Heinrich Böll Gruppenbild mit Dame

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Inhaltsangabe zu „Gruppenbild mit Dame“ von Heinrich Böll

Leni Pfeiffer, geborene Guyten, Jahrgang 1922, lernt während des Krieges den sowjetischen Kriegsgefangenen Boris kennen und lieben, besorgt ihm einen deutschen Paß und muß erfahren, daß er in einem Lager der Amerikaner umkommt. Inzwischen ist sie achtundvierzig und ihr gemeinsamer Sohn sitzt im Gefängnis, weil er auf seine Weise ein an der Mutter begangenes Unrecht korrigieren wollte . . . Ein ironisch als 'Verf.' eingeführter Autor rekonstruiert aus hinterlassenen Zeugnissen, aus Gesprächen und Erinnerungen das Leben dieser Frau. Heinrich Böll ist mit diesem inzwischen zum Klassiker gewordenen Roman ein gestalten- und episodenreiches Panorama der deutschen Vor- und Nachkriegsgeschichte gelungen. (Quelle:'Flexibler Einband/01.12.1999')

Keine uninteressante Geschichte, aber die gewählte Art der Darstellung ist mehr als anstrengend.

— Hamlets_Erbin
Hamlets_Erbin

Keine leichte Lektüre, aber es lohnt sich. Leni ist bewundernswert - ebenso wie Bölls Abbild der deutschen Gesellschaft!

— Hazel93
Hazel93

Leni Pfeiffer ist im gleichen Jahr geboren wie meine verstorbene Mutter. Schon deswegen sehr interessant....

— Salzechse
Salzechse

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    Gruppenbild mit Dame
    Hamlets_Erbin

    Hamlets_Erbin

    01. December 2016 um 18:11

    ...; heute meine ich, daß auch das 'Dafür-Sterben' eine Sache nicht besser, größer oder weniger albern macht;..." (S.119) Meinung: Ich schätze Heinrich Böll für seine Kurzgeschichten, in denen er die Sprache mit äußerster Effektivität einsetzt. Durch seinen knappen, präzisen Stil erzielt er eine Wirkung, die einem Schlag in den Magen gleicht und dem Leser oftmals den Atem raubt. Dies war nun mein erster Roman von Böll und ich muss leider feststellen, dass alles, was seine Kurzgeschichten auszeichnet, hier nicht vorhanden ist. Zwar werden die klassischen böllschen Themen (Religiosität, Menschlichkeit, Solidarität, Faschismus, Kapitalismuskritik) verhandelt, aber die Art und Weise, in der das geschieht, vermag nicht zu überzeugen. Schachtelsätze, bei denen man den Überblick verliert, ellenlange Zitate aus bürokratischen Dokumenten und eine undisziplinierte Erzählweise, die von einem Personal geprägt ist, das bis auf wenige Ausnahmen, austauschbar erscheint, machen es dem Leser unnötig schwer (der hin und wieder aufblitzende Humor konnte leider nichts retten). Ich empfand die Lektüre als anstrengend, quälend und letzten Endes auch nicht sehr befriedigend. Denn die Geschichte, die erzählt wird, ist, obgleich nicht uninteressant, relativ bedeutungslos. Wenn ich mich jedoch schon durch ein Buch quäle, dann erwarte ich, dass mich der Autor dafür wenigstens belohnt. Sei es nun, durch neue Erkenntnisse, durch nie zuvor gelesene, ästhetische Bilder oder durch das Aufwerfen essentieller Fragen. Böll hat mich leider nicht belohnt. Und so war die Lektüre dieses Romans für mich relativ enttäuschend. Inhalt: Ein Verfasser rekonstruiert die Biographie von Helene "Leni" Grutyen, die ein relativ schlichtes Gemüt hat, aber eine sehr sinnliche Frau ist. Die Personen, die ihren Lebensweg während des Krieges und in den Nachkriegsjahren begleiten werden ebenfalls vorgestellt.        "...wer fortschreitet, muss über so manchen hinwegschreiten." (S.405)

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  • Leserunde zu "Meine Nachbarin, der Künstler, die Blumen und der Revolutionär" von Martin Felder

    Meine Nachbarin, der Künstler, die Blumen und der Revolutionär
    MartinFelder

    MartinFelder

    Liebe Leserinnen, liebe Leser Meine Nachbarin, der Künstler, die Blumen und der Revolutionär erzählt in pointierten, witzigen, absurden Beobachtungen und Gedankengängen die Geschichte eines Autors, der sich in seine Nachbarin verliebt, die unendlich verlockende Blumen hat. Die Nachbarin reist weg und der Autor macht sich auf die Suche nach ihr, in Berlin, Hamburg und Paris. Dabei tauscht er sich per SMS mit einem Künstler aus, der Kaninchen aus Watte herstellt und seine Bilder verkauft, bevor er sie gemalt hat. Die Form des Buchs ist ziemlich verrückt. Denn genau so wichtig, wie der lose gesponnene rote Faden der Geschichte, sind die Ideen des Erzählers, die manchmal allein auf einer Seite stehen: „Ich träumte letzte Nacht, dass ich von mir träumte. Dann wachte ich der Reihe nach auf.“ Habt ihr Freude an aussergewöhnlichen Erzählformen? Wollt ihr wissen, was der unzeitgemässe Revolutionär alles anstellt und wie er dem Erzähler ins Gehege kommt? Ich freue mich auf einen regen Austausch über meinen Debütroman. Der Salis Verlag stellt 25 Bücher und 15 E-Books (EPUB) zur Verfügung, die unter den Teilnehmenden der Leserunde verlost werden. Um bei der Verlosung mitzumachen, müsst ihr nur noch bis am 13. Juli einen originellen Gedanken oder eine lebhafte oder absurde Beobachtung, die euch die letzten Tage durch den Kopf gegangen ist, in die Bewerbung schreiben. Die Leseprobe kann euch dabei als Inspiration dienen. Leseprobe Kurzrezension Salis Verlag Szenische Lesung Ich wünsche euch viel Glück bei der Verlosung! Herzliche Grüsse Martin Felder

