Heinrich Spoerl

 4,1 Sterne bei 138 Bewertungen
Autor von Die Feuerzangenbowle, Die Feuerzangenbowle. und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Heinrich Spoerl

HEINRICH SPOERL (1887–1955) versuchte sich zunächst als Rechtsanwalt – diese Suppe wurde dem Menschenfreund jedoch bald versalzen. Von den Nazis aus seinem Beruf gedrängt, verlegte er sich auf das Schreiben humoristischer Romane und erzielte mit ihnen beachtliche Verkaufserfolge. Generationen lernen bis heute an der berühmten Heinz-Rühmann-Verfilmung seiner Feuerzangenbowle, was Humor ist.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Heinrich Spoerl

Cover des Buches Die Feuerzangenbowle (ISBN: 9783770021383)

Die Feuerzangenbowle

 (67)
Erschienen am 09.10.2019
Cover des Buches Der Maulkorb (ISBN: 9783423002998)

Der Maulkorb

 (6)
Erschienen am 01.07.1996
Cover des Buches Man kann ruhig darüber sprechen (ISBN: B002B24E52)

Man kann ruhig darüber sprechen

 (2)
Erschienen am 01.01.1939
Cover des Buches Heinrich Spoerls gesammelte Werke (ISBN: B001G65TDA)

Heinrich Spoerls gesammelte Werke

 (1)
Erschienen am 01.01.1978

Neue Rezensionen zu Heinrich Spoerl

Cover des Buches Die Feuerzangenbowle. (ISBN: 9783453042476)Lese-Krissis avatar

Rezension zu "Die Feuerzangenbowle." von Heinrich Spoerl

Ein Klassiker, nicht nur aus dem Fernsehen ;)
Lese-Krissivor 9 Monaten

Aufmachung des Buches
Ich habe eine Taschenbuchausgabe gelesen, auf dem Heinz Rühmann als Dr. Pfeiffer zu sehen ist. Das Cover zur aktuellen Softcover-Ausgabe kenne ich nur aus dem Internet. Es sieht aber edel aus. Der Zylinder und die Handschuhe sowie die Pennäler-Mütze und die Nickelbrille passen zum Inhalt des Romans aus dem Jahr 1933.

Inhalt
Bei einem feuchtfröhlichen Feuerzangenbowlenabend entsteht die fixe Idee den jungen Schriftsteller Dr. Hans Pfeiffer zurück auf die Schulbank zu schicken, da dieser als junger Mann keine Lehranstalt von innen erlebt hat. Er wurde von einem Hauslehrer unterrichtet. So wechselt Dr. Pfeiffer sein Erwachsenenoutfit in die eines jungen Pennälers mit Mütze und Nickelbrille. Seine neuen Mitschüler und Lehrer bemerken nicht, dass Hans eigentlich gar kein Schüler mehr ist. Hans lernt nun das Pennäler-Leben kennen und lebt sich in seine neue Rolle so richtig ein: Er heckt Lehrerstreiche aus und erlebt die erste Liebe eines Pennälers. Es ist gar nicht so einfach für Hans wieder Dr. Pfeiffer zu werden.

Meine Meinung
 „Die Feuerzangenbowle“ ist durch den Film mit Hans Rühmann bekannt geworden. Grundlage dazu ist das Buch von Heinrich Spoerl, das im Jahr 1933 veröffentlicht wurde. Ich muss gestehen, dass ich den Film erst einmal gesehen habe, aber nun auch das Buch dazu lesen wollte. 

Inhaltlich sind Buch und Film sehr nah beieinander. Der Roman ist sprachlich leicht verständlich.

Ich finde die beschriebenen Streiche, die die jungen Pennäler ausüben, sehr amüsant. Beispielsweise spielen sie betrunkene Schüler in einem Chemieunterricht von Professor Crey, der Heidelbeerwein mit ihnen brauen möchte. Oder sie schaffen sie es durch Hans einen gemeinsamen Physikunterricht mit den Schülerinnen des Lyzeums zu erhalten.
 Hans integriert sich schon nach kurzer Zeit in der Klasse und ist ganz vorne bei den Schülerstreichen dabei. Es ist schon erstaunlich, dass keiner bemerkt, dass es sich bei Hans um einen erwachsenen Mann handelt. Doch er hat sich gut verkleidet und verstellt. Besonders witzig ist, dass er eigentlich ein berühmter Schriftsteller ist, aber sein Deutsch auf dem Gymnasium als eher mangelhaft beurteilt wird.

Heinrich Spoerl erschafft durch Professor Crey einen Lehrer über den der Leser nur schmunzeln kann. Er hat eine näselnde Sprache. So wird aus dem „i“ ein „e“ oder aus dem „e“ ein „ä“ usw. 

