Heinrich Mann Die Jugend des Königs Henri Quatre

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Inhaltsangabe zu „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ von Heinrich Mann

'Aus seinen Abenteuern, Taten, Leiden habe ich eine lange Reihe von Bildern und Scenen gemacht, bunt zu lesen und anzusehn. Alle zusammen haben den Sinn, dass das Böse und Furchtbare überwunden werden kann durch Kämpfer, die das Unglück zum Denken erzog, wie auch durch Denkende, die gelernt haben zu reiten und zuzuschlagen.'

Heinrich Mann

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

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  • Die Jugend des Königs Henri Quatre

    Die Jugend des Königs Henri Quatre

    Angel10

    15. January 2015 um 08:27

    Der Roman erzählt die Jugendjahre des volksnahen Prinzen von Navarra, der späterer als König von Frankreich das Edikt von Nante erlässt und damit den blutigen Bürgerkrieg zwischen Katholoken und Hugenotten beendet. Henry erlebt sorgenfreie Kinderjahre im kleien Königreich Navarra. Er spielt mit Bauernkindern und hat einen gütigen Lehrer. Nostradamos sagt ihm eine große Zukunft voraus. Im Louvre regiert Katharina de Medici, offiziell ist ihr ältester Sohn König. Dem Wunsch nach Beendigung der Religionskriege soll durch eine Vermählung des hugenottischen Prinzen von Navarra und der katholischen Prinzessin Margarethe von Valois, Tochter der Katharina de Medici, Rechung getragen werden. In der Nacht vom 23. zum 24. August 1572, während der Hochzeitsfeierlichkeiten, kommt es zur Barthalomäusnacht, einem sinnlosen Töten. Navarra wird als Gefangener im Louvre gehalten, mit allen Annehmlichkeiten. Nach drei Jahren gelingt ihm die Flucht. Der Roman gehört zur Exilliteratur während des Dritten Reiches. Die Handlung spielt in der Renaissance, Ideale der Aufklärung fließen ein und Ansichten Heinrich Manns zum Themea Nationalsozialismus während seines Exils. Der Schreibstil ist flüssig. Zahlreiche Personen können das Lesen etwas erschweren. Der zweite Teil heißt: Die Vollendung des Königs Henry Quatre.

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  • Rezension zu "Die Jugend des Königs Henri Quatre" von Heinrich Mann

    Die Jugend des Königs Henri Quatre

    TheSaint

    17. July 2011 um 00:16

    Wenn man meint, all die Intrigen und Machtspiele, die man weiland in TV-Serien wie "Dallas" oder "Dynasty" gesehen hat, wären zu sehr an den Haaren herbei gezogen... tja, der hat sich wohl nie ernsthaft und tiefgründig mit Weltgeschichte befasst. Heinrich Mann's 1935 erschienener Roman behandelt die ersten 36 Lebensjahre des Heinrich IV., die sich als recht turbulent erwiesen. Als 5jähriger trifft er anläßlich von Hochzeitsfeierlichkeiten auf König Heinrich II., der so von dem Kind angetan war, daß dieser ihn informell mit Margarete von Valois verlobte... eine Ehe wurde dann tatsächlich 1572 eingegangen. Die Hochzeitsfeierlichkeiten fanden mit der sogenannten "Bartholomäusnacht" oder "Pariser Bluthochzeit" ihr Ende... so wie auch die Leben von 3000 Menschen in Paris. Frankreich in jener Zeit war ein Pulverfass. Zusätzlich zu den innenpolitischen Spannungsfeldern wurde auch die Religion zu einem Zerreißfaktor, denn in Europa begann sich der reformierte Glaube auszubreiten. Im Laufe seiner Jugendjahre stellt sich Henri an die Spitze des Befreiungskampfes der französischen Protestanten (Hugenotten) gegen die Katholiken, hat unzählige Liebschaften und durchlebt mit "La Reine Margot" (Margarete) Höhen und Tiefen des Ehelebens sowie unzählige Schlachten sowohl mit gegnerischen Soldaten wie auch mit Medici & Co. Heinrich Mann's Schreibstil erschwert ein zügiges Lesen, denn durch seinen abrupten Wechsel von neutraler Beschreibung hin zu grotesker Überzeichnung schafft er gewöhnungsbedürftige Verfremdungseffekte. Für Freunde europäischer Geschichte ein zu empfehlendes Buch - für jene Leser, die einen unterhaltsamen Historienroman mit Romantik, etc., bevorzugen, eher nicht.

