Heinrich Christian Rust Herr, bist du es?: Von der Gabe der Geisterunterscheidung

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Inhaltsangabe zu „Herr, bist du es?: Von der Gabe der Geisterunterscheidung“ von Heinrich Christian Rust

Einige Kriterien zum Thema Geistesunterscheidung

— Curin

Gut verständliche Auseinandersetzung zum Thema Geistunterscheidung mit sehr persönlichen Ansichten des Autors.

— Rubine
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  • Die Erkenntnis ist Stückwerk

    Herr, bist du es?: Von der Gabe der Geisterunterscheidung

    LEXI

    20. August 2017 um 22:07

    „Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise, wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“ (1. Kor 13,9-10)Dieses Bibelwort begleitete den Autor seiner Aussage nach beim Schreiben dieses Buches. In seiner Neuerscheinung „Bist du es, Herr?“ präsentiert er ein umfassendes Werk über den Heiligen Geist, bemüht sich um eine angemessene Unterscheidung der Geister und plädiert neben der Unterstützung durch Kirche und Gemeinde vor allem für eine Sensibilisierung unserer Sinne. Heinrich Christian Rust hinterfragt, welche Empfindungen, Gedanken und Erkenntnisse, die einem Menschen in den Sinn kommen oder plötzlich mitten im Alltag auftauchen, tatsächlich von Gottes Geist inspiriert sind. Da diese Frage sehr viele Christen beschäftigt, möchte er mit seinem Buch eine Orientierungshilfe zur Unterscheidung der Geister anbieten.Der Autor stellt verschiedene Fragen, wie beispielsweise jene, was von Gott, was von uns selber kommt, und was möglicherweise sogar von der diabolischen Seite im Leben initiiert wurde. Die Themenvielfalt rund um den Heiligen Geist beinhaltet beispielsweise Überlegungen zu dessen Wesen, zur Trinität Gottes, zu dem, was Menschen ausmacht, die vom Heiligen Geist erfüllt sind. Er beschreibt den Charakter von Versuchungen und Irrlehren, schreibt über religiöse Verwirrung und dämonische Angriffe, geht hinsichtlich der Fundamentaltheologie auf bestimmte Fundamentalkriterien ein. Er befasst sich mit der Pfingstbewegung, ekstatischen Erfahrungen und Geistesgaben. Seine Ausführungen sind stets von persönlichen Erfahrungen oder Lebensberichten Dritter umrahmt, die anonymisiert wiedergegeben werden. Er behandelt auch sensible Themen wie religiöse oder weiße Magie, diabolische Wahrsagerei, echte Prophetie, parapsychologische prophetische Phänomene wie Wahrträume, das zweite Gesicht oder Hellseherei mit all ihren außergewöhnlichen Begleiterscheinungen: Ekstase, Trancezustände oder willenloses Sprechen.In einem umfassenden Abschnitt dieses Buches empfiehlt er seinen Lesern eine Überprüfung anhand von so genannten „Checkpoints“, bei denen die Inhalte eines spirituellen Impulses bzw. einer spirituell motivierten Handlung oder die inneren Antriebskräfte untersucht werden. Ich empfand die Lektüre dieses Buches als sehr interessant, vieles war für mich persönlich jedoch Neuland. Heinrich Christian Rust bringt eine Vielzahl von Bibelzitaten, die sich auf den Heiligen Geist beziehen, in sein Buch ein und lockert die theoretischen Abschnitte immer wieder mit persönlichen Erfahrungen oder Erlebnissen auf. Das in dezenten Farben gehaltene schlichte Cover dieses Buches hat mir übrigens ausnehmend gut gefallen. Da ich Wiesenblumen - und ganz speziell Löwenzahn - sehr gerne mag, empfand ich die fragilen weißen Schirmchen der so genannten „Pusteblume“ als äußerst originelle Idee für dessen Gestaltung. Fazit: Mit „Herr, bist du es?“ präsentiert Heinrich Christian Rust seiner Leserschaft eine interessante Lektüre zum Thema „Heiliger Geist“ sowie eine Hilfestellung zur Unterscheidung, ob gewisse Impulse tatsächlich Gottes Wille darstellen. Es ist dem Autor gelungen, ein äußerst komplexes und schweres Thema auch für Laien verständlich darzustellen und ich kann es jedem empfehlen, der sich mit dieser Thematik eingehender befassen möchte.

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  • Hilfestellung zum Thema Geistesunterscheidung