Besonders hängen geblieben ist mir der Pennäler Luck. Ihm wird nichts zugetraut und auch er möchte mal einen Schülerstreich richtig durchführen. Als er dies tatsächlich macht, will ihm keiner glauben, dass er es war. Hier tat mir Luck schon etwas leid.

Hans erlebt durch die Tochter des Direktors auch eine Art erste Liebe eines Schülers. Er beginnt Eva zu umgarnen und sie treffen sich heimlich. So richtig überzeugt hat mich diese Liebelei allerdings nicht. Sie kam mir zu oberflächlich vor.

Bildlich konnte ich mir die beschriebene Lehranstalt mit den unterschiedlichen Lehrern sehr gut vorstellen. 

Mein Fazit
Eine kurzweilige Geschichte über einen Möchtegern-Pennäler, der eigentlich ein erwachsener Schriftsteller ist. 4 Sterne von mir für dieses Buch.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Die Feuerzangenbowle (ISBN: 9783770021383)FreydisNeheleniaRainersdottirs avatar

Rezension zu "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl

Ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt
FreydisNeheleniaRainersdottirvor einem Jahr

Wer kennt ihn nicht, den Pfeiffer mit "drei äff"? Der 24-Jähriger Schriftsteller schmiedet mit den albernen Herrschaften seiner wöchentlichen Männerrunde, allesamt betagte Herren in hohen Positionen und Ämtern, über einer Feuerzangenbowle den wahnwitzigen Plan, ans Gymnasium zu gehen und sich dort als Pennäler der Oberprima auszugeben. Warum das Ganze? Weil Pfeiffer nie auf dem Gymnasium war und daher den Klamauk verpasst hat, den die Primaner mit ihren Lehrern trieben. Auch er soll in den Genuss von albernen Streichen kommen, den man den seinen Lehrern gespielt hat. Und so lässt der Pfeiffer alles stehen und liegen, wirft sich in den Pennäler-Anzug, setzt die Primanermütze auf und reist in eine Kleinstadt an der Oder.


Wer den Film "Die Feuerzangenbowle" gesehen hat, der weiß nun, wie die Geschichte weitergeht. Sie ist kein Novum. Dennoch schlägt uns die Geschichte, vielleicht gerade aus nostalgischen Gründen, immer wieder in ihren Bann. Wir können herzlich über die Streiche lachen, die der Pfeiffer ausheckt, wir wissen, dass er sie erobert, aber drücken ihm dennoch die Daumen, dass er seine Eva um den Finger wickelt (obwohl die Beziehung aus heutiger Sicht eher fragwürdig und eher Bestandteil des Strafgesetzbuches wäre, aber der Direktor wollte seine Tochter ja auch an mit dem sehr viel älteren Schnauz verheiraten).


Nun, die Novelle von Heinrich Spoerl ist noch ein wenig ausführlicher, an einigen Stellen schlägt Pfeiffer ganz ernste Töne an oder philosophiert mit dem kleinen Luck. Allein wegen diesen Stellen im Buch ist die Lektüre der Novelle anzuraten. Im Gegensatz zu anderen Autoren seiner Zeit schreibt Spoerl auch weder antiquiert, noch schwurfelig, so lässt sich die Geschichte angenehm und flüssig lesen. In der Ausgabe des Droste Verlages kann man gar noch etwas zur Enstehung des Feuerzangenbowle-Stoffes erfahren. Man sollte sich also überlegen, ob man sich dieses Lesevergnügnen entgehen lassen will. Da würde man definitiv etwas verpassen.

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Cover des Buches Die Feuerzangenbowle (ISBN: 9783492249751)Liebes_Buchs avatar

Rezension zu "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl

Der Film reicht
Liebes_Buchvor 2 Jahren

Ein paar Männer romantisieren beim Genuss der Feuerzange das Gymnasium. Bloss der Berliner Schriftsteller Hans Pfeiffer kann nicht mitreden, weil er Privatunterricht hatte. Als Schüler schleicht er sich auf eine Schule und erlebt einige Streiche.

Das Buch ist im Film von Heinz Rühmann und im Hörspiel von Hans Clarin vortrefflich interpretiert worden. Meiner Meinung nach, muss man das Buch nicht noch extra lesen. Spoerl wechselt im Text immer wieder von der Vergangenheits- in die Gegenwartsform, was mich etwas störte. Die Szene, in der die Schulklasse rätselt, warum Faust das Gretchen nicht geheiratet hat, war witzig. Ich erinnere mich nicht, ob die im Film auch vorkam. Aber ich würde sagen, auf das Buch kann man verzichten, den Film hingegen sollte man anschauen.
Noch besser gefiel mir Rühmann in Spoerls Gasmann.

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