Die Fallstricke des Teufels

von Heike Stöhr 
4,6 Sterne bei23 Bewertungen
Die Fallstricke des Teufels
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Positiv (22):
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Unterhaltsamer, historischer Krimi. Geschickt verwoben historische Fakten und Fiktion.

Kritisch (1):
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Mittelalterliche History im unscheinbaren Gewand präsentiert...

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Inhaltsangabe zu "Die Fallstricke des Teufels"

Historischer Roman, spannender Krimi, dramatische Liebesgeschichte

1541 in Pirna: Rätselhafte Todesfälle häufen sich, als habe der Teufel selbst die Hand im Spiel. Gerade ist die 19-jährige Sophia in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, herangewachsen zu einer jungen Frau mit einem großen Interesse für Medizin, seit sie als Kind Mutter und Bruder an die Pest verlor. Im Kontor ihres Vaters fällt ihr ein seltsames Buch in die Hände ? und sie hofft, darin ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Auch ein anderer weiß um die Existenz jenes Buches, das ungeheures Wissen verspricht: Stadtschreiber Wolf Schumann. Er ist besessen davon, es an sich zu bringen. Und schreckt selbst vor Mord nicht zurück.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261593
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:08.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer, historischer Krimi. Geschickt verwoben historische Fakten und Fiktion.
    Unterhaltsamer, historischer Krimi. Geschickt verwoben historische Fakten und Fiktion.

    Einen kleinen Einblick in dieHandlung gibt dieKurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


    Das Buch stellt den ersten Teil einer Trilogie dar, das merkt man dem Finale auch deutlich an. Es endet also mit einem deutlichen "Cliffhanger", der durchaus Vorfreude auf den zweiten Teil erzeugen kann.

    Die Plot beinhaltet eine kleine Kriminalgeschichte um die Jagd nach einem geheimnisvollen Buch. Besondere Spannung kann die Krimihandlung nicht erzeugen, dazu ist das Geschehen denn doch etwas zu durchschaubar. Auch eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, selbstverständlich mit Berührungspunkten zum Kriminalfall.

    Die Schreibweise ist einfach und verständlich, für meinen Geschmack etwas zu "kindlich-naiv" gehalten. Da spürt man das Bemühen, den Zeitgeist einzufangen, aber auch die Vita der Autorin als Lehrerin. 
    Die ab und zu eingestreuten Ausflüge in mundartliche Dialoge haben für mich diesen Eindruck noch unterstrichen.

    Insgesamt aber ein sehr gelungenes Buch, in dem historische Fakten gekonnt mit einer unterhaltsamen, fiktiven Handlung verquickt wurden. Ich werde sicher auch die Folgebände der Trilogie lesen. Das Erscheinen des nächste Bandes ist laut Homepage der Autorin auf 2019 verschoben worden und Band 3 für 2020 angekündigt. Schade, dass wir noch so lange werden warten müssen.....!

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    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Heike Stöhr ist es in diesem Roman gelungen, historische Ereignisse und Personen miteinander zu einer spannenden Handlung zu verbinden.
    Gelungener Auftakt einer historischen Trilogie

    "Die Fallstricke des Teufels" ist der Auftakt einer Trilogie, die im historischen Pirna und Umgebung (z. B. Leipzig) spielt. Im Buchumschlag befindet sich eine Karte, die ebenso wie die Personenübersicht und der Glossar zum einen die Handlung untermalen und zum anderen sehr hilfreich beim Nachschlagen sind. 
    Mir hat es viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es ist keine Lektüre, die man in einem Rutsch durchliest, sondern ich habe mir Zeit dafür genommen und aufmerksam gelesen. 
    Historische Romane, deren Handlung weit vor unserer Zeit angesiedelt ist, mag ich sehr gerne, weil ich etwas über das damalige Leben erfahren kann. Immer wieder hat die Autorin kleine, aber auch wichtige Dinge in die Geschichte eingebaut, die zum früheren Alltag gehört haben und heute ganz anders sind.
    Heike Stöhr ist es in diesem Roman gelungen, historische Ereignisse und Personen miteinander zu einer spannenden Handlung zu verbinden. Die mysteriösen Todesfälle soll es tatsächlich gegeben haben, wie sie im Nachwort anspricht. Solche realistischen Hintergründe und gründlichen Recherchen machen für mich historische Romane aus, weshalb es ganz nach meinem Geschmack ist. 
    Das Buch hatte für mich ein paar Längen, nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf den zweiten Band, der voraussichtlich im April 2018 erscheint.

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    aly53s avatar
    aly53vor 7 Monaten
    Ein starker Trilogie Auftakt, der auf ganzer Ebene überzeugt

    “Die Fallstricke des Teufels” ist der Auftakt einer Trilogie rund um die mutige junge Sophia und ein geheimnisvolles Buch.

