Heinrich Heine Die Harzreise

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Inhaltsangabe zu „Die Harzreise“ von Heinrich Heine

„Den Herbst machte ich eine Fußreise nach dem Harz, den ich die Kreuz und Quer durchstreifte, besuchte den Brocken, so wie auch Goethe auf meiner Rückreise über Weimar. Ich reiste nämlich über Eisleben, Halle, Jena, Weimar, Erfurt, Gotha, Eisenach und Kassel hierher wieder zurück. Viel Schönes habe ich auf dieser Reise gesehen, und unvergeßlich bleiben mir die Täler der Bode und Selke. Wenn ich gut haushalte, kann ich mein ganzes Leben lang meine Gedichte mit Harzbäumen ausstaffieren.“ (Heinrich Heine an Rudolf Christiani)

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  • Heinrich Heine als heimatloser Wanderer, gezeichnet von seiner Zeit

    Die Harzreise
    Calantha

    Calantha

    27. August 2016 um 14:21

    Heinrich Heine nimmt uns mit auf seine Harzreise und hält dabei kein Blatt vor den Mund. Wir starten in Göttingen und folgen dann Heine über den Brocken bis nach Weimar. Dabei begegnen wir nicht nur allerlei Menschen und Ortschaften, sondern bekommen auch einen Einblick, was Heine von Ihnen hält. Sein Blick ist detailreich, kritisch und ironisch. Er nimmt alle Städte und Dörfer aufs Korn, hat aber viel für die Natur übrig. Mit romantischen Blick und scharfer Schreibfeder, erleben wir die Harzreise als Reisebericht der besonderen Sorte. Leicht und locker baut Heine auch immer wieder Gedichte in den fließenden Text ein.Neben scharfer Kritik an Städten und Zeitgenossen, hat Heine aber auch den Blick für das Besondere und Romantische. So schreibt er wundervolle Naturbeobachtungen oder besucht die Bergleute, die seinen großen Respekt bekommen.Heines geistige Haltung und teilweise abwertender Schreibstil, war ein Ergebnis der Umstände, unter denen Heine sich befand. Da er Jude war und zu dieser Zeit die Juden in Deutschland bereits starker Diskriminierung ausgesetzt waren, fühlte er sich nie wirklich zu Hause in Deutschland.Heine wuchs in relativ guten Umständen auf und hatte später auch einen sehr reichen Onkel, der ihn unterstütze. Eine Arbeit im Tuchhandel war ihm in die Wiege gelegt, allerdings hatte Heine wenig Interesse daran. Er versuchte sich an einer Universitätskarriere in der Rechtswissenschaft und besuchte auch die Literaturvorlesungen von Schlegel, welche ihn sehr prägten. Als Jude kam er jedoch als Jurist weder an der Universität noch in anderen hohen Position unter und als ihm diese Karriere verwährt blieb, beschloss er sein Geld als Schriftsteller zu verdienen. Dies war für einen Zeitgenossen wie ihn, eine sehr ungewöhnliche Berufswahl und sicher auch ein bisschen von seinem Trotz beeinflusst.Die ständigen Anfeindungen und Auseinandersetzungen mit seinen Zeitgenossen, führte zu einem sehr scharfen Schreibstil, der die Menschen nicht immer begeisterte, sondern ihm auch viel Kritik brachte. Seine Zeitgenossen kamen unter seiner Feder meist nicht gut weg. Letztendlich ging Heine nach Paris weil er sich dort wohler fühlte, als in Deutschland. Die Harzreise war für mich ein perfekter Einstieg. Da ich selbst aus dem Harz stamme, konnte ich mir alles sehr lebhaft und bildlich vorstellen. Ich musste oft Schmunzeln, wie aktuell Heines Berichte doch sind. Tatsächlich ist es bis heute so, dass sich die Mentalität der Menschen nicht stark geändert hat. Noch immer wird man als Fremder argwöhnisch betrachtet und noch immer, ist die Natur dort wahnsinnig beeindruckend. Die Dörfer sind zwar etwas in der Zeit stehen geblieben, aber gerade wegen der wundervollen Landschaft und den ganzen mythologischen Sagen, ist der Harz unbedingt eine Reise wert.Mich hat Heines Schreibstil total begeistert, er ist zwar scharf und kritisch, aber im Gegensatz zu manchen satirischen Zeitgenossen, trotzdem sehr gut beobachtend, einfühlsam und auf einem hohen intellektuellen Niveau. Ich kann mir vorstellen, dass nicht alle Leser Freude an diesem Stil haben, aber wenn man sich darauf einlässt, kann man viel Entdecken.

