Heine Bakkeid ... und morgen werde ich dich vermissen

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Inhaltsangabe zu „... und morgen werde ich dich vermissen“ von Heine Bakkeid

Die Thriller-Entdeckung aus Skandinavien: packend, atmosphärisch, voller Sogkraft. Wenn man am Tiefpunkt ist, gibt es nur einen Weg: Hoch, in den Norden Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Nun steht er vor dem Nichts. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, lässt er sich von seinem Freund und Psychologen Ulf überreden, nach einem jungen Mann zu suchen: Rasmus Moritzen arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer. Er ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Doch damit wollen sich Rasmus' Eltern nicht zufrieden geben. Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die Polarnacht anbricht. Bald schon bemerkt er, dass er nicht allein auf der kargen Felseninsel ist. Und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche angeschwemmt. Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.

Packender Thriller im düsteren Norden

— AnjaMagdalena
AnjaMagdalena

Ein Thriller, der eher durch seine düstere Atmosphäre und ein tolles Setting besticht als durch seine Spannung.

— BookHook
BookHook

Spannend, düster und atmosphärisch, ganz wie man Norwegen kennt ...

— MissNorge
MissNorge

Verwirrend, nur teilweise spannend

— kruemelmonster798
kruemelmonster798

Leider konnte keine Spannung aufgebaut werden. Die Story sehr verwirrend. Der Protagonist am Rande des Wahnsinns. Keine gute Kombination.

— BettinaForstinger
BettinaForstinger

Ein atmosphärisch düsterer, packender Thriller. Durchaus lesenswert!

— .Steffi.
.Steffi.

Keine Atmosphäre aufgekommen. Storyline die viel zu viel wechselt. Verstrickt wie ein wildes Wollknäuel. Enttäuschend.

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

Ein Ermittler, dessen Probleme den größten Raum einnehmen. Vollkommen groteske Situatioen ,die eher zum Lachen reizen.

— Book-worm
Book-worm

Die raue Atmosphäre und die Psyche seines abgewrackten, gebrochenen Ermittlers bilden eine perfekte Symbiose in diesem spannenden Thriller.

— Ro_Ke
Ro_Ke

Ein überzeugendes, atmosphärisch dichtes und spannendes Thriller-Debüt

— Nisnis
Nisnis

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  • Packender Thriller im düsteren Norden

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    AnjaMagdalena

    AnjaMagdalena

    21. July 2017 um 09:10

    Thorkild Aske, ein verurteilter Ermittler, macht sich auf in den Norden um einen vermissten jungen Mann ausfindig zu machen. Aus einer scheinbar simplen Aufgabe entwickelt sich eine spannende Geschichte.Die Stimmung im Buch ist ziemlich düster, was aber nicht negativ ist! Im Gegenteil, diese Finsternis passt zum Hauptcharakter und zu den wütenden Herbststürmen hoch oben im Norden.Anfangs habe ich einen Moment gebraucht, um mich an die ungewohnten Namen und Orte zu gewöhnen. Danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mitgefiebert, mir um den jungen Mann Gedanken gemacht und immer wieder bei neuen Entwicklungen gestaunt. Das Ende ist sehr unerwartet und überraschend, aber machte dieses Buch dafür umso spannender. Ich freue mich auf weitere Thriller von diesem Autor!

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  • Konnte mich nicht voll überzeugen