    Ich mag historische Romane sehr gern. Daher stürzte ich mich ohne zu zögern darauf.
    Es spielt im Jahre 1541 in Pirna. Eine Stadt mit einem historischen Hintergrund. Die Autorin hat hier wirklich sehr gut recherchiert und so manche Gepflogenheiten sehr schön in ihre Handlungen mit eingewoben.
    Sie hat eine sehr fesselnde, einnehmende und leichte Art zu schreiben.
    Man lernt ein kleines Mädchen kennen, das man beschützen möchte und gleichzeitig ist sie ein sehr starker kleiner Mensch. Man bekommt direkt einen Einblick in eine Zeit voller Schmerz und Tod.
    Hoffnungslosigkeit wallte in mir auf, wie eine nie endende Welle.
    Sie zeigt uns Sophia. Eine mutige junge Frau, die ich sofort ins Herz schloss.
    Bereits die ersten Zeilen haben mich in dieses Buch gezogen und ich wollte mehr über Sophia und das geheimnisvolle Buch erfahren.

    Man erfährt hier zwei Perspektiven. Die von Sophia und die von ihrem Widersacher.
    Demzufolge gibt es auch zwei Handlungsstränge, die sich allein schon der Atmosphäre her, sehr unterscheiden.
    Neben Sophia, mochte ich auch Niklas und Marten sehr. Aber auch Maria hat mein Herz sofort erobert.
    Die Charaktere sind allesamt sehr schön ausgearbeitet, authentisch und mit Leben gefüllt.
    Sophia bildet die Sonnenseite dieser Geschichte.
    Auf der anderen Seite finden wir einen Mann, der die Abgründigkeit in Person ist. Er hat in mir die unterschiedlichsten Emotionen wachgerufen und ich wusste nie, wie ich ihn einschätzen sollte.
    Er war mir einfach zuwider. In allem was er tat und wie er es tat. Ein Antagonist, wie man ihn nicht besser hätte in Szene setzen können.

    Die Handlung selbst ist von Anfang sehr spannend gehalten. Die Autorin schreibt sehr detailliert und bildreich. Man erlebt wie die damalige Zeit war und wie “Bestrafungen” erfolgten.
    Aber auch über die Bräuche und die Pest erfährt man eine ganze Menge, was es ungleich interessanter und abwechslungsreicher macht.
    Ein Umstand der mich wirklich nicht unberührt gelassen hat. Aber was mir wirklich unter die Haut ging ist, wie die Frauen damals behandelt wurden. So viel Ungerechtigkeiten und es hat mir einfach nur die Luft abgeschnürt.
    Dinge , die man sich heute nicht mehr vorstellen kann, die aber damals einfach so waren.
    Zudem wurde es sprachlich sehr gut angepasst, wodurch man sich noch tiefer hineinbegeben kann.
    Die Autorin schafft es auf einzelne Aspekte einzugehen, ohne dabei den roten Faden zu verlieren.

    Ich hab an Sophias Seite kräftig mitgelitten und mitgefiebert. Es hat mich mitgerissen und völlig abtauchen lassen.
    Ich habe genossen, wie erste zarte Gefühle entstanden sind. Das ist einfach realistisch und aufgrund dessen konnte ich mich sehr gut in die einzelnen Situationen hineinversetzen und es auch nachvollziehen.
    Schmerz, Qual, Tränen.
    Verlust und Trauer.
    Glück, Liebe und Freundschaft.
    Es ist erschreckend, teilweise wirklich grauenhaft wozu Menschen fähig sind. Es hat mich mehr als einmal geschüttelt und doch hat es mir auch mehr über das Innerste des jeweiligen verraten.
    Sophias Weg ist nicht leicht. Sie hat mit allerhand zu kämpfen.
    Dinge die sie formen und ihren Weg ebnen.
    Ich mochte ihre Entwicklung sehr. Ihren Mut und ihre Unerschrockenheit.
    Wie sie sich einfach allem entgegenstellt und sich selbst als Dedektivin versucht.
    Doch manchmal passieren einfach Dinge, gegen die man machtlos ist. Hoffnungslosigkeit und nie endende Wut bricht über einen herein und man will einfach nur schreien oder wie in meinem Fall, in die Handlung eingreifen.
    Besonders auf der emotionalen Ebene konnte ich mich sehr gut hineinfallen lassen. Sophia ging mir einfach unheimlich nahe.
    Mit jeder Seite lebt diese Geschichte mehr. Es gibt unheimlich viele Geheimnisse, die ergründet werden wollen.
    Todesfälle die einer Klärung bedürfen.
    Mystik, Historik und Krimi Elemente sehr gut miteinander kombiniert.
    Besonders “das Buch” hat mich fasziniert. Ich hätte mir gewünscht, das man darauf noch intensiver eingegangen wäre.
    Obwohl ich es recht vorhersehbar fand, gerade weil man die zweite Perspektive noch erfährt, so wurde es doch zu keiner Zeit langweilig.
    Und trotz allem wurden gerade zum Ende hin, noch sehr gute Wendungen platziert.
    Wendungen, die mich jetzt erneut zum umdenken zwingen.
    Plötzlich wird alles anders betrachtet und man hat seine Vermutungen.
    Ich habe eine brennende Hoffnung und bin wirklich gespannt, ob sich diese im Folgeband erfüllen wird.
    Erwähnenswert ist auch unbedingt das Glossar und Personenverzeichnis. Ebenso wie die Geschichte hinter der Geschichte, wo man nochmal einiges erfährt.
    Heike Stöhr beweist das geschichtliches, enorm spannend und niemals langweilig ist.
    Ein Debütroman der herausragend und fundiert ist und auf kompletter Ebene überzeugt.

