Heinrich Hanf TaRock'n Roll

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Inhaltsangabe zu „TaRock'n Roll“ von Heinrich Hanf

TaRock'n Roll ist nicht nur eine Satire, sondern ein Muss für jeden Anhänger globaler Verschwörungstheorien, sofern ihm die Fähigkeit zur Selbstironie noch nicht völlig abhanden gekommen ist.§Der Kartenleger Hans Harlaching ist eine authentische Figur aus der Münchner Künstlerszene; ein chauvinistischer, alternder Junggeselle, der als bekannter Rockmusiker, Tüftler, Esoteriker und Freibeuter auf den Meeren des Showbiz, der Liebe und der Subkultur unterwegs ist.§Er entwickelt eine Software, die eine neuartige Kombination des Tarotkarten-Systems nach ALEISTER CROWLEY mit einem exakt erstellten Computer-Horoskop zur Grundlage hat. §Ziemlich bald tangieren Harlachings Wahrsage-Erfolge die finsteren Interessen der Mitglieder einer uralten und geheimen Illuminaten-Loge. Als die aufgeschreckten Verschwörer sich daran machen, den Kartenleger für ihre Zwecke einzuspannen, holen sie sich damit ein trojanisches Pferd in den Stall.§Auch das BIEST, der biopositronische Holofeld-Computer, der als künstliche Intelligenz im Plan der Verschwörer eine wichtige Funktion zu erfüllen hat, wechselt plötzlich subversiv die Seiten und gefährdet das gewaltige, geheime Projekt der Verschwörer.§Das Ziel der im Ursprung außerirdischen Illuminaten-Rasse ist es, den gesamten Planeten Erde in ein großes Hyperraum-Sprungtor zu verwandeln, um mit dessen Hilfe endlich wieder auf ihren Heimatplaneten Armageddon zurück zu gelangen.§Im Rahmen eines monströsen Konzertfestivals zur Jahrtausendwende sabotiert der Kartenleger und Alt-Popstar Hans Harlaching die ausgeklügelte Energiebalance zur Steuerung der Hyperraum-Sprungsequenz der Illuminaten, die zur Stunde Null zwar allesamt schlagartig vom Antlitz der Erde verschwinden, aber ohne die normalerweise zu erwartende biblische Sintflut oder gar größere tektonische Unordnung zu hinterlassen!

Absolut durchgeknallte Satire. Muss man mögen.

— KyraCade
KyraCade

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    TaRock'n Roll
    KyraCade

    KyraCade

    08. January 2015 um 15:51

    Hans Harlaching ist Kartenleger und sagt einige Ereignisse fast auf die Minute genau voraus. Für ihn ist das kaum relevant, für eine Illuminaten-Loge dafür umso mehr. Die alten Herren wollen aus dem Planeten Erde ein Hyperraum-Sprungtor machen – und Harlaching soll dabei helfen … Ein bisschen irre klingt der Klappentext ja schon und da muss man doch sehr genau überlegen, ob man so ein Buch überhaupt kaufen möchte oder vielleicht doch lieber die Finger davon lässt. Wer aber den Mut hat, sich an das Werk des unter dem Pseudonym Hans Hanf schreibenden Autors zu wagen, der braucht eine gehörige Portion Humor. Die Geschichte springt gerne mal zwischen einzelnen Schauplätzen umher, verweilt kurz bei teilweise sehr ausführlich beschriebenen Charakteren, allesamt mit seltsamen Namen versehen und ein wenig eigen. Es schadet nicht, München und die Geschichte der 80er Jahre zu kennen, ein bisschen Ahnung von Musik zu haben, sich für Esoterik zu interessieren und Science-Fiction-Kenntnisse mitzubringen. Nur so versteht man den ein oder anderen Witz, erkennt den versteckten Hinweis auf die Studentenbewegungen Münchens, weiß, wer Amon Düül ist. Überhaupt ist gerade der Hinweis auf die Krautrocker Amon Düül II ein kleiner Beweis für die Egozentrik des Autors und seines Protagonisten. Die Geschichte muss man verkraften. Die Sprünge in der Handlung, die zum Teil bekifft erscheinenden Dialoge und das etwas Abgedrehte muss einem dann doch ziemlich liegen. Man darf keine geradlinige Geschichte erwarten und es mit der Logik auf keinen Fall sehr genau nehmen. Manches wirkt seltsam, gar verstörend, anderes hinterlässt eher ein großes Fragezeichen auf der Stirn des Lesers. Ist das Buch schlecht? Nun, ganz verneinen kann man das sicherlich nicht, aber das ist in diesem Fall so sehr Geschmackssache, dass TaRock’nRoll für die einen Schundliteratur sein wird, für andere aber deutlich zum Kultbuch avancieren kann. Zu viel verraten darf man nicht, sonst nimmt man die Spannung, die Hanf gekonnt aufbaut. Neben seltsamen Begrüßungsritualen hat der Autor sich ein bisschen in eine Welt zurückgezogen, die für manche nur schwer zugänglich ist. Wer sich aber darauf einlässt, erlebt ein amüsantes, satirisches Lesevergnügen, das auf jeden Fall den ein oder anderen Lacher erzeugen wird.

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