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    Girdie

    Girdie

    20. July 2017 um 21:54

    Ein dunkler Leuchtturm, der über Seegras mit dem Meer verbunden scheint und von einem undurchdringlichen türkisblau umgeben ist, bildet das Cover zum Thriller „… und morgen werde ich dich vermissen“ des Norwegers Heine Bakkeid. Es passt gut zu dem vorliegenden Buch mit seiner zunächst undurchsichtigen verwobenen Geschichte. Der Titel bezieht sich nicht direkt auf die Aussage einer Person der Geschichte, sondern eher darauf, dass der Protagonist Thorkild Aske sich in Frei, eine junge Studentin verliebt hat, die gemeinsam mit ihm in einen Unfall verwickelt war und dabei ums Leben gekommen ist, wie man ihm als Schwerverletzten später erzählt hat.Thorkild, über 40 Jahre alt, geschieden und kinderlos, war bis zu seinem Unfall bei einer Spezialeinheit der norwegischen Polizei für interne Ermittler beschäftigt. Noch bevor ihm eine neue Stelle vom Arbeitsamt vermittelt wird, bittet ihn sein betreuender Psychologen um einen Gefallen. Er soll für ein Elternpaar das plötzliche Verschwinden ihres Sohnes aufklären, der einen Leuchtturm in Nordnorwegen zu einem Eventhotel umbauen wollte. Trotz seiner anfänglichen Weigerung übernimmt er den Auftrag. Nach ersten ergebnislosen Befragungen im Umfeld des bis dato unauffindbaren Sohns wird eine Leiche in einer stürmischen Nacht auf der Leuchtturmwärterinsel angespült und verschwindet fast genauso schnell wieder. Thorkild konnte jedoch vorher die Leiche grob untersuchen. Es handelte sich um eine Frau, die aber von niemand vermisst wird. Mit seiner Bitte, ihn von der Insel abzuholen, löst er eine weitere Reihe von Unerklärlichem aus. Er beginnt zu ermitteln, auch zu seiner eigenen Sicherheit, denn aus der Beschreibung der Geschehnisse könnten sich auch Hinweise gegen ihn richten lassen.Der Thriller ist aus der Sicht von Thorkild geschrieben, so bleibt der Leser immer an seiner Seite bei den Ermittlungen und kann seine Wahrnehmungen teilen. Die verwendete Zeitform im Haupthandlungsstrang ist das Präsens. Auf diese Weise hatten die Ereignisse auf mich einen unmittelbareren Eindruck. Dennoch blieb mir die Figur des Thorkild bis zum Schluss suspekt. Bereits durch den Prolog wusste ich, dass er Selbstmordgedanken hegt, mir wurde aber nicht ganz deutlich, ob sich der Wunsch über eine Zeit entwickelt hat oder aus Gelegenheiten heraus erwächst. Er fährt eine harte Linie im Leben mit Teils verwendeter brutaler Gewaltübergriffe. In Einschüben finden sich die Erinnerungen von Thorkild vom Kennenlernen Freis an bis zum Unfall, der dubios bleibt. Nirgends scheint Thorkild mit offenen Armen aufgenommen zu werden, was vielleicht seiner speziellen Art des Humors geschuldet ist den nicht jeder versteht.Die Konstruktion des Thrillers ist gelungen, wenn es auch einige mysteriöse Handlungen gibt, die nicht hätten sein müssen, weil sie nicht unmittelbar zur Fallaufklärung benötigt werden und die Darstellung auf mich realitätsfern wirkte. Nach einem eher mühsamen Anfang wächst die Spannung deutlich mit dem Fund der weiblichen Leiche. Bereits vorher hat der Autor den Leser mit in eine unwirtliche Gegend nach Nordnorwegen genommen und untermalt die Ermittlungen mit Kälte, Sturm und Einsamkeit. Nicht alltägliche Gerüche und Geräusche glaubte ich als Leser beinahe zu spüren. Interessant fand ich die Frage danach, wie man jemanden wie Thorkild verhören soll, der sich selber ausgiebig mit Methoden der Verhörtechnik beschäftigt und auch ausgeführt hat.„… und morgen werde ich dich vermissen“ ist ein Thriller der mich nicht uneingeschränkt überzeugen konnte. Zwar war die Handlung nach einer Einführung einiger wichtiger Charaktere und der Vergabe des Auftrags zum Aufsuchen einer vermissten Person zunehmend spannend bis zum Schluss, aber ich konnte die Handlungen des Protagonisten nicht immer nachvollziehen. Das Buch ist der Auftakt zu einer Serie mit Thorkild Aske als Ermittler. Wer gerne Thriller liest und mit Gewalt keine Probleme hat, ist hier richtig.

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  • Äußerst außergewöhnlicher Ermittler

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    c-bird

    c-bird

    20. July 2017 um 20:26

    Thorkild Aske ist am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Der ehemalige interne Ermittler bei der norwegischen Polizei war früher ein angesehener Verhörspezialist. Doch nach einem fatalen Fehler landet er im Gefängnis. Dort begeht er einen Suizidversuch und wird schließlich entlassen. Thorkild ist gezeichnet von Selbstvorwürfen und Schmerzen. Sein Psychologe und gleichzeitiger Freund Ulf überredet Thorkild nach einem jungen Mann zu suchen. Der Däne Rasmus Moritzen ist verschwunden. Er arbeitete an einem Projekt auf einer einsamen norwegischen Insel. Eine Leiche wurde nicht gefunden, die örtliche Polizei geht von einem Tauchunfall aus. Doch die Mutter von Rasmus will Gewissheit über das Schicksal ihres Sohnes haben und so reist Thorkild in den rauen Norden Und tatsächlich findet er eine Leiche. Doch es ist die einer Frau…„…und morgen werde ich dich vermissen“ ist der Auftakt einer ganzen Serie rund um Thorkild Aske. Dieser ist auf alle Fälle ein äußerst außergewöhnlicher Ermittler, der auf den ersten Blick nicht unbedingt sympathisch erscheint. Thorkild selbst schlägt sich mit großen Schuldgefühlen herum und leidet unter starken Schmerzen. Beides führt dazu, dass er jede Menge Medikament einnimmt, vor allem Beruhigungsmittel. Dadurch steht er ständig im Drogenrausch und seinen Wahrnehmungen sind mit Skepsis zu begegnen. Nicht alles, was man so liest entspricht der Realität.Die Stimmung in dem Buch ist ziemlich düster. Heine Bakkeid versteht es vorzüglich ein raues Meer mit meterhohen Wellen bei Sturm zu beschreiben. Die Atmosphäre wirkt dadurch sehr bedrückend, Zudem schlägt sich der Protagonist ständig mit irgendwelchen körperlichen und seelischen Leiden herum. Und dennoch konnte er damit bei mir Punkte machen.Die Spannung in dem Buch ist eher auf mittlerem Niveau. Besonders die Suche nach Rasmus war durchaus ausbaufähig.Manche Fragen blieben noch offen, aber das ist völlig ok, zumal ja eine ganze Serie geplant ist.Insgesamt ein durchschnittlicher Thriller, dessen Autor ich aber ganz bestimmt im Auge behalten werde.

