Heinrich Christian Rust

 3,6 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf

Dr. Heinrich Christian Rust, geb. 1953, ist Dozent für Spiritualität, Gemeindeaufbau und Leiterschaft, Autor zahlreicher Bücher und gefragter Referent. Dabei engagiert er sich für eine stärkere Einbeziehung der Schöpfungsverantwortung im Gemeindeaufbau. Zuvor war er Gemeindepastor und in übergemeindlicher Leitung tätig.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Und wenn die Welt voll Teufel wär ... (ISBN: 9783937896557)

Und wenn die Welt voll Teufel wär ...

Neu erschienen am 01.06.2026 als Taschenbuch bei Neufeld Verlag.

Alle Bücher von Heinrich Christian Rust

Cover des Buches Den Heiligen Geist hören und verstehen (ISBN: 9783417000184)

Den Heiligen Geist hören und verstehen

(5)
Erschienen am 01.03.2022
Cover des Buches Beten (ISBN: 9783937896311)

Beten

(0)
Erschienen am 01.03.2020
Cover des Buches Geist Gottes – Quelle des Lebens (ISBN: 9783862560325)

Geist Gottes – Quelle des Lebens

(0)
Erschienen am 01.10.2023
Cover des Buches Und wenn die Welt voll Teufel wär ... (ISBN: 9783937896557)

Und wenn die Welt voll Teufel wär ...

(0)
Erschienen am 01.06.2026
Cover des Buches Zuhause in der Schöpfungsgemeinschaft (ISBN: 9783862561766)

Zuhause in der Schöpfungsgemeinschaft

(0)
Erschienen am 01.10.2021

Neue Rezensionen zu Heinrich Christian Rust

Ohne Furcht die Gaben des Geistes nutzen

Es gibt viel Verwirrung in christlichen Gemeinden, wenn es um die Gaben des Geistes geht – besonders was Gaben wie Prophetie, Heilung oder die Unterscheidung der Geister betrifft; eben solche Sachen, die mit unserem gewöhnlichen Alltag scheinbar wenig zu tun haben. Gemeinden spalten sich, Christen beäugen sich kritisch. Darum ist es umso nötiger einen Wegweiser zu haben, der erklärt, wie man in guter Weise mit diesen Gaben umgeht. Ein Ratgeber, der Fragen beantwortet, wie: Gibt es das alles noch heutzutage? Wem nützt Prophetie? Vor allem aber, woher weiß ich, ob es wirklich Gott ist, der da spricht?

 

Rund 600 Seiten umfasst dieses Buch. Es ist ein überarbeiteter Nachdruck von zwei früher erschienen Werke des Autors. Im ersten Band, „Prophetisch leben, prophetisch dienen“, geht es um die Gabe der Prophetie im weiteren und engeren Sinne. Damit sind drei Bereiche gemeint: Gottes prophetische Reden in der Gemeinde, der Amt des Propheten, und das Hören auf Gott in alltäglichen Situationen. Hilfreich sind außerdem die Überlegungen des Autors zu der Frage ob, wann und in welcher Weise prophetische Eindrücke weitergegeben werden sollen.

 

Der zweite Band, „Herr, bist du es“ geht stärker auf das persönliche Hören auf Gott ein, wobei der Autor auch hier betont, wie wichtig es ist, Eindrücke gemeinsam mit anderen Christen zu prüfen. Hier zeigt sich als wertvoll, dass der Autor erklärt, dass unser Denken immer eine Mischung aus menschlichen, göttlichen und diabolischen Gedanken sein wird. Dazu gibt er Hilfen, wie das voneinander unterschieden werden kann.

 

Dieses umfassende Buch gibt keine eindeutigen Antworten und keine Checkliste, um genau festzustellen, ob das Gehörte Gott war oder nicht. Denn wenn Gott der Allmächtige ist und seine Größe unseren Verstand übersteigt, dann kann es gar nicht so einfach sein. Aber der Autor, langjähriger Theologe und Pastor, bietet in diesem Buch trotzdem unfassbar wertvolle Wegweisungen. Er gibt keine schnellen, oberflächlichen Antworten. Er blickt hinter die vordergründigen Fragen auf die Gottesbeziehung des Einzelnen und auf die Frucht. Dazu erzählt er sehr viel aus seiner reichen persönlichen Praxis und ermutigt den Leser in der Erwartung zu leben, dass Gott sie gebrauchen möchte. Dass Gott mit ihnen reden möchte und es an ihnen liegt zuzuhören.

 

Fazit: Trotz mancher Wiederholungen ist dieser ausgewogenen Ratgeber eine große Hilfe, wenn es darum geht die Geister zu unterscheiden. Sachlich und nüchtern, zeigt der Autor wertvolle Richtlinien zum Erkennen von göttlichem Reden, und er ermutigt aktiv auf Gott zu hören und andere durch das Reden Gottes zu ermutigen. Sehr empfehlenswert!

Die Erkenntnis ist Stückwerk

„Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise, wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“ (1. Kor 13,9-10)

Dieses Bibelwort begleitete den Autor seiner Aussage nach beim Schreiben dieses Buches. In seiner Neuerscheinung „Bist du es, Herr?“ präsentiert er ein umfassendes Werk über den Heiligen Geist, bemüht sich um eine angemessene Unterscheidung der Geister und plädiert neben der Unterstützung durch Kirche und Gemeinde vor allem für eine Sensibilisierung unserer Sinne. Heinrich Christian Rust hinterfragt, welche Empfindungen, Gedanken und Erkenntnisse, die einem Menschen in den Sinn kommen oder plötzlich mitten im Alltag auftauchen, tatsächlich von Gottes Geist inspiriert sind. Da diese Frage sehr viele Christen beschäftigt, möchte er mit seinem Buch eine Orientierungshilfe zur Unterscheidung der Geister anbieten.

