaften Beschreibungen war es sehr einfach, schnell in die Geschichte einzutauchen.  Die detaillierten Personenbeschreibungen ließen mich, speziell Sophia, direkt ins Herz schließen. Ich wollte immer mehr von ihr lesen und wissen. Auch ein weiterer Protagonist erschien sehr sympathisch: Wolf Schumann. Aber sollte ich mich zwischen beiden Personen mit Sympathiepunkten entscheiden müssen, würde ich Sophie wählen. Ihre Rolle hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sie wirkte sehr natürlich, ihre Handlungen erschienen mir glaubhaft und nachvollziehbar. Jedoch ist mir im Laufe der Geschichte aufgefallen, dass der Klappentext etwas irreführend ist, da er nur einen minimalen Bruchteil der kompletten Story ausmacht. Das Hauptaugenmerk geht jedoch in eine andere Richtung. Hierüber war ich doch etwas erstaunt. Sehr gut hatte mir auch der Epilog, die Geschichte in der Geschichte, gefallen. Hier wird nochmals auf die dokumentierte Geschichte Sachsens und Pirnas hingewiesen. Und ganz zum Schluss das Glossar mit zahlreichen Erläuterungen zu Persönlichkeiten, Orten, Gebräuchen und Worten. Fazit: Ein toller, historischer Roman, der den Leser von der ersten Seite an, in seinen Bann zieht. Eine spannende Geschichte, die unterhaltsam, lehrreich und auch humorvoll ist.  Den Preis von 16,90 € (Klappbroschur) für ca. 510 Seiten, finde ich dennoch etwas zu hochpreisig. Dieses ist jedoch nicht Gegenstand meiner Bewertung.

    Mehr
  • Ein Mädchen, ein Buch und das Allheilmittel?

    Die Fallstricke des Teufels

    winniehex

    23. October 2017 um 22:19

    Das Cover zu dem Buch finde ich wirklich sehr schön, man kann sagen, dass es schon die Geschichte wiederspiegelt. Es geht um das Jahr 1541 in Pirna, ein junges Mädchen namens Sophia lebt bei dem Onkel (Bruder ihres Vaters) in Leipzig. Bevor Sophia abreist, sucht Sie zuhause nach Erinnerungen von ihren Lieben. Bei der Suche stößt sie auf einmal auf ein Buch, was seltsames verschlüsselte Zeichen beinhaltet, kurzum beschließt Sie es mitzunehmen und der Sache auf den Grund zu gehen. Als Sophia als junges erwachsenes Mädchen wieder zurückkehrt nach Pirna, erschüttert die Stadt seltsame Todesfälle. Aber als wäre das nicht ihr einziges Problem, soll Sie sich nun fügen und heiraten. Es dauert auch nicht lange und Sophia trifft auf einen netten jungen Mann, aber dieses Buch lässt ihr keine Ruhe. Das einzige was Sie in den Jahren herausfinden konnte ist, dass es was Medizinisches sein muss. Aber was kann man damit heilen? Meiner Meinung nach, wieder ein super geniales historisches Buch. Ich liebe gute recherchierte Geschichte und ich mag die Figuren aus der Vergangenheit. Bin total begeistert und hoffe das es avon auch noch eine Fortsetzung gibt. Fazit: Einfach nur Kaufen!

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 23.10.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                  12                           22                     75,00€PollyMaundrell                     15                           60                     47,00€Kirschbluetensommer     181                         181                    53,00€ annlu                                        49                         100                   253,00€Nelebooks                            765                        703                      94,90€ulrikeu                                      81                          50                      30,00€Oanniki                                    28                          38                      25,00€ChattysBuecherblog             0                          20                     104,80€ Kurousagi                             346                        251                     0,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€

