Heinrich Dieter Neumann

 4.4 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Blutmöwen, Mord an der Förde und weiteren Büchern.
Heinrich Dieter Neumann

Lebenslauf von Heinrich Dieter Neumann

H. Dieter Neumann war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr, Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft und schließlich Vorstand einer Dienstleistungsgenossenschaft. Heute lebt der Diplom-Finanzökonom in Flensburg. Nach diversen Schreibseminaren und -kursen sowie dem Fernstudium der Neueren Deutschen Literatur hat Neumann sich ganz aufs Schreiben verlegt. Er schreibt Kriminalromane, Thriller und Sachbücher und ist Mitglied bei den 42erAutoren e. V.. Seine Helene-Christ-Krimiserie erscheint im Grafit Verlag, die Sachbücher bei Regionalia und der WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft). Der passionierte Segler ist verheiratet und hat zwei erwachsende Töchter.

Alle Bücher von Heinrich Dieter Neumann

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Blutmöwen

Blutmöwen

 (7)
Erschienen am 19.03.2018
Die Tote von Kalkgrund

Die Tote von Kalkgrund

 (7)
Erschienen am 02.03.2015
Die Narben der Hölle

Die Narben der Hölle

 (6)
Erschienen am 08.08.2012
Mord an der Förde

Mord an der Förde

 (7)
Erschienen am 21.07.2015
Tod auf der Rumregatta

Tod auf der Rumregatta

 (3)
Erschienen am 15.03.2016
Das Erbe der Wölfin

Das Erbe der Wölfin

 (3)
Erschienen am 11.03.2013
Die Narben der Hölle:

Die Narben der Hölle:

 (3)
Erschienen am 31.10.2016

Neue Rezensionen zu Heinrich Dieter Neumann

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Rezension zu "Blutmöwen" von Heinrich Dieter Neumann

Ein neuer spannender Fall für Helene Christ
Subiduvor 3 Monaten

Auch der 5. Fall von Helene Christ hat mich wieder vollauf überzeugt, obwohl er doch so ganz anders war wie die vorherigen Fälle.

Aber nur ganz anders von den Fällen her. Nach dem grausigen Prolog, der den Titel des Buches erklärt, fühlte ich mich von der ersten Seite an wieder wie zu Hause.

Helene, Simon, Frau Sörensen und auch der inzwischen im Ruhestand befindliche Schimmel hatten ihre Auftritte, sogar der alte Mommensen war wieder dabei. Menschlich, mit ihren kleinen Macken, haben sie auch diesen Fall gemeistert. Mit neuer Hilfe. Wie im Teil zuvor ist Nuri wieder dabei gewesen und gewachsen. Er gehört für mich zu einem neuen festen Bestandteil. Hier hat der Autor wieder einmal einen sehr guten neuen und interessanten Charakter erschaffen.

Der Fall jedoch ganz anders, als die vorherigen. Und dieser Fall ist mir von allen am meisten unter die Haut gegangen, hat mich tief berührt, hat mich traurig gemacht. Der ergreifendste Fall.  Es ist kein politischer Fall, kein internationaler Fall; dieser Fall ist eine Tragödie. Eine Familientragödie. Ein trauriger Fall. Gehasst von den eigenen Kindern, den Nachbarn, einer Frau, die in die Religion flüchet. Familiengeheimnisse, Gewalt in der Familie, Streit mit den Nachbarn, Kampf um die Existenz von Bauern: Gekonnt legt der Autor falsche Fährten, führt in die Irre, lässt neue Verdächtige auftauchen.Verdächtige, die alle einen Grund hätten am Mord an dem unbeliebten Enno.

So traurig und bedrückend dieser Fall ist, gibt es doch auch genügend heitere Seiten. So hat sich Schimmel wieder einmal von seiner besten Seite präsentiert. Einfach herrlich. Ich hoffe, er bleibt uns noch lange mit seiner Hilfe erhalten.