    Fazit:
    Eine mutige junge Frau und ein geheimnisvolles Buch

    Ein Trilogie Auftakt der mich sofort in den Bann gezogen hat. Man kann es kaum glauben, das es ein Debütroman ist. Denn er ist herausragend und sehr fundiert, überwältigt in seiner Ausarbeitung und Vielschichtigkeit.
    Pirna im 16.Jahrhundert, das mich nicht losließ.
    Es ist sehr komplex und hat mich mit jeder Seite mehr in den Bann gezogen, mehr berührt.
    Wahrheit und Fiktion wurden hier sehr gelungen miteinander verwoben.
    Eine Auftakt der nicht nur vielversprechend ist, sondern den man unbedingt weiterverfolgen muss.
    Jeder der historisches mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Ich bin wirklich begeistert und vollkommen hin und weg von der Ausstrahlung und Lebendigkeit des Ganzen.

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 8 Monaten
    Eine starke Frau in einer Zeit wo starke Frauen nicht gern gesehen waren

    Meine Meinung zum historischen Roman:
    Die Fallstricke des Teufels


    Aufmerksamkeit:
    Diesen Punkt findet ihr wie stets auf meinem Blog.


    Inhalt in meinen Worten:
    Im Jahre 1541 passieren merkwürdige Todesfälle, alles scheint auf Selbstmord hinauszulaufen, doch ist es das wirklich?
    Sophia, hat es nicht leicht. Starb ihre Mutter recht früh, durfte sie in Leipzig lernen, zurück in Pirna, muss sie Heiraten, doch sie glaubt an die Liebe. Bis eine Nachricht kommt, das ihr Vater verunglückt ist.
    Doch geht hier alles mit rechten Dingen zu?
    Was ist das für ein Geheimnisvolles Buch, das Sophia stets vor ihrem Vater verbirgt, denn lesen kann es seltsamerweise niemand, und warum ist hinter Sophia jemand hinterher und macht ihr Leben zur Hölle?
    Dies und vielen anderen Fragen muss sich Sophia stellen.


    Wie ich das gelesene empfand:
    Der Einstieg in das Buch hat mir irre gut gefallen, gerade weil es richtig frisch wirkte, schnell änderte das Buch aber sein Gesicht und ich musste dann erst einmal eine mittlere Durststrecke überstehen und dachte mir schon zwischendrin, hoffentlich komme ich an das Ende des Buches, doch die Autorin machte es mir dann irgendwann wieder leichter und ich wollte einfach nur erfahren was mit Sophia los ist, warum so viele blöde Umstände passieren und was es heißt 1541 in Pirna Erwachsen zu werden.


    Schreibstil:
    Die Autorin verwendet eine recht einfache Sprache, hat am Anfang auch einen echt spannenden Verlauf angezeigt nur in der Mitte holte mich die Autorin nicht ab, zu sehr bauschte Sie Dinge auf, die vielleicht auch kürzer hätten gefasst werden können. Doch gerade die letzten 100 Seiten schafften es dann wieder mich an das Buch und seine Handlung zu bringen. Was mich übrigens begeistert, dass dieses Buch wirklich einfach geschrieben ist und nicht in einem Dialekt oder gar in einer Sprache angehaucht ist, mit der ich nicht zurecht komme, denn ehrlich, da musste ich schon öfters feststellen das manche Historische Romane doch ziemlich schwer lesbar sind, hier nicht. Das einzige was mich hin und wieder ausbremste waren manch Flüchtigkeitsfehler.
    Die Handlung wird übrigens von einem Alles Wissenden Erzähler geschrieben und nicht aus der Ich-Perspektive


    Charaktere:
    Die Autorin baut sehr auf Charaktere Ausbildung, gleichzeitig treibt Sie die Handlung aber auch wunderbar voran.
    Mein liebster Charakter, da mag ich noch nicht daran glauben, dass er wirklich gestorben ist. Denn das war eine harte Szene im Buch.
    Sophia ist eine wahnsinnig starke Persönlichkeit und weiß was sie will und was nicht, sie setzt sich für sich ein, was damals sicherlich nicht so gerne gesehen war und für manche Frau sicherlich nicht gut endete, doch Sophia hat Glück und schafft sich mehr Freunde als Feinde mit ihrer Mitfühlenden und echten Art. Das fand ich sehr schön zu entdecken und mit ihr zusammen durch die Zeit zu streifen.


    Themen:
    Ich finde es toll, dass Rätsel eine richtig große Rolle im Buch spielen, gerade am Ende greift die Autorin dazu noch einmal etwas auf.
    Manches das im Buch spielt, wie zum Beispiel ein aufgescheuchtes wildes Schwein was wirklich anstrengend ist und manchen nicht nett mitspielt gab es wirklich, auch manche Figur im Buch gab es wirklich, vielleicht auch nicht so, wie die Autorin die Figur in den Rahmen gesetzt hat.
    Für mich kam auch klar die Not der Schwangerschaft ohne Ehemann zu Wort, hier hoffe ich irgendwie das im zweiten Teil noch etwas mehr darüber erfahre, ich hoffe auch, dass das Buch in guten Händen landet und das Sophia eine gute Frau wird, mal sehen, wie die Autorin mit der lieben Sophia spielen wird.