    Mehr
    • 267
  • Ein fantastischer Roman

    Die Fallstricke des Teufels

    verruecktnachbuechern

    22. October 2017 um 18:23

    Sophia verlor ihren Bruder und ihre Mutter an die Pest. Ihr Vater schickte sie zu seinem Bruder nach Leipzig. Er sollte sich um die Erziehung von Sophia kümmern.Vor ihrem Umzug entdecke Sophia ein geheimnisvolles Buch, es war verschlüsselt und sie steckte es einfach ein. Einem Professor gelingt es nicht das Buch zu übersetzten. Als Erwachsene kehrt Sophia in ihr Elternhaus, nach Prina, eine Stadt in der Nähe von Dresden, zurück.Dort kommen einige Probleme auf sie zu. Nicht nur, dass in Prina die merkwürdigen Todesfälle und Selbstmorde nicht aufhören; Sophia ist auch im heiratsfähigen Alter und es gibt mehrere Bewerber. Das Cover des Buches ist wahnsinnig schön. Die junge Frau und die Altstadt drauf, wirken sehr ansprechend und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.Der Klappentext passt nicht richtig zum Buch. Er spiegelt zwar den Inhalt des Buches wieder, legt aber den Schwerpunkt total anders. Es handelt sich eher um eine Liebesgeschichte mit einem Krimi und nicht um einen Krimi und die Suche nach einem Mittel gegen die Pest. Sophia ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie interessiert sich wenig für hausfrauliche Aktivitäten, auch möchte sie ihren Ehemann mit aussuchen können und scheut sich nicht davor, die Ärmel hochzukrempeln und mit anzufassen.Sie entspricht nicht den damaligen Frauenbild und das macht sie gerade so charmant und liebenswert. Alle Charaktere sind fein ausgearbeitet und glaubhaft. Es macht Spaß sie in diesem Buch näher kennen zu lernen und sie zu begleiten. Ehe man sich versah ist man mittendrinnen, in Prina 1541. Die Sprache passt, das Verhalten passt. Die ganze Atmosphäre von damals wird von der Autorin großartig aufgegriffen und umgesetzt.Es lässt sich leicht lesen. Der Schreibstil wirkt flüssig. In diesem Buch werden Fiktion und Fakten miteinander verknüpft. Es gab die Pestwelle, welcher viele Menschen zum Opfer fielen und es gab auch den Glaubenswechsel. Heike Stöhr hat existierende Todesfälle mit eingesponnen und berichtet von Häusern, welche es noch heute gibt. Obwohl Liebesgeschichten nicht meine liebsten Geschichten sind, habe ich richtig mit gefiebert. Das Buch endet gemein mit einem Cliffhanger und ich warte gespannt auf die Fortsetzung. Zu gerne möchte ich wieder Zeit in Prina mit Sophia verbringen und sehen, was dieses mal auf sie zu kommt. Einen Punkt Abzug gibt es von mir für den Klappentext. er schürt falsche Erwartungen. Eine klare Leseempfehlung von mir. Ich habe das Buch im Rahmen einer Lesserunde gewonnen und möchte mich bei der Autorin und dem Verlag dafür bedanken. 

    Mehr
  • Unglaublich fein ausgearbeitet!

    Die Fallstricke des Teufels

    Ellaliest

    19. October 2017 um 20:39

    Inhalt:Pirna 16.Jahrhundert, die junge Frau Sophia wird auf seltsame Morde in ihrer Stadt aufmerksam. Der Richter schiebt sie jedes Mal als Selbstmord ab, doch sie geht der Sache auf eigene Faust nach.Was wenn jemand ganz bewusst gewisse Personen ausschaltet? Nur wer ist es und warum?Und dann gibt es auch noch die alten Schätze aus dem Kloster, die in 5 Kisten unter die Bürger gekommen waren. In einer davon befindet sich ein mysteriöses Buch...Meinung:Am meisten liebe ich - wie man am Titel unschwer erkennen kann - die feine, großartige Recherche!Tatsächlich gab es in Prina zu der Zeit seltsame Selbstmorde, das Stadtschwein wütete auch in der Realität und eine Bäckerstochter wurde wegen Kindsmord tatsächlich gehängt.Auch wenn der Klappentext es vielleicht vermuten lässt: Nein, dieses Buch ist kein Krimi. Natürlich, wir haben am Anfang die Spannung wer nun eben der Mörder ist, allerdings wird das dann ziemlich schnell klar und wir warten darauf, dass auch unsere Protagonistin alles versteht.Trotzdem hielt sich die Spannung. Ob nun eben wegen plötzlichen Wendungen in Sophias Leben oder Einblicken in die damals typischen Bräuche und Sitten.Zur Protagonistin: Ich mochte Sophia wirklich gerne, allerdings konnte für mich nichts ihre Freundin Maria toppen. Diese Frau war einfach unglaublich stark, klug und gibt nichts auf die Gedanken anderer.So, ganz zum Schluss noch kurz was zur "äußeren Form": Das Cover ist ohne Zweifel wirklich schön, auch wenn die Schrift etwas aus dem Farbkonzept fällt. Die Länge der Kapitel ist dazu wirklich angenehm, nicht zu lang, nicht zu kurz.FAZIT:Ein toller historischer Roman, der super fein recherchiert ist und somit einfach noch spannender ist :D5/5 Sternen

