Heinrich Böll Heinrich Böll: Und sagte kein einziges Wort

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Inhaltsangabe zu „Heinrich Böll: Und sagte kein einziges Wort“ von Heinrich Böll

[Heinrich Böll: Und sagte kein einziges Wort Taschenbuch (Gut) DTV 1988 9. Auflage]

Tristesse der Nachkriegszeit, nur wie Böll sie beschreiben kann. Top!

— Orisha
Orisha
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  • Das Ende einer Ehe im Nachkriegsdeutschland...

    Heinrich Böll: Und sagte kein einziges Wort
    Orisha

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    Das Ende einer Ehe, das Ende einer Liebe, die nie ganz verloschen ist. Fred und Käte. Käte und Fred. Carla, Clemens und der Kleine. Nachkriegsdeutschland in einer namenlosen Stadt der jungen Bundesrepublik Deutschland. Fred Bogner lebt getrennt von seiner Frau, weil er die bedrückende Enge ihrer Wohnverhältnisse nicht mehr aushielt. Weil er der Armut, der Aggressivität entfliehen will, die sich immer wieder in ihm anstaut und die er an seinen Kindern – Carla, Clemens und dem Kleinen – auslässt. Ist Fred Bogner deshalb ein schlechter Mensch? Wohl kaum. Immer wieder treibt es ihn zu seiner Frau. Käte. Und sie treibt es zu ihm. Sie treffen sich in Hotels, begegnen sich auf der Straße. Sie reden. Immer wieder. Von Rückkehr, von ihren zwei toten Kindern, von ihrer Liebe. Und dennoch… Böll hat einen Roman geschrieben über die Ehe im Nachkriegsdeutschland, über ein Paar, das nicht von sich lassen kann, das füreinander bestimmt zu sein scheint. Abwechselnd in der Perspektive von Fred und von Käte geschrieben, taucht man schnell in ihre Gedankenwelt ein. Ein kraftvolles Buch, mit der gewohnten Kritik Bölls an der Konsumgesellschaft und an der Kirche – die immer weniger Menschen Halt zu geben vermag. Ein eindringliches Portrait der Nachkriegsgesellschaft, welches mich so schnell nicht mehr loslässt. Fazit: Böll at his best. Eindringlich, still und laut zugleich. Unbedingt lesen!

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