Heinrich Steinfest

 3.9 Sterne bei 577 Bewertungen
Autor von Der Allesforscher, Die feine Nase der Lilli Steinbeck und weiteren Büchern.
Heinrich Steinfest

Lebenslauf von Heinrich Steinfest

Mehrfach ausgezeichnete Spannung: Der 1961 in Australien geborene österreichische Autor arbeitete bis in die 90er Jahre in Wien als freischaffender Künstler. Neben surrealen und Science-Fiction-Erzählungen gehören vorwiegend Kriminalromane zu seinem literarischen Werk. 1995 veröffentlichte er die Erzählung „Brunswiks Lösung: von Engeln, Nachtwächtern und anderen Sterblichen“ und ein Jahr später folgte sein Debüt als Krimiautor mit „Das Ein-Mann-Komplott“, zudem publizierte der Schriftsteller die Kriminalreihe um den einarmigen Detektiv Markus Cheng. Zahlreiche seiner Romane wurden ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Deutschen Krimipreis, in der KrimiWelt-Bestenliste zum Krimi des Jahres gekürt oder für den Deutschen Buchpreis nominiert. Den Roman „Der Allesforscher“ (2014) widmete der prominente Stuttgart-21-Gegner seinem mit 23 Jahren beim Bergsteigen verunglücktem Bruder Michael. Heute lebt Heinrich Steinfest in Stuttgart, arbeitet nebenher als Maler und schreibt Beiträge für Anthologien und essayistische Artikel für Zeitungen.

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Erscheint am 01.10.2019 als Taschenbuch bei Piper.

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Der Allesforscher

Der Allesforscher

 (70)
Erschienen am 13.07.2015
Die feine Nase der Lilli Steinbeck

Die feine Nase der Lilli Steinbeck

 (53)
Erschienen am 01.02.2009
Das grüne Rollo

Das grüne Rollo

 (44)
Erschienen am 01.09.2016
Cheng

Cheng

 (46)
Erschienen am 01.02.2007
Gewitter über Pluto

Gewitter über Pluto

 (39)
Erschienen am 01.10.2010
Mariaschwarz

Mariaschwarz

 (43)
Erschienen am 01.02.2010
Ein dickes Fell

Ein dickes Fell

 (37)
Erschienen am 01.11.2007
Tortengräber

Tortengräber

 (35)
Erschienen am 01.01.2009

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Neue Rezensionen zu Heinrich Steinfest

Neu

Rezension zu "Der schlaflose Cheng" von Heinrich Steinfest

Markus Cheng ermittelt wieder
Bellis-Perennisvor 2 Monaten

Dieser Krimi ist mein erster aus der Reihe um den einarmigen Detektiv Markus Cheng aus Wien.

 

Markus Cheng macht während seines Urlaubs auf Mallorca die Bekanntschaft mit Peter Polnitz, der deutschen Synchronstimme eines britischen Schauspielers. Man spricht miteinander, doch dann trennen sich die Wege wieder – eine seichte Urlaubsbekanntschaft eben.

Daher ist Cheng mehr als erstaunt als er ein Jahr später den Auftrag von Polnitz‘ Tochter erhält, ihren Vater aus dem Gefängnis zu holen. Polnitz hätte den Schauspieler ermordet.

 

Widerwillig nimmt Markus Cheng den Auftrag an und beginnt zu recherchieren. Seine Nachforschungen führen ihn unter anderem bis nach Island, wo er weitere Geheimnisse in Polnitz‘ Leben aufdeckt.

 

Meine Meinung:

 

Heinrich Steinfest hat einen eigenwilligen Erzählstil, der – wie man an den höchst unterschiedlichen Bewertungen sieht - polarisiert. Stellenweise schreibt der Autor poetisch (oder wie einige sagen würden, langatmig) und dennoch kann der Leser tief in die Atmosphäre eintauchen. Philosophische Gedankengänge erhöhen die Spannung, denn es ist nicht immer klar, ob sich Chengs Gedanken mit der Wirklichkeit in Koinzidenz bringen lassen.

Undurchsichtige Charaktere prägen diesen Krimi. Ein vielschichtiger Charakter ist auch Chengs Sekretärin, die – wie man am Ende sieht, das Heft fest in der Hand hält.

 

Wer Lesestoff abseits der üblichen Kriminalgeschichten sucht, wird hier bestens bedient. Allerdings halte ich es für opportun, beim ersten Band zu beginnen, was ich demnächst nachholen werde.

 

Fazit:

 

Für Liebhaber von geschliffener Sprache und Krimis abseits des Mainstreams ein Lesegenuss. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

 

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Rezension zu "Das grüne Rollo" von Heinrich Steinfest

Ein überaus magischer Roman wird am Ende entzaubert, schade!
Insider2199vor 7 Monaten

Ein überaus magischer Roman wird am Ende entzaubert, schade!

