Heinrich Heine Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen [31. Auflage]

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Inhaltsangabe zu „Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen [31. Auflage]“ von Heinrich Heine

Heines erster Deutschlandbesuch nach 13 Jahren...wenigstens einmal sollte man es gelesen haben!

— Tiana_Loreen
Tiana_Loreen

Ein Klassiker, der einfach gelesen gehört!

— Wortteufel
Wortteufel

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  • Ein politisches Gedicht und Satire

    Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen [31. Auflage]
    UWEDUIS

    UWEDUIS

    01. February 2017 um 12:05

    Heinrich Heine. Deutschland ein Wintermärchen Heines kritische Haltung zu den politischen Zuständen in Deutschland, führte zum Verbot seiner Schriften und 1831 zur Übersiedlung nach Paris. Nach zwölfjähriger Emigration in Frankreich, reiste Heinrich Heine im Jahr 1843 zum ersten Mal nach Deutschland zu seinem Verleger Campe und seiner Mutter. Die Rückreise im Dezember 1843 war die Grundlage für sein Gedichtepos . Das Gedicht erschien 1844, mit Änderungen am Originaltext, wie von Heine im Vorwort erwähnt, um von der Zensurbehörde die Freigabe zur Veröffentlichung zu erhalten. Das Gedicht besteht aus 27 Capita ( Kapiteln ). Von dem Titel des Gedichts darf man sich nicht täuschen lassen. Hier handelt es sich um politische Dichtung ! Der Winter ist eine unangenehme und kalte Jahreszeit, und somit steht diese Jahreszeit auch für die erstarrten politischen Zustände in Deutschland. Die Zustände die Heine in Deutschland schildert erscheinen ihm so irreal, wie die Märchen. Heine schildert eine Reise durch Deutschland, die Anlass ist, über die politischen Zustände in Deutschland nach zu denken. Während der Arbeit am Wintermärchen hatte Heine einen regen Gedankenaustausch mit Karl Marx. Einige Ideen im Gedicht verdanken sich vielleicht auch diesem Gedankenaustausch, so vielleicht auch der Anfang des Gedichts, der eine utopischen Vorstellung beschreibt. Als Heine an der Grenze die deutsche Sprache hört,ist er tief ergriffen. Die Zöllner durchsuchen sein Gepäck nach verbotenen Büchern. Heine verspottet die Zöllner:er hat in seinem Kopf noch viel gefährlichere Bücher und verbotene Gedanken. Er verspottet den preußischen Militarismus und macht sich lustig über die Pickelhaube, die den Blitz anziehen könnte. Köln beschreibt er als Stadt des rückständigen Katholizismus und der Inquisition. Zu Heines Zeit war der Dom noch eine Baustelle und wurde erst 1880 beendet.Für Heine wird der Kölner Dom nie beendet und sollte in einen Pferdestall um gewandelt werden. Er beschreibt wie ihn eine dunkle Gestalt mit einem Beil begleitet um seine Gedanken auszuführen. In einem Traum besucht Heine den Kölner Dom und spricht mit den Skeletten der Heiligen Drei Könige, die von ihm Respekt fordern. Sein fiktiver Begleiter zerstört mit seinem Beil die Skelette. Die Heiligen Drei Könige stehen für die „Heilige Allianz“ zwischen Russland, Preußen und Österreich die sich gegen den Liberalismus wendet und das Feudalsystems verteidigt Über Köln-Mülheim und Hagen reist Heine weiter durch den Teutoburger Wald. Heine bedauert die Niederlage der Römer 9 n. Chr. gegen Hermann den Cherusker. Während der Panne der Kutsche hält Heine eine fiktive Rede an die Wölfe. Er werde immer mit den Wölfen heulen und niemals ein Schaf werden. In Paderborn macht sich Heine Gedanken zum gekreuzigten Christus, den er als Menschenretter bezeichnet, der die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb, und dafür zur Abschreckung gekreuzigt wurde. Heine erwähnt die Legende vom Kyffhäuser, und dem Kaiser Barbarossa, der eines Tages erwacht, um das deutsche Volk zu befreien. In einem Traum begegnet Heine dem Kaiser Barbarossa, der ihm Waffen zeigt, die von dicken Staub belegt sind und eine Fahne, die noch nicht von den Motten zerfressen ist. Nachdem Heine ihm erzählt dass man den französischen König guillotiniert hat, empfindet Barbarossa dies als Majestätsbeleidigung und fordert Respekt. Für Heine soll der Kaiser im Kyffhäuser bleiben, denn Deutschland braucht keinen Kaiser Barbarossa und auch keinen preußischen König. Für Heine richtet sich der Kyffhäuser Mythos gegen den Fortschritt und eine demokratische Gesellschaft. Durch diesen Mythos verklären die Reaktionäre die Vergangenheit. Über Minden, das Fürstentum Bückeburg, Hannover und Hamburg-Harburg trifft Heine in Hamburg ein. Hier wird er von seiner Mutter freudig begrüßt und wie Mütter sind macht sie ihm etwas Gutes zu essen. Sie stellt ihm Fragen zu seinen Leben der letzten Jahre, die Heine aber ausweichend beantwortet. Nach einem Essen mit seinem Verleger Campe und politischen Freunden trifft Heine Hammonia , die Schutzgöttin Hamburgs. Sie versucht Heine zu überreden, in Deutschland zu bleiben, denn die politischen Verhältnisse hätten sich gebessert. Die Göttin will Heine eine Prophezeiung über das zukünftige Deutschland geben, wenn er das Geheimnis für sich behält. Heine blickt in den Nachtstuhl Karl des Großen und ein widerlicher Geruch kommt ihm entgegen. Das Gedichtepos endet mit verhaltenem Optimismus zur Zukunft Deutschlands. Dieses Gedicht ist antiklerikal, antinationalistisch und beschreibt satirisch und bitterbös die politischen Zustände in Deutschland. Es ist eine Kritik an Preußen dem größten Teilstaats des antidemokratischen Deutschlands. Viele Kritiken erfolgen in Träumen. Der Traum ist ein typisches Motiv der romantischen Dichtung.Selbst im Schlaf verfolgen Heine noch die politischen Zustände in Deutschland. Und jeder denkt an den Ausspruch Heines in den Nachtgedanken:Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. Hier ist eine Videobesprechung: https://www.youtube.com/watch?v=IqGhfLIezH8

