Heiner Uber

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*Hier also saßen der Inder aus Indore und der Deutsche aus München und warteten auf den japanischen Zug. Von Anchin und Kiyohime inspiriert begannen sie, sich Schlangengeschichten zu erzählen.*


Der deutsche Reporter Heiner Uber und der indische Fotograf Papu Pramod Mondhe machen sich auf, um Mythen und Legenden rund um die Schlange zu entdecken. Dabei reisen sie von Japan über Indien nach Italien, kommen in die USA und nach Mexiko, aber auch nach Marokko, Deutschland und China. Überall begegnen sie Menschen, in deren Leben die Schlange eine besondere Rolle spielt. Ob Verehrung oder Abscheu, ob alte Legenden oder Alternativmedizin – die Magie der Schlange wird überall auf der Welt ersichtlich.



Das Buch ist eine Sammlung aus elf Fotoreportagen, die sich mit dem Thema Schlangen beschäftigen. Hier steht aber nicht die Natur der Schlange im Mittelpunkt, sondern ihr Wirken auf den Menschen. So ist sie Symbol für das Gute wie das Böse, für männlich und weiblich, für Fruchtbarkeit und Schaden. Jede Reportage entführt in einen anderen Winkel der Welt und stellt einen Schlangenkult vor, dessen Ursprung weit zurück liegt. Die großen Religionen der Welt haben diesen Kult und so sind es nicht nur Hindus, sondern auch alle Christen, Muslime und Buddhisten, die die Schlangen in ihre Rituale aufgenommen haben. Dass die Schlange dabei auch als Zeichen Satans gesehen wird und bekämpft werden muss zeigt eine sehr kritische Reportage aus Texas.


Dem Stil der Reportagen entsprechend mischt Uber die Eindrücke, die seine Reiseziele hinterlassen haben, mit Fakten, bindet seine eigenen Empfindungen mit ein und schafft es so dem Leser das Gefühl zu vermitteln, direkt am Geschehen teilzunehmen. Eingebaute Legenden und Erzählungen zeigen die Vielfalt der Schlangenmythen auf. Die Fotografien entsprechen dem Gedanken hinter dem Buch, Menschen und Schlangen zusammen zu zeigen und so waren es öfter die Menschen und ihre Werke, die vor die Linse kamen, als die Schlangen.


Den Mittelteil des Buches bildet ein farblich unterlegtes Kapitel, der sich von den Reportagen unterscheidet. Vielmehr bildet er einen Sachteil, der sich mit dem Titel des Buches auseinandersetzt und Informationen gibt zu Schöpfungsmythen rund um Weltschlangen, zur Schlange als Symbol der Erkenntnis, der Unterwelt, der Unendlichkeit aber auch des Bösen. Auch hier wird auf eine Reihe von Mythen und Legenden rund um das Reptil eingegangen, sodass ein zeitlicher und weltumgreifender Überblick über die Schlangenverehrung gegeben wird.


Fazit: Die Reportagen waren gut geschrieben und gaben einen Einblick in das Thema. Der Sachteil bildete einen passenden Rahmen. Von den Fotografien hätte ich mir etwas mehr erwartet. Alles in allem war es ein interessantes Buch, das eine Auswahl an Schlangenkulten vorstellt und das Thema Schlange mal von einem anderen Blickwinkel betrachtet.

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