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  • Düster, depressiv und extrem atmosphärisch – aber auch mit ein paar Längen

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    BookHook

    BookHook

    20. July 2017 um 15:39

    Zum Inhalt:Nach einem Selbstmordversuch und als gebrochener Mann wird der ehemalige Verhörspezialist Thorkild Aske aus dem Gefängnis entlassen und steht vor den Scherben seines Lebens. Sein Therapeut und einziger verbliebener Freund Ulf überredet ihn, einen privaten Auftrag anzunehmen, um im Leben wieder ein wenig Fuss zu fassen. Auf einer unwirtlichen Insel hoch im Norden Norwegens ist ein junger Mann, Rasmus Moritzen, spurlos verschwunden und die Eltern wollen sich mit der offiziellen Erklärung eines Tauchunfalls nicht zufrieden geben. Doch vor Ort muss sich Thorkild nicht nur dem rätselhaften Verschwinden Moritzens und den brachialen Naturgewalten stellen, sondern auch seinen inneren Dämonen…Meine Meinung:Am Anfang der Geschichte nimmt sich der Autor erst einmal breiten Raum, um den Leser mit seinem Protagonisten Thorkild Aske vertraut zu machen. Unter den vielen „kaputten“ Ermittlern im internationalen Bücherdschungel gehört dieser Thorkild mit Sicherheit zu den Kaputtesten und so richtig „warm“ bin ich mit ihm leider bis zum Schluss nicht geworden (seine Verdauungsprobleme haben mich am Ende eher genervt). Die Geschichte selbst baut zu Beginn die Spannung nur sehr langsam auf. Erst als Thorkild auf der einsamen, sturmumtosten Insel ankommt (ein super Setting!), schnellt der Spannungsbogen rapide nach oben – doch fällt er danach ebenso schnell wieder ab. Punktuell ergeben sich im Folgenden immer wieder spannende Passagen, aber für meinen Geschmack hat diese Geschichte auch einige Längen – Strecken, in denen einfach mehr hätte passieren dürfen. Erst im Finale war die Story an Spannung und Dramatik kaum noch zu überbieten. Am Ende setzt der Autor ein passiges Gesamtbild aus allen Puzzleteilen zusammen und liefert eine nachvollziehbare, an sich solide, aber eben auch nicht furiose Auflösung des Falls. Statt eines „wow“-Effekts hatte ich eher einen „ok“-Effekt.Die Stärke dieses Buches liegt für mich daher weniger in der Grundstory, als viel mehr in der extrem dichten Atmosphäre, die stets einen latent depressiven und düsteren Grundton hat, sowie in der oftmals sehr bildlichen Beschreibung der rohen und lebensfeindlichen Natur im Norden Norwegens. Sehr gelungen fand ich auch das gekonnte Spiel des Autors mit der (oftmals durch Tablettenmissbrauch verzerrten) Wahrnehmung seines Protagonisten. Hier habe ich mich an mehr als einer Stelle gefragt, was nun Realität sein soll und was sich vielleicht nur in der Fantasie Thorkilds abspielt. So passt es auch sehr gut, dass dieser Thriller auch mit ein paar wohldosierten Mystery-Elementen gewürzt ist.Last but not least hat mir der Schreibstil des Autors gefallen, der stets gut zur Story und zum sehr gelungenen Setting auf der sturmumtosten Insel passt. Oftmals beschreibt Bakkeid die Dinge dabei sehr bildlich (was nicht immer appetitlich ist) und fast schon poetisch. („…ich kann die tiefen Gräben im Mond sehen. Aus seinen Wunden rinnen silberne Flüsse und färben die Himmelskuppel in verschiedenen Metalltönen, an den Rändern dunklere, unregelmäßige Flecken, in der Mitte eher flammende Muster, die sich in spiralförmigen Milchstraßen ineinanderschlingen.“ - S. 250).FAZIT:Ein Thriller, der eher durch seine düstere Atmosphäre und ein tolles Setting besticht als durch seine Spannung.

