Heinrich Dieter Neumann Das Erbe der Wölfin

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Inhaltsangabe zu „Das Erbe der Wölfin“ von Heinrich Dieter Neumann

In München verübt eine terroristische pantürkische Nationalistenorganisation mehrere Anschläge und ermordet ein zum Ausstieg entschlossenes Mitglied. Auf mysteriöse Weise verschwindet auch das brisante Material, das der junge Mann gesammelt hatte. Clemens Venske, Terrorismus-Spezialist des Verfassungsschutzes, klinkt sich in die Ermittlungen ein. Da wird die Ärztin Karen Terhoven entführt, die ein Opfer der Terroristen behandelt hat. Nur sie kennt offenbar das Versteck des verschwundenen Materials. Ihr Lebensgefährte Johannes Clasen macht sich auf die Suche nach ihr und landet schließlich in Ostanatolien, wohin auch Venske seine Ermittlungen geführt haben. Gemeinsam versuchen sie, Karen zu befreien, und geraten dabei mitten in eine tödliche Verschwörung, in die anscheinend auch der türkische Geheimdienst verstrickt ist ...

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    Das Erbe der Wölfin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. June 2013 um 15:22

    Das Erbe der Wölfin – der Klappentext klingt spannend. Aber ob das Buch etwas für mich ist? Sicher ist, dass es nicht zu meinen üblichen Lesegewohnheiten gehört. Aber ich durfte den Autor bei einer seiner Lesungen auf einem Forumstreffen kennen lernen und seine herzliche und einnehmende Art, mit der er die Leser (sprich Hörer) begeisterte, hat auch mir sehr gut gefallen und mich neugierig gemacht. Und es heisst doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also habe ich mich frischen Mutes für eine Leserunde zu seinem neuesten Buch angemeldet… Eine Reihe brutaler Anschläge eines rechtsradikalen, pantürkischen Geheimbundes erschüttert München. Die Betroffenen und Opfer sind Menschen wie du und ich, Leute aus der Nachbarschaft. Es könnte sich auch um meinen Schneider türkischer Herkunft handeln, dem man das Atelier in Brand setzte. (Und gerade diese „räumliche Nähe“ zeigt mir als Leser, dass so mancher Schrecken gar nicht so weit weg ist, wie ich gerne glauben möchte.) Dem Leser wird schnell bewusst, dass eine grössere Organisation mit Zentrale in der Türkei ihr tödliches Netz spinnt, aus dem ein junger Mann auszusteigen versucht. Doch bevor er sein explosives Material dem Verfassungsschutz übergeben kann, wird er brutal ermordet. Und keiner scheint zu wissen, wo sich die brisanten Dokumente befinden und eine fieberhafte Suche und ein Wettlauf zwischen dem Verfassungsschutz und der „Erben der Wölfin“ beginnt. Es dauerte keine zwei Seiten bis die Geschichte mich derart gepackt hatte, dass ich das Buch nur ungern für die unvermeidlichen Lesepausen beiseitelegte. Trotz des sehr beklemmenden Themas lesen sich die Seiten sehr leicht weg. Die Figuren sind real und lebendig gezeichnet. Allen voran Clemens Venske, Terrorismus-Spezialist des Verfassungsschutzes. Trotz seiner scheinbar verschrobenen Art und seinem speziellen Aussehen würde ich ihn sehr gerne noch näher kennen lernen. Auch die Terroristen – so brutal und grausam sie sind – haben menschliche Züge, was die Geschichte so realistisch macht. Viele kleine Details, und seien es kleine Szenen mit einem Kätzchen, runden das in sich schlüssige Gesamtbild ab und lassen den Leser alles hautnah miterleben. Als ich nur noch ein paar Seiten zu lesen hatte, wollte ich diese unbedingt noch vor dem Schlafen gehen lesen. Als dann die letzte Seite umgeblättert war, war ich aber wieder hellwach. Die Spannung stieg bis zum Schluss an und ich musste so einige Gedanken verarbeiten und sacken lassen. Ich glaube, ich muss gar nicht mehr explizit erwähnen, dass ich sehr froh darüber bin, dass ich über meinen Tellerrand drüber hinaus geschaut habe. Die Lektüre dieses Buches war für mich ein echter Gewinn und „Das Erbe der Wölfin“ bekommt von mir das Prädikat „absolut lesenswert“.           

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