Heiko Haupt Franziskus

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Inhaltsangabe zu „Franziskus“ von Heiko Haupt

Jorge Mario Bergoglio ist der neue Papst Franziskus. Doch wer ist dieser Mann, der sich in der Tradition des Franz von Assisi sieht, eines radikal der Armut verpflichteten Heiligen? Was steckt hinter dem Argentinier, der sich so betont bescheiden und demütig gibt? Was hat ihn geprägt? Wofür steht er als Geistlicher und was sind seine Ziele für das Pontifikat? Der renommierte Journalist Heiko Haupt liefert sowohl einen tiefgehenden Einblick in die Persönlichkeit von Jorge Mario Bergoglio als auch eine fundierte Auseinandersetzung mit seiner nicht unumstrittenen Vergangenheit während der argentinischen Militärjunta. Diese Biografie zeigt die ganzen Hintergründe über den Mann, auf dem die Hoffnungen von über einer Milliarde Katholiken ruhen.

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    Franziskus
    R_Manthey

    R_Manthey

    23. July 2015 um 11:09

    Das soll der neue Papst bei einem Abendessen mit den Kardinälen gesagt haben, die ihn gerade gewählt hatten. Und nun können wir alle raten, was er wohl damit gemeint hat. Denn Raten ist gerade in Mode, und das ist in diesem Buch nicht anders. Niemand kann jetzt schon wissen, was Franziskus mit und in seiner neuen Rolle tatsächlich anstellen wird. Nach noch nicht einmal einem Monat prasseln die ersten Biografien des neuen obersten Hirten auf den Büchermarkt. Realistisch gesehen kann deshalb die Tiefenschärfe dieser Werke nicht besonders hoch sein. Betrachtet man nun die Quellenangaben für dieses Buch, so findet man außer zwei Büchern nur jede Menge Internetseiten. Bei den Büchern handelt es sich um eine offizielle Biografie des Kardinals Borgoglio aus dem Jahre 2010 und einen Text eines ihm nicht sehr freundlich gesonnenen Landsmannes von 2005. Wenn man die Medien anlässlich der Papstwahl einigermaßen aufmerksam verfolgt hat, dann wird man in dieser Papst-Biografie nicht viel wirklich Neues vorfinden. Im Grunde handelt es sich bei ihr um eine mit heißer Feder geschriebene journalistische Recherchearbeit, die sich vor Urteilen drückt und nicht besonders deutlich zwischen Tatsachen und unbewiesenen Behauptungen unterscheidet. Darüber hinaus befasst sich gut die Hälfte des Buches nicht mit der Persönlichkeit des Papstes, sondern mit Problemen der katholischen Kirche, bei denen einige sich auch nur auf Vermutungen gründen, etwa, dass es im Vatikan einen Homosexuellenring mit beachtlichem Einfluss geben würde. Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Im ersten geht es um den Menschen Borgoglio und im zweiten Teil um den Papst, der er nun ist. Neben dem Lebenslauf Borgoglios befasst sich der Autor auch mit den Jesuitenorden, dessen Geschichte innerhalb der katholischen Kirche und seiner gegenwärtigen Rolle. Kardinal Borgoglio war der oberste Vertreter der Jesuiten in Argentinien zur Zeit der Militärdiktatur. Ihm werden in diesem Zusammenhang zwei schwere Vorwürfe gemacht, die, so lange sie nicht bewiesen wurden, lediglich Behauptungen darstellen. Journalisten tun sich offenbar schwer mit dem Unterschied zwischen Behauptungen und Tatsachen, da sie wahrscheinlich hinter jeder Behauptung eine Story wittern. Solche Behauptungen in einer Biografie unbewiesen auszubreiten ist in meinen Augen schlechter Stil. Ebenso kann es sich der Autor nicht verkneifen, die Unterstellungen gewisser Leute weiterzugeben, nach dem das bescheidene und demütige Auftreten des neuen Papstes eine einzige geschickte Selbstinszenierung sei. Wenn man so etwas wiederholt, dann sollte man es auch belegen können, denn sonst fällt es wohl in die Kategorie Diffamierung. Die Kardinäle haben einen Jesuiten zum Papst gewählt. Sie wussten also folglich auch, dass es Probleme mit seiner Integration in den vatikanischen Hofstaat geben würde. Und sie wussten auch, dass Borgoglio kein besonderes Netzwerk im Vatikan besitzt. Daraus ergeben sich interessante Ansätze und Fragen, zumal Borgoglio bereits bei der vorangegangenen Papstwahl eine sehr gute Position besaß und so die Wahl des späteren Papstes Benedikt verzögerte. Doch schon bei diesen Fragen versagt die Recherche des Autors, was natürlich kein Wunder ist, denn dafür hätte es mehr Zeit gebraucht. Und deshalb bleibt das ganze unter Zeitdruck geschriebene Werk auch an der Oberfläche der Ereignisse. Den neuen Papst hatte niemand aus der Gilde der Journalisten auf der Rechnung als es um die Spekulationen ging, wer es denn nun diesmal werden würde. Auch daran sieht man, dass die schreibende Zunft in Wirklichkeit keine Ahnung von den Vorgängen hinter den Mauern des Vatikans hat. Auch so gesehen ist dieses Buch eine Momentaufnahme und weniger eine Biografie, die am Ende noch durch Zitate aus den Glückwünschen von Staatsoberhäuptern und Meinungen von Zeitungskollegen etwas in die Länge gezogen wird. Für eine erste kurze Einschätzung der Persönlichkeit des neuen Papstes kann man dieses Buch vielleicht ganz gut gebrauchen. Es schildert auch die Baustellen, die den neuen Papst erwarten. Insbesondere wird es spannend sein, mitzuerleben, wie viel vom Verhalten des Jesuiten Franziskus die Institution katholische Kirche aushalten kann. Dass dieser Papst den Gläubigen gefallen und sie inspirieren wird, dürfte dagegen bereits jetzt offensichtlich sein. In Anbetracht der Zeitnot, unter der der Autor stand, ist dieses Buch nicht schlecht.

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