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  • Rezension zu "Deutschland. Ein Wintermärchen"

    Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen [31. Auflage]
    Tiana_Loreen

    Tiana_Loreen

    05. June 2015 um 12:32

    Heines erster Deutschlandbesuch nach 13 Jahren...wenigstens einmal sollte man es gelesen haben! Inhalt: [Inhaltsangabe] Eine Reise durch Deutschland von Paris aus nach Hamburg im Jahre 1843 nimmt Heine zum Anlass einer ironischen Bestandsaufnahme der sozialen und politischen Wirklichkeit seiner Zeit. Das -Wintermärchen- ist in Wahrheit ein tief pessimistisches Bild des deutschen -politischen Winters- und ein höchst engagiertes sozialrevolutionäres Programm. gegen Nationalismus und religiöse Bevormundung. Für ein erfülltes Leben in Frieden und Freiheit. meine Meinung: Heinrich Heine zeigt in „Deutschland. Ein Wintermärchen“, dass sich Deutschland zur damaligen Zeit nicht verändert hat. Literatur im Vormärz teilte sich damals in zwei Richtungen, die Deutschen hatten den radikaleren Weg eingeschlagen, wollten etwas mit ihrer Literatur verändern. Der Grund, dass Heine das Land verlassen musste und daher in Frankreich lebte. Dieses Versepos hat er als Reisebericht geschrieben, er wollte seine Empfindungen seines Deutschlandbesuches aufschreiben und war über dessen Zustand schockiert. Starr. Kalt. Unverändert. Wie im Winter. Trostlos. Kalt. Ohne Zukunft. So empfand Heine die damalige Situation Deutschlands. Die Politik und die Gesellschaft sind dieselben. Keine Veränderung...und die Zukunft sieht – laut Heine – auch nicht rosiger aus. Fazit: Es war auf jeden Fall ein sehr interessanter Einblick in Heines Gedanken und Meinung. Wie er wohl die heutige Situation finden würde? Dieses sarkastische, lyrische Werk hat mich jedenfalls sehr zum Nachdenken animiert. Einmal sollte man es wenigstens gelesen haben! Es lohnt sich – ehrlich! 4 von 5 Sterne!

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