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  • Für einen Thriller zu wenig fesselnd

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    Chrummy

    Chrummy

    18. July 2017 um 14:40

    Heine Bakkeid, welcher bisher als Jugendbuchautor auf sich aufmerksam machte, schrieb mit „… und morgen werde ich dich vermissen“, seinen ersten Thriller (öfters auch als Kriminalroman angepriesen). Hauptfigur ist Thorkild Aske, ein ehemaliger Polizeibeamter, welcher gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Den Grund für seine Haftstrafe erfährt der Leser erst nach und nach durch kurze Rückblenden. Thorkild ist ein psychisches Wrack, nimmt unzählige verschiedene Medikamente ein und hat Suizidgedanken. Ein Suizidversuch in der Gefängnisdusche ist zwar gescheitert, dennoch sucht die Erinnerung daran ihn immer wieder heim. Er weiss nicht so recht was er mit sich anfangen soll und wie er überhaupt wieder in ein Leben ausserhalb der Gefängnismauern zurückfinden soll. Die Bitte dem mysteriöse Verschwinden des jungen Rasmus Moritzen nachzugehen, kommt daher im rechten Moment. Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die örtliche Polizei Rasmus‘ Verschwinden als Tauchunfall ad acta legte. Thorkild lässt jedoch nicht locker und stösst auf grauenvolle Geschehnisse in der Abgeschiedenheit des hohen Nordens. „… und morgen werde ich dich vermissen“ wird aus der Ich-Perspektive von Thorkild Aske erzählt. Das ganze Geschehen wird also durch seine Sicht gefiltert. Es kommt auch nie eine Off-Stimme des Täters zu Wort, sodass sich der Leser kaum ein Bild von ihm machen kann. Jedoch erfährt der Leser viel über Thorkild, sein Seelenleben und seinen Geisteszustand. Aufgrund der unzähligen Pillen, die er schluckt und seiner psychisch stark angeschlagenen Persönlichkeit, bildet er sich immer wieder Begebenheiten ein, die so in Wirklichkeit nicht stattfinden. Die Unterscheidung zwischen Realität und Einbildung ist nicht immer einfach und mit der Zeit weiss man kaum noch, was man als tatsächlich geschehen erachten kann und was nicht. Die Tatsache, dass es sich hier um einen labilen, selbstmordgefährdeten Ich-Erzähler handelt, lässt bisweilen Zweifel am gesamten Handlungsverlauf aufkommen. Eine esoterisch angehauchte Séance, in der eine Tote zu Wort kommt, verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.Sprachlich hingegen ist der Thriller keine Herausforderung, das Lesen entsprechend mühelos und flüssig. Die Handlung wirkt stellenweise zäh, richtig Spannung kommt nicht auf. Momente, in denen dem Leser der Atem stockt, werden vergeblich gesucht. Dafür werden viele Details über Thorkilds Verfassung, seine Tablettensucht, Verdauungsprobleme etc. zu Tage gefördert. Obwohl man durch die Ich-Perspektive einen tieferen Einblick in Thorkilds Persönlichkeit erhält, bleibt er unzugänglich, eine Identifikation mit ihm ist nicht wirklich möglich. Verschiedene Szenen wie die Flucht aus dem Krankenhaus oder die Unterwasser-Auseinandersetzung mit dem Täter wirken aufgrund des angeschlagenen physischen und psychischen Zustands Thorkilds unrealistisch. Auch die Entwicklung des Täters von einem Kleinkriminellen zu einem Mehrfachmörder innerhalb kurzer Zeit ist nicht nachvollziehbar. Für einen Thriller ist „… und morgen werde ich dich vermissen“ zu wenig fesselnd. Die ganze Geschichte ist wie die Hauptfigur selbst unzugänglich und nicht wirklich fassbar. Trotz der mystischen, unheimlichen Atmosphäre an der sturmumtobten Küste konnte das Buch nicht wirklich überzeugen.

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  • Leserunde zu "... und morgen werde ich dich vermissen" von Heine Bakkeid

