Heinrich Albertz Miserere nobis

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Inhaltsangabe zu „Miserere nobis“ von Heinrich Albertz

Nach dem Wahlsieg der konservativen Regierung am 25. Januar 1987 beschloß Heinrich Albertz, den Zustand der Republik in einer kritischen Würdigung festzuhalten. Für sein Vorhaben, eine politische Predigt zu schreiben, wählte er die Form des Ordinarium Missae, der alten lateinischen Messe. Heinrich Albertz über sein Buch: »Dieses Buch ist ein abenteuerliches Unternehmen. Es versucht, die Texte der römischen Messe mit der Welt, in der wir leben, in eine unmittelbare Beziehung zu bringen, den Ablauf unserer Tage, den Zorn, die Hoffnung, Herz und Verstand zusammenzuführen zu einer Einheit mit dem, was ich selbst ein Leben lang geglaubt, gesagt, geschrieben habe. Eine Einheit im Widerspruch. Ein Widerspruch gegen die Entleerung der Worte. Dieses Buch, am Abend des 25. Januar 1987, des Tages der Wahl für die zweite Wende nach rechts, geplant, will beschreiben, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen in unserem geteilten Land und wo der Rest Hoffnung liegt, der uns vor dem Aufgeben bewahrt. Deshalb steht in seiner Mitte die Erzählung des Matthäus vom Hauptmann von Kapernaum, einem römischen Offizier, der die Grenzen des Gewohnten überschritt und es wagte, einen Mann um Hilfe zu bitten, der wenig später von seinem höchsten Herrn in Jerusalem, Pilatus, als Hochverräter und Gotteslästerer hingerichtet wurde. Die Bezüge zum Gegenwärtigen sollen deutlich werden. Sie sind, auch ohne in jeder Zeile plakatiert zu sein, aufregend genug.« Heinrich Albertz hat dieses Buch auch in der Hoffnung geschrieben, daß viele, denen die alten Texte fremd sein mögen, sich in ihnen wiederfinden.

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