Heinrich Steinfest Der Allesforscher

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Allesforscher“ von Heinrich Steinfest

Sixten Brauns Managerleben implodiert, als in Taiwan ein Wal explodiert und Sixten von irgendeinem Teil des Wal-Innenlebens k. o. geschlagen wird. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, stürzt er mit dem nächstbesten Flugzeug ab – und überlebt abermals. Doch nicht ohne zwischendurch die große Liebe erlebt zu haben. Und so kommt er Jahre später – Sixten hat sich längst vom Manager zum Bademeister gewandelt – zu einem Kind, das auf gar keinen Fall sein eigenes sein kann, es dann aber plötzlich ist: ein frisch verwaister Junge namens Simon, der sich als ungewöhnlich talentiert erweist.

"Markus Boysens Stimme ist ein feiner Klangteppich. Nicht zu hart und nicht zu weich. Einer, auf den man sich bequem hinlegen, die Augen schließen und zuhören kann. Eine Stimme, die einen im wahrsten Sinne trägt." Heinrich Steinfest

Witzig, einfallsreich, anspruchsvoll - gelungene, unterhaltsame Mischung mit Niveau

— Gruenente

"Der Allesforscher" ist ein ungewöhnlicher, lesens- und hörenswerter Roman.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Leere Herzen

Ein außergewöhnlicher und gesellschaftskritischer Roman, der sich so spannend wie ein Thriller liest.

-nicole-

Der Klang der verborgenen Räume

Tolles Setting, leider war mir die Geschichte zu vorhersehbar.

AmyJBrown

Kleine Stadt der großen Träume

Ein bisschen viel Eishockey zu Beginn, aber durchhalten lohnt sich ;)

Schwarzkirsche

Drei Tage und ein Leben

Eine tragische Geschichte die mich sehr mitgenommen hat und unglaublich spannend zu lesen war!

MissRichardParker

Sieh mich an

ein ehrliches Buch, was auf ganzer Linie überzeugt. Sprachlich wie inhaltlich.

Phiinchen

Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

War leider absolut nicht mein Fall. Fand den Schreibstil ganz schrecklich.

Edition_S

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Sixten kommt wie die Jungfrau zum Kind...

    Der Allesforscher

    Gruenente

    15. November 2014 um 16:27

    Sixten Brown ist ein Yuppie. Tolle Verlobte, sehr gute finanzielle Lage, toller Job der ihn auch zu vielen Auslandsreisen bringt. So auch nach Taiwan wo er einen Zusammenstoss mit einem explodierenden Pottwal hat. Das ist erst die erste fantastisch anmutende Begebenheit dieses Buches. Sixten verliebt sich in die Ärztin, kommt ihr näher, später aber leider wegen eines Flugzeugabsturzes nicht mehr zurück zu ihr. Aufgrund seiner traumatischen Erlebisse bricht er alle Zelte ab und wird Bademeister in Süddeutschland Doch ein paar Jahre holt ihn seine Vergangenheit ein. Er soll einen Sohn mit der Ärztin Lana gezeugt haben. Dieser steht nach dem Tod seiner Mutter und der Frau die ihn aufzog allein auf der Welt. Sixten entschliesst sich die Kind (Simon) bei sich aufzunehmen.  Noch beim ersten Kennenlernen am Flughafen ist direkt klar, das es nicht sein leiblicher Sohn sein kann . Doch es ist auch kalr, des eine geheimnisvolle Verbindung zwischen den Beiden existiert. Sixten nimmt Simon zu sich. Es stellt sich heraus, das Simon eine individuelle Sprache spricht, die niemand übersetzen kann. Er lernt auch kein Deutsch und kommt deshalb auf eine Schule für Behinderte. Dieser Umstand ermöglicht den beiden ein stressfreies Leben, da niemand von dem seltsamen Jungen Leistung verlangt. Per Zufall stellen sie fest, dass Simon auf einem Gebiet bereits ein meister ist: dem Klettern! Was Sixten mehr zusetzt als seine dramatischen Erlebmisse in Taiwan und auf dem Ozean ist der Unfalltod seiner Schwester vor einigen Jahren. nd das ausgerechnet beim Bergsteigen, weswegen Sixten von dem Hobby seines Sohnes nicht begeistert ist. Trotzdem ziehen sie in die Berge, um erstmalig den Schauplatz des Todes der Schester zu besuchen und dort von ihr Abschied zu nehmen. Viele unglaubliche Geschichten und Zufälle finden in diesem Buch Platz. Auch fantastisches, was somit alles ein wenig in Richtung Münchhausen zieht. Was mich an dem Buch begeistert hat ist, da es ein sehr humorvolles und trotzdem tiefgründiges und anspruchsvolles Buch ist. Gerade als Hörbuch hat es mich oft laut auflachen lassen!  