    Empfehlung:
    Für mich, die ich eher weniger Historische Romane lese und mag, hat dieses Buch die richtige Spannung und die richtige Geschichte geliefert, so das ich wirklich gerne das Buch gelesen habe, nur der Mitteilteil war etwas langatmig, wer sich hier aber nicht dran stört, wird bestimmt auch Sophia in sein Herz schließen.
    Für mich ist übrigens die Rolle von Sophia sehr stark gezeichnet und ich hoffe noch mehr über diese Frau zu erfahren. Nebenbei hoffe ich auch, dass manche Frage noch geklärt wird und was es denn nun wirklich mit diesem Buch auf sich hat, mal sehen, ob die Autorin mir im zweiten Teil mehr dazu sagt.
    Wer Rätsel mag, starke Frauen die sich zur Wehr gegen seltsame Männer setzen und zeitgleich liebenswert und besonders sind, sollte einen Blick in dieses Buch werfen.


    Bewertung:
    Mich hat das Buch unterhalten, bewegt, berührt und zeitgleich staunen, hoffen und kurzzeitig Fassungslos werden lassen, das war wirklich toll. Der Mitteilteil machte es mir schwer, und mancher Fehler im Buch bremste mich im lesen aus, letztlich ist das aber kein Grund das Buch nicht zu mögen.
    Ich gebe Sophia und ihrer Geschichte vier Sterne.

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor 8 Monaten
    Spannender und sehr gut recherchierter Auftakt der Trilogie von Heike Stöhr

    Pirna 1541: kurz nachdem Sophia Weyner, Tochter eines angesehenen Weinhändlers, in ihr Elternhaus zurückkehrt, ereignen sich in der Stadt rätselhafte Todesfälle. Der aufgeklärten und neugierigen Sophia fallen Ungereimtheiten bei den Todesfällen auf und unversehens befindet sie sich mitten in den Ermittlungen.

    Dann gibt es da noch das geheimnisvolle Buch, welches Sophia im Kontor ihres Vaters entdeckt hat und in einer ihr völlig fremden Sprache geschrieben ist. Sie möchte dem Buch unbedingt seine Geheimnisse entlocken, hofft sie doch auf ein dort verborgenes Mittel gegen den Schwarzen Tod.


    Ein historischer Roman mit Krimianteil? Genau mein Beuteschema, daher bedurfte es keiner langen Überlegung, dieses Buch von Heike Stöhr zu lesen.


    Wenn man das Buch aufschlägt, fällt dem Leser als erstes die sehr schöne Kartenzeichnung des alten Pirna ins Auge. Ich habe immer wieder nach vorne geblättert, um die im Roman erwähnten Örtlichkeiten nachzuschlagen. Ebenso war ich über das Personenregister erfreut, zumal hier vermerkt ist, ob es sich bei den Figuren um fiktive oder historisch verbürgte Charaktere handelt.


    Das Buch beginnt direkt dramatisch: man wird Zeuge, wie der Schwarze Tod der Stadt Pirna seinen tödlichen Stempel aufdrückt und auch vor dem Haus des Weinhändlers Simon Weyner nicht haltmacht. In der Folge verbringt Sophia die nächsten Jahre bei Verwandten in Leipzig, wo der Vater ihrer Tante, ein alter Professor, seine Freude an der wiss- und lernbegierigen Sophia hat.

    Kein Wunder also, dass das mysteriöse Buch, welches in einer fremden Sprache geschrieben zu sein scheint, Sophia fasziniert und sie nicht aufgeben möchte, seinen Inhalt zu entschlüsseln. Zumal sie auch dabei Unterstützung durch den alten Professors erhält.


    Sophia ist für ihre Zeit eine moderne und gebildete Frau, jedoch ist das in ihren Kreisen nicht unbedingt von Vorteil. Als sie mit neunzehn Jahren nach Pirna zurückkehrt, wird von ihr erwartet, dass sie sich bald vorteilhaft verheiratet – die Fähigkeiten als gute Hausfrau sind dabei deutlich erwünschter als die Fähigkeit, der lateinischen Sprache mächtig zu sein. Es ist klar, dass sich Sophia einen Ehemann wünscht, der ihre geistigen Freiheiten akzeptiert und respektiert.

    Sehr gut hat mir ihre Freundschaft mit Maria, einer Tagelöhnerin, gefallen, eine Freundschaft, an der Sophia gegen alle Widerstände festhält. Spannend war in diesem Zusammenhang die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Erwartungen an die beiden Frauen aufgrund ihrer verschiedenen gesellschaftlichen Stellung.


