Teuflische Orte, die man gesehen haben muss

von Heiko Hesse 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Teuflische Orte, die man gesehen haben muss
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Unterhaltsamer ungewöhnlicher Reiseband

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Inhaltsangabe zu "Teuflische Orte, die man gesehen haben muss"

Teufelsbrücken, -löcher, -berge und -mühlen, Hexentanzplätze und Teufelsküchen – an unzähligen Orten in Deutschland stößt man auf den Höllenfürsten und seine Helfer. Heiko Hesse hat sich auf den Weg gemacht, um herauszufi nden, was hinter den teuflischen Bezeichnungen steckt. Unterwegs erfuhr er viel über Ängste, Mythen und Glauben in Geschichte und Gegenwart.
Dieses Buch führt den Leser zum sagenumwobenen Tintenfleck in Luthers Stube auf der Wartburg, auf den Spuren von Dr. Faust in Auerbachs Keller, zu den roten Teufeln in Kaiserslautern sowie einem fröhlichen Teufelchen in Lübeck, vor das Grab des Schauspielers Gustaf Gründgens in Hamburg – und an viele andere diabolische Orte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783861247173
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:bebra verlag
Erscheinungsdatum:13.09.2018

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    aus-erlesenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer ungewöhnlicher Reiseband
    Das hat Dir der Teufel erzählt!

    Herrgott nochmal, schon wieder eine Aufzählung von Orten, die man unbedingt gesehen haben muss, wenn man mal ein paar Tage in einer anderen Stadt verbringen will? Zum Teufel nochmal, nein! Heiko Hesse war nicht nur in einem Ort, um dort mehrere Orte aufzuzählen, die man … Der Belzebub, Luzifer, Mephisto, Deiwel, Diabolus, Pferdefuß, kurz der Teufel ist in sein Buch gefahren. Denkwürdige Orte sind es, die er näher vorstellt. Orte, an denen man ihn, den gefallenen Engel nicht erwartet. 
    Auerbachs Keller in Leipzig, die Wartburg in Eisenach oder den Betzenberg in Kaiserslautern – da ist er allgegenwärtig, in letztem Ort sogar tausendfach, wenn der 1. FCK aufläuft. In Aachen liegt er einfach so am Wegesrand. Krümmt sich fast vor Schmerzen. Ist ja auch klar, ihm fehlt ein Finger. Der Sage nach hat er sich ihn in der Dompforte eingeklemmt, als eine Schuld eintreiben wollte. Den Aachenern ging beim Dombau der Zaster aus. Hilfsbereit wie der Teufel nun mal ist, bot er seine Hilfe an. Er wollte nur die Seele des ersten, der durch die Pforte schritt. Ganz Christenmenschen, wie die Aachener waren, wollten sie aber keinen der Ihren opfern, und schickten einen Wolf in das Gotteshaus. Der Teufel düste wutschnaubend ab, die Tür schlug zu und der Daumen war einmal. Auf dem Rachefeldzug ging dem Teufel die Puste aus. Ein schlaues Bauernweib, das er fragte wie weit es denn noch bis Aachen sei, erkannte ihn und klagte über den (verdammt?) weiten Weg, der ihre Schuhe bereits ruinierte. Und an dieser Stelle steht heute eine Skulptur, und der Teufel liegt neben einem, mitten im Weg. 
    Einhundertzwölf Mal ließ sich Heiko Hesse von Satan aufhalten. Einhundertzwölf Mal ließ er ihn gewähren und in sein Buch Einzug halten. Einhundertzwölf Mal – noch 554 Mal, bis das Biest aus der Tiefe erwacht? Nein, es ist ein unterhaltsamer Reiseband, der dem Leser nützliche Tipps gibt, wie man im nächsten Urlaub dem Teufel ein Schnippchen schlagen kann, und ihn zwar erkennt, doch nicht herbeiruft. 
    Die Reise geht quer durch die Republik. Von wahrhaft höllischen Orten der Geschichte wie dem KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen in Thüringen. Über das Höllental bei Hinterzarten im Schwarzwald und Goslar, wo man in Erinnerung an ein bischöfliches Handgemenge in den Überresten des Doms nur bei genauerem Hinsehen den Fürst der Finsternis erkennen kann. Bis in die Domstadt Regensburg, wo die Donau über die Teufelsbrücke überquert wird. 
    Heiko Hesse ist ein amüsanter und gleichzeitig informativer Reiseband gelungen. Eine höllisch lange Reise wäre es, alles auf einmal abzuklappern. Aber wenn man in der Nähe ist, freut man sich, wenn man dieses Buch im Gepäck hat. Wer die Augen offenhält, begegnet dem Teufel in so mancher Verkleidung. Heiko Hesse reißt ihm so manches Mal die Maskerade von der Fratze und legt ihn frei. 

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