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    m_exclamationpoint

    m_exclamationpoint

    Neuer Nervenkitzel aus Norwegen Ein junger Mann verschwindet unter mysteriösen Umständen und wird von der Polizei für tot erklärt. Doch von seiner Leiche fehlt jede Spur. Als die norwegische See doch eine Leiche an Land schwemmt, wird das Szenario noch mysteriöser, denn es handelt sich nicht um den Verschwundenen ... Lass dich in der Leserunde zu  "...und morgen werde ich dich vermissen" in die düstere Kälte der norwegischen Polarnacht entführen und finde heraus, ob Thorkild Aske den Fall lösen kann. Über das Buch:Die Thriller-Entdeckung aus Skandinavien: packend, atmosphärisch, voller Sogkraft. Wenn man am Tiefpunkt ist, gibt es nur einen Weg: Hoch, in den Norden. Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Nun steht er vor dem Nichts. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, lässt er sich von seinem Freund und Psychologen Ulf überreden, nach einem jungen Mann zu suchen: Rasmus Moritzen arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer. Er ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Doch damit wollen sich Rasmus' Eltern nicht zufrieden geben. Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die Polarnacht anbricht. Bald schon bemerkt er, dass er nicht allein auf der kargen Felseninsel ist. Und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche angeschwemmt. Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.>> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Über den Autor:Heine Bakkeid, geboren am 15. Januar 1974, wuchs im Norden Norwegens auf. 2005 veröffentlichte er sein erstes Jugendbuch in Norwegen, in dem es um Spionage geht. Seitdem schrieb er zahlreiche Fortsetzungen dieser Reihe, die es bisher aber noch nicht im Deutschen gibt. 2017 erscheint sein erster Kriminalroman "... und morgen werde ich dich vermissen", der in 11 Ländern verkauft werden wird. Für seinen literarischen Ausflug in die Kriminalliteratur wurde er von zahlreichen Kritikern gelobt, die seine nordische, dunkle Art des Erzählens feiern.Gemeinsam mit Rowohlt Polaris vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von "...und morgen werde ich dich vermissen". Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich 29.06. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Was würdet ihr tun, wenn die Polizei euch bei der Klärung eines Verbrechens im Stich lässt? Würdet ihr euch selbst der Sache annehmen oder alles auf sich beruhen lassen?Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen. Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  

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    • 436
  • Düsteres Setting wo die Hintergrundhandlung berührte aber für einen Thriller wenig Spannung...

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    Ayda

    Ayda

    17. July 2017 um 20:15

    Inhalt:Schauplatz ist Norwegen. Thorkils Aske,hat früher bei der norwegischen Polizei ermittelt und dort andere Polizisten verhört bis ein Unfall passiert ,ihm der Boden unter den Füßen weggerissen wird und er ins Gefängnis kommt. Als er entlassen wird muss er von vorne anfangen. Sein guter Freund Ulf der auch sein Psychologe ist bitter ihn in auf der Leutturmwärterinsel nach einem verschwundenen Dänen namens Rasmus Moritzen zu suchen. Die Polizei vor Ort hat die Ermittlungen eingestellt aber die Eltern des Mannes geben die Hoffnung nicht auf und Thorkils nimmt den Auftrag an und begibt sich bei stürmischem Wetter auf die Felseninsel doch auch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los...Meine Meinung:Das Cover ist sehr passend zum Inhalt gestaltet und gefällt mir gut. Das Setting ist düster,stürmisch und ich konnte mich gut in die Atmosphäre hineinversetzen. Der Schreibstil ist schön und flüssig zu lesen, allerdings hat mir für einen Thriller einfach die Spannung gefehlt. Die Idee fand ich gut,Thorkild ist ein seelisch und körperlich labiler Protagonist,über dessen Vergangenheit der Leser mehr und mehr erfährt. Vor allem diese Handlung hat mich berührt und ich fand die Rückblenden,die sich in seinem Kopf abgespielt haben interessant zu lesen. Die Suche nach dem Rasmus hätte man für einen Thriller noch ausbauen und spannender schreiben können. Die Kapitel sind kurz gehalten und die Geschichte liest sich gut weg aber es fehlte der Spannungbogen und es liest sich quasi so vor sich hin. Insgesamt möchte ich dem Buch 3 Sterne geben, es hat mich unterhalten hatte aber auch einige Schwächen. Ich werde den Autor aber trotzdem im Auge behalten,weil ich denke dass er Potential für  das Schreiben von Thrillern hat.Vielen Dank an den rowohlt Polarisverlag und an Lovelybooks!Autor:Heine Bakkeid, Jahrgang 1974, ist in Norwegen ein renommierter Jugendbuchautor. «... und morgen werde ich dich vermissen» ist sein erster Kriminalroman und Auftakt der Reihe, die in 11 Ländern erscheint. Bakkeid beherrscht die Kunst des filmischen Erzählens, die raue, maritime norwegische Landschaft ist die perfekte Kulisse dafür. (Quelle: www.rowohlt.de)

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  • Düster, spannend und gruselig

