Heinrich Böll Und sagte kein einziges Wort

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Inhaltsangabe zu „Und sagte kein einziges Wort“ von Heinrich Böll

Ein Eheroman
Weil er den bedrückenden Wohnverhältnissen in einem Untermieterzimmer nicht mehr gewachsen ist, lebt Fred Bogner von seiner Frau Käte und seinen drei Kindern getrennt. Er arbeitet als Telefonist bei einer kirchlichen Behörde, streift durch eine zerbombte deutsche Großstadt, trinkt zuweilen und treibt sich regelmäßig an Spielautomaten herum. Nach einem mit seiner Frau gemeinsam verbrachten Wochenende in einem Stundenhotel scheint die Trennung endgültig zu sein. Doch wenig später erkennt Fred in ihr den Menschen, den zu lieben er nie aufgehört hat. (Quelle:'Flexibler Einband/01.09.1998')

Heute noch wie schon damals die gleichen Probleme.

— Tux

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  • Kirche und Gesellschaft gegen menschliche Entfaltungsmöglichkeit.

    Und sagte kein einziges Wort

    Tux

    09. August 2017 um 08:07

    @page { margin: 2cm } p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120% } Böll prangert hier die „christlich geordnete“ Schein-Gesellschaft an und beschreibt den ewigen Drang des Menschen nach persönlichem Glück, dessen Erfüllung oft die Erwartungen von Kirche und Gesellschaft im Wege stehen. Die Zeit, in welcher der Roman spielt, sollte für den Leser keine Rolle spielen, denn immer noch sind nicht nur die menschlichen Wünsche und Gefühle, sondern auch die politischen Gegebenheiten die gleichen wie damals.

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  • "Und sagte kein einziges Wort" von Heinrich Böll

    Und sagte kein einziges Wort

    dot

    08. August 2017 um 16:10

    Der Roman "Und sagte kein einziges Wort" von Heinrich Böll beschreibt das (Ehe-)Leben in der Nachkriegszeit aus der Sicht des Ehepaares Käte und Fred Bogner. Käte sorgt allein für die Kinder und so leben sie räumlich getrennt voneinander, da Fred sich aufgrund von Alkohol- und Aggressionsproblemen aus dem beengendem Wohnraum zurückzog. Fred war im Krieg und schlägt sich aus Liebe zu seiner Frau und den Kindern allein durch's Leben, das von Trostlosigkeit und Armut geplagt wird. Fred und Käte treffen sich zuweilen, bis sie spüren, dass ihre Ehe an einem Scheideweg angekommen ist und ihre Liebe allein nicht auszureichen scheint. Käte spürt, dass die Kinder ihren Vater vermissen und sagt ihnen, er sei krank, während sie glaubt, erneut schwanger zu sein. [...]"Und sagte kein einziges Wort" ist ein zum Nachdenken anregender Nachkriegsroman, der in einer authentischen Atmosphäre die Unzufriedenheit der Lethargie gelungen einfängt und beschreibt, wie sich Krieg, Armut und Hoffnungslosigkeit auf eine Ehe auswirken können. 

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  • Rezension zu "Und sagte kein einziges Wort" von Heinrich Böll

    Und sagte kein einziges Wort

    Hallogen

    15. January 2010 um 21:12

    Dieses Schilderung ist sehr nahe an der Realität angesiedelt, wodurch sie natürlich Gefahr läuft, langweilig zu werden. Kleine Erledigungen, das tägliche „Guten Morgen“, das Café, der Arbeitsplatz, die Routine, all das ist oft beschrieben worden. Nun ist aber Böll nicht irgendwer, und es gelingt ihm ein absolut beklemmendes Bild zu schaffen, das einen gefangen nimmt, und in dem man versinken kann. Die zerstörte Stadt sieht man regelrecht vor sich und mit jeder Seite versteht man mehr, dass die beiden Hauptfiguren, die immer abwechselnd (Kapitel für Kapitel) der Ich-Erzähler sind, unter einem Doppeltrauma leiden, das viele weitere negative Folgen hervorbrachte. Solch starke Konzentration auf die Charakterzeichnung lese ich sonst eigentlich nicht so gern, sie erinnert mich an Tschechows Erzählungen, aber Böll setzt es äußerst effektiv um, nutzt den Perspektivwechsel um beide Personen von innen und außen auszuleuchten. Es ist ein stilles Werk, dessen Tragik ohne große Ereignisse auskommt, sich um die im Titel enthaltene Sprachlosigkeit dreht, die zwischen den beiden Eheleuten herrscht, und alle wichtigen Themen der Nachkriegszeit anspricht: Zweifel an der Kirche und an Religion, Armut, Geldmangel, krumme Geschäfte oder auch drohende Obdachlosigkeit. Das alles birgt eine tiefe Größe, die sich erst voll entfalten kann, wenn man das Buch durchgelesen hat und noch mal rekapituliert. Die Gehässigkeiten der Nachbarn und die Duldung von Erniedrigungen, die ruinösen Gebäude und v. a. die extreme Hoffnungslosigkeit der Frau, die ihre Kinder sieht und denkt: "Jedes Jahr, das ihrem Leben hinzugefügt wird, wird meinem genommen.", dafür kann man nur tiefes Mitleid empfinden. Dazu dieser Drogistenkongress, der sie direkt betrifft, weil er ihr gemeinsames Leid immer wieder wachruft, ihnen keine Ruhe lässt. Trotz allem habe ich mich aber für vier Sterne entschieden, weil ich Kurgeschichten von Tschechow ("Gram") oder Andric ("Holzbündel") kenne, die das noch besser auf den Punkt gebracht haben. So ist es mir an manchen Stellen zu dialoglastig geraten, jede Essensbestellung wird detailliert wiedergegeben und obwohl das zur Atmosphäre dazugehört, ist mir das negativ aufgefallen, hat mich dieses ganze "acht Mark bitte" und "Ich nehmen Gulasch" leicht gestört, daher symbolische 4,5 Punkte, und somit vier, die das Buch von meinen Lieblingsbüchern trennen.

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  • Rezension zu "Und sagte kein einziges Wort" von Heinrich Böll

    Und sagte kein einziges Wort

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. February 2008 um 20:59

    Mein erster Böll - nicht schlecht für den Anfang.

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