Der 1961 in Australien geborene, aber in Wien aufgewachsene österreichische Autor veröffentlichte 1995 seine ersten Romane – meist Krimis, Sci-Fi-Erzählungen oder Surreales. Bis Ende der 90er Jahre lebte er in Wien als freischaffender Autor, heute in Stuttgart als Maler und Schriftsteller. Für seine Romane erhielt er mehrmals den dt. Krimipreis (2./3. Platz) und landete 2014 mit „Der Allesforscher“ auf der Longlist des Dt. Buchpreises.

Inhalt (Klappentext): Mit einem Ratsch ist es plötzlich da. Vor Theos Fenster bläht sich im Mondlicht ein grünes Rollo. Tagsüber verschwindet es, aber von nun an entrollt es sich jede Nacht um exakt dieselbe Zeit. Theo ist sich sicher, dass dort, auf der anderen Seite des Rollos, eine eigene Welt existiert. Nach schlaflosen Nächten fasst er sich ein Herz und beschließt, in jene andere Sphäre hinüberzusteigen ...

Meine Meinung: Nach all den anderen Steinfest-Büchern, die ich dieses Jahr lesen durfte, habe ich mich (neben „Der Allesforscher“) ganz speziell auf dieses Buch gefreut, v.a. weil das Buch eben in meinem Lieblingsgenre „Magischer Realismus“ verfasst wurde. Wer mit diesem Genre nichts anfangen kann, ein Genre, das vornehmlich auch von südamerikanischen Autoren (Márquez, Allende) verwendet wird oder auch von Haruki Murakami und David Mitchell, der sollte liebe die Finger davon lassen oder wird durch den dritten Teil, in dem der Autor das Magische glaubhaft erklärt, vollkommen entschädigt.

Ich fand zwar, dass die magischen Elemente genial erklärt werden, finde aber auch, dass das Magische damit leider seinen Zauber verliert und Fans des Surrealen wollen eben nicht „entzaubert“ werden. Man könnte also denken, der Autor hat den dritten Teil nur geschrieben, um die Realisten zu entschädigen (denn leider mögen eben viele Leute das Surreale in der Literatur nicht), aber die Fans des Genres werden ein klein wenig enttäuscht sein.

Der Plot an sich ist sehr unterhaltsam, und ich muss sogar zugeben, dass ich mir das Ganze noch viel Surrealer vorgestellt hätte – also bei Murakami oder Mitchell wird man da noch mit viel Wilderem verwöhnt – aber letztlich durfte es wohl nicht zu weit abdriften, damit es noch in die Erklärung des dritten Teils reinpasste. Somit hat der Autor sich selbst ein wenig unbewusst „eingeschränkt“.

Fazit: Ein surrealer Roman, der bis zum Ende fesselt, allerdings stehe ich dem dritten Teil etwas ambivalent gegenüber. Einerseits genial erklärt, andererseits ist der Zauber etwas verflogen. Trotzdem für mich kein Grund, Sterne abzuziehen, es ist ganz klar – neben „Das himmlische Kind“ – von 13 Romanen, die ich 2018 gelesen habe, mein Lieblingsbuch von Steinfest und ein Jahres-Highlight.

Hier mein Ranking im Einzelnen:

01. Das himmlische Kind – Highlight
02. Das Leben und Sterben der Flugzeuge (5,0) – Highlight (2016 gelesen!)
03. Das grüne Rollo (5,0) – Highlight
04. Die Büglerin (5,0)
05. Mariaschwarz (5,0)
06. Gewitter über Pluto (5,0)
07. Der Umfang der Hölle (5,0)
08. Tortengräber (4,5)
09. Der Allesforscher (4,0)
10. Nervöse Fische (4,0)
11. Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte (4,0)
12. Die feine Nase der Lilli Steinbeck (3,5)
13. Die Haischwimmerin (3,0)
14. Wo die Löwen weinen (2,0)

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Rezension zu "Der Allesforscher" von Heinrich Steinfest

Ein Genre-Mix, der halb enttäuscht, wenn man das eine Genre nicht mag
Insider2199vor 7 Monaten

Ein Genre-Mix, der halb enttäuscht, wenn man das eine Genre nicht mag

Der 1961 in Australien geborene, aber in Wien aufgewachsene österreichische Autor veröffentlichte 1995 seine ersten Romane – meist Krimis, Sci-Fi-Erzählungen oder Surreales. Bis Ende der 90er Jahre lebte er in Wien als freischaffender Autor, heute in Stuttgart als Maler und Schriftsteller. Für seine Romane erhielt er mehrmals den dt. Krimipreis (2./3. Platz) und landete 2014 mit „Der Allesforscher“ auf der Longlist des Dt. Buchpreises.

