Cheng

von Heinrich Steinfest 
3,7 Sterne bei45 Bewertungen
Cheng
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thursdaynexts avatar

Nicht der beste Steinfest, dennoch lohnt allein die Sprache. Lesegenuß ist garantiert.

B

Dies ist der erste Roman den ich von Steinfest gelesen habe. Ich bin begeistert. Dieses Buch habe ich nicht ausschließlich wegen den Mordfäl...

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Inhaltsangabe zu "Cheng"

Markus Cheng ist Privatdetektiv in Wien. Seine Geschäfte gehen schlecht, und zudem wird auch noch sein letzter Klient mit einem Loch im Kopf aufgefunden. In diesem Loch steckt ein Zettel mit einer rätselhaften Botschaft: 'Forget St. Kilda'. Und ob Cheng nun will oder nicht – damit steckt er mitten im Schlamassel. Denn eine unbekannte Dame erweist sich als eine knallharte Mordmaschine mit System … Heinrich Steinfests ausgesprochen skurriler Humor und einzigartiger Schreibstil machen diesen Krimi zu etwas ganz Besonderem.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492248747
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.02.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    Bellamis avatar
    Bellamivor 5 Jahren
    schräg, schwarz, schrullig

     

    Markus Cheng ist Privatdetektiv in Wien. Er ist ein in Wien geborener Chinese, der nicht nur chinesich nicht kann, sondern auch ein Dilettant in beruflichen und privaten Sachen ist.


    Schon bei seinem letzten Fall brauchte er für die Entschlüsserung eines Hinweises auf einem am Zettel die Hilfe eines Sonderschülers, die laut Steinfest, das beste Allgemeinwissen haben.


    (Warum? - das muss man einfach selber lesen? )


    Die Zettelwirtschaft geht weiter, als dieser besagte Klient tot , ebenfalls mit einem Zettel im Einschussloch, aufgefunden wird. Cheng ist involviert ob er nun will oder nicht.


    Seine besondere Gabe hilft ihm. Er ist unter nicht wieder gut zu machenden Verlusten ein Überlebenskünstler ;-)


    ******


    Heinrich Steinfest`s "Cheng" ist eine Köstlichkeit, die phasenweise mit Thomas Bernhard genialer Schreibkunst zu vegleichen ist, nur das Steinfest noch direkter und damit verständlicher und unterhaltsamer schreibt. Nicht, dass man nicht ein bisschen um die Ecke denken muss.



    Nichts ist Steinfest heilig. Sein Schandmaul ;-) nimmt alle auf`s Korn. Als die Wiener ihr Fett abgekommen haben, begibt er sich in die Provinz und lästert über ehemalige Skiweltmeister oder teilt uns seine bizarren Gedanken über Flugzeugabstürze mit.


    Dieser rabenschwarze Humor, dazu dieser eher nebensächliche, aber doch interessante "Fall", dieser fett triefende Sarkasmus und alles wohl dosiert und in die passende Form gebracht, ist ein Leckerbissen.


    Fazit: Steinfest ist ein grandioser Wortkünstler, der mit dem sympathischen Loser Cheng niveauvolle Unterhaltung der besonderen Art bietet.


    Dazu hat mir das gottlose Mundwerk Heinrich Steinfest`s noch einen Heidenspaß bereitet.


    5 dicke fette tief dunkelrote Sterne !!!!





    Kommentare: 2
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    awogflis avatar
    awogflivor 7 Jahren
    Rezension zu "Cheng" von Heinrich Steinfest

    Definitiv der beste Steinfest-Krimi, den ich bisher gelesen habe, obwohl die anderen ja auch schon begeisternd waren. Sprachlich wieder ein Wunderwerk, das seinesgleichen sucht und dramaturgisch diesmal sogar mit einem ganz passablen Finale.

    Was mir zusätzlich noch ausnehmend gut gefallen hat ist der Umstand, dass Steinfest in das Wiener Netz aus Gefälligkeiten, Korruption, feine Gesellschaft und Mord auch noch reale Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens einwebt, die aber nur leicht angedeutet sind.
    Da gibt es einen Wiener Ex-Bürgermeister, der mit seiner Sängerinnen-Frau in einem Blizzard in der Bundeshauptstadt verschwindet, einen Verteidigungsminister der ermordet wird, einen scharfen Innenminister.... das erinnert mich frappant an einige "Wichtige" grins.