Der Autor stellt verschiedene Fragen, wie beispielsweise jene, was von Gott, was von uns selber kommt, und was möglicherweise sogar von der diabolischen Seite im Leben initiiert wurde. Die Themenvielfalt rund um den Heiligen Geist beinhaltet beispielsweise Überlegungen zu dessen Wesen, zur Trinität Gottes, zu dem, was Menschen ausmacht, die vom Heiligen Geist erfüllt sind. Er beschreibt den Charakter von Versuchungen und Irrlehren, schreibt über religiöse Verwirrung und dämonische Angriffe, geht hinsichtlich der Fundamentaltheologie auf bestimmte Fundamentalkriterien ein. Er befasst sich mit der Pfingstbewegung, ekstatischen Erfahrungen und Geistesgaben. Seine Ausführungen sind stets von persönlichen Erfahrungen oder Lebensberichten Dritter umrahmt, die anonymisiert wiedergegeben werden. Er behandelt auch sensible Themen wie religiöse oder weiße Magie, diabolische Wahrsagerei, echte Prophetie, parapsychologische prophetische Phänomene wie Wahrträume, das zweite Gesicht oder Hellseherei mit all ihren außergewöhnlichen Begleiterscheinungen: Ekstase, Trancezustände oder willenloses Sprechen.

In einem umfassenden Abschnitt dieses Buches empfiehlt er seinen Lesern eine Überprüfung anhand von so genannten „Checkpoints“, bei denen die Inhalte eines spirituellen Impulses bzw. einer spirituell motivierten Handlung oder die inneren Antriebskräfte untersucht werden. Ich empfand die Lektüre dieses Buches als sehr interessant, vieles war für mich persönlich jedoch Neuland. Heinrich Christian Rust bringt eine Vielzahl von Bibelzitaten, die sich auf den Heiligen Geist beziehen, in sein Buch ein und lockert die theoretischen Abschnitte immer wieder mit persönlichen Erfahrungen oder Erlebnissen auf.

Das in dezenten Farben gehaltene schlichte Cover dieses Buches hat mir übrigens ausnehmend gut gefallen. Da ich Wiesenblumen - und ganz speziell Löwenzahn - sehr gerne mag, empfand ich die fragilen weißen Schirmchen der so genannten „Pusteblume“ als äußerst originelle Idee für dessen Gestaltung.

Fazit: Mit „Herr, bist du es?“ präsentiert Heinrich Christian Rust seiner Leserschaft eine interessante Lektüre zum Thema „Heiliger Geist“ sowie eine Hilfestellung zur Unterscheidung, ob gewisse Impulse tatsächlich Gottes Wille darstellen. Es ist dem Autor gelungen, ein äußerst komplexes und schweres Thema auch für Laien verständlich darzustellen und ich kann es jedem empfehlen, der sich mit dieser Thematik eingehender befassen möchte.

Cover des Buches Herr, bist du es?: Von der Gabe der Geisterunterscheidung (ISBN: 9783417268096)
Hilfestellung zum Thema Geistesunterscheidung


Gott spricht zu uns Menschen durch sein Wort und hat uns auch den heiligen Geist gegeben, damit wir seinen Willen erkennen können. Doch häufig ist es schwierig zu erkennen, ob wirklich Gott zu uns spricht. In seinem neuen Buch beschäftigt sich Heinrich Christian Rust mit dieser Problematik und versucht dem Leser einige wichtig Punkte zu vermitteln, die bei der Geisterunterscheidung helfen sollen.
Zu Beginn erklärt der Autor ausführlich, wie wichtig es für uns Christen ist, den heiligen Geist zu empfangen. Anhand von vielen Bibelstellen zeigt er, welche Auswirkungen dieser in unserem Leben hat. Dabei geht er auch stets auf die Geistesgaben ein, wobei deutlich wird, dass Herr Rust eher charismatisch eingestellt ist. So bejaht er zum Beispiel den sehr umstrittenen Torontosegen und äußert immer wieder, dass es unwichtig sei, auf welche Weise man den heiligen Geist empfange. Diese Ausführungen fand ich sehr fragwürdig.
Zur Geistesunterscheidung äußert sich Herr Rust jedoch sehr klar und gibt dem Leser einige Kriterien an die Hand, mit der man selbst überprüfen kann, ob etwas von Gott oder von dämonischer Seite kommt. Zurecht warnt er davor, etwas unüberlegt und ungeprüft für sich in Anspruch zu nehmen oder sich nur auf eine besonders geistliche Person zu verlassen. Aus seiner Gemeinde und aus seinem sonstigen Umkreis erzählt er auch immer wieder Beispiele, in denen Menschen auf scheinbares Reden von Gott hereingefallen sind.
Herr Rust schreibt zwar manchmal etwas kompliziert und benutzt theologische Fachausdrücke, aber dennoch konnte ich seine Gedankengänge nachvollziehen. Auch wenn ich vielen seiner Ansichten nicht zustimme, hat mir doch seine Art, alles mit Bedacht und nicht übereilt vorzugehen, gefallen. 
Insgesamt ist ,,Herr bist du es" ein Buch, indem sehr intensiv, aber auch differenziert über das Thema der Geistesunterscheidung gesprochen wird. Auch wenn ich vieles darin etwas kritisch sehe, hat mir das Lesen wieder vor Augen geführt, wie wichtig es ist zu prüfen und nicht alles einfach hinzunehmen.

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