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    MissNorge

    MissNorge

    17. July 2017 um 14:27

    Kurz zur Geschichte(lt. Verlagsseite)Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, steht er vor dem Nichts. Ulf, sein Freund und Psychologe, überredet ihn, nach einem verschwundenen jungen Mann zu suchen. Rasmus Moritzen hatte auf einer verlassenen Leuchtturminsel im nordnorwegischen Meer gearbeitet. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Als während der Herbststürme eine Leiche angeschwemmt wird, ist Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.Meine MeinungHeine Bakkeid kennt man in Norwegen als Jugendbuchautor und nun hat er mit "... und morgen werde ich dich vermissen" seinen ersten Thriller herausgebracht und ich muss sagen, er hat mich überzeugen können. Ich liebe diese düsteren skandinavischen Krimis und Thriller sehr und hier spürte ich das Wasser auf der Haut und den Wind in den Haaren, so nah kam man der Natur und vor allem Thorkild Aske, einem zerrissenen und abgewrackten Charakter, der in letzter Zeit anscheinend wieder sehr in Mode gekommen ist, aber hier hatte es einen sehr ausschlaggebenden Grund warum er so geworden ist. Ab und an hatte ich wirklich Mitleid mit ihm, aber er scheint ein endloses Stehauf-Männchen zu sein. Wir begleiten Thorkild ab dem Moment, als er frisch aus dem Gefängnis in Stavanger entlassen wird. Er hatte eine 3-jährige Haftstrafe aufgebrummt bekommen, aber warum, das erfährt man erst so nach und nach in einigen Rückblicken. Dadurch hat Thorkild natürlich seine Polizeijob verloren und nun steht er ohne etwas vor einem Scherbenhaufen und muss außerhalb der Mauer wieder Fuß fassen. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch im Knast und einigen schweren Verletzungen, aufgrund des Vorfalles weswegen er einsitzen musste, bekommt er sehr starke Medikamente, die er bevorzugt mit Alkohol runterspült. Der Fall selbst war spannend und oftmals auch gruselig, zudem hat der Autor sehr intensiv diese bedrückende und düstere Atmosphäre Norwegen´s eingefangen. Die Natur, die mich immer wieder begeisternd in ihren Bann zieht und die Menschen, die erstmal eigenbrötlerisch daherkommen, dann aber, wenn es darauf ankommt, doch zur Stelle sind. Genau bei diesen Zeilen merkt man, das der Autor genau weiß, wovon er schreibt. Zum eigentlichen Fall, das Thorkild einen verschwundenen jungen Mann auf einer einsamen Insel suchen soll, möchte ich nicht zu viel verraten. Zur Lösung, schon weit vor dem Ende, hat mich ein Satz gebracht der eine Geste eines Protagonisten beschreibt, die eigentlich belanglos ist und auch keine entscheidende Bedeutung hat, aber ab diesem Moment wusste ich, diese Person muss der Täter sein. FazitDieses Thriller-Debüt konnte mich restlos überzeugen und zwar durch diese düstere, bedrohliche Umgebung und Atmosphäre, das macht für mich einen ganz großen Reiz dieser Bücher aus. Hinzu kommt noch diese dunkle, depressive und einzigartige Stimmung, der ich mich beim Lesen einfach nicht entziehen kann und es auch gar nicht will.

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  • Was ist rot und macht blubb blubb?

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    kruemelmonster798

    kruemelmonster798

    16. July 2017 um 22:12

    ...nein, ich werde nicht spoilern, bitte einfach selbst das Buch lesen... Genauso wirr wie man bestimmt meine Rezensionsüberschrift findet, fand ich oft die Handlung beim Lesen. Ich wusste oft nicht, was nun real war oder nur eventuelle Wahnvostellungen des Ermittlers a.D. Und so richtig warm wurde ich mit ihm auch nicht. Mir fehlte die Spannung im Buch, es plätscherte über weite Teile vor sich hin und behandelte die gesundheitlichen Probleme in aller Breite. Und nein, ich fand es auch nicht bereichernd, tief in die Verdauungsstörungen einsteigen zu müssen... Mir waren es auch zu viele Wiederholungen von immer ähnlichen Szenen. Aber das ist ja alles Geschmacksache- mich persönlich hat das Buch leider nicht gepackt. Aber das mit dem Blubb Blubb - das war gut!

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  • ... und morgen wirst du mich vermissen

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    BettinaForstinger

    BettinaForstinger

    16. July 2017 um 17:17

    Thorkild ist ein interner Ermittler der Polizei, der nach einem Gefängnisaufenthalt und einem Suizidversuch, ein sehr tristes Leben lebt. Abhängig von Schlaf- und Schmerzmittel kämpft er sich durch den Tag und vor allem durch seine Vergangenheit.Über seinen Therapeuten (der meiner Meinung nach selber einen nötig hat), bekommt er den Auftrag auf einer verlassenen Insel nach einen jungen verschwundenen Mann zu suchen der scheinbar bei einem Tauchunfall im Meer ums Leben gekommen ist.Sobald er sich auf dem Festland und der Insel befindet gestehen sehr seltsame Dinge und ich wusste teilweise wirklich nicht, was den real und was Fiktion ist.Thorkhild hat mich mit seiner sehr seltsamen paranoiden Art manchmal beim lesen etwas geärgert und genervt. Die Gesichte ist ganz interessant zu lesen, jedoch kommt leider keine Spannung auf, das Ende ist nicht wirklich eine Überraschung.Für mich leider kein Thriller!