    Ach ja der Schneesturm in Wien - selten eine so grandiose Beschreibung gelesen. Und bei der Analyse der "feinen Wiener" Gesellschaft ist Steinfest diesmal weiter gegangen, als man zu hoffen gewagt hat - nicht nur ironisch sondern schon fast genial bösartig und gemein. Da werden ehemalige historische Verwicklungen (so zwischen 39 und 45) genauso fies breitgetreten wie eine bitterböse Abrechnung mit dem heutigen Gutmenschentum (auch Charity genannt) oder die korrupten und snobistischen Auswüchse des Kunst- und Bildungsbürgertums.

    Kein Wunder, dass der Autor mittlerweile in Deutschland lebt ;-). Wenn einem bei uns jemand so ehrlich und unverblühmt die Meinung ins Gesicht sagt, kriegt er normalerweise ja nicht mal mehr eine Wurstsemmel oder a Achterl Wein.

    Fazit Pflichtlektüre sowohl für Krimi- und Satirefans als auch für Österreicher

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    anenas avatar
    anenavor 7 Jahren
    Rezension zu "Cheng" von Heinrich Steinfest

    Ein wirklich irrwitziger Krimi: ein Detektiv, der aussieht wie ein Chinese, aber eigentlich ein Wiener ist, und der im Laufe des Romans immer mehr verstümmelt wird. Am Ende des Romans ist nicht klar, ob er nun lebt oder schon tot ist. Typisch österreichisch finden sich viele gesellschaftskritische Aspekte - von Hunden bis Kunstfälschern -, die verpackt sind in einen leicht ironischen, zuweilen zynischen Stil. Der Mordfall ist völlig nebensächlich und im Grunde auch etwas an den Haaren herbeigezogen.

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    beowulfs avatar
    beowulfvor 8 Jahren
    Rezension zu "Cheng" von Heinrich Steinfest

    Ist das ein Krimi oder eher eine Satire auf einen Krimi? Jedenfalls sehr skurill, sehr humorvoll und von mir, nachdem ich im Kopf von erwarteter Krimispannung auf Humor geschaltet habe, sehr genossen.

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    ralluss avatar
    rallusvor 8 Jahren
    Rezension zu "Cheng" von Heinrich Steinfest

    Köstlich! Sollte ich jemals eine EinWort Rezension schreiben, würde ich für dieses Buch dieses Wort verwenden.
    Wer hier einen Krimi oder gar einen Fall mit erzählter Geschichte und rotem Faden sucht, wird furchtbar enttäuscht werden.
    Steinfest erzählt und fabuliert, nein eigentlich fabuliert er. Nichtigkeiten werden seitenweise breitgetreten, dabei bekommen alle ungeliebten Gruppen ihr Fett weg.
    Köstlich wie er in wenigen Worten im typischen österreichischen Schmäh durch die Welt grantelt. Österreicher sind muffig und besonders, Wiener sind noch mehr und anders.
    Am meisten bekommt der unselige Cheng sein Fett ab, er kämpft sich durch seinen Fall, stolpernd und zufällig gerät er in die Wiener High Society und erlebt surreale Situationen.
    Nur die Tiere sind unschuldig und bekommen die Aufmerksamkeit und die Liebe ab, die Menschen sind bei Steinfest alle derangiert und verdorben.
    Lasst Euch dahin treiben, geniesst jedes Wort und die einfach köstliche Sprache!

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    Monis avatar
    Monivor 11 Jahren
    Kurzmeinung: Amüsanter Wien-Krimi. Super Lesestoff für Krimi-Fans
    Rezension zu "Cheng" von Heinrich Steinfest

    Sehr guter, unterhaltsamer Wien-Krimi mit sehr viel Gesellschaftskritik. Konstruierte Mordmotive wie bei einem klassischen englischen Krimi. Der Schwenk ins Absurde am Ende erinnert mich an Felix Mitterers 4. Teil der Piefke-Saga.

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    hellokaddis avatar
    hellokaddivor 11 Jahren
    Rezension zu "Cheng" von Heinrich Steinfest

    Ich bin ein großer Fan österreichischer Krimis aufgrund der sarkastischen Sprache. Auch Herr Steinfest hat mich bisher nicht enttäuscht. Allerdings fand ich die Auflösung des Falls diesmal am Ende zu abrupt und fast etwas lieblos.

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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht der beste Steinfest, dennoch lohnt allein die Sprache. Lesegenuß ist garantiert.
    B
    bonbon2k6vor 10 Jahren
    Kurzmeinung: Dies ist der erste Roman den ich von Steinfest gelesen habe. Ich bin begeistert. Dieses Buch habe ich nicht ausschließlich wegen den Mordfäl...
    couchpotatogirls avatar
    couchpotatogirl

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