Neuer Beitrag

KerstinMC

vor 10 Monaten

(6)

Das Cover ist gewöhnungsbedürftig. Es zeigt, wenn man genau hinschaut, ein aufgerissenes Auge in Nahaufnahme. Der Batteriestatus, die Zeit und das Aufnahme Symbol deuten auf eine Video Aufnahme hin. So passt das Cover zum Inhalt des Buches. Allerdings spricht mich das Cover nicht an. Hätte ich über die Krimi- und Thriller Woche bei Facebook nicht einen Einblick in das Buch bekommen, hätte ich den spannenden Thriller niemals gelesen.

Kim und ihre drei Freunde haben die Schule beendet und lungern jetzt mehr oder weniger auf der Straße herum. Da sie keinen wirklichen Zeitvertreib haben, erfinden sie ein gefährliches Spiel. Zum Teil maskiert und mit Kamera bewaffnet versuchen sie Gefühle digitale aufzunehmen. Um die Gefühle Angst, Verzweiflung und Erschrecken hervorzubringen ist ihnen jedes Mittel recht.

Die Spannung des Thrillers baut sich langsam auf. Doch gerade dieser stetig steigende Spannungsaufbau hat es in sich. So steige ich als Leser langsam in das Spiel ein und muss gestehen, dass ich das Spiel sogar nachvollziehen kann. Während die Ziele ausgelotet werden, erfahre ich durch einen allwissenden Erzähler genau die Details, die ich brauche. Und lerne so nicht nur das familiäre Umfeld der vier Jugendlichen kennen, sondern auch das der Opfer. Gerade die Opfer werden detailliert charakterisiert, so dass ich mich mit ihnen identifizieren kann. Somit ist das Einfangen der Emotionen für mich noch viel extremer, als ohne das Detailwissen.

Es ist ein Thriller, der nahezu ohne Blut auskommt und einen mitten ins Herz trifft. Es ist kein Buch für zartbesaitete Leute, sondern für Krimi- und Thriller Fans. Ich kann für das Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen. Und denke dran, die Spannung setzt nicht sofort ein, aber sie haut einen ab einem gewissen Punkt einfach um.

Autor: Heike Vullriede
Buch: Emotion Caching
Neuer Beitrag