Heinrich Heine Auf der Spitze der Welt

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Inhaltsangabe zu „Auf der Spitze der Welt“ von Heinrich Heine

Fünfundzwanzig Jahre lebte und arbeitete Heinrich Heine in Paris. Seine Schilderungen prägen bis heute unser Bild von der Stadt der Liebe und der Revolution. Dieser Reisebegleiter zeigt Paris durch Heines Augen und führt auf den Spuren des Dichters durch Geschichte und Gegenwart. Für den deutschen Dichter war Paris Fluchtpunkt und Traumziel zugleich. Zwar befand er sich dort im Exil, hat aber dennoch sein »liebstes Leben gelebt«, wie er bekannte. Mit seinen bunten Feuilletons über das politische, kulturelle und intellektuelle Leben unter der Julimonarchie wurde er zum Chronisten eines der glanzvollsten Abschnitte der Stadtgeschichte. Das Buch begibt sich auf eine literarische Spurensuche zu den Schauplätzen von Heines Pariser Leben, zu seinen Wohnorten, den »Grands Boulevards« mit ihren Theatern, Opernhäusern und Cafés, bis hin zu seinem Grab auf dem Montmartre

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  • Rezension zu "Auf der Spitze der Welt" von Heinrich Heine

    Auf der Spitze der Welt
    Clari

    Clari

    18. July 2010 um 13:52

    Ein Dichterleben! Heinrich Heine, geb. 1797, lebte und arbeitete ab 1831 in Paris. Hierher war er aus Deutschland emigriert. Er fühlte sich wohl an diesem Platz der Welt, atmete die Luft der Freiheit, die mit der Julirevolution von 1830 noch einmal Paris in den Fokus des Interesses freiheitsliebender Bürger gerückt hatte. Politisch galt Paris schon lange mit der französischen Revolution von 1797 als eine europäische Hochburg der Erneuerung. Für Heines Weggang aus Deutschland war nach Ansicht anerkannter Literaturkritiker vorwiegend seine Ausgrenzung als Jude verantwortlich. In Frankreich war er einfach nur "Ausländer", in Deutschland war er trotz seiner Taufe immer der "Jude". In dem fleißig und gedrängt dargestellten Porträt über Heines Aufenthalt in Franreich von Gerhard Höhn und Christian Liedtke sind Heines Eindrücke, seine Erlebnisse mit den Menschen und seine Liebe zu der großen Stadt Paris in einer Reihe von Essays gut gebündelt zusammengestellt. Sein Einzug in die Stadt, seine Aufnahme in literarische Zirkel, seine Freundschaft zu Musikern und Komponisten und die Aufnahme in die gehobenen Adels - und Bürgerschichten, zu denen auch der Baron de Rothschild gehörte, machten ihm den Aufenthalt so angenehm wie möglich. In einem Vorwort zu "Deutschland. Ein Wintermärchen," das er in Paris schrieb, betont er "die freye Luft des Ortes wehete in manche Strophe weit schärfer hinein, als mir eigentlich lieb war." Sehr breiten Raum nehmen in der kleinen Schrift immer wieder die Örtlichkeiten und ihre geschichtliche Bedeutung ein, zu denen die großen Boulevards und Plätze der Stadt ebenso gehören wie ihre Parks und Baudenkmäler. Für viele Intellektuelle ist die Stadt damals so wie heute Angelpunkt des Lebensgefühls. Man flaniert, sieht sich, feiert Feste, trifft sich in den literarischen Salons und lebt ein freies und anregendes Leben. Das Palais - Royal war zur damaligen Zeit der Treffpunkt von tout Paris. Hier konnte man jeden finden, auch wenn man seine Adresse nicht kannte. Aktuelle Zeitungen kamen erst später auf, so dass man auch die neuesten Nachrichten austauschen konnte. Alles in Allem war das Palais- Royal ein Platz der Geselligkeit und der Kontaktbörse. Heine kannte fast alle bekannten Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens, von den Malern bis zu den Dichtern und Musikern, die bis heute Rang und Namen haben. Die Autoren Höhn und Liedtke charakterisieren seine Gattung der Schriften als changierend zwischen "Essay, Porträt und Karikatur, Kunstfeuilleton, Anekdote, Rezension und Reportage." Mit einer ausgewählten Vielzahl von Beispielen aus seinen Schriften, aber auch mit der Beschreibung seiner Ortkenntnisse demonstrieren die beiden Autoren ein Dichterleben, das mit einer Fülle von reichen Einfällen und Beobachtungen Paris als einen Ort "Auf der Spitze der Welt" betrachtet. Der Dichter starb 1856 und wurde auf dem Friedhof Montmartre in würdigem Rahmen beigesetzt. Auf der Grabplatte ist das folgende Gedicht eingraviert: Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhstätte sein? 
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein? Werd` ich wo in einer Wüste
Eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh` ich an der Küste
Eines Meeres in dem Sand? Immerhin! Mich wird umgeben
Gotteshimmel, dort wie hier,
Und als Totenlampen schweben
Nachts die Sterne über mir. Höhn und Liedtke haben ein hübsches, interessantes und inhaltsreiches Büchlein über den Dichter verfasst, der tiefe Einblicke in sein Leben und Schaffen gewährleistet. Die kleine bibliophile Ausgabe aus dem Hoffmann und Campe Verlag wird sicher viele Liebhaber finden!

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