Heike Wulf

 4.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Bloody Marys, Am Abgrund ist die Aussicht schöner und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Heike Wulf

Heike WulfBloody Marys
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Bloody Marys
Bloody Marys
 (4)
Erschienen am 01.08.2011
Heike WulfAm Abgrund ist die Aussicht schöner
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Am Abgrund ist die Aussicht schöner
Am Abgrund ist die Aussicht schöner
 (2)
Erschienen am 18.02.2011
Heike WulfNoch mehr Schoten
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Noch mehr Schoten
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Erschienen am 15.04.2012
Heike WulfBest of Wort-Café '10 Dortmund
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Best of Wort-Café '10 Dortmund
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 (0)
Erschienen am 13.07.2011
Heike WulfBest of Wort-Café
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Best of Wort-Café
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Erschienen am 01.03.2015
Heike Wulf'n paar Schoten
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'n paar Schoten
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Erschienen am 20.04.2008
Heike WulfBest of Wort-Café '11
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Best of Wort-Café '11
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Erschienen am 25.06.2012

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Rezension zu "Bloody Marys" von Heike Wulf

Rezension zu "Bloody Marys: Das Leben birgt ein tödliches Risiko" von Sabine Deitmer
Asmodivor 7 Jahren

Am Anfang dieser Rezension steht erst einmal die Antwort auf die Frage, wer genau die Bloody Marys überhaupt sind, die dieses Buch verfasst haben.
Es handelt sich dabei mitnichten um einen Club von Liebhaberinnen alkoholischer Cocktails, sondern um einen Zusammenschluss Dortmunder Krimiautorinnen. Im Einzelnen sind dies Eva Encke, Sabine Deitmer, Christina Füssmann, Anne-Kathrin Koppetsch, Sabine Ludwigs und Heike Wulf, vornehmlich lesen die kaltblütigen Ladys für Frauenprojekte.
Im Jahr 2011 haben die Damen ihr erstes gemeinsames Buch herausgebracht (als Gast gesellte sich noch Jungautorin Sonja Rieckmann hinzu), und das Werk hat sich gewaschen.
Abgründig geht es zu in dieser Sammlung von Mordgeschichten. Von wegen, Frauen morden nur mit Gift! Das vermeintlich schwache Geschlecht meuchelt auf alle möglichen Arten, und zuweilen so brutal, dass selbst Idi Amin aschbleich werden würde.
Und immer führt die Spur nach Dortmund! Die Heimatstadt der Autorinnen bietet die Schauplätze der kriminellen Taten: das berüchtigte U, der Ostenfriedhof, der Reinolditurm, das Westfalenstadion, das Rosarium ... Überall liegen Leichen! Nach der Lektüre dieses Buches weiß man, dass nicht nur die Emscher und die Ruhr durch Dortmund fließen, sondern auch der Jordan.
Die Autorinnen untereinander zu vergleichen, ist schwierig. Jede Schreiberin hat zwar ihren eigenen Stil, aber alle Geschichten verfügen über ihren ganz speziellen Reiz. Bei Sabine Deitmer ist es besonders die ebenso ausgefeilte wie ungewöhnliche Figurencharakterisierung, welche die Faszination auslöst, bei Eva Encke die Eindringlichkeit der Situationsbeschreibung, bei Heike Wulf die originelle Handlung, bei Christina Füssmann die augenzwinkernde Ironie, bei Anne-Kathrin Koppetsch die emotionale Dichte und bei Sabine Ludwigs die Krassheit der Verbrechen.
Interessant ist, dass man bei vielen Fällen ein bestimmtes Schema ausmachen kann. Mann tut Frau – oft aus purer Lust an der Bosheit – etwas an (z.B. Ehebruch, Missbrauch, Mobbing), Frau übt Vergeltung. So bleibt der holden Weiblichkeit ein moralisches Hintertürchen offen, selbst wenn die Damen in ihrer Rachsucht häufig jedes Maß vergessen. Das sagt viel über das Verhältnis der Geschlechter zueinander und das frauliche Selbstverständnis aus. Als Mann ist man daher besonders über die Geschichten froh und dankbar, in denen Frauen aus pursten niederen Motiven killen und in ihrem Wesen zutiefst verdorben sind. Fast macht sich Erleichterung breit. Nicht nur Männer sind Schweine!
Auf jeden Fall ist in kriminologischer Hinsicht eines glasklar: Das Böse ist in Dortmund heimisch. Schalke-Fans dürfen sich bestätigt fühlen!