    Einer von Sophias Verehrern ist der Stadtschreiber Wolf Schumann, der sich von einer Verbindung zu einer alt eingesessenen Pirnaer Familie viele Vorteile verspricht. Auch er sucht seit seiner Jugend nach einem geheimnisvollen Buch, das Macht und Reichtum verspricht. Wie weit ist er bereit zu gehen, um in den Besitz des Buches zu gelangen? Schumann ist sehr ehrgeizig und strebt nach der Freiheit, für sich selbst entscheiden zu können – was kein Wunder ist, nachdem der Leser seine Geschichte erfährt. Umso gespannter war ich darauf, wie er sich in der Folge entwickeln würde.


    Die Figuren sind gelungen, sie werden vielschichtig und spannend dargestellt. Neben den beiden Hauptpersonen haben mir vor allem Sophias neu gewonnene Freunde sehr gut gefallen: der Bader Valentin Arnold, der Maler Niklas Dorndorf und der Magister Heinrich Fuchs, die die junge Frau bei ihren Ermittlungen und Versuchen, das Buch zu enträtseln, tatkräftig unterstützen.


    Die Autorin entwickelt eine komplexe und emotionsgeladene Handlung, die einzelnen Erzählstränge werden dabei gekonnt ineinander verwoben. Dabei besticht der Roman mit einer Vielzahl von sehr gut recherchierten Details, die wunderbar in das Geschehen eingebunden sind und die gesellschaftliche sowie politische Lage der damaligen Zeit authentisch wiedergeben. Nicht zu vergessen: der spannende Krimianteil, der es mir schwer gemacht hat, das Buch zur Seite zu legen.


    Mich konnte mein erstes Buch der Autorin vollauf überzeugen und ich bin nun sehr gespannt auf den zweiten Band, wie es mit Sophia und den anderen mehr oder weniger liebgewonnenen Figuren weitergehen wird.

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    nirak03s avatar
    nirak03vor 8 Monaten
    Gelungener Auftakt einer Trilogie

    Pirna in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Sophia ist eine junge Frau von 19 Jahren, als sie in ihre Heimatstadt zurückkehrt. In ihrem jungen Leben hat sie schon einiges hinnehmen müssen. Ihre Mutter und ihr Bruder sind an der Pest gestorben und sie wurde von einer Tante erzogen. Nun soll sie sich ihrem Leben als Frau in der Heimat stellen. Der Vater ist ein Handelsunternehmer und hat seine Tochter immer jeden Wunsch erfüllt. Bis sie eines Tages dieses merkwürdige Buch im Kontor gefunden hat. Auf ihre Fragen, woher er dieses seltsame Buch hat, schweigt er. Sophia hofft in diesem wundersamen Buch, etwas über die Pest zu erfahren. Vielleicht gar ein Heilmittel zu finden, aber auch andere wissen um die Macht dieses Buches und so geschehen seltsame Dinge im Umfeld der jungen Frau. Was geht hier vor? Und hat der Stadtschreiber Wolf Schumann etwas damit zu tun?


    Die Autorin Heike Stöhr erzählt hier die Geschichte einer jungen Frau, die noch am Anfang ihres Lebens steht. Sophias Heimat ist Pirna und so lässt die Autorin ein Bild dieser Stadt entstehen, wie Sophia sie wohl erlebt haben dürfte. Der Erzählstil nimmt einen dabei automatisch gefangen. Ich war jedenfalls völlig in den Bann gezogen. Frau Stöhr versteht es, ihre Leser zu fesseln. Es ist kaum zu glauben, dass dieser Roman das Debüt dieser Autorin ist. Sie hat gekonnt einen historischen Roman mit Elementen von Krimi und Liebesgeschichte verwoben. Entstanden ist ein spannendes Buch, welches ich eigentlich nicht aus der Hand legen mochte.


    Die Autorin hat ihren Charakteren leben eingehaucht und gibt ihnen dabei auch den nötigen Raum, um zu wachsen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um einen liebenswerten Protagonisten handelt oder um die Fieslinge. Sie hat sie alle so ausgearbeitet, dass sie echt wirken und man ihr jeweiliges Handeln glaubt. Sie wirken lebendig und könnten durchaus so gelebt haben und darauf kommt es ja letztendlich an.


    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dann aber doch. In der Geschichte gibt es einige Zeitsprünge, die leider nicht erwähnt werden. Besser wäre es, bei den einzelnen Kapiteln, dabei zu schreiben in welchem Jahr oder an welchem Tag man sich gerade befindet. Einfach zur besseren Orientierung des Lesers.


    Als ich die letzten Seiten dann gelesen hatte, war ich schon ein wenig enttäuscht, dass es schon vorbei sein sollte und die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Bei „Die Fallstricke des Teufels“ handelt es sich nämlich um den Auftakt einer Trilogie. Ich bin schon jetzt neugierig, wie es mit Sophia und ihren Freunden weitergeht.


    Ein Personenregister zu Beginn, sorgt für den nötigen Überblick, über die Protagonisten und klärt auch gleich, wer von den Charakteren historisch belegt ist und wer rein fiktiv. Ein Nachwort greift noch einmal den historischen Inhalt der Geschichte auf und gibt Auskunft darüber was Fiktion und was der Wahrheit entspricht. Ein Glossar der fremden Begriffe ist ebenfalls vorhanden und einen kleinen Stadtplan von Pirna gibt es zudem auch noch. Ich mag solche Details in historischen Romanen immer sehr gern.