Der Schreibstil von Dieter Neumann hält einen von der ersten Seite an gefangen, was auch – wieder einmal – seinen tollen Beschreibungen von Land und Leuten zu verdanken ist. Ein toller Regionalkrimi, der unter die Haut geht.

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall und bin gespannt, was sich Dieter Neumann diesmal für Helene ausdenkt.

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Rezension zu "Die Tote von Kalkgrund" von Heinrich Dieter Neumann

Ein solider Krimi, ein bisschen blutarm und ohne Spannung, aber mit Showdown und Happy End
Federfeevor 8 Monaten

3,5 Sterne von 5

Schlecht ist er gewiss nicht, der Krimi, der an der schleswig-holsteinischen Küste spielt, etwas für zwischendurch und unterwegs, ein Roman, der keine große Konzentration erfordert, aber ganz nett zu lesen ist.

Die Personen sind ein bisschen klischeehaft, aber sympathisch auf der einen, der guten Seite und ganz böse auf der anderen. Die Rollen sind von Anfang an klar verteilt. Das nimmt natürlich ein bisschen die Spannung raus bevor es dann doch zum Schluss zu einem Showdown kommt.

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Rezension zu "Blutmöwen" von Heinrich Dieter Neumann

Sein solider Krimi, der sich zügig liest
marion_gallusvor einem Jahr

Der Bauer Enno Brodersen wird neben seinem Kornfeld mit einem Loch in der Brust tot aufgefunden. Sein Jagdgewehr liegt neben ihm. Nun, beliebt war der Alte im Dorf nicht. Ganz im Gegenteil. Keiner mochte ihn, er hat sich mit allen angelegt und auch seine Kinder scheinen einfach nur froh und erleichtert, dass der Alte endlich fort  ist.

Helene Christ übernimmt gemeinsam mit ihrem deutsch-türkischen Kollegen Nuri Önal die Ermittlungen und hat es nicht einfach. Bereits in ersten Gesprächen mit den Angehörigen stößt sie auf große Mauern, die sie nicht zu durchbrechen vermag.

Was geschah dort in dieser Familie, welche Geheimnisse birgt sie. Wer hatte Nutzen vom Tod des Alten?

Fragen über Fragen, die Christ versucht zu beantworten …

***

Dies ist der fünfte Fall um die Ermittlerin Helene Christ und ich habe keinen einzigen davor gelesen. Denn ich lese eigentlich keine Küsten-Krimis, wahrscheinlich weil ich am Niederrhein lebe . Und genau aus dem Grund hatte ich das Buch auch im Frühjahrsprogramm des Verlages gar nicht ausgewählt. Nun, da ich es dennoch erhalten habe, habe ich dann natürlich auch gelesen.

Für das Verständnis der Handlung war es kein Nachteil, dass ich die ersten Bände nicht kenne. Immer wieder wurden kleine Hinweise eingestreut und auf die Vorgänger hingewiesen. Außerdem gibt es im Anhang einer Übersicht der Bücher des Autors, wo mir die kurzen Inhaltsangaben dann einen kleinen Einblick gegeben haben.


Für mich ist „Blutmöwen“ von H. Dieter Neumann ein klassischer Krimi. Ein Toter, verschiedene Verdächtige, erst einmal kein Durchblick, immer mehr Fäden die ausgeworfen werden und gegen Ende löst sich alles nach und nach auf und immer mehr „aha-Effekte“ stellen sich ein.

Ich fand es manchmal ein wenig zu offensichtlich, wie der Autor sein Wissen über Segelschiffe einbringen wollte und die vielen Fachbegriffe, die mir dann unterkamen, war mir einerseits nicht nur zu hoch und völlig fremd, sondern auch egal. Ich wollte einen Krimi lesen und kein Sachbuch über alte Segelschiffe und deren Benutzung. Aber da habe ich mal einfach drüber weggelesen.

Was mich dann jedoch neugierig gemacht hat, der Hinweis auf die (dunkle) Geschichte der Flensburger Polizeidirektion. Da habe ich dann gleich eine Suchmaschine dazu befragt und der Text des Online Lexikons entsprach dann leider ziemlich exakt dem des Buches. Aber die Bilder waren sehr interessant.