    Mehr
  • Die Fallstricke des Teufels - ein historischer Roman aus Pirna

    Die Fallstricke des Teufels

    Diana182

    19. October 2017 um 09:00

    Das Cover ist in hellen Farben gehalten und zeigt ein junges Mädchen mit dunklen Haaren. Darunter ist eine mittelalterliche Stadt zu sehen. Schon auf Grund seiner dicke viel mir dieses Buch direkt ins Auge.Aber auch der Klappentext ist anregend formuliert und verspricht eine spanende, historische Geschichte.Handlungsort: das mittelalterliche Pirna.Beim ersten Durchblättern fällt hier direkt eine Landkarte Pirnas ins Auge, auf der alle wichtigen Handlungsorte gekennzeichnet sind. So hat man beim lesen schon die ersten Anhaltspunkt, wenn man als Ortsfremder liest.Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell, da man nach und nach die einzelnen Mitwirkenden kennen lernt. Dies wird auch von einem gut aufgestellten Personenregister erleichtert.Durch die charakterlich tiefe Zeichnung der einzelnen Figuren, kann man diese schnell auseinander halten und merkt auch sofort, wer Sympathieträger ist, aber auch, wer nichts gutes im Schilde führen dürfte.Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und detailliert. So führt sie gekonnt durch diese gut recherchierte Geschichte und lässt schnell eigene Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Hier und da werden alte Gebräuche und Begebenheiten aufgeführt, die ich so bisher nicht kannte. Somit lernt man beim lesen dieser spannenden Geschichte direkt noch wissenswertes aus der früheren Zeit hinzu.Die Story ist sehr spannend und mitreißend aufgebaut und mit einander verknüpft. Einmal angefangen, war ich direkt von Sophie und Niklas Geschichte gebannt, dass ich das Buch nur noch ungern aus den Händen legen wollte.Das Ende ist sehr gut und schlüssig formuliert und bringt so einiges ans Tageslicht, womit ich nicht gerechnet hätte. Hier kommt es zu einer Vielzahl an unerwarteter Wendungen, die mich sehr staunen ließen.Dennoch bleiben ein paar Dinge offen, die gespannt auf den zweiten Teil des Buches warten lassen.Mein Fazit:Eine sehr gut durchdachte und recherchierte historische Geschichte, die in Pirna spielt. Ich habe das Buch fasziniert gelesen und hätte dies noch stundenlang weiter machen können. Solch eine mitreißende Geschichte habe ich schon lange nicht mehr gelesen- daher vergebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung und volle Punktzahl- Bitte mehr davon!