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  • Leserunde zu "Jäger des verlorenen Zeitgeists" von Frank Jöricke

    Jäger des verlorenen Zeitgeists
    Frank_Joericke

    Frank_Joericke

    Liebe Freunde und Kritiker des Zeitgeists, liebe Leserinnen und Leser!  „Früher war alles besser“, sagte Opa immer. „Digital ist besser“ behaupteten einst Tocotronic. Doch wer hat recht? Schwierige Frage. Und es gibt Tausend verschiedene Antworten darauf, etwa diese: Internet, Handys, Smartphones, Facebook, Single- und Fremdgehbörsen haben das Leben nicht einfacher gemacht. Zwischen den Geschlechtern schon gar nicht. Grönemeyers Frage, „Wann ist ein Mann ein Mann?“, ist noch immer nicht beantwortet. Und die Frauen haben’s auch nicht leichter. Alles ist ziemlich verwickelt geworden. Höchste Zeit, sich den Zeitgeist mal näher anzuschauen. Wer die 10er Jahre verstehen will, muss zurück in die 60er, 70er, 80er, 90er und 00er Jahre. Das habe ich getan. Als „Jäger des verlorenen Zeitgeists“ habe ich mich in den Dschungel von Vergangenheit und Gegenwart begeben, die Nostalgie gerodet und, wenn nötig, mich in die Untiefen der Populärkultur gestürzt. Auf dieser Expedition konnte ich 43 Zeitgeistentdeckungen machen, z.B. warum soziale Medien asozial sind, warum die 80er eine Lüge waren und warum das mit der Liebe so schwierig geworden ist. Habt Ihr Lust, diese Zeitreise mitzuerleben? Dann bewerbt euch hier bis einschließlich Donnerstag, 14. März um eines von 15 Exemplaren des Solibro Verlags! Verratet mir doch, was ist für euch eigentlich "Zeitgeist"? Oder auch gern, was Ihr mit den Jahrzehnten, die Ihr schon erlebt habt, verbindet! Hier gibt es außerdem eine Leseprobe!

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  • Rezension zu "Gruppenbild mit Dame" von Heinrich Böll

    Gruppenbild mit Dame
    firlefanz

    firlefanz

    09. May 2009 um 09:05

    Der zweite Böll diesen Monat! Ich bin damit vollkommen im Plan. Sehr schön. Zunächst mal kann ich voraus schicken, dass Böll vermutlich auch ein geniales Buch über das Telefonbuch von Hintertupfing hätte schreiben können. Und es würde mir gefallen. Auf dem Umschlag steht der Auszug einer Kritik eines gewissen Herrn Karl Korn aus der Frankfurter Allgemeinen, den ich euch nicht vorenthalten möchte: "Die Meisterschaft der Führung der Fäden, die häufige Brechung des Stoffes durch Reflexion, die feingesponnenen symbolischen Bezüge, das Ineinander von Mirakelwelt und satter Sinnlichkeit, von Intellektualität und Naivität des Gefühls und am Grunde die dichterische Vision vom guten Menschen und seiner Wirklichkeit haben uns ein reifes Meisterwerk beschert." Ich hätte es selbst nicht besser ausdrücken können... Ich finde, man muss sich für dieses Buch Zeit nehmen und genau lesen, sonst kommt man irgendwann komplett durcheinander. Die häufige wörtliche Rede, die vielen Abkürzungen und die zahlreichen (Auskunfts-) Personen sind natürlich geeignet den hastigen Leser ordentlich zu verwirren. Worum es geht? Nun, um die "Dame". Leni Gruyten, aus großbürgerlichen Verhältnissen stammend, und ihr Schicksal vor/nach/während des 2. Weltkriegs. Böll dokumentiert minutiös ihr Leben und das derer, die in irgendeiner Weise mit ihr verbunden sind. Einer weiteren Inhaltsangabe fühle ich mich nicht gewachsen. Wer es genauer wissen will, sollte das Buch lesen. Und er wird staunen, ob der blanken Genialität des Autors. Seiner Ideen, seiner Ironie und seiner Fantasie.

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  • Rezension zu "Gruppenbild mit Dame" von Heinrich Böll

    Gruppenbild mit Dame
    katermurr

    katermurr

    05. May 2008 um 16:38

    Auch schon lange her, dass ichs gelesen habe. Ich mochte den Schreibstil von Böll nicht und hab dann nix mehr von ihm gelesen. Ich glaube, ER ist es, der das Wort "beiwohnen" gebraucht - seltsam. Das sagt aber nix über die Qualität dieses Buches aus....