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  • Rezension zu "Die Jugend des Königs Henri Quatre" von Heinrich Mann

    Die Jugend des Königs Henri Quatre

    BertieWooster

    16. May 2010 um 11:44

    Hierbei handelt es sich nicht um eine Biographie dieses legendären französischen Königs, dessen Todestag sich zum 400 mal jährt. Heinrich Mann versuchte in romanhafter Form, die Lebensgeschichte Heinrich IV. nachzuerzählen. Ihn interessierte dabei besonders, wie sich der herausragende Charakter Heinrichs in der Hochzeit der Renaissance, mit seinen Intrigen, Giftmorden und Religionskriegen, entwickelt hat. Heinrich von Navarra wird hineingeboren in den französischen Religionskonflikt zwischen dem katholischen Königstum und den protestantischen Hugenotten, deren erste Vertreterin seine Mutter ist. Sie hat für ihn mehr als nur sein kleines Königreich in den Pyrenäen vorgesehen. Um die Macht auszubauen wird er bereits als Kind mit der Schwester des Valois-Königs verlobt. Als er seine Braut später als Jugendlicher heiratet, kommt es zur berüchtigten Barholomäusnacht, in der die protestantischen Hochzeitsgäste niedergemetzelt werden. Heinrich wird danach im Louvre gefangengehalten. Wie konnte sich Heinrich trotz dieser ganzen Greueltaten zu einem so toleranten Charakter entwickeln? Heinrich Mann schildert dies in Form des Gegensatzes zwischen Heinrich und dem Hause Valois. Heinrich ist bereits als Kind unbefangen, fröhlich und frei, ein Kind seiner gascognischen Heimat. Die Valois-Könige stehen unter dem Einfluss ihrer übermächtigen Mutter Katharina de Medici, die nur ihre Macht erhalten wollen, dabei aber zwischen die Fronten der katholischen Liga einerseits, geführt von den Herzogen de Guise und vom spanischen König finanziert, und andererseits den Hugenotten. Natürlich überwiegt bei Heinrich von Navarra zunächst der Hass gegenüber den Valois, als die verantwortlichen für die Barholomäusnacht. Er erkennt jedoch bald, dass Rache kein geeignetes Mittel für die Erreichung des Friedens in Frankreich ist. Er überwindet seinen Hass. Als er in seine Heimat fliehen kann, baut er zwar dort seine Hausmacht durch kriegerische Aktivitäten aus. Im Grunde genommen ist er jedoch dem französischen König loyal verbunden. Er erkennt, dass die Religion von beiden Seiten oft nur als Grund für den Krieg missbraucht wurde, um einer Seite bzw. einer Personengruppe mehr Macht zu verschaffen. Diesen Kreislauf möchte er durchbrechen. An seinem Hof versammelt er Leute beider Religionen. Es soll nur noch die Vernunft regieren. Auch wenn Heinrich Mann in seinem Buch Heinrich IV vielleicht etwas überhöht darstellt, handelt es sich nicht um ein einseitiges Buch. Auch die Valois werden in ihrem Handeln und auch ihrer Schwäche menschlich dargestellt. Anschaulich macht er jedoch deutlich, wie bestimmte Kreise, wie die katholische Liga die Religion missbraucht, um dass Volk aufzuhetzen und um die Furcht im Lande zu verstärken. Insgesamt ein interessantes Buch, dass einem einen Teil der französischen Geschichte näher bringt. Schwierig fand ich jedoch den Schreibstil, der manchmal ein bischen "schwülstig" erscheint. Manchmal hat mich der Stil auch an manches Historiendrama von Shakespeare erinnert, besonders in manchen Dialogen, ohne dass er an die Sprachgewandtheit eines Shakespeares anknüpfen konnte. Vielleicht hat sich Heinrich Mann vorgestellt, dass man so in der Zeit der Renaissance geschrieben hat.

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