Heinrich Heine Die Nordsee

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Inhaltsangabe zu „Die Nordsee“ von Heinrich Heine

"Die Nordsee" ist als Teil der zwischen 1826 und 1831 erschienenen "Reisebilder" nach einem Aufenthalt Heines auf der ostfriesischen Insel Norderney entstanden. Für diese reich illustrierte Ausgabe des Textes war der Fotograf Günter Pump in Ostfriesland und an der Nordseeküste unterwegs und hat die Landschaft, das Licht und die Stimmungen an der See in seinen Bildern eingefangen. Seine Impressionen vermitteln einen unmittelbaren Eindruck von der Weite des Meeres und des Strandes, deren Einfluss auf die menschliche Seele auch Heine stark empfunden hat - ". ich bewundere den Aufruhr der Natur; denn das bewegte Meer gleicht dem Leben, und nur dann schlägt mein Herz gesund, wenn die Wellen des Lebens recht hoch gehn!" Keine Reiseschilderung im eigentlichen Sinne, beschäftigt sich die "Nordsee" in Prosatexten und Gedichten nicht nur mit dem Leben im Seebad Norderney: Heine geht hier kritisch mit den gesellschaftlichen Verhältnissen ins Gericht, bezieht Stellung u. a. zum Zustand der europäischen Fürstenhäuser, zu den politischen Ereignissen in Frankreich und zu Napoleon.
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  • Rezension zu "Die Nordsee" von Heinrich Heine

    Die Nordsee

    Heike110566

    08. January 2010 um 08:30

    Heine (1797-1856) veröffentlichte dieses Reisebild-Epos, das sich in drei Abteilungen gliedert, in zwei Teilen. Die erste Abteilung, 1825 geschrieben, erschien 1826 im ersten Teil der "Reisebilder", zusammen mit "Die Harzreise" und die zweite und dritte Abteilung, die 1826 entstanden sind, 1827 in "Reisebilder. Zweiter Teil". Auf dem ersten Blick erscheint "Die Nordsee" als eine Wiedergabe von Reisewahrnehmungen und daraus resultierenden Gefühlen des lyrischen und epischen Ichs. Aber eben nur auf den ersten Blick. Es steckt weit mehr in dieser Heine-Dichtung. Die dargebotenen Naturbeschreibungen stehen dabei neben den Reise-Geschehnisdarstellungen und den sagenumwobenen Gedanken sowie Anekdoten als Metaphern, Allegorien und Vergleiche für die deutschen Verhältnisse jener Zeit der Restauration nach dem Wiener Kongress 1815. Heine nutzt diese sprachlichen Mittel, um so dem Rotstift der preußischen Zensur ein Schnippchen zu schlagen und seine Gedanken so unter das Volk zu bringen. Als Dichter des "jungen Deutschland" und einer der progressivsten Autoren des Vormärz sind diese Gedanken natürlich revolutionär geprägt und richten sich gegen den deutschen Kleingeist und die altfeudalen Strukturen im zersplitterten Deutschland, was den Herrschenden natürlich nicht in ihr Konzept passte. Interessant ist auch der äußere Aufbau dieses Werkes, dessen Lektüre ich unbedingt empfehlen kann. Während die erste und zweite Abteilung als Gedichtzyklen gestaltet sind, ist die dritte Abteilung ein Prosatext in Essayform. Den Abschluss dieser Dichtung bilden dann noch einmal Verse über die "poetische Literatur" und wie sie vom Poeten genutzt wird resp. genutzt werden könnte.

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