Heiko Haumann

 4.3 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Dracula, Orte der Erinnerung und weiteren Büchern.

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Dracula

Dracula

 (5)
Erschienen am 16.02.2011
Orte der Erinnerung

Orte der Erinnerung

 (1)
Erschienen am 01.04.2008
Der Traum von Israel

Der Traum von Israel

 (1)
Erschienen am 01.07.1998
Die Russische Revolution 1917

Die Russische Revolution 1917

 (1)
Erschienen am 01.09.2007
Acht Jahrhunderte Juden in Basel

Acht Jahrhunderte Juden in Basel

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Erschienen am 01.02.2005
Geschichte Russlands

Geschichte Russlands

 (0)
Erschienen am 10.04.2009
Lebenswelten und Geschichte

Lebenswelten und Geschichte

 (0)
Erschienen am 01.11.2012

Neue Rezensionen zu Heiko Haumann

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Jaris avatar

Rezension zu "Dracula" von Heiko Haumann

Dracula - Leben und Legende
Jarivor 2 Jahren

Die meisten Interessierten wissen, dass die Figur Graf Draculas auf Vlad Draculea Tepes zurückgeht. Doch wie kam es dazu, dass dieser Kriegsherr zum Vampir wurde? Dies erklärt uns Haumann in seinem Werk. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: im ersten lernen wir Tepes und seine Kriege kennen. Davon gibt es viele und diesen Teil fand ich nach anfänglichem Interesse dann doch recht langatmig. Im zweiten Teil geht es um den Mythos Vampir. Woher kommt er, was genau ist ein Vampir und wie schlägt sich der Glaube an Vampire im früheren und heutigen Leben nieder. So arbeitet sich der Autor langsam auf den Kern der Sache zu: Bram Stroker. War er doch der erste, der Tepes und Vampire zusammenfügte und damit den modernen Graf Dracula schuf.
Haumanns Buch ist vor allem zu Beginn nicht ganz leicht zu lesen, dennoch finde ich, dass es sich lohnt. Zumindest für alle jene, die wissen wollen, was hier wirklich gespielt wird. Haumann hat wirklich gute Arbeit geleistet und fügt ein Puzzleteil ins nächste, ausufernd zwar, aber irgendwie muss man ja die Seiten füllen. Ein Tipp für alle Vampirfans auf der Suche nach den echten Vampiren!

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LadyMacbeths avatar

Rezension zu "Dracula" von Heiko Haumann

Rezension zu "Dracula" von Heiko Haumann
LadyMacbethvor 7 Jahren

Wenn sich jemand bereits lange und intensiv mit Vlad III. Drăculea auseinandergesetzt hat, dann ist es mit Sicherheit schwierig für einen Autor, diese Person mit einem nur 128 Seiten starken Buch zu fesseln. Was soll man schon “Neues” auf 128 Seiten unterbringen, wenn man einerseits den bekannten Forschungsstand referieren muss – damit eben auch jemand, der sich noch nicht mit dem Thema befasst hat, einen guten Überblick bekommt – und dann auch noch einen Bogen zur “Legendenbildung” spannen muss, weil es eben genau diese ist, die an Vlad III. heute noch fasinziniert?
Wirklich unbekannte Aspekte hat Heiko Haumann – jedenfalls für mich – nicht eingebracht. Trotzdem habe ich das kleine Büchlein verschlungen, weil es nicht nur ungeheuer gut recherchiert ist, sondern auch sprachlich sehr solide ist. Es gibt so viele Sachbücher, die langweilig oder umständlich geschrieben sind – weder das eine, noch das andere trifft auf Haumanns Dracula zu.
Für mich war insbesondere der Abschnitt über bildliche Darstellungen des Woiwoden interessant, denn davon hatte ich vor der Lektüre wirklich so gar keine Vorstellung. Heiko Haumann bringt (nicht nur in dem Kapitel über Bilder) immer wieder amüsante Fakten mit ein – so wurden bei einem Gemälde, das vermutlich Vlad III. darstellt, sorgfältig die Augen ausgekratzt. Der Besitzer fürchtete sich doch nicht etwa? ;) Auch die vielen Darstellungen in Wien waren mir bis dato völlig unbekannt.
Sehr lobenswert finde ich, dass über die angeblichen Gräueltaten, nur am Rande berichtet wird. Allzu oft wird Vlad III. fast ausschließlich über die scheußlichen Dinge wahrgenommen, die er getan haben soll (!) – und dabei wird nicht selten außer Acht gelassen, dass eine Pfählung eine eigentlich recht übliche Strafe zu jener Zeit war. Heiko Haumann geht gezielt auf diese Problematik ein, indem er den möglichen Kontext der Quellen, die Forschungslage und auch die Konsequenzen relativ detailliert schildert, dabei aber nicht explizit auf die grauenhaften Einzelheiten eingeht, die in diesen Quellen überliefert sind.
Erwähnenswert ist auch, dass Haumann sich darum bemüht, ‘Dracula’ nicht nur aus westeuropäischer Sicht zu betrachten. Es kommen Themen wie “Vampir-Tourismus” und Co. zur Sprache und auch der Umstand, dass ein solcher “Sensations-Tourismus” eher negativ aufgenommen und mit Argwohn betrachtet wird. Auch “wirkliche” Mythen, Sagen und Legenden rund um den Vampirglauben wird hier Platz eingeräumt – mit dem Verweis darauf, dass “unser Vampir” ein Konstrukt der Literatur ist. Insgesamt macht Heiko Haumann sehr nachdrücklich klar, dass es eigentlich keinen Aspekt gibt, der die Gleichsetzung “Dracula = Vampir” rechtfertigt.
Natürlich kommt auch die literarische (und filmische) Seite nicht zu kurz – neben Klassikern des Genres werden auch neuere Strömungen kurz beleuchtet, so z.B. die Chronik der Vampire von Anne Rice oder die Twilight Saga von Stephenie Meyer. Politische Aspekte werden in dem kleinen Büchlein ebenso betrachtet, wie die Tatsache, dass der Glaube an Vampire (o.ä.) keinesfalls lächerlich ist, sondern in jeder Gesellschaft, in der er lebendig ist, eine Aufgabe erfüllt.

Fazit

Heiko Haumann betrachtet das “Phänomen” Dracula – den wenigen Seiten zum Trotz – aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und macht das Büchlein damit zu einem Muss für jeden, der einen ersten Überblick über Vlad III. zum einen und über die Rezeption des Woiwoden zum anderen erhalten möchte. “Dracula – Leben und Legende” ist einfach rundum gelungen!

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Heiko Haumann wurde am 09. Februar 1945 in Attendorn (Deutschland) geboren.

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