    Mehr
  • Die Fallstricke des Teufels

    Die Fallstricke des Teufels

    StephanieP

    17. October 2017 um 17:00

    Pirna im 16. Jahrhundert: Die neunzehnjährige Sophia kehrt in ihre Heimat zurück, in welcher rätselhafte Todesfälle geschehen. Die Stadt deklariert diese als Suizide, doch Sophia glaubt nicht daran und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Und dann gibt es da noch ein mysteriöses Buch, welches sie versteckt im Haus ihres Vaters gefunden hat. Sophia beginnt gemeinsam mit einem Freund das Geheimnis des Buches zu entschlüsseln. Die junge Frau bringt nicht nur sich selbst sondern auch viele Menschen, die ihr nahe stehen, in große Gefahr. Heike Stöhr ist es mit ihrem bildlichen und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten historischen Roman zu verfassen. Zusätzlich zu den Krimielementen und den historischen Fakten findet sich auch eine Liebesgeschichte im Buch. Diese ist wirklich gelungen eingebaut, wodurch sie weder Überhand gewinnt noch kitschig wirkt. Ich finde, dass die Autorin die einzelnen Genres sehr gelungen verbunden hat. Vor allem der bildliche Schreibstil ermöglicht beim Leser großes Kopfkino und es fiel mir daher schwer das Buch wegzulegen. Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und lassen sich flüssig lesen, wodurch das Buch sehr kurzweilig wirkt. Die Autorin kann Wiederholungen und unnötige Längen komplett vermeiden, wodurch ich sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen konnte. Heike Stöhr schafft es gleich zu Beginn Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss zu halten. Da „Die Fallstricke des Teufels“ als Trilogie geplant ist, findet sich im Buch ein offenes Ende. Ich würde am liebsten heute noch mit der Fortsetzung beginnen und fiebere daher jetzt schon der Veröffentlichung des nächsten Bandes entgegen. Im Buch befindet sich eine Karte, welche es dem Leser ermöglicht die Geschehnisse örtlich sofort einzuordnen. Zudem finden sich ein Namensregister und ein Glossar im Buch. Beides ermöglicht dem Leser ein besseres Verständnis der Handlung und bei Unklarheiten kann schnell nachgeschlagen werden. Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem Sophia und Maria sind mir sehr sympathisch und ich musste das gesamte Buch mit ihnen mitfiebern. Besonders authentisch werden die Protagonisten durch ihre Dialoge. Diese sind der damaligen Zeit und Art zu sprechen angepasst, wirken beim Lesen allerdings nicht aufgesetzt oder langweilig. Auch geschichtlich wirkt „Die Fallstricke des Teufels“ sehr gut recherchiert. Beim Lesen merkt man, dass Heike Stöhr sich ausführlich mit den damaligen Lebensumständen, Traditionen und Bräuchen beschäftigt hat und diese sehr authentisch und gelungen zu Papier bringt. Hierzu findet sich auch am Ende des Buches ein Kapitel über die Geschichte hinter der Geschichte. FAZIT: „Die Fallstricke des Teufels“ konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und komplett überzeugen. Besonders gelungen finde ich die Verbindung von den historischen Fakten, den Krimielementen und der Liebesgeschichte. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Ich vergebe daher 5 Sterne und empfehle jedem Fan von historischen Romanen das Buch zu lesen!