    Mir hat dieser Auftakt richtig gut gefallen. Ich hatte spannende Lesestunden und kann „die Fallstricke des Teufels“ jedem empfehlen, der spannende, historische Romane mag. Die Geschichte ist interessant, die Charaktere wunderbar ausgearbeitet und auch die Liebesgeschichte nicht so vordergründig, dass sie alles für sich beansprucht. Die Mischung war meiner Meinung nach, genau richtig. Ich freue mich schon jetzt, wenn es mit Sophia und ihren Freunden bald weitergeht.



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    M
    miriamBvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Mix aus historischen Fakten und Fiktion - spannender und informativer Lesegenuß!
    Spannende und informative Unterhaltung!

    „Die Fallstricke des Teufels“ ist der bemerkenswerte Debütroman von Heike Stöhr. Sie zeigt dem Leser die Stadt Pirna im Jahre 1541.
     
    Sophia, die Tochter des Weinhändlers Weyner, ist die sympathische Hauptperson dieses Romans. Im Kontor ihres Vaters findet sie ein rätselhaftes, in Geheimschrift verfasstes Buch. Vorbild dafür war das Voynich-Manuskript, das bis heute nicht entschlüsselt werden konnte. Dieses Buch wird sie über Jahre begleiten und immer wieder Gegenstand ihres Interesses sein. Sie will es unbedingt enträtseln, weil sie sich ein Rezept gegen die Pest erhofft. Genau dieses Buch ist allerdings auch für den Stadtschreiber Wolf Schumann, Sophias bösartigen Gegenspieler, von Interesse – er setzt Himmel und Hölle in Bewegung um es in die Hände zu bekommen.

    In dieser Zeit passieren mehrere mysteriöse Todesfälle, die von offizieller Seite als Selbstmorde eingestuft werden. Sophia, ihre außergewöhnlichen Hausgenossen und der besonnene und intelligente Bader  glauben nicht an so eine zufällige Anhäufung von Selbstmorden und recherchieren auf eigene Faust.Ihre Persönlichkeiten und Schicksale werden anschaulich und lebensnah geschildert. Der Leser nimmt Anteil, lebt und fiebert mit!

    Neben diesem Kriminalroman wird natürlich auch eine dramatische Liebesgeschichte erzählt. Aber wirklich erstaunlich sind die zahlreichen historisch belegten Details, die den Roman zu einem besonderen Lesegenuss machen! Ein Glossar, eine schöne Stadtkarte vervollständigen das Buch und Heike Stöhr, selber Historikerin und Germanistin, widmet noch zum Abschluss ein Kapitel der Geschichte hinter der Geschichte, wo noch einmal historische Details angeführt werden.
    Dieser erste Teil einer Trilogie ist ein gelungener Mix aus genau recherchierten historischen Fakten und toll erzählter Fiktion – Geschichte mit Geschichten eben!

    Fazit:
    Mich hat das Buch völlig überzeugt: es bietet großartige, überaus informative und spannende Unterhaltung!
    Jeder der historische Romane mag, sollte „Die Fallstricke des Teufels“ unbedingt lesen und ich freue mich schon auf den zweiten Teil – „Die Handschrift des Teufels“

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    kessis avatar
    kessivor 8 Monaten
    Einfach genial

