Gruppenbild mit Dame

von Heinrich Böll 
4,3 Sterne bei56 Bewertungen
Gruppenbild mit Dame
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Hamlets_Erbins avatar

Keine uninteressante Geschichte, aber die gewählte Art der Darstellung ist mehr als anstrengend.

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Keine leichte Lektüre, aber es lohnt sich. Leni ist bewundernswert - ebenso wie Bölls Abbild der deutschen Gesellschaft!

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Inhaltsangabe zu "Gruppenbild mit Dame"

Leni Pfeiffer, geborene Gruyten, Jahrgang 1922, lernt während des Krieges den sowjetischen Kriegsgefangenen Boris kennen und lieben, besorgt ihm einen deutschen Paß und muß erfahren, daß er in einem Lager der Amerikaner umkommt. Inzwischen ist sie achtundvierzig und ihr gemeinsamer Sohn sitzt im Gefängnis, weil er auf seine Weise ein an der Mutter begangenes Unrecht korrigieren wollte . . . Ein ironisch als 'Verf.' eingeführter Autor rekonstruiert aus hinterlassenen Zeugnissen, aus Gesprächen und Erinnerungen das Leben dieser Frau. Heinrich Böll ist mit diesem inzwischen zum Klassiker gewordenen Roman ein gestalten- und episodenreiches Panorama der deutschen Vor- und Nachkriegsgeschichte gelungen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783942656245
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:462 Seiten
Verlag:Axel Springer AG Verlagsgruppe Bild
Erscheinungsdatum:01.10.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Hamlets_Erbins avatar
    Hamlets_Erbinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Keine uninteressante Geschichte, aber die gewählte Art der Darstellung ist mehr als anstrengend.
    Unbefriedigend...

    ...; heute meine ich, daß auch das 'Dafür-Sterben' eine Sache nicht besser, größer oder weniger albern macht;..." (S.119)

    Meinung: Ich schätze Heinrich Böll für seine Kurzgeschichten, in denen er die Sprache mit äußerster Effektivität einsetzt. Durch seinen knappen, präzisen Stil erzielt er eine Wirkung, die einem Schlag in den Magen gleicht und dem Leser oftmals den Atem raubt.
    Dies war nun mein erster Roman von Böll und ich muss leider feststellen, dass alles, was seine Kurzgeschichten auszeichnet, hier nicht vorhanden ist. Zwar werden die klassischen böllschen Themen (Religiosität, Menschlichkeit, Solidarität, Faschismus, Kapitalismuskritik) verhandelt, aber die Art und Weise, in der das geschieht, vermag nicht zu überzeugen. Schachtelsätze, bei denen man den Überblick verliert, ellenlange Zitate aus bürokratischen Dokumenten und eine undisziplinierte Erzählweise, die von einem Personal geprägt ist, das bis auf wenige Ausnahmen, austauschbar erscheint, machen es dem Leser unnötig schwer (der hin und wieder aufblitzende Humor konnte leider nichts retten). Ich empfand die Lektüre als anstrengend, quälend und letzten Endes auch nicht sehr befriedigend. Denn die Geschichte, die erzählt wird, ist, obgleich nicht uninteressant, relativ bedeutungslos. Wenn ich mich jedoch schon durch ein Buch quäle, dann erwarte ich, dass mich der Autor dafür wenigstens belohnt. Sei es nun, durch neue Erkenntnisse, durch nie zuvor gelesene, ästhetische Bilder oder durch das Aufwerfen essentieller Fragen. Böll hat mich leider nicht belohnt. Und so war die Lektüre dieses Romans für mich relativ enttäuschend.

    Inhalt: Ein Verfasser rekonstruiert die Biographie von Helene "Leni" Grutyen, die ein relativ schlichtes Gemüt hat, aber eine sehr sinnliche Frau ist. Die Personen, die ihren Lebensweg während des Krieges und in den Nachkriegsjahren begleiten werden ebenfalls vorgestellt.       

    "...wer fortschreitet, muss über so manchen hinwegschreiten." (S.405)

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    firlefanzvor 9 Jahren
    Rezension zu "Gruppenbild mit Dame" von Heinrich Böll

    Der zweite Böll diesen Monat! Ich bin damit vollkommen im Plan. Sehr schön.
    Zunächst mal kann ich voraus schicken, dass Böll vermutlich auch ein geniales Buch über das Telefonbuch von Hintertupfing hätte schreiben können. Und es würde mir gefallen.
    Auf dem Umschlag steht der Auszug einer Kritik eines gewissen Herrn Karl Korn aus der Frankfurter Allgemeinen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
    "Die Meisterschaft der Führung der Fäden, die häufige Brechung des Stoffes durch Reflexion, die feingesponnenen symbolischen Bezüge, das Ineinander von Mirakelwelt und satter Sinnlichkeit, von Intellektualität und Naivität des Gefühls und am Grunde die dichterische Vision vom guten Menschen und seiner Wirklichkeit haben uns ein reifes Meisterwerk beschert."
    Ich hätte es selbst nicht besser ausdrücken können...
    Ich finde, man muss sich für dieses Buch Zeit nehmen und genau lesen, sonst kommt man irgendwann komplett durcheinander. Die häufige wörtliche Rede, die vielen Abkürzungen und die zahlreichen (Auskunfts-) Personen sind natürlich geeignet den hastigen Leser ordentlich zu verwirren.
    Worum es geht? Nun, um die "Dame". Leni Gruyten, aus großbürgerlichen Verhältnissen stammend, und ihr Schicksal vor/nach/während des 2. Weltkriegs. Böll dokumentiert minutiös ihr Leben und das derer, die in irgendeiner Weise mit ihr verbunden sind. Einer weiteren Inhaltsangabe fühle ich mich nicht gewachsen. Wer es genauer wissen will, sollte das Buch lesen. Und er wird staunen, ob der blanken Genialität des Autors. Seiner Ideen, seiner Ironie und seiner Fantasie.

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    katermurrvor 10 Jahren
    Rezension zu "Gruppenbild mit Dame" von Heinrich Böll

    Auch schon lange her, dass ichs gelesen habe. Ich mochte den Schreibstil von Böll nicht und hab dann nix mehr von ihm gelesen. Ich glaube, ER ist es, der das Wort "beiwohnen" gebraucht - seltsam. Das sagt aber nix über die Qualität dieses Buches aus....

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    Hazel93s avatar
    Hazel93vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Keine leichte Lektüre, aber es lohnt sich. Leni ist bewundernswert - ebenso wie Bölls Abbild der deutschen Gesellschaft!
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    S
    Salzechsevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Leni Pfeiffer ist im gleichen Jahr geboren wie meine verstorbene Mutter. Schon deswegen sehr interessant....
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