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Rezension zu "Am Abgrund ist die Aussicht schöner" von Heike Wulf

Rezension zu "Am Abgrund ist die Aussicht schöner" von Heike Wulf
Sophia!vor 7 Jahren

„Sie war schwer gefallen, kein Prinz hatte sie aufgefangen, niemand den Sturz gedämpft.“
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Diese und ähnliche negative Erfahrungen erleben Heike Wulfs Protagonistinnen. Das besondere Anliegen der Autorin, die als Redakteurin und Dozentin tätig ist, scheint die gezielte Unterstützung von Frauen, die in ihrem Leben ebenso wie die fiktiven Figuren am Rande des Abgrunds stehen und Fürchterliches erleben mussten. Daher macht sie am Ende ihres Werkes auf die Initiative Bloody Marys aufmerksam, in deren Kontext viele Geschichte Inspiration fanden.
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Unbeschreibliche Geschehnisse werden in den einzelnen Texten für die Leser greifbar gemacht und kunstvoll in Worte gefasst. Dazu zählen Themen wie beispielsweise Zwangsprostitution, Mord, Eifersucht und Rache, Ehebruch und unglückliche Beziehungen, Lügen und Einsamkeit, die episodenhaft beschrieben werden. Hier zeichnet sich das Vermögen der Autorin ab, ausdrucksvolle Worte für Situationen zu finden, die am Rande des Alltäglichen stehen. Als Leser wird man zum Nachdenken angeregt, wie z.B. über die Problematik unterschiedlicher Kulturen im Zusammenhang mit Geschlechterverhältnissen. Es darf sich die Frage gestellt werden, wieso es ausgerechnet Frauen sind, die so vieles durchleiden müssen.
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Vor allem die einzelnen Auseinandersetzungen mit den jeweiligen Geschichten ist hochinteressant, da es nicht von Anfang an klar ist, worum es eigentlich geht. Vielmehr ist es die Leistung des Lesers, das zentrale Thema beim Prozess des Lesens zu entschlüsseln. Das Buch ist nicht nur angenehm lesbar, sondern schafft eine unvergleichliche Spannung und regt noch weit über das Lesen hinaus zur eigenständigen Reflektion an.
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Fazit: Einblicke in die Abgründe menschlicher Seelenzustände.

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Rezension zu "Am Abgrund ist die Aussicht schöner" von Heike Wulf

Rezension zu "Am Abgrund ist die Aussicht schöner" von Heike Wulf
norbert_brockmeyervor 7 Jahren

Meistens ist es der letzte Satz, der einem endgültig den Boden unter den Füßen wegreißt: Opfer werden zu Tätern, Freunde zu Feinden, Mütter zu Mördern. In den Kurzgeschichten von Heike Wulf zerbrechen Beziehungen in totsicherer Regelmäßigkeit.

"Am Abgrund ist die Aussicht schöner" heißt der Band, der dramatische Einblicke in die Untiefen der Seele gewährt. Die Dortmunder Autorin schaut nicht nur hinter den nächsten Gartenzaun, sie schaut Menschen ins Gemüt, blickt dunkle Kellertreppen hinab, taucht stets für einen kurzen Moment in extreme Leben ein. Heike Wulf führt ihre Leser an den Rand des Abgrunds - und darüber hinaus....

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