    " Die Fallstricke des Teufels" von Heike Stöhr,  ist ein wundervoll geschriebener historischer Roman der mit vielen Gefühlen und historischen Fakten gespickt ist. Dies ist der erste Teil einer Trilogie.
    Wir schreiben das Jahr 1541,  vor viele Jahren hat Sophia ihren Bruder und ihre Mutter durch die Pest, die überall wütete, verloren und ist somit zur Halbweise geworden. Ihr Vater, in seiner Trauen gefangen und völlig überfordert, schickt sie zu seinem Bruder und Schwägerin nach Leipzig. Die Tante soll sie für eine Zeit lang erziehen. In deren Haushalt lebt auch der Vater der Tante, ein großer Professor, der sich ebenfalls Sophia annimmt.Bevor sie aus Pirna weg musste hat sie im Kontor des Vaters ein geheimnisvolles Buch gefunden, mit wunderschönen Zeichnungen und einer Schrift, die Sophia nicht kennt. Dies hat sie heimlich mit nach Leipzig genommen. In den folgenden Jahren versucht der Professor  den Text und die Bilder des Buches zu entschlüsseln, an seiner Seite stets Sophia.
    Als sie Jahre später nach Pirna zurück kehrt , ist sie alt genug ist um in den Stand der Ehe einzutreten. Es gibt einige Bewerber die Sophia gern zu Frau nehmen würden.  Sophias Vater hat ihr Mal ein Versprechen gegeben, sie kann sich ihren zukünftigen alleine aussuchen. Sie ist gebildet und kann sehr starsinnig sein und hat ihre eigenen Vorstellungen von einem Leben in der Ehe. Sie möchte lieben und geliebt werden.Doch dann geschehen in Pirna unerklärliche Todesfälle. Steht das im Zusammenhang mit Sophia und dem Buch welches sich im Besitz der Familie befindet?
    Und bald gibt es diesen " Einen"  mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen möchte. Aber wie so oft, ist das Leben ein mieser Verräter und man muss um sein Glück kämpfen.Es gibt einen Nebenbuhler, der mit aller Macht alles unternehmen will um Sophia zur Frau zu bekommen. Er ist hinterhältig, bösartig und ein durch und durch hinterhältiger Mann, der ebenfalls ein Ziel verfolgt. Auch er weiß um die Existenz des Buches und möchte es unbedingt in seinen Händen wissen. Es gibt ein Problem, er ist angesehen und hat viel Einfluss, ein Fakt der für Sophia zum Nachteil werden kann. Wird ihm das etwas nützen und ist Sophia ihre große Liebe der Richtige?In dieser Zeit führt sie ein aufregendes und turbulentes Leben, in der sie viel Leid , Traurigkeit und Verluste erleiden muss. Aber sie hat viele Freunde die ihr zur Seite stehen, was ein großes Glück für sie ist. Und sie ist eine starke Frau.
    Meine Meinung:
    Ich bin erstaunt über all das erstklassig recherchierte historische Hintergrundwissen. Obwohl ich schon so viele Bücher aus diesem Genre gelesen habe, konnte ich mein Wissen erweitern.Der Schreibstil ist sehr berührend und mitreißend. Der Spannungsbogen nimmt an seiner Intensität ständig zu und es fiehl mir schwer, das Buch auch Mal zur Seite legen zu müssen.Ich habe das Buch in einer Leserunde mit der Autorin gelesen und  somit die Gelegenheit erhalten viele Dinge von ihr noch ausführlicher erläutert zu bekommen. Eines ist sicher, Heike Stöhr gehört ab sofort mit zu meinen Lieblingsautoren in diesem Genre.Absolute Leseempehlung.

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    Doschos avatar
    Doschovor 8 Monaten
    Rezension "Die Fallstricke des Teufels"

    Im Pirna des Jahres 1541 geschehen auffallend viele rätselhafte Morde. Das ruft die Kaufmannstochter Sophia Weyner auf den Plan, die aufgrund ihrer Neugier auf eigene Faust die Rätsel lösen möchte. Mit dem Stadtschreiber Wolf Schumann hat sie aber einen gefährlichen Widersacher, der es auf ein mysteriöses Buch von ihr abgesehen hat...

    Beim Lesen von „Die Fallstricke des Teufels“ musste ich mir wirklich mehrfach verwundert die Augen reiben. Mit einer Leichtigkeit verwebt Heike Stöhr Elemente des historischen Romans, des Krimis und der Liebesgeschichte zu einem rundum gelungenen Buch, als wäre das eine Aufgabe, die man mal eben nebenbei erledigt. Dabei sollte einem auch bewusst werden, dass dies der Debütroman von Heike Stöhr ist. Hier wird die Messlatte schon recht hoch gelegt. Wer Bücher von Wolf Serno, Ken Follett, oder Ricarda Jordan gelesen hat, wird hier zwar bekannte Elemente, wie etwa Kirchenbau, Folter oder medizinische Aspekte wiederfinden, dennoch bin ich der Ansicht, dass Heike Stöhr hier etwas Eigenes geschaffen hat.
    Dabei wird in diesem Buch allerdings auch nicht vor Schilderungen sexueller Vergewaltigung haltgemacht. Es ist mir ein Bedürfnis, in meiner Rezension diese schwierige Thematik anzusprechen, die definitiv in keiner Form zu verherrlichen ist. Dennoch passt für mich diese Art der Grausamkeit und Unterdrückung zum durch und durch ekelerregenden Charakter des Antagonisten Wolf Schumann, so dass mir eine solche Darstellung zwar mutig, aber dennoch stimmig erscheint.
    Überhaupt werden Charaktere hier zwar manchmal – vor allem bei Wolf Schumann – nervenaufreibend, aber dennoch sehr lebensnah beschrieben. Man kann die Welt des Pirna im Übergang vom Mittelalter in die Frühe Neuzeit wunderbar nachempfinden.

    So konnte mich „Die Fallstricke des Teufels“ vollkommen überzeugen, nicht nur, weil das Mittelalter bei historischen Romanen meine liebste Zeit ist und ich dafür ohnehin sehr empfänglich bin. Der Genremix des Buches macht nicht nur Spaß und ist spannend zu lesen, er erscheint immer ausgewogen, wird nie langweilig und bringt zudem noch etwas Frisches in diese Thematik. Volle Punktzahl und Kaufempfehlung!

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    widder1987s avatar
    widder1987vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Mittelalterliche History im unscheinbaren Gewand präsentiert...
    Wie war es damals gewesen...

