Heiko Kleve Aufgestellte Unterschiede

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Inhaltsangabe zu „Aufgestellte Unterschiede“ von Heiko Kleve

Das Unterscheiden gehört in der Sozialen Arbeit zur Diagnose wie zur Intervention: Wie unterscheidet sich das Leben, das ein Klient führt, von dem, das er führen möchte oder führen soll? Wie können professionelle Helfer so intervenieren, dass bei Klienten konstruktive Unterschiede, d. h. nützliche Veränderungen, angeregt werden? Die zweite zentrale Operation in der Sozialen Arbeit ist das Entscheiden. Nicht selten bedeuten Entscheidungen einschneidende Konsequenzen für das Leben von Klienten und gehen deshalb mit deutlichen Ambivalenzen aufseiten der professionellen Helfer einher. Heiko Kleve verbindet in diesem Buch zwei Techniken, die das Unterscheiden und das Entscheiden in der täglichen Arbeit wesentlich erleichtern: die systemische Aufstellung und das Tetralemma. Kompakt und gut nachvollziehbar erläutert er die Grundlagen der beiden Methoden und zeigt ihre Anwendung in der Interaktion, der Organisation und der Selbstreflexion Sozialer Arbeit auf. Das Buch liefert sowohl einen Beitrag zur theoretischen Weiterentwicklung als auch zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit.

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  • Rezension zu "Aufgestellte Unterschiede" von Heiko Kleve

    Aufgestellte Unterschiede

    michael_lehmann-pape

    04. April 2012 um 11:34

    Aufstellung und Tetralemma „Unterschiede sind für die soziale Arbeit zentral“. Der Unterschied eben zwischen dem, was „ist“ und dem, wie es aus Sicht eines Klienten „sein sollte oder sein könnte“. Diese Bedürfnisspannung ist letztlich das, was den therapeutischen Weg ausmacht und wozu, in der Regel, Klienten professionelle Hilfe suchen (und benötigen). So ergibt sich eine der zentralen Fragen sozialarbeiterischer Intervention. „Wie kann dieses Agieren so konzipiert werden, dass in der Wahrnehmung des Adressaten tatsächlich konstruktive, kreative und nachhaltige Veränderungen in Gang gesetzt werden“? Mittels der Methode zum einen der „Aufgestellten Unterschiede“ was die genaue Erfassung der Situation und des Zieles angeht und zum anderen der des Tetralemmas (als „Entscheidungsmethode“ für konkrete Schritt von Ist zum Soll) bietet Heiko Kleve in seinem Buch im Blick auf diese Grundfragestellungen der sozialen Arbeit eine Untersuchung von Methoden und Interventionsmöglichkeiten an, die er im Buch zunächst in ihren theoretischen Grundlagen erörtert, um dann im weitern Verlauf das Grundthema der Ambivalenzen und Differenzen als wesentliche Teile der sozialen Arbeit vielfach zu beleuchten. Im Einzelnen gliedert Kleve seine Darlegungen zunächst in systemtheoretische Überlegungen zum „Unterschied“ und präzisiert diese anschaulich. Geht dann über zu einer Betrachtung der Aufstellungsarbeit und erläutert die durch diese ausgelösten Unterschiede im Denken und Handeln. Im folgenden, dritten Teil, des Buches steht die Methode des Tetralemmas im Mittelpunkt. Beruhend auf der Erkenntnis und Beobachtung von einer Differenz und Ambivalenz oft in Bezug auf Entscheidungssituationen versucht Kleve, mittels des Tetralemmas ein „Verfahrung zum Differenz- und Ambivalenzmanagement“ an die Hand zu geben, mittels dessen solche Situationen effektiv und konstruktiv „erweitert“ werden können, um eine Entscheidung im sinne der sozialen Arbeit herbeizuführen. Im Kern bildet diese Methode eine grafische Veranschaulichung von „vier Ecken“ als Kategorisierung von grundsätzlichen Haltungen und Standpunkten, wobei alleine schon diese klare Veranschaulichung in den Augen Kleves eine befreiende Wirkung entfalten kann. Wenn in der Ambivalenz sich ein „Keins von Beiden“ herauskristallisiert, liegt die Lösung im Sinne des Tetralemmas entweder in der Eröffnung dritter, viert, fünfte und mehr Möglichkeiten und / oder eben in der Entdeckung bisher nicht klarer Kontexte „hinter“ den vordergründigen Ambivalenzen. In den Grundfragen „Das Eine. Das Andere. Keines von Beiden. Beides“ (vier Ecken des Tetralemmas) und der Variante „all dies nicht und selbst das nicht“ erwartet Kleve im Durchgang des Tetralemmas ein „in den Fluss kommen“ der Ambivalenzen und damit die Eröffnung neuer Ideen und Entscheidungsmöglichkeiten. Im Gesamten bietet Heiko Kleve eine vor allem theoretisch fundierte Methodenlehre an, die im Bereich der sozialen Arbeit „Unterschiede“ vermittels der „Aufstellungsarbeit“ eindeutig zu klären und zu benennen versucht und andererseits mittels der Methode des Tetralemmas eine Öffnung festgefahrener Ambivalenzen in den Raum setzt. Hierbei wendet sich Kleve in erster Linie an den professionellen Sozialarbeiter und dessen Bearbeitung zu treffender Entscheidungen. Ganz zu überzeugen vermag er mit seinen Ausführungen allerdings nicht. Allein schon in der Sprache zeigt sich das Buch hoch komplex und in Teilen abstrakt, es ist nicht einfach, dem roten Faden und den dargestellten Inhalten zu folgen. Zudem erscheint gerade die „neue“ Methode des Tetralemmas als eher komplexer Weg, der sich hier und da auch als umständlich herausstellen könnte (was zu erproben wäre). Wissenschaftlich komplex in der Sprache, mit zwar einigen praktischen Anwendungen versehen (die allerdings ebenfalls ein stückweit wie unter „Laborbedingungen“ wirken), bietet das Buch in erster Linie keine einfache „Praxisanleitung“, sondern fordert zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Inhalten heraus. Wieweit die Methode des Tetralemmas dann in der Praxis handhabbar und umsetzbar ist, erschließt sich zunächst weniger aus den Einlassungen Kleves, sondern müsste tatsächlich einfach erprobt werden. zur grundlegenden Darstellung der Wichtigkeit von Unterschieden und Entscheidungen und als erstes Kennenlernen vor allem des „Tetralemmas“ ist das Buch gut geeignet, zur Umsetzung bedürfte es allerdings einer fundierten, weiteren Aneignung und Erprobung gerade der Methode des Tetralemmas.

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