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  • Rezension zu "Die Harzreise" von Heinrich Heine

    Die Harzreise
    PaulTemple

    PaulTemple

    17. April 2012 um 08:13

    Im Jahr 1824 bricht Heinrich Heine von Göttingen zu einer ausgedehnten Harzreise auf, die ihn über Clausthal, Goslar auf den Brocken und schließlich nach Ilsenburg führt. Neben den anschaulichen Beschreibungen der Landschaften und Städte - teils herrlich sarkastisch geschrieben - hält Heine auch Begegnungen mit anderen Wanderen, regionale Sagen und Anekdoten, sowie Gedichte literarisch fest. Ich habe bei der Lektüre in Gedanken schon meine nächste Harzwanderung geplant! Wanderfreunde, sowie Anhänger der typischen Heineschen spitzen Zunge dürfen beherzt zugreifen!

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  • Rezension zu "Die Harzreise" von Heinrich Heine

    Die Harzreise
    Nele

    Nele

    30. March 2010 um 09:41

    Heine nimmt uns mit auf seine Reise durch den Harz. Erschienen 1826, erzählt er von seinem Aufenthalt von 1824, bei dem er Goslar, Clausthal-Zellerfeld, den Brocken und andere Orte des Harzes besucht. Ein wenig Sarkasmus und Humor würzen diesen Reisebericht und man erlebt einen Harz voller blumiger Gefühle und Poesie. Ein schönes Buch für zwischendurch, zu empfehlen eigentlich für alle, die schon einmal im Harz waren oder mal dorthin möchten.

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  • Rezension zu "Die Harzreise" von Heinrich Heine

    Die Harzreise
    Heike110566

    Heike110566

    08. January 2010 um 08:26

    "Die Harzreise" wurde von Heinrich Heine (1797-1856) 1824/25 niedergeschrieben und erschien 1826 als Buch in der heute bekannten Form. Auf dem ersten Blick handelt es sich um eine Reiseschilderung. Und tatsächlich unternahm Heine Ende 1824 eine Harzwanderung, wo er auch die vorkommenden Orte besucht hatte. Jedoch hat er diese Reise nur als Aufhänger genommen und so umgestaltet, dass er das, was er den Menschen mit ihr mitteilen wollte, auch in dieser Form rüberbringen konnte. Neben der Schilderung der Eindrücke und Gefühle, die Heine beim Betrachten des Harzes empfand, enthält "Die Harzreise" auch vermeintlich harmlose Anekdoten, die er nutzt, um auf ironische Art und Weise Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Zuständen in Deutschland zu üben. Besonderer Kritik unterzieht er dabei die geistige Engstirnigkeit, die im Deutschland jener Zeit die Menschen und auch Heines Geist selbst einengten. Die Restauration hatte die Oberhand und geistige Stumpfheit kam in einer restriktriven Zensur zum Ausdruck, die selbst Schillers "Wilhelm Tell" oder Goethes "Egmont" mit einem Aufführungsverbot belegte. Auch "Die Harzreise" selber erschien zuerst nur in einer zensierten und sehr stark gekürzten Fassung in einer Berliner Zeitschrift, weshalb Heine sie ungekürzt im Frühjahr1826 als Erstes seiner "Reisebilder" bei Campe in Hamburg als Buch noch einmal veröffentlichte. Der im ironischen Stil gehaltene Text, in dem auch Gedichte eingewoben sind, macht "Die Harzreise" zu einem kurzweiligen und besonderen Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Die Harzreise" von Heinrich Heine

    Die Harzreise
    lovelybooks

    lovelybooks

    05. July 2007 um 14:48

    Literarische Reise durch den Harz.
    Mit Ironie und Sarkasmus erzählt.