    Klappentext: 1541 in Pirna - Rätselhafte Todesfälle häufen sich, als habe der Teufel selbst die Hand im Spiel. Gerade ist die 19-jährige Sophia in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, herangewachsen zu einer jungen Frau mit einem großen Interesse für Medizin, seit sie als Kind Mutter und Bruder an die Pest verlor. Im Kontor ihres Vaters fällt ihr ein seltsames Buch in die Hände und sie hofft, darin ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Auch ein anderer weiß um die Existenz jenes Buches, das ungeheures Wissen verspricht: Stadtschreiber Wolf Schumann. Er ist besessen davon, es an sich zu bringen. Und schreckt selbst vor Mord nicht zurück...

    Fazit: Mit einen Abstecher in die sächsische Provinz des Mittelalters zur Zeit des christlichen Umdenkens und auf der Spur nach geheimen unschätzbarem Wissen in Form eines uralten Schriftstückes lockt der Debütroman 'Die Fallstricke des Teufels' von Heike Stöhr die historisch-begeisternde Leserschaft.

    Zu Beginn landet der Leser unmittelbar im Pestjahr 1532 der Kleinstadt Pirna vor den südöstlichen Toren Dresden, nach zwei Kapitel springt die Handlung und Story nach Leipzig wie ein paar Jahre später um und kommt wenige Seiten wie wieder Monate später in Pirna zurück, wo der Haupthandlungsverlauf des knapp 500 Seitenwerkes erst richtig in Schwung kommt. Im Verlaufes des Romans, der ohne Datierungen geschrieben ist, muss sich der Leser immer wieder durch kurzen, abgehackten und unzusammenhängenden Inhalt kämpfen, der zwar auf tiefe Recherchearbeit der studierten Autorin berührt und zu einem detailgetreuen Zeitzeugnis verfasst würden ist, bleibt die Story um die Hauptakteure im Schatten der historisch-gesellschaftlichem Kulisse stehen.

    Der Schreibstil weckt mit seinen verschachtelten Satzbau wie einfachen Wortwahl und mit den damaligen Dialogform nicht die brennende Packheit einer spannenden Unterhaltungsliteratur, die den Leser eine groben Einblick in das mittelalterliche Klassenschichtsystem durch ein sanft dabin plascherden Erzählstil gibt.

    Da 'Die Fallstricke des Teufels' als kriminelle Lektüre dargeboten wird (laut Inhaltsangabe) kommt diese Gerne neben einer Lovestory und intriegende Machtschaften kaum zu Geltung. Was für den Leser als Lockmittel gilt, entpuppt sich zur kaltgestellte Nebensache und gibt den Weg für mörderische Halunken und reformären Zeitgeist frei...2,25 Sterne

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    1542 ereigneten sich in Pirna drei rätselhafte Selbstmorde. Wir wissen heute davon, weil sich eine der herausragenden Persönlichkeiten jener Zeit - nämlich Martin Luther – mit dieser Geschichte befassen musste.

    Ehrenwort – als ich 2011 auf Luthers Antwortschreiben an den Pfarrer von Pirna stieß, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass der Roman, den ich darum stricken würde, im Lutherjahr 2017 erscheint!

    Zum einen, weil ich gar nicht im Blick hatte, dass dieses Jubeljahr bevorstand, zum anderen, weil das Schreiben für mich noch ein riesengroßes Abenteuer war, dessen Ausgang gänzlich ungewiss erschien.


    „Die Fallstricke des Teufels“ ist mein erster Roman, und ich habe all das hineingepackt, was ich selbst an einem historischen Roman schätze:  Spannung, Abenteuer, Liebe und viele skurriele Details aus dem Alltag vergangener Zeiten in einer Handlung, die möglichst dicht an den historischen Fakten bleibt.


    Das Objekt der Begierde in meinem Roman ist ein geheimnisvolles Buch. Sophia, die Heldin, findet es im Kontor ihres Vaters, eines Kaufmanns. Die Schriftzeichen in dem Buch entziehen sich ihrem Verständnis, aber die faszinierenden, geheimnisvollen Illustrationen regen ihre Fantasie an. Sophia, die als Kind ihre Mutter und ihren kleinen Bruder an die Pest verlor, kennt bald nur noch ein Ziel: Sie will das seltsame Buch entschlüsseln, denn darin hofft sie ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Die Entschlüsselung des Buches wird für sie zu einer Obsession.

    Aber sie ahnt nicht, dass es in Pirna jemanden gibt, der auf der Suche nach diesem Buch ist, das er als sein rechtmäßiges Erbe betrachtet. Dieser Mann ist bereit, wirklich alles zu tun um in dessen Besitz zu gelangen, denn er glaubt, es enthalte ein Rezept für ewiges Leben.

    Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, bewerbt euch doch für die Leserunde, und mit ein wenig Glück, habt ihr das Buch schon bald in der Hand!

    widder1987s avatar
    Letzter Beitrag von  widder1987vor 10 Monaten
    Hier meine Lesermeinung: https://www.lovelybooks.de/autor/Heike-St%C3%B6hr/Die-Fallstricke-des-Teufels-1436392336-w/rezension/1505662151/ Auch wenn ich feststellen musste, dass mittelalterliche Histoy nciht meins ist, sehe ich Pirna diese Jahr zu Adventszeit mit anderen Augen...Danke für das Buch und die Leserunde
    Zur Leserunde

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