Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind

von Heinrich Böll 
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Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind
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Heinrich Böll in der ungeschminkten Rohfassung.

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Inhaltsangabe zu "Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind"

Die Sensation: bisher unveröffentlichte Tagebücher aus dem Krieg von Heinrich Böll.
Das hat man so noch nicht gelesen: Knapp, assoziativ, stellenweise geradezu lyrisch notiert Heinrich Böll, was ihn in den letzten Kriegsjahren beschäftigt, quält und am Leben hält.Anders als in den Kriegsbriefen, die zusammenhängend beschreiben, was ihm widerfuhr, aber die Zensur passieren mussten, hält er hier stichwortartig fest, was den einzelnen Tag bestimmte und innerhalb der grausamen Kriegsroutine an der Front und in der anschließenden Kriegsgefangenschaft zu etwas Besonderem machte. Fixpunkte dabei sind seine junge Frau Annemarie, die er schmerzlich vermisst, und Gott, den er im Angesicht des Grauens der Schützengräben als Hoffnungsspender und Schutzinstanz anruft. Beeindruckend ist die Intensität dieser skizzenhaften Aufzeichnungen, die zeigen, wie Böll um seelische Integrität und Selbsterhaltung ringt. Geschrieben in der Zeit von der Abreise nach Frankreich über die Verlegung an die Ostfront bis zur Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im September 1945 – und ungekürzt veröffentlicht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050202
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:05.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    emma_vandertheques avatar
    emma_vanderthequevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Heinrich Böll in der ungeschminkten Rohfassung.
    "Alles ist Scheiße!"

    Heinrich Böll hatte nie beabsichtigt, seine Kriegstagebücher zu veröffentlichen. Wohl war ihm aber bewusst, dass diese von historischem Interesse sein könnten. Daher überließ er es seinen Nachkommen, in welcher Form sie diese der Wissenschaft zugänglich machen wollten. Nach reiflicher Abwägung haben sich die Erben entschieden, die Tagebücher zu veröffentlichen (Fotografien der handschriftlichen Aufzeichnungen/Verschriftlichung). Hierbei handelt es sich zum großen Teil um lose Stichworte, ohne großen Zusammenhang, es ist offensichtlich, dass sie nicht für „andere“ Leser bestimmt waren. Und doch schaffen es diese einzelnen Worte und Andeutungen, das Grauen, das Entsetzen, die Fassungslosigkeit und die Unmittelbarkeit des Krieges und der Kriegsgefangenschaft räumlich zu machen. Ein wichtiges zeithistorisches Dokument, das erschütternde Einblicke in das Leben eines einfachen Soldaten geben. Keine schönen Sätze, keine große Geschichte, nur Worte, diese aber so gewählt, dass man erschaudert. 

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    J
    janis_bvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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