    Mehr
  • Fesselnde Geschichte

    Die Fallstricke des Teufels

    mabuerele

    15. October 2017 um 20:48

    „...Sie hatte sich Klarheit gewünscht, doch stattdessen war alles verworrener geworden als zuvor. Sie fühlte sich wie eine Fliege, die dem Netz einer Spinne entkommen wollte und sich mit jeder Bewegung mehr in den klebrigen Fäden verhedderte...“ Sophia Weyner erlebt als Kind den Tod des Bruders und der Mutter durch die Pest. Schon damals fragt sich das aufgeweckte Mädchen, ob man die Krankheit nicht heilen könne. Die nächsten Jahre verbringt Sophia bei Onkel und Tante in Leipzig. Mehr als die hausfraulichen Fähigkeiten, die ihr die Tante vermitteln will, interessieren sie die Stunden beim Professor, dem Schwiegervater ihres Onkels. Er führt Sophia in die Wissenschaften ein. Heimlich hatte das Mädchen ein Buch aus dem Elternhaus mitgebracht. Der Professor lässt erst einmal seine Kontakte spielen, um zu erfahren, in welcher Sprache es geschrieben ist. Doch alle Versuche bleiben erfolglos. Mit 19 Jahren kehrt Sophia in ihr Elternhaus nach Pirna zurück In Pirna hat inzwischen Wolf Schumann die Stelle des Stadtschreibers inne. Der junge Mann war vor Jahren in die Stadt gekommen, um seinen Vater, Pater Johannes, im Kloster zu besuchen. Bevor der für immer die Augen schloss, hat er Wolf erzählt, dass fünf Kisten aus dem Kloster in den Weinberg vergraben wurden. In vieren befinden sich Schätze des Klosters, in der fünften ein wertvolles und geheimnisvolles Buch. Bei seinen Grabungen findet Wolf aber nur eine Kiste. Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Protagonisten werden gut charakterisiert Ich möchte mich auf zwei von ihnen beschränken. Wolf Schumann kennt keine Skrupel, um an das Buch zu gelangen. Macht und Reichtum sind sein Ziel. Er macht sich auf die Suche nach den Besitzern der Kisten. Sophia ist eine selbstbewusste junge Frau. Dabei versteht sie geschickt, ihren Willen auch gegen gängige Konventionen durchzusetzen. Allerdings sollte sie ab und an erst nachdenken, ehe sie ihrem Gegenüber eine Frage stellt. Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. In jeder Zeile ist die ausführliche Recherche der Autorin spürbar. Das mittelalterliche Pirna wird ausreichend beschrieben. Ein besonderes Highlight ist das Stadtschwein, dass gern junge Männer attackiert. Wir befinden uns in der Zeit der Reformation .Ab und an gewährt mir die Autorin den Blick auf die große Politik außerhalb von Pirna. Insbesondere das Verhalten von Philipp von Hessen und Moritz von Sachsen tangiert die Entwicklung in der Stadt, denn bei militärischen Auseinandersetzungen hat die Stadt Verpflichtungen. Durch Maria, Sophias Freundin in der Vorstadt, lerne ich die Arbeit der Bomätscher, der Schiffsschlepper, kennen. Mehrmals darf Sophia dem Bader zur Hand gehen. Auch die Gefahren in einer Stadt der damaligen Zeit werden dargestellt. Verschiedene Regeln für Handwerker, vor allem zur Vermeidung von Stadtbränden, werden geschickt in der Handlung erwähnt. Obiges Zitat, das einen Einblick in den teilweise bildhaften Schriftstil der Autorin gibt und ihren gekonnten Umgang mit Metaphern zeigt, fällt, nachdem Sophia dem Steinmetz Balthasar eine Frage gestellt hatte. Er ist einer derjenigen, die sich Hoffnung auf die Hand der jungen Frau machen. Intrige und Hinterlist konkurriert mit Hilfsbereitschaft und Vertrauen. Gut werden die Emotionen der Protagonisten wiedergegeben. Sophias Neugier und Gerechtigkeitssinn sowie Wolfs Hass und Rachegedanken sind Beispiel dafür. Eingebettet sind viele kleine Lebensgeschichten derjenigen, die sich um die beiden Hauptpersonen gruppieren. Ein besonderer Stadtplan auf der ersten Innenseite, ein ausführliches Personenregister, ein Glossar und ein blick in die Geschichte hinter der Geschichte ergänzen das Buch. Außerdem wird es einen weiteren Band geben. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Balance zwischen einer spannenden Handlung und Wissensvermittlung über Zeit und Leute ist sehr gut gelungen. Das Besondere ist außerdem, das eine heute weniger bekannte Stadt im Mittelpunkt der Handlung steht.

    Mehr
    • 6
  • spannend und emotional

    Die Fallstricke des Teufels

    Taluzi

    15. October 2017 um 11:27

    Sophia hat früh ihre Mutter und ihren Bruder an der Pest verloren. Im Kontor ihres Vaters hat sie ein seltsames Buch gefunden. Das Buch ist in einer Sprache geschrieben, die ihr fremd ist. Ihr Vater schickt sie eine Weile zu ihrem Onkel zur Erziehung. Gemeinsam mit ihm versucht sie den Inhalt des Buch zu entschlüsseln. Zurück in Pirna gerät das Buch für Sophia erstmal in Vergessenheit. Aber nicht für den Stadtschreiber Wolf Schumann. Versessen und mit allen Mitteln ist er auf der Suche nach 4 Kisten, die sein leiblicher Vater vor seinem Tod versteckt hatte. „Die Fallstricke des Teufels“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, geschrieben von Heike Stöhr. Die Geschichte spielt in Pirna in der Nähe von Dresden. Eine Stadt, die im Mittelalter durch ihr Zollrecht große Bedeutung als Handelsstadt hatte. Im Anhang des Buches kann nachgelesen werden, was zu den belegbaren Tatsachen gehört und was die Autorin dazu gedichtet hat. Die Geschichte Pirnas ist gut recherchiert und wird durch viele Charaktere lebendig. Anfangs sind die vielen Personen verwirrend, aber im Laufe der Geschichte kann man sich ein Bild machen, dabei hilft auch das Personenregister am Anfang des Buches. Gut beschrieben wird die Entwicklung der Protagonistin Sophia vom jungen Mädchen zur erwachsenen Frau, die weiß was sie will. Allerdings handelt sie meist emotional und folgt dem Ruf ihrer Gefühle. Leider meint das Schicksal es nicht immer gut mit ihr. Sophia will nicht an die gehäuften Selbstmorde in Pirna glauben und geht selber auf Spurensuche. An ihrer Seite sind der Maler Niclas und der Gelehrte Heinrich Fuchs. Die Autorin schreibt den Roman lebendig, spannend und emotional. Mitten in der Geschichte endet das Buch. Leider. Aber es erscheinen noch 2 Nachfolgebücher, in denen Sophias Geschichte weiter erzählt werden wird.