    Mehr
  • Der Leser als Allesforscher

    Der Allesforscher

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. October 2014 um 19:13

    Heinrich Steinfests „Der Allesforscher“ ist ein ganz und gar ungewöhnlich fantastischer Roman. Erschienen ist er im März dieses Jahres im Piper Verlag und landete Anfang September auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Das fremde Kind Nach einem schweren Unfall landet Sixten Braun in einem Krankenhaus, wo er von der Ärztin Lana behandelt wird. Er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen und auch sie scheint nicht abgeneigt, sich näher kennenzulernen. Als sie beginnen sich zu treffen, kommen sie sich auch körperlich näher. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer, schließlich ist Sixten verlobt und muss nach Hause zurückkehren. Er verspricht Lana, die Verlobung aufzulösen, alles für sie aufzugeben, zu ihr zurückzukommen. Zu Hause angekommen, kann er die Worte, die er auf dem Weg eingeübt hat, jedoch nicht über die Lippen bringen. So kommt das eine zum nächsten – er heiratet seine Verlobte, wird in der Firma ihres Vaters eingestellt und führt ein Leben, das ihn auf Dauer unglücklich macht. Nach zwei Jahren kommt die Scheidung. Er hätte seine Frau nie wirklich geliebt, behauptet diese und sie gehen verschiedene Wege. Nun, da Sixten ein freier Mann ist, beginnt er nach Lana zu suchen und findet heraus, dass sie tot ist. Als eines Tages ein Anruf von einer Unbekannten kommt, verändert sich sein Leben schlagartig. Lana, so heißt es, hätte ein Kind zurückgelassen und nur er würde in Frage kommen, der Vater zu sein. Er als Vater? Sixten kann es erst nicht fassen, doch seine Liebe zu Lana verleitet ihn dazu, sich mit dem Kind zu treffen. Als Sixten Simon sieht, weiß er jedoch, dass dieses Kind nicht hätte von ihm sein können. Das Gesicht des Jungen hat nämlich chinesische Züge. Und doch muss Sixten wieder an Lana denken – wer sollte sich sonst um ihren Sohn kümmern, wenn nicht er? Simon wird adoptiert und die eigentliche Geschichte des Romans beginnt. Der Leser als Allesforscher Wer oder was ist ein Allesforscher? In diesem Roman finden sich Anspielungen auf Personen, die „alles erforschen“. Doch selbst der Leser wird plötzlich zum Allesforscher. Die Themenvielfalt lädt ein, sich in verschiedenen Bereichen zu informieren und zu hinterfragen. So werden Gedanken zur Umwelt geäußert, zur Gesellschaft und Wissenschaft. Die Situation und der Charakter Simons erfordern eine Auseinandersetzung mit den Themen Adoption und Inklusion. Nicht nur seine Lebensbedingungen sind besonders, sondern auch seine Fähigkeiten. Er beweist sich in einer Welt, in der keiner seine Sprache versteht, und zeigt, dass er dafür ganz andere Dinge beherrscht: Zeichnen und Klettern. Simon ist der Beweis, dass eine Adoption positiv verlaufen und Inklusion funktionieren kann – auch wenn man wenig über Simons Schulalltag erfährt, scheint es keine Schwierigkeiten zu geben, denn Probleme diesbezüglich werden nicht geäußert. Bewundernswert ist an dieser Stelle die Erziehung Sixtens und seiner neuen Partnerin. Gemeinsam zeigen sie, dass es nicht wichtig ist, ob es das leibliche Kind ist oder nicht, vielmehr spielt der Umgang miteinander die entscheidende Rolle. Neben den sozialen Themen wird die „Traumwelt“ erforscht. In dieser begegnet Sixten seiner toten Schwester, die ihn vor einer Gefahr bewahren will. Schon lange kann Sixten nicht mehr ruhig schlafen, Alpträume suchen ihn heim, verhindern, dass er sich ausruhen kann. Fantasie und Realität vermischen sich. Die Handlung erscheint einem absurd, verrückt, unglaublich: Ein explodierender Wal, ein Ertrinkender in einem Kleiderschrank, seine