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  • zu .... morgen werde ich dich vermissen

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    Book-worm

    Book-worm

    14. July 2017 um 12:07

    Inhalt: Thorkild ist ein ehemaliger interner Ermittler der norwegischen Polizei , er hat massive psychologische Probleme nach einem Verkehrsunfall und einem Gefängnisaufenthalt. Außerdem geht es ihm gesundheitlich sehr schlecht.Er lässt sich von einem bekannten Ehepaar überreden nach dessen vermissten Sohn zu suchen. Sie wissen nicht, lebt er noch, ist er verunglückt, oder vielleicht sogar ermordet.Zuerst nicht von seiner Aufgabe überzeugt wird doch sein Ermittlerinstinkt geweckt, als er selbst in Verdacht gerät.Das ganze wird untermalt von der norwegischen Schärenlandschaft, die sehr atmosphärisch ist und in die man gut eintauchen kann.Fazit: Die Geschichte des labilen Ermittlers nimmt zuviel Raum ein und geht nach kurzem auf die Nerven, viele Situationen sind viel zu grotesk um realistisch zu sein, worunter die Spannung leidet. Schade, trotzdem hat es viel Spaß gemacht, mit vielen anderen zusammen ein Buch zu lesen und sich darüber auszutauschen. 

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  • Packender Thriller mit düsterer Atmosphäre

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    .Steffi.

    .Steffi.

    14. July 2017 um 11:38

    Inhalt: Der ehemalige Ermittler Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Er erhält den Auftrag nach dem verschwundenen Rasmus Moritzen zu suchen, der auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer arbeitete und nun spurlos verschwunden ist. Thorkild nimmt den Auftrag an und findet bald schon eine Leiche, nur ist es nicht die von Rasmus...Dieser Thriller bildet den Auftakt zu einer ganzen neuen Reihe um den ehemaligen Polizisten Thorkild Aske. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, weswegen sich das Buch schnell weglesen lässt. Die Atmosphäre dieses Thrillers ist durchweg sehr düster. Thorkild Aske, der seit einem Vorfall aus seiner Vergangenheit psychisch sehr angeschlagen ist, passt als Ermittler wunderbar in diese dunkle Atmosphäre. Seine psychische Angeschlagenheit wird im Laufe des Thrillers immer wieder thematisiert. Man wundert sich so manche Male, ob sich die Geschehnisse auf der Insel wirklich abspielen oder ob Thorkild, aufgrund seiner Vergangenheit, verrückt geworden ist. Gerade das macht diesen Thriller aber auch so spannend! Man wird in die Irre geführt und das Ende ist kaum vorherzusehen. Einige kleine Ungereimtheiten gibt es aber am Ende leider doch, weswegen ich in der Wertung einen Stern abziehen muss. Fazit: Ein sehr gelungener Thriller mit düsterer Atmosphäre, der nur zum Ende hin ein paar kleine Logiklöcher aufweist. Ein spannender Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe!

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  • Norwegischer Thriller mit unerwartetem Ausgang

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    Asti Cinzano

    Asti Cinzano

    14. July 2017 um 08:52

    Thorkild Aske ist ein ex Polizist, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Während seiner Zeit dort hat er versucht sich das Leben zu nehmen, ist beim Versuch allerdings daran gescheitert. Er ist Medikamenten abhängig und leidet unter Wahnvorstellungen.Er lässt sich von seinem Freund und Psychologen Ulf überreden nach dem spurlosverschwundenen Rasmus Moritzen zu suchen. Dieser ist nach einem Tauchgang im nordnorwegischen Meer verschwunden. Die örtliche Polizei hat den Fall bereits zu den Akten gelegt. Aber schon bald wird klar, das hinter der ganzen Geschichte mehr steht. Thorkild findet eine weitere Leiche, die ominöser Weise immer wieder verschwindet. Nur glaubt ihm keiner .... ist es alles nur eine Halluzination???Spannender Thriller, viel Spaß beim lesen.

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  • Am Ende ein schwarzer Himmel

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    Ro_Ke

    Ro_Ke

    13. July 2017 um 15:55

    Klappentext (Lovelybooks): Die Thriller-Entdeckung aus Skandinavien: packend, atmosphärisch, voller Sogkraft. Wenn man am Tiefpunkt ist, gibt es nur einen Weg: Hoch, in den Norden Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Nun steht er vor dem Nichts. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, lässt er sich von seinem Freund und Psychologen Ulf überreden, nach einem jungen Mann zu suchen: Rasmus Moritzen arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer. Er ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Doch damit wollen sich Rasmus' Eltern nicht zufrieden geben. Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die Polarnacht anbricht. Bald schon bemerkt er, dass er nicht allein auf der kargen Felseninsel ist. Und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche angeschwemmt. Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus Meine Meinung: Die sehr kühle, nebulöse Atmosphere konnte mich bereits nach den ersten Seiten in den Bann ziehen. Die Darstellung, des psychisch am Abgrund stehenden Ermittlers Thorkild, der gegen Dämonen aus der Vergangenheit anzukämpfen hat, ist dem Autor hervorragend geglückt. Durch eingebettete Rückblendungen erhält man Stück für Stück Einblicke darauf, was zu seinem völligen Zusammenbruch geführt hat.  Genauso vernebelt, wie Thorkilds Psyche fühlt sich auch die Aufklärung der Vermisstensache lange wie ein nie endendes Wabern im Nebulösen an. Dieses Gefühl wurde durch das Einfliessen paranormaler Erscheinungen noch verstärkt.  Bei der Auflösung des Falles, wusste der Thriller definitiv zu überraschen und lässt seinen Leser ganz am Ende in völliger Dunkelheit zurück. Fazit: Heine Bakkeid hat eine herausragende Symbiose zwischen der rauen Inselatmosphäre und der Psyche, des abgewrackten Ermittlers geschaffen. Es war durchweg spannend, mit einer so plastischen Bildsprache, durch die u. a. eine Obduktion und selbst der geschilderte Toilettengang zu einem Erlebnis wurden.  Sowohl den Autor, als auch diese Reihe werde ich gerne weiterverfolgen.