    Mehr
  • Klappentext irreführend, Inhalt trotzdem gut

    Die Fallstricke des Teufels

    Huschdegutzel

    14. October 2017 um 09:24

    1541 in Pirna: Rätselhafte Todesfälle häufen sich, als habe der Teufel selbst die Hand im Spiel. Gerade ist die 19-jährige Sophia in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, herangewachsen zu einer jungen Frau mit einem großen Interesse für Medizin, seit sie als Kind Mutter und Bruder an die Pest verlor. Im Kontor ihres Vaters fällt ihr ein seltsames Buch in die Hände und sie hofft, darin ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Auch ein anderer weiß um die Existenz jenes Buches, das ungeheures Wissen verspricht: Stadtschreiber Wolf Schumann. Er ist besessen davon, es an sich zu bringen. Und schreckt selbst vor Mord nicht zurück.Als ich auf diversen Plattformen las, worum es in dem Roman geht, war mein Interesse geweckt - umso irritierter war ich, dass da wohl derjenige, der den Klappentext verfasst hat, das Buch höchstens zu einem Viertel gelesen zu haben scheint.Man weiß ja, dass die Autoren da nicht viel mit zu reden haben, in diesem Fall ist das aber wirklich schade, weil der wahre Inhalt des Buches richtig spannend und unterhaltsam ist!Es ist zwar nicht völlig falsch, was da steht - aber es wird dem Inhalt auch nicht wirklich gerecht.Sophia ist nämlich zwar durchaus gebildet, aber sie verhält sich wie eine normale Frau jener Zeit - sie vertreibt sich die Langeweile bis zu ihrer Hochzeit.Und zwar ausgerechnet mit der Jagd auf einen Mörder - auf höchst vergnüglich zu lesende Art und Weise.Auf Liebesgeschichten in historischen Romanen stehe ich zwar nicht - die sind mir meist einfach viel zu unrealistisch - die hier geschilderte hat mich allerdings überrascht ... aber da schreibe ich nicht mehr dazu, das dürfen Sie selbst lesen!All das macht das Buch noch nicht zu etwas Besonderem - wäre da nicht die Tatsache, dass mit Autorin Heike Stöhr jemand am Werk war, der nicht nur den Protagonisten Leben einhaucht, sondern die erzählte Geschichte mit Dingen verwebt, die sich wirklich zugetragen haben.Die Morde gab es  - mit denen hat sich sogar Martin Luther befasst. Das Säcken einer Kindsmörderin ist historisch erwähnt und sogar das Stadtschwein war real ( wobei Schwein im Sinne von Wutz zu verstehen ist ! ).Dazu kommt noch, dass auch das politische Geschehen dieser Zeit nicht unerwähnt bliebt.Da hat sich jemand viel Mühe mit der Recherche gegeben und das führt dazu, dass zumindest bei mir das Ziel erreicht wurde: ich hab wieder was dazu gelernt und mich dafür nicht anstrengen müssen.Einen entschiedenen Nachteil haben "Die Fallstricke des Teufels" dennoch ... sie hören mittendrin auf und mir bleibt nichts andres übrig, als auf den Sommer 2018 zu warten, wenn es mit der "Hand des Teufels" zugehen muss, um mich da vom Lesen abzuhalten!