    Herr, bist du es?: Von der Gabe der Geisterunterscheidung

    Curin

    08. February 2017 um 17:58

    Gott spricht zu uns Menschen durch sein Wort und hat uns auch den heiligen Geist gegeben, damit wir seinen Willen erkennen können. Doch häufig ist es schwierig zu erkennen, ob wirklich Gott zu uns spricht. In seinem neuen Buch beschäftigt sich Heinrich Christian Rust mit dieser Problematik und versucht dem Leser einige wichtig Punkte zu vermitteln, die bei der Geisterunterscheidung helfen sollen. Zu Beginn erklärt der Autor ausführlich, wie wichtig es für uns Christen ist, den heiligen Geist zu empfangen. Anhand von vielen Bibelstellen zeigt er, welche Auswirkungen dieser in unserem Leben hat. Dabei geht er auch stets auf die Geistesgaben ein, wobei deutlich wird, dass Herr Rust eher charismatisch eingestellt ist. So bejaht er zum Beispiel den sehr umstrittenen Torontosegen und äußert immer wieder, dass es unwichtig sei, auf welche Weise man den heiligen Geist empfange. Diese Ausführungen fand ich sehr fragwürdig. Zur Geistesunterscheidung äußert sich Herr Rust jedoch sehr klar und gibt dem Leser einige Kriterien an die Hand, mit der man selbst überprüfen kann, ob etwas von Gott oder von dämonischer Seite kommt. Zurecht warnt er davor, etwas unüberlegt und ungeprüft für sich in Anspruch zu nehmen oder sich nur auf eine besonders geistliche Person zu verlassen. Aus seiner Gemeinde und aus seinem sonstigen Umkreis erzählt er auch immer wieder Beispiele, in denen Menschen auf scheinbares Reden von Gott hereingefallen sind. Herr Rust schreibt zwar manchmal etwas kompliziert und benutzt theologische Fachausdrücke, aber dennoch konnte ich seine Gedankengänge nachvollziehen. Auch wenn ich vielen seiner Ansichten nicht zustimme, hat mir doch seine Art, alles mit Bedacht und nicht übereilt vorzugehen, gefallen.  Insgesamt ist ,,Herr bist du es" ein Buch, indem sehr intensiv, aber auch differenziert über das Thema der Geistesunterscheidung gesprochen wird. Auch wenn ich vieles darin etwas kritisch sehe, hat mir das Lesen wieder vor Augen geführt, wie wichtig es ist zu prüfen und nicht alles einfach hinzunehmen.

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  • Ein sehr komplexes Thema

    Herr, bist du es?: Von der Gabe der Geisterunterscheidung

    Rubine

    31. January 2017 um 09:00

    Das Sachbuch „Herr, bist du es?“ wurde von dem baptistischen Pastor Heinrich Christian Rust verfasst. Darin setzt er sich mit der Gabe der Geistunterscheidung auseinander. Zunächst stellt Rust fest, dass der Schlüssel zum Einsatz der Gabe darin besteht, eins mit Gott zu werden und Christus in sich aufzunehmen. Dadurch weiß man, was Gott will, ohne ihn fragen zu müssen, da man es einfach fühlt. Weil Gott Liebe ist, teilt er sich den Menschen mit, d.h. er sucht und findet immer Wege, mit uns zu kommunizieren. Das Problem: Es gibt den Widersacher Gottes, den Teufel, der immer wieder alles durcheinander bringt. Rust erklärt in diesem Kontext zu Beginn, welche Beziehung der Mensch zu Gott hat und weshalb eine Erlösung durch Jesus Christus notwendig ist. Dabei lässt er auch Raum für andere Konfessionen, ob nun evangelisch, katholisch oder charismatisch. Es gibt überall unterschiedliche Auffassungen davon, wie man den Heiligen Geist empfangen kann. Das ist für Rust weniger relevant; wichtig ist, dass man ihn empfangen hat. Nur, wer den Geist Gottes in sich hat, wird das ewige Leben haben. Trotzdem werden wir sündigen, solange wir auf Erden leben. Neben dem Einfluss des Bösen haben wir allerdings auch eine eigene Verantwortung zu tragen, und da beginnt für Rust die Notwendigkeit der Unterscheidung der Geister. Im Folgenden setzt er sich sehr ausführlich damit auseinander, wie man zwischen Gottes Geist, dem Einfluss des Teufels und der eigenen, menschlichen Stimme unterscheiden kann. Dafür bedient er sich verschiedener Kriterien, um den Wahrheitsgehalt einer Aussage oder Situation zu überprüfen. Diese Checkpunkte können alle rational durchgeführt werden, d. h. eine übersinnliche Führung durch den Heiligen Geist ist stets mit dem Verstand zu hinterfragen, denn „Viele Menschen verwechseln ihren eigenen Vogel mit der Taube des Heiligen Geistes“ (Rust zitiert hier Paul Zulehner). Rust mahnt daher zu einem besonnen Umgang mit charismatischen Gaben wie der Geistunterscheidung oder auch der Prophetie. Trotz des schwierigen Themas ist das Buch sehr verständlich geschrieben und man wird nicht mit theologischen Fachausdrücken erschlagen. Ich konnte den Ausführungen des Autors gut folgen und fand das Thema sehr interessant, auch wenn ich nicht immer mit ihm einer Meinung war. Ich habe zu vielen Aspekten einen anderen Standpunkt als der Autor, aber das hier zu erläutern, würde den Rahmen einer solchen Rezension sprengen. Ich finde das auch nicht schlimm, denn gerade solche Themen geben immer Anlass zur Diskussion. Was mich beim Lesen ab und zu aus dem Fluss gebracht hat, waren die Ausführungen des Autors zur Einheit der Christen. Er verliert sich an manchen Stellen in der Erläuterung von den Differenzen und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Konfessionen und deren Kirchengeschichte, was sicherlich ein interessantes Thema ist, aber kaum zur Gabe der Geistunterscheidung beiträgt. Das sollte meiner Meinung nach lieber in einem anderen Buch behandelt werden. Es bleibt festzuhalten, dass die charismatische Gabe der Geistunterscheidung ein schwieriges, aber spannendes Thema ist. Wer sich dafür interessiert, für den kann es sich lohnen, dieses Buch zu lesen.

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