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  • ...und morgen werde ich dich vermissen

    ... und morgen werde ich dich vermissen
    Lia_Luna

    Lia_Luna

    12. July 2017 um 08:43

    Hauptprotagonist Thorkild Aske´s letzter Einsatz, als interner Spezialist bei der norwegischen Polizei, ging fatal schief. Endstation Suspendierung vom Dienst und jahrelanger Aufenthalt im Gefängnis. Geplagt von seelisch und körperlichen Schmerzen, wird er als gescheiterte Existenz aus der Vollzugsanstalt entlassen und landet, vollgepumpt mit starken Medikamenten, beim Arbeitsamt. Leider macht ihm seine Vermittlerin keine großen Hoffnungen, bei der anstehenden Neuintegration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt. Wenn da nicht sein Psychologe und selbst Ex-Häftling Ulf Solstad wäre, mit dem er fast schon ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Eines Tages bittet Ulf ihn um einen Gefallen. Eine seiner Klientinnen, Anniken Moritzen und ihr Ex-Mann, vermissen ihren Sohn Rasmus. Dieser arbeitete bislang an seinem neuen Projekt, einem Erlebnishotel, auf der verlassenen Leuchtturmwärterinsel Blekholmen im rauen norwegischen Meer. Nun ist er spurlos verschwunden. Die Polizei vor Ort legt den Fall ziemlich schnell zu den Akten, da sie der Meinung sind, das es sich hierbei lediglich um einen lapidaren tödlichen Tauchunfall handelt, bei dem seine Leiche schlichtweg nicht mehr auffindbar ist. Anniken ist da anderer Meinung und drängt Thorkild dazu, sich der Sache vor Ort anzunehmen. Da er im Moment eh nichts Besseres zu tun hat, sagt er zu und macht sich auf den Weg. In einem sehr labilen Zustand auf der Insel angekommen, entdeckt er in seinem opiathaltigen Delirium, eine übel zugerichtete Frauenleiche am Strand. Und einen unbekannten Taucher, der diese zurück ins Meer zieht. Der umgehend hinzugerufene örtliche Lensmann und sein Kollege erscheinen Eingangs erst gar nicht und verschwinden kurz darauf selbst spurlos. Erst als Thorkild die übergeordnete Abteilung beordert, kommt Leben ins Spiel. Alsbald wird er zum wichtigsten Zeuge und steht daraufhin selbst unter Verdacht, obwohl er sich nicht mal mehr sicher ist, ob er diesen Vorfall am Meer wirklich gesehen hat. Oder ob es sich dabei lediglich um eine Einbildung seines labilen Verstandes handelt. Hingegen all der Widrigkeiten, erwacht im Laufe der Zeit sein alter Ermittlerinstinkt immer mehr zum Leben und ein Katz und Maus Spiel beginnt.   Fazit: Heine Bakkeid legt uns mit "...und morgen werde ich dich vermissen" einen Thriller auf den Tisch, der mich leider nicht gänzlich überzeugen konnte. Auf der einen Seite lässt er sich, durch seinen leichten Schreibstil und den kurz gehaltenen Kapiteln, schnell und gut weglesen. Auf der anderen Seite hingegen, plätschert er immer wieder mal nur so dahin, was einem Thriller, im Gesamtpaket betrachtet, einfach nicht gut tut. Die Charaktere waren mir schlichtweg zu blass und an einige Stellen wurde die Geschichte sehr langgezogen, so das ruhig ein paar Seiten gestrichen hätten werden können. Desweiteren tat sich das ein ums andere Logikloch vor mir auf. Trotz dieser Schwächen habe ich mich gut unterhalten gefühlt und daher verleihe ich "...und morgen werde ich dich vermissen" von Heine Bakkeid glatte 3 Sterne. Einen ganz lieben Dank an den rowohlt POLARIS Verlag und LovelyBooks für das Bereitstellen eines Leseexemplar.

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