    Mehr
  • Ein spannendes Mittelalter-Abenteuer aus dem Luther-Zeitalter

    Die Fallstricke des Teufels

    oromis23

    11. October 2017 um 20:04

    Fans historischer Romane aufgepasst: Der Debütroman „Die Fallstricke des Teufels“ von Heike Stöhr entführt uns ins mittelalterliche Pirna zur Zeit von Martin Luther. Rätselhafte Morde, ein geheimnisvolles Buch und eine wunderbare Liebesgeschichte machen dieses Buch absolut lebenswert!Das Buch erschien 2017 im dtv-Verlag München. Ich erhielt ein Exemplar im Zuge der Leserunde auf LovelyBooks, was meine Meinung aber nicht beeinflusst. Meine Meinung: Hintergrund Das Besondere an diesem Roman ist, dass es sehr eng an reale Fakten geknüpft ist. Zahlreiche historische und politische Hintergründe über das Sachsen des 16. Jahrhunderts, aber auch Lebens- und Denkweise der damaligen Gesellschaft lernt man beim Lesen ganz nebenbei kennen. So sind die Morde tatsächlich passiert, viele Figuren im Buch haben wirklich in Pirna gelebt und sogar witzige Details wie das gefährliche Stadtschwein sowie die Rezepte beruhen auf Fakten. Handlung und Stil Nachdem man sich zu Beginn ins komplexe Figurennetz eingefunden hat (das Personenverzeichnis hilft zum Glück weiter!), nimmt die Handlung an Fahrt auf und bleibt bis zum Ende spannend. Brutale Morde, rauschende Tanzbälle sowie dramatische Intrigen und Liebesszenen halten den Leser in Atem. Zu kritisieren ist, dass das verschlüsselte Buch etwas zu kurz kommt und dass die Figuren oft die Zusammenhänge nicht sehen, die der Leser schon längst begriffen hat, was die Handlung etwas vorhersehbar macht. Dennoch ist der Plot sonst gut durchdacht und es passieren immer wieder unerwartete Nebenhandlungen.Der eher verschachtelte Schreibstil und die zur damaligen Zeit passende Ausdrucksweise erfordern etwas Konzentration. Dennoch bleibt man dank kurzer Kapitel und spannender Handlung im Lesefluss. Figuren Die Protagonistin Sophia Weyner war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist keine unrealistische Rebellin, was man ja aus vielen historischen Romanen kennt, sondern fügt sich so weit in die Gesellschaft und den christlichen Glauben ein, wie es von ihr verlangt wird. Nichtsdestotrotz ist sie sehr belesen, intelligent, mutig und handelt so selbstbestimmt, wie es damals möglich war. Man fühlt während ihrer Abenteuer mit ihr und schließt auch ihre Freunde ins Herz: den attraktiven Maler Niklas, den intelligenten Magister Fuchs, die kühne Freundin Maria, den treuen Marten und die resolute Köchin Gertrud (um nur einige zu nennen).Aber auch einen Antihelden gibt es im Buch. Wolf Schumann will das geheimnisvolle Buch an sich reißen und scheut dabei keine Gewalt. Durch die Demütigungen seiner Vergangenheit ist er gierig nach Macht und Anerkennung. Sein Handlungsstrang ist so geschickt gezeichnet, dass man Abscheu und Zorn gegen ihn entwickelt, aber zugleich Verständnis für sein Handeln aufbringt. Fazit Ihr habt Lust, Geschichte zu erleben, statt staubige Lehrbücher zu wälzen? Mit diesem Roman reist ihr direkt ins Mittelalter und lernt Vieles dazu, verpackt in eine spannende Geschichte mit vielen tollen (und einem grausamen) Helden. Trotz der kleinen, rationalen Kritikpunkte hat mich das Buch emotional mitgerissen und für Lesespaß gesorgt.An das offene Ende knüpft zum Glück der zweite Band „Die Handschrift des Teufels“ an, der voraussichtlich im Sommer 2018 erscheinen wird. Wer also Lust hat, in ein Medieval-Abenteuer im Luther-Zeitalter einzutauchen, sollte diesen Auftakt nicht verpassen!

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks