Buch der Lieder

von Heinrich Heine 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Buch der Lieder
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Ist halt Heine und eigentlich weiß jeder, auf was er sich einlässt, wenn er oder sie das liest. ;-)

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Inhaltsangabe zu "Buch der Lieder"

„Erste Gedichte! Sie müssen auf nachlässigen, verblichenen Blättern geschrieben sein, dazwischen, hie und da, müssen welke Blumen liegen, oder eine blonde Locke, oder ein verfärbtes Stückchen Band, und an mancher Stelle muß noch die Spur einer Träne sichtbar sein …“ – Heinrich HeineDieser Gedichtband umfasst Heinrich Heines (1797 1856) Frühwerk. Die Lieder, Sonette, Romanzen und Gedichte handeln von Liebe und Schmerz, Traum und Realität, mal ironisch, mal ernst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958016934
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:250 Seiten
Verlag:Severus Verlag
Erscheinungsdatum:01.07.2017
Das aktuelle Hörbuch ist bei Eckert-Verlag erschienen.

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    Lesezeichenfeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ist halt Heine und eigentlich weiß jeder, auf was er sich einlässt, wenn er oder sie das liest. ;-)
    ~~~ Denk doch mal positiv - nicht depressiv-negativ ~~~

    Fees Erfahrungen, Inhalt und Meinung


    Also dieses Buch war eine Herausforderung für mich. Von Heinrich Heine wusste ich nur noch aus dem Geschichtsunterricht, dass er die Liste der verbotenen Künstler auf Platz 1 anführte, obwohl er doch schon in Frankreich wohnte. Das war damals, vor weniger als 300 Jahren, eine recht schwierige Zeit für das Deutsche Reich, für seine Künstler, für alle. Vor allem so ohne sanitäre Anlagen. ;-)

    Allerdings war sein Buch sehr begehrt, denn wie kann es sonst passieren, dass so ein Werk schon zu Lebzeiten des Künstlers 17 mal neu aufgelegt wurde.


    Eigentlich sind das keine Lieder, es waren mal alles Gedichte, aber da man einige Lieder vertont hat, wie wohl das bekannteste, von der Loreley, sind es nun Lieder, statt „nur“ Gedichte. Viele bekannte Komponisten haben diese Gedichte vertont: Johannes Brahms, Franz Liszt, Franz Schubert, Robert Schumann und Richard Wagner.


    Einige Gedichte habe ich wiedererkannt, sei es, weil wir sie im Deutschunterricht besprochen hatten oder weil sie „altbekannte“ Lieder sind. Alte, aber teilweise schöne Volkslieder und es wurde auch kein Thema ausgelassen. Ob nun Liebe, Schmerz, Sehnsucht oder Traum.

    Was mich verwundert hat, war folgendes: Heine muss megamäßig Probleme mit Frauen gehabt haben. Denn alle seine Liebesgeschichten bzw. Gedichte sind traurig, weil die Liebe nicht erwidert wird oder irgendwie aussichtslos war. Dabei scheint es sich grundsätzlich um jeweils andere Frauentypen gehandelt zu haben.


    Das Buch hat kein richtiges Inhaltsverzeichnis, aber es ist in 5 Zyklen gegliedert.


    In den konventionellen „jungen Leiden“ befinden sich die Gattungen Sonette, Lieder und Romanzen. Natürlich sind sie so richtig altmodisch geschrieben und es gibt hier auch schon die kritische Distanz und seine unvermeidliche Ironie.

    Im „Lyrisches Intermezzo“ und „die Heimkehr“ verstärkt sich beides noch. Die Basis waren alte Volkslieder und er zitiert wörtlich Zeilen und Strophen. Meist kam ich mir hier irgendwie veräppelt vor, da der Widerspruch zwischen Ironie und Sentimentalität sehr groß ist.

    Aus der Harzreise ist der vierte Zyklus und den fand ich sehr interessant, denn hätte man mir nicht gesagt, dass wir wo ganz anders sind, hätte ich auf den Schwarzwald getippt. Denn die Tannen eignen sich gar vorzüglich zum dichten. Auch hier hat es geschafft, ironische Liebesgedichte zu verfassen. Die aber eigentlich nur halb sind.

    Die Nordsee-Zyklen haben einen großen Umfang, weil er alles mögliche bedichtet. Sie zeichnen sich auch durch die freien Rhythmen aus.


    Also so widersinnig es klingt, manchmal hab ich gar nix verstanden, da dachte ich, vielleicht hat er alles so verschlüsselt, wie Nostradamus? Jedenfalls kann man hier nicht alles auf einmal lesen, denn man muss über alles nachdenken. Es ist nicht einfach so ein blablabla.


    Aber mir gefällt Ludwig Uhlands Gedicht viel besser: Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab, drunten singt bei Wies und Quelle froh und hell der Hirtenknab.... (Quelle: kann ich auswendig) Da versteht man alles. Klar und deutlich, ganz normal, ohne Hintergedanken wird hier gedichtet und gesungen. Selbst wenn es ein trauriges Ende nimmt, ist es ein wirklich schönes und fröhliches Lied, das ich schon als Kleinkind begriff und kannte.


    Heinrich Heine ist das absolute Gegenteil. Denn selbst hier frage ich mich, was waren seine Hintergedanken, von was redet er? Meinte er wirklich den Mai?

    Im wunderschönen Monat Mai, als alle Knospen sprangen, da ist in meinem Herzen, die Liebe aufgegangen. Bis hierher scheint noch alles klar zu sein und es ist fröhlich, spritzig und ok, aber dann kommt die nächste Strophe: Im wunderschönen Monat Mai, als alle Vögel sangen, da hab ich ihr gestanden, mein Sehnen und Verlangen. Das geht auch noch und dann kommt es schon wieder: Aus meinen Tränen sprießen, viel blühende Blumen hervor ...... Wie jetzt? Schon wieder traurig. Früher benutzte man wohl keine Gießkanne zum gießen, das ging mit Tränen? Er ist so traurig-sarkatistisch-ironisch und depressiv.


    Dein Angesicht so lieb und schön, das hab ich jüngst im Traum gesehn, es ist so mild und engelgleich, und doch so bleich, so schmerzenbleich... Und nur die Lippen, die sind rot, bald aber küsst sie bleich der Tod, erlöschen wird das Himmelslicht, das aus den frommen Augen bricht. (Seite 64 und 65 aus dem Buch)

    Fees Fazit
    Ich kann mit diesem Heine nichts anfangen. Das ist alles so traurig, so negativ, sarkastisch, ironisch, nachdenklich. Ich möchte was lustiges, positives, locker beschwingtes, denn das Leben ist schon schwer genug.

    Die 5 Sterne sind für seine Mühe. Denn man bewertet doch nach Mühe oder? Und ER ist sicher ganz schön lang dran gesessen, bis er diese Werke kreiert hatte…

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