Fazit: Ein solider Krimi, der sich flott liest und auch sicherlich gut geschrieben ist. Einiges hat mich persönlich gestört, ich komme aber – wie gesagt – auch nicht von der Küste 

© Marion Brunner_Buchwelten 2018

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Gespräche aus der Community

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Liebe Freundinnen und Freunde des anspruchsvollen Thrillers!

Alles, was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe.

Dieses Zitat des Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti ist der erste Satz in meinem Buch „Die Narben der Hölle“, das vor fünf Jahren erschienen ist und nun – aktuell überarbeitet – bei dotbooks als eBook neu verlegt wurde. Ich lade euch dazu ein, es in dieser Leserunde kennenzulernen und eure Gedanken dazu mit mir auszutauschen.

Wenn du nicht weißt, ob du schuldig bist oder nicht …

Er war immer überzeugt, auf der richtigen Seite zu kämpfen. Doch nach seinem Einsatz in Afghanistan zweifelt Offizier Johannes Clasen nicht nur am Krieg, sondern auch an sich selbst: Seit einem Angriff auf seine Einheit leidet er unter einer partiellen Amnesie. Dass man ihm vorwirft, im Gefecht zwei unschuldige Kinder getötet zu haben, belastet ihn zusätzlich. In der Hoffnung, dass die Erinnerung zurückkehrt, flüchtet er in die Einsamkeit seiner Yacht – aber der Segeltörn entpuppt sich bald als Höllentrip! Unbekannte attackieren Clasen mit einer Erbarmungslosigkeit, die nur einen Schluss zulässt: Auch fernab vom Hindukusch ist sein Kampf auf Leben und Tod noch lange nicht vorbei …

Auf den ersten Blick mag mancher denken, es handele sich hier um ein rein politisches Buch – und deshalb vielleicht zurückschrecken. Das wäre schade. Denn der immer noch nachwirkende Krieg in Afghanistan, dem für uns so schwer begreifbaren Land am Hindukusch, spielt zwar im Hintergrund eine Rolle, jedoch ist dies vor allem die Geschichte eines Menschen, der jegliche Gewissheit verloren hat und an allem zweifelt – oder gar verzweifelt. Nicht zuletzt an sich selbst. Und es ist auch die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe.

Mehr will ich euch gar nicht über den Inhalt erzählen – lest selbst! Ich freue mich schon auf unsere gemeinsame Leserunde. Dafür stellt dotbooks 10 Freiexemplare als eBook zur Verfügung, die unter allen Bewerbern verlost werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 23.03.2017. Um ein eBook zu gewinnen, schreibt doch kurz, warum ihr euch für diesen Roman interessiert, von dem die Presse schrieb: „…nicht nur ein spannender Thriller, sondern auch eine politische Anklage.“

Ich bin gespannt auf unseren Austausch zu meinem allerersten Buch, das mir bis heute besonders am Herzen liegt.

Herzlichst

H. Dieter Neumann

 

Letzter Beitrag von  Jezebellevor 2 Jahren
Ich bin in meinen Lesevorlieben nicht sehr stark auf ein Genre fixiert und versuche mich an vielem. Nach Thrillern suche ich niemals spezifisch. Aber manchmal gefällt mir das Setting einer Geschichte und weckt meine Neugier. So war es auch bei diesem Buch. Mir gefiel die polithrillermäßige Aufmachung mit aktuellem Bezug, die realistisch denkbar ist. Der Held der Gschichte ist leidenschaftlicher Segler in seiner Freizeit. Besonders nach seinem letzten Einsatz als Soldat in Afghanistan, bei dem es zu einem katastrophalen Himmelfahrtskommando kam, für das er verantwortlich sein soll, verspricht ihm das ein Zur-Ruhe-Kommen nach langer Therapie. Leider wird seine Einsamkeit auf See massiv gestört und nach und nach bemerkt er, dass diese neue Gefahr nicht nur seinem Gedächtnis langsam wieder auf die Sprünge hilft, sondern auch mit der Ursache des Gedächtnisverlustes in Verbindung steht. Die große Stärke des Romans ist die Aufteilung auf zwei Standorte. Zum einen liest man das Geschehen aus der Sicht des Deutschen. Zum anderen wird auch die Sicht unterschiedlicher Afghanen eingeblendet. Beide gehen weit vor die Katastrophe zurück und sind lebendig und glaubwürdig geschildert. Besonders das Leben in Afghanistan und die Sicht der dort ansässigen Mächtigen hat mir sehr gut gefallen. Sehr viel Mühe gab sich der Autor, hier von zu einfacher Schwarz-Weiß-Malerei Abstand zu nehmen. Selbst wenn man als politisch und historisch informierter Mensch ein wenig mit der Materie vertraut ist, wirkt es nicht oberlehrerhaft und steif, sondern ist lebendig und sehr gut als Sichtweise nachvollziehbar. Die Schilderung der Bundesarmee erschien mir da eher politisch geglättet. Mir fehlten die polternden und politisch vielleicht auch weniger Interessierten bei der Truppe. Ich vermisste die Annäherung an das Fremde oder eben die noch stärkere Ablehnung des Fremden durch die erlebten Ereignisse. Da ich weiß, dass hier aber eher die Offiziersschicht dargestellt werden sollte, war dieser Schritt des Autors nachvollziehbar zugunsten einer noch überschaubaren und lesbaren Geschichte. Letztendlich spielt der Großteil der aktuellen Handlung in der Türkei. Das Land und seine Leute sind liebevoll geschildert. Natürlich kann etwas früher Geschriebenes sich nicht verändern, weil politische Situationen oder aktuelle Blickwinkel sich verändern. Aber parallel zu meiner Lektüre verschärfte sich die Situation unter Erdogan wieder massiver und die Bundeswehr machte mit ihrer Affinität zu längst totgeglaubtem braunem Erbe gerade von sich reden. Vielleicht hat das meine Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit der Handlung etwas getrübt. Das war eine interessante Beobachtung für mich, wird aber selbstverständlich nicht dem Buch oder gar dem Autor zur Kritik gemacht. Die Schilderungen sind bedingt durch den Plot sehr maritim. Zum Anfang empfand ich das jedoch nicht als störend, weil das Interesse geweckt war und ich wissen wollte, wie es weitergeht. Unser Gehirn macht sich auch ohne Kenntnisse der gesamten Segelsprache einen Reim auf die Begriffe und erschließt sie aus dem Kontext. Später jedoch ermüdeten Sie mich schon etwas. Das hing aber auch damit zusammen, dass ich der Lonely-Wolf-Nummer unseres Protagonisten langsam überdrüssig wurde. Denn obwohl ich es dem Autor hoch anrechne, dass er auf zu coole Gedankensprüche des Profisoldaten verzichtet hat, die dann der ganzen Thematik die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit genommen hätten und einen an billigen Actionabklatsch erinnert hätten und so sehr ich dankbar bin, dass eben auch die verletzliche und nachdenkliche Seite dieses Mannsbildes mit aufgezeigt wurde, ich nehme das Verbleiben in der Einsamkeit auf der Yacht und das regelmäßige Glückhaben nicht ganz ab. Der Mittelteil zog sich daher für mich etwas hin. Am Schluss kam ich dann wieder ganz auf meine Kosten, denn ob der Mann nun wirklich Unschuldige auf dem Gewissen hat oder nicht, bleibt lange offen. Auch gibt es da bis zum Ende den ein oder anderen Verdacht auf ein nicht so gutes Ende oder auf weitere finstere Gestalten, was für den spannenden Ausgang und die wieder verbesserte Leselust spricht. Fazit: Ein durchaus lesenswertes Buch, dem im Großen und Ganzen die Mischung aus Glaubwürdigkeit , Action und vor allem Spannung gelingt.
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