Heinrich August Winkler Zerbricht der Westen?

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Inhaltsangabe zu „Zerbricht der Westen?“ von Heinrich August Winkler

Der Westen steckt in seiner schwersten Krise. Heinrich August Winkler analysiert die Ursachen und erklärt die Zusammenhänge. Mit seinem glasklar formulierten Buch gibt der berühmte Autor der "Geschichte des Westens" dem Leser einen politischen Kompass in die Hand, der dabei hilft, sich im ebenso verwirrenden wie gefährlichen Krisenbündel unserer Zeit zurechtzufinden.
Zerbricht der Westen? Finanzkrise, Flüchtlingsströme, Brexit, autoritäre Regime in der EU und an ihren Grenzen, dazu ein amerikanischer Präsident, der weltweit für tiefe Verunsicherung sorgt – Europa und Amerika haben mit so vielen Herausforderungen gleichzeitig zu kämpfen, dass Endzeitstimmung aufkommt. Gleichsam als "Geschichte auf Widerruf" beschreibt der wohl beste Kenner des Westens Schritt für Schritt die jüngsten Ereignisse – und er spart dabei nicht mit klaren Urteilen über das, was falsch gelaufen ist, was richtig bleibt und was sich dringend ändern muss, wenn der Westen die Krise überwinden will.

Fad, trocken, nichts Neues. Schade um die schöne Lesezeit.

— Wedma

Nach einem interessanten Beginn, schwächelt das Buch leider.

— Bellis-Perennis

Eine Antwort erwartet man sich leider vergebens.

— Sikal

Gute und ausführliche Zusammenfassung der politischen Geschehnisse der letzten Jahre. Auch für Politikdoofis geeignet.

— leucoryx

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    Zerbricht der Westen?

    Wedma

    09. November 2017 um 13:47

    So verlockend die Kapitelüberschriften und der Titel erscheinen, so fad und nichts Neues sagend präsentiert sich leider der Inhalt. Der Anfang war so vielversprechend, aber nach und nach lösten sich die spannenden Ansätze im bloßen Nacherzählen der politischen Ereignisse der letzten 5-7 Jahre auf, die man als Tagesgeschehen zeitnah den Leitmedien entnehmen konnte. Platituden und Allgemeinplätze, insb. in der zweiten Hälfte, statt spannender Analysen, Aufdeckung unterliegender Verhaltensmuster, die die Demokratie im Westen in schwere Krise gebracht haben und plausibler Vorschläge, wie man die Probleme lösen könnte, die ich hier eigentlich erwartet habe. Selbst dort, wo es sein müsste, im Fazit, sucht man nach derartigen Inhalten vergeblich. Man bekommt lediglich die offizielle, für breite Massen vorbereitete Meinung, die man den größeren Zeitungen und ÖR-Sendern entnehmen konnte. Zudem wurde es so getan, als ob dort der Wahrheit letztes Wort stünde. Dass es dem nicht so ist, dass diese Art der Berichterstattung lediglich der fromme Wunsch ist, die breite Masse auf einen bestimmten Kurs zu bringen und bestimmte Ansichten in deren Köpfe zu pflanzen, weiß jeder kritisch denkender Leser. Konkrete Beispiele gibt es in Neuerscheinungen wie „Eiszeit“ von Gabriele Krone Schmalz, in „Ein Leben ist zu wenig“ von Gregor Gysi, etc. Auch was die Beschreibung der Konflikte angeht, z.B. in Syrien, in der Ukraine, blieb der Autor bei offiziell genehmer Meinung, predigte gebetsmühlenartig von Krim-Annexion, dämonisierte Putins Russland, wie man es aus den Leitmedien gewohnt ist, verteufelte Trump &Co., von Erdogan und Assad ganz zu schweigen.  Ganz sicher war ihm z.B., dass es Assad war, der Giftgasangriff auf eigene Bevölkerung „… in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet“ (sehr „präzise“ Angabe, muss man sagen) in 2013 verübte, S. 235. Auf welche Quelle sich diese Behauptung stützt, ließ Winkler im Ungewissen.  Ich kenne eine gute Quelle, die das Thema glaubwürdig darlegt, da steht es aber anders, s. „Die den Sturm ernten“ von Michael Lüders. Auch an anderen Stellen fehlten die Quellenangaben, z.B. S. 175-176. Woher die Zahlen kommen, auf die der Autor seine Argumentation stützt? Oder geht es davon aus, dass man ihm aufs Wort glaubt? Die Frage: Warum lese ich das eigentlich? Tauchte schon recht oft auf. Es ist Schnee von gestern, trocken und ohne wahrnehmbaren Mehrwert dargelegt noch dazu. Aber ich konnte/wollte nicht glauben, dass es tatsächlich schon alles sein wird. Da müsste doch noch das Eigentliche kommen, die Substanz, so meine Hoffnung. Leider war es nicht der Fall. Winkler beschreibt die Ereignisse größtenteils neutral, mit paar Ausnahmen, s.o. Mir fehlte aber auf der gesamten Strecke das Denken in Zusammenhängen, die Hintergründe, die Frage, warum das eine oder andere geschehen ist und mögliche Interpretationen hierzu samt Vorschlägen, wie man die Situation entschärfen könnte. z.B.: Warum sah sich Putin gezwungen, in der Ukraine so vorzugehen? Vllt weil die Politik des Westens der letzten fünfzehn Jahre ihn dazu gebracht hat? Vllt wurden da die geopolitischen Interessen Russlands missachtet? Mehr dazu z.B. in „Eiszeit“ von Gabriele Krone Schmalz. Und was ist mit Syrien und angrenzenden sowie arabischen Ländern? Vllt war da einiges schiefgelaufen, da die Aggression vom Westen her ausging und man nun die Früchte dieser Politik präsentiert bekommt? Mehr dazu in „Schwarze Flaggen“ von Joby Warrick, „Die den Sturm ernten“ von Michael Lüders, „Nur wenn du allein kommst“ von Souad Mekhenet, ferner „Illegale Kriege“ von Daniel Ganser, uvm. Aber nein, nichts dergleichen war den Ausführungen hier zu entnehmen. Da klang es schon fast nostalgisch, dass die Zeitungen ihre Deutungshoheit zugunsten des Internets verloren haben. Warum? Fehlte wieder hier mal. Vllt weil die Menschen verstanden haben, dass sie dort hpts. indoktriniert werden und haben keine Lust mehr dazu, auch weil es mit dem Selbstverständnis einer funktionierenden Demokratie nicht vereinbar ist, wie Frau Krone Schmalz sehr treffend in „Eiszeit“ sagt, oder auch weil sie nicht mehr ein Teil der Volksverdummung mehr sein wollen, von der Michael Lüders in seinem o.g. Buch spricht: „Eigentlich wäre es höchste Zeit, innezuhalten und sich neu zu sortieren. Eine Weltordnung zu begründen, die um Ausgleich und Kompromiss unter den jeweiligen Akteuren bemüht ist, einen Dialog auf Augenhöhe führt. Die vom Zenit abgleitende Weltmacht USA sucht genau diesen Ausgleich nicht. Sie ist bestrebt, eigene Interessen auf Kosten anderer durchzusetzen, notfalls mit Gewalt. Und nicht zuletzt mit Hilfe einer auch medial betriebenen Dämonisierung des gegenwärtigen Hauptgegners Russland. Die Machtpolitik Moskaus, Teherans oder Pekings ist im Zweifel jedoch nicht mehr und nicht weniger skrupellos als die des Westens. Sie in den Kategorien von „gut“ und „böse“ zu verorten, wobei „wir“ natürlich zu den Guten rechnen, das grenzt an Volksverdummung.“ S. 167. Wenn ich an Winklers „Zerbricht der Westen?“ denke, kommt mir genau diese Verdummung in den Sinn. Genauso wie die Worte von Frau Krone Schmalz aus dem o.g. Buch: „Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich zudem das journalistische Selbstverständnis gewandelt hat. Es geht nicht mehr in erster Linie darum zu informieren, sondern darum, die Menschen auf den „richtigen“ Weg zu bringen. Eine solche Haltung, zu der sich manche sogar ausdrücklich bekennen, scheint mir grenzwertig. Auf welches Recht könnten sich Journalisten in pluralistischen demokratischen  - und nicht diktatorisch geführten – Gesellschaften dabei berufen? … Demokratie ist auf ein breites Meinungsspektrum angewiesen und darauf, dass angstfreie Debatten möglich sind. Es ist ein Jammer, dass dieser Luxus einer Demokratie von zwei Seiten in die Zange genommen wird. Auf der einen wettern rechte Demagogen und hasserfüllte Wutbürger, auf der anderen intolerante Mainstream-Journalisten und überhebliche Expertokraten, die alles zu wissen meinen, in den letzte Jahren immer wieder spektakulär danebenlagen.“ S. 259. Fazit: Wer es geschafft hat, dem polit. Geschehen, v.a. deren Interpretation der Leitmedien zu entkommen, die durch alle großen überregionale Zeitungen und Fernsehen gegeistert hat, wenn man z.B. a lá Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel die letzten 5-7 Jahre verbracht hat, der könnte evtl. Nutzen aus diesem Buch ziehen. Sonst kann man die kostbare Lesezeit viel spannderen Werken widmen, s.o. Auch „Die Krise der Demokratie und wie wir sie überwinden“ von Ch. Lammert und B. Vormann ist eine sehr gute Adresse, wie wertvolle Denkanstoße von Helmut Schmitt in „Was ich noch sagen wollte“. Ich kann mich hier nicht mal zu 3 Sternen durchringen. Meine persönliche Goldene Himbeere in Sachen Bücher über Politik geht in diesem Jahr an dieses Werk.  

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  • Lässt sich der Zerfall des Westens aufhalten?

    Zerbricht der Westen?

    Bellis-Perennis

    Der deutsche Historiker Heinrich August Winkler wirft mit dieser Frage ein komplexes Thema auf. Dass der „Westen“ in der Krise steckt, ist jedem klar, der nur halbwegs die Nachrichten verfolgt oder seriöse Zeitungen liest. Doch was sind die Ursachen dafür? Gibt es einen Lösungsansatz?Bei der Ursachenforschung spannt der Autor einen weiten Bogen. Über viele Kapitel hinweg erzählt er die Geschichte einzelner Staaten.So geht er im dritten auf die Rolle der damaligen EWG und der Türkei ein. Bereits 1963 (!) gab es Bestrebungen beiderseits, die Türkei ins Europäische Boot zu holen. Doch schon damals gab es zu viele Unterschiede in den Auffassungen der Machthaber. Also wurde das Unternehmen auf Eis gelegt, bis einige Streitpunkte ausgeräumt würden. Einiges ist davon bis heute nicht erledigt und mit dem aktuellen Staatsoberhaupt in weite Ferne gerückt.Auch die teilweise gemeinsame und doch wieder trennende Geschichte zwischen Europa und den USA wird den Lesern spannend dargeboten. Geschickt werden historische Ereignisse auf beiden Seiten des Atlantiks in Kontext gestellt.Der Blick in den Osten, Richtung Russland und China fehlt auch nicht. Dem Zerfall der UdSSR, dem Fall der Berliner Mauer, der Wiedervereinigung Deutschlands sowie das Heranreifen Chinas zu einer Industrie-Großmacht – all dies wird gut leserlich, mt dem einen oder anderen Seitenblick dargestellt. Im Mittelteil des Buches können wir über die (Welt)Wirtschaftskrise lesen. Wir haben ja schon zuvor erfahren, dass vor allem Griechenland seinen Beitritt zur EU auf betrügerische Weise erschlichen hat. Die nächsten Kapitel erscheinen wie eine Zäsur: Wir erhalten nämlich nur eine Vielzahl von Aufzählungen aus den Nachrichten, eine Art „Bestandsaufnahme“ von ohnehin Bekanntem, ohne allzu viel Mehrwert. Als Leser vermisse ich auf den letzten 150 Seiten die Leichtigkeit der Erzählung, die Spannung, mit der ich zu Beginn des Buches gefesselt wurde.Hat man den Autor zur raschen Fertigstellung des Buches gedrängt?Was mir jedoch überhaupt fehlt, sind mögliche Lösungsansätze. Auf die Frage im Titel „Zerbricht der Westen?“ erhält der Leser keine Antwort, nicht einmal eine unbefriedigende. Das finde ich sehr schade. Fazit:Nach einem interessanten Beginn, leider eine Enttäuschung.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte eilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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  • Zerbricht der Westen? – Keine Antwort auf diese Frage

    Zerbricht der Westen?

    Sikal

    24. September 2017 um 13:24

    Der Westen steckt in der Krise – unbestritten. Jeder der Nachrichten verfolgt, kann sich diesem Faktum nicht entziehen. Wie aber kam es zu dieser Krise und ist sie wirklich so schlimm oder schlimmer als alle die vorangegangen Krisen des Westens? Der Autor spannt einen weiten Bogen über die Geschichte des Westens. In den ersten Kapiteln finden sich die Geschichte der EU, die jüngere Geschichte der USA und die Geschichte des Zusammenwachsens der beiden. Hier zeigt der Autor wirklich großes erzählerisches Geschick und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in die Vergangenheit der USA und EU. Von den Römischen Verträgen bis zur jüngsten Osterweiterung der EU, von J.F. Kennedy bis Donald Trump – kurz gesagt, die letzten sechzig Jahre werden in einem narrativen Exkurs umrissen. Aber nicht nur die Geschichte des Westens wird aufgezeigt auch das Verhältnis des Westens zum nahen und fernen Osten wird vom Autor gut leserlich dargestellt. Der Fall der Berliner Mauer, das Zerbrechen der UDSSR, der Wandel Chinas zur fernöstlichen, wirtschaftlichen Großmacht und weitere Ereignisse in diesen Gebieten der Welt werden gekonnt in einen Kontext mit dem Westen gesetzt. Im mittleren Teil des Buches kommt die jüngste Geschichte zur Sprache. Von der finanziellen Misere Griechenlands über die Beitrittsverhandlungen der Türkei, der Flüchtlingswelle bis zum Brexit wird die EU seit 2015 beleuchtet. Die größten Änderungen in den Vereinigten Staaten beginnen lt. Winkler mit Donald Trump. Bekommt man zu Beginn des mittleren Teiles des Buches noch einen guten Überblick über die Ereignisse der letzten beiden Jahre des Westens und dessen Beziehungen zum Osten, wird es danach etwas schwieriger. In den letzten Kapiteln gibt der Autor minutiös eine Aufstellung der jüngsten Ereignisse wieder. Ab hier wird das Buch eher eine Aufzählung oder eine Wiederholung der Nachrichten der letzten Monate. Mit dem genauen Datum und teilweise Zeitangaben wird die Wahl Donald Trumps ebenso wiedergegeben wie die Präsidentenwahl in Frankreich oder die Zuspitzung des Konfliktes zwischen Deutschland und dem türkischen Präsidenten Erdogan. In diesem Teil kommt es immer wieder zu Wiederholungen und einem Durcheinander der Ereignisse. Es entsteht leider der Eindruck, dass der Autor zu viel und dabei zu schnell in den letzten 150 Seiten unterbringen wollte. Das Fazit am Ende lässt noch auf eine Erklärung hoffen wie die Krise des Westens entstanden ist oder auf Lösungsansätze. Das erwartet man jedoch vergeblich. Das Buch „Zerbricht der Westen?“ ist somit eher eine –anfangs – gut erzählte Geschichte des Westen, die sich dann zu einer Nachrichtennacherzählung auswächst. Der Titel lässt hier anderes erhoffen… Fazit: Für Menschen die das aktuelle Zeitgeschehen mitverfolgen ist der erste Teil des Buches mit Sicherheit eine spannende Reise in die Entstehung und Entwicklung der EU sowie deren Beziehung zu den Vereinigten Staaten. Danach wird es eher schwerfällig, man vermisst die erzählerische Leichtigkeit des ersten Teils und ist eher an ein Lexikon erinnert. „…was richtig bleibt und was sich dingend ändern muss …“ findet man im Klappentext – eine Antwort dazu findet man im Buch nicht… 4 Sterne für den ersten Teil des Buches 2 Sterne für den zweiten Teil

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  • Die Zukunft aus der Vergangenheit abgeleiten

    Zerbricht der Westen?

    leucoryx

    14. September 2017 um 22:39

    Flüchtlingskrise, Brexit, Trump als neuer US-amerikanischer Präsident - das sind Schlagworte, die die Frage aufwerfen wie es um den Westen bestellt ist. Ist der Zusammenhalt der EU stark genug, um auch in Zukunft schwierige Entshcheidungen gemeinsam zu treffen? Wird der Euro bestand haben und wird Trump seine Wahlversprechen wahr werden lassen? Winkler präsentiert die jüngste Geschichte von Europa und Amerika und bringt sie in Zusammenhang, um daraus Prognosen für die Zukunft abzuleiten.Ich bin ein absoluter Laie bei politischen Themen und ich bekomme nur die größten Ereignisse mit. Der Titel des Buches hat mich sehr angsprochen, denn auch mir ist nicht entgangen, dass es immer wieder islamistische Terroranschläge in Europa gibt, dass die Flüchtlingsfrage heiß diskutiert wird und jeder blickt wohl mit großer Skepsis zum neuen US-amerikanischen Präsidenten. Das Buch hält im Großen und Ganzen was es verspricht. Winkler geht strukturiert durch die jüngste Geschichte der einzelnen europäischen Länder, der EU und der USA. Der Inhalt ist sehr umfassend und man muss sich schon sehr konzentrieren, um bei den ganzen Namen, Orten und Daten nicht den Überblick zu verlieren. Für meinen Geschmack hätte es hie rund da gerne knapper ausfallen können. Sicherlich spielt jedes Land seine eigene Rolle, dennoch muss ich nicht über jeden Wahlkampf Bescheid wissen, um zu verstehen wie es um jedes Land bestellt ist und welche Meinung es in der EU vertritt. Ich denke, alle wichtigen Themen der letzten Jahre werden gut strtrukturiert und verständlich beleuchtet, sei es die Flüchtlingskrise, Trumps Wahlkampf, Brexit oder islamistische Terroranschläge. Zögerliche bis falsche Entscheidungen von Führungspersonen, ehlender Konsens der EU und der aufkommende Popularismus sind nur Beispiele, die WInkler als Probleme und Ursachen der aktuellen Krise sieht. Dennoch wird deutlich, dass sowhol die EU als auch die USA auf eine gewisse Tradition und Werte beruhen aus denen sie Kraft und Zuversicht schöpfen können, um aus der Krise gestärkt emporzutreten. Für mich hat das Buch einen sehr umfassenden Überblick, um die aktuelle Siutation des Westens gegebn und mir geholfen viele Dinge richtig einzuordenen.Wer der Politik regelmäßig folgt, wird vielelicht nicht allzu viel neues finden, aber sich anderseits auch nicht überfordert fühlen von den vielen Namen und Daten. Interessant ist es allemal, denn viele angesprochende Probleme sind immer noch nicht gelöst und es kommt auf die richtigen Entscheidungen der Politiker in Zukunft an.

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  • Keine klaren Antworten auf die Frage

    Zerbricht der Westen?

    WinfriedStanzick

    11. September 2017 um 11:21

    Man kann das neue Buch des renommierten deutschen Historikers Heinrich August Winkler durchaus als eine aktuelle Fortsetzung seines von der Kritik gelobten vierbändigen Werkes „Geschichte des Westens“ ansehen.Der vierte Band handelte von der Zeit von 1991 bis zum Jahr 2014. Nun versucht er mit „Zerbricht der Westen?“ die Turbulenzen der Jahre 2014-2017 in den Blick zu nehmen und zu deuten. Die Sorge um das, was den „Westen“ ausmacht, habe ihn zu diesem Buch getrieben, schreibt er.Folgende Bedrohungen des liberalen Westen macht er aus: Trumps Politik und Unberechenbarkeit, illiberale Regierungen in Ungarn und Polen, der massenhafte Aufstieg von Populisten überall in  Europa, die Legitimationskrise der EU und die Krise des Euro.All das wird treffend und ausführlich analysiert, es wird für eine langsamere europäische Integration und für eine Stärkung der Südländer plädiert, ob aber die EU und (die Idee von) Europa wirklich das gleiche sind, bleibt offen. Genauso wie die ehrliche Antwort auf die im Titel gestellte Frage, ob Europa durch den Aufstieg der Populisten und seine anderen inneren Widersprüche zerfallen wird.Ich glaube, Winkler will sich das gar nicht vorstellen, obwohl er immer wieder viele Gründe für dieses Szenario benennt.

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