Inhalt (Klappentext): Bademeister ist Sixten Braun erst auf dem zweiten Bildungsweg geworden. Dazu brauchte es zwei beinahe tödliche Unfälle, eine große Liebe und eine lieblose Ehe. Aber all das musste wohl sein, damit er werden konnte, was er werden sollte – nämlich der Vater eines ganz und gar fremden Kindes ...

Meine Meinung: Nach all den anderen Steinfest-Büchern, die ich dieses Jahr lesen durfte, bleiben nun (neben „Das grüne Rollo“) 2 magische Leckerbissen übrig, auf die ich mich ganz besonders gefreut habe, v.a. weil dieser Roman ja auch 2014 auf der Longlist des dt. Buchpreises landete, was nicht immer ein Garant für Qualität darstellt, aber bei Steinfest-Büchern schon :)

Ich habe im Vorfeld auch einige Rezis durchgelesen und der Grundtenor bei den Kritikern geht dahin, dass der Anfang ganz unterhaltsam und flott zu lesen sei, aber das Ende würde dann in Esoterik und Skurrilem verpuffen und ergebe keinen richtigen Sinn, fühle sich konstruiert an usw. Nun Eines kann ich dazu schon sagen: das sind vornehmlich die Leser, die leider mit dem Genre „magischer Realismus“ oder Surrealem in der Literatur nicht viel anfangen können. Im Nachwort erklärt Steinfest, dass er den Roman nicht an einem Stück geschrieben hat, und wenn man alle Steinfest-Bücher kennt, weiß man, dass sich Steinfest im Laufe seines Autorenlebens von realistischen Krimis zu eben magischem Realismus a la Murakami hinbewegt hat (siehe seine letzten Bücher, „Die Büglerin“ davon ausgenommen) und DAS ist eben einer der Gründe, wofür ich ihn liebe. Er hat also den Anfang zu einem früheren (Krimi-Zeitpunkt) geschrieben und das Ende später ergänzt.

Daher war es bei mir genau umgekehrt: ich fand den Anfang eher etwas langweilig und mit dem zweiten Teil konnte der Autor bei mir wieder kräftig Punkte holen, denn hier wird es eben sehr surreal. Die große Spannung resultiert daher, dass man die ganze Zeit auf ein Zusammentreffen zweier Figuren wartet, hier wird man auch nicht enttäuscht, aber meine Erwartungen als Leser wurden dennoch nicht ganz erfüllt, weil eine bestimmte, sehr wichtige Sache nicht aufgelöst wird. Diese Sache ist zwar dem Leser bekannt, aber nicht den Figuren, und man möchte natürlich die Reaktion der Figuren miterleben.

Fazit: Ein Roman, der sehr realistisch beginnt, dann aber in magischen Realismus übergeht; wer also seine Probleme mit dem Surrealen hat, sollte die Finger von diesem Roman lassen. Alle anderen werden nicht enttäuscht. Allerdings muss ich leider dennoch einen Stern abziehen, weil der erste Teil nicht zum Rest passen will, es ist, wenn man so will, ein Genre-Mix und man merkt es dem Roman an, dass seine beiden Teile zu unterschiedlichen Zeiten verfasst wurden. Dennoch sehr lesenswert!

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Gespräche aus der Community

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"Es grünt so grün..."


Viele schöne Dinge sind grün. Möglicherweise auch "Das grüne Rollo".

Key, ebenfalls grün, und ich, hier repräsentiert durch einen grünen Babycthulhu, laden euch ein, dieses Buch mit uns ab Montag zu erkunden. Freieexmplare gibt es aber leider keine...

In diesem Sinne wünsche ich euch ein grünes Wochenende und wir lesen uns hoffentlich nicht erst Gründonnerstag, sondern schon am Montag.

Grüne Grüße,
Dibbler 
Letzter Beitrag von  AnnikaLeuvor 4 Jahren
Zur Leserunde
Am 13. Mai starte ich hier eine Leserunde zu "Der Allesforscher".

Zum Welttag des Buches 2014 verloste ich das Buch auf meinem Blog tinkersbuchwelt.blogspot.de und werde es nun hier mit meiner Gewinnerin Lesebiene27 lesen.

Aber auch andere, die das Buch bereits haben, dürfen gerne mitdiskutieren!!!
Zur Leserunde
Ich verlose am Welttag des Buches 3 Bücher auf meinem Blog tinkersbuchwelt.blogspot.de 

Das erste ist: "Der Allesforscher" von Heinrich Steinfest

Meldet Euch einfach hier, auf meiner Facebookseite oder auf meinem Blog, wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt.

Einzige Bedingung: Gewinner/in und ich lesen das Buch zeitgleich (zeitliche Absprache dann in Ruhe) und wir besprechen es in einer gemeinsamen Leserunde oder per Mail.

Viel Glück!!!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Heinrich Steinfest wurde am 10. April 1961 in Albury (Australien) geboren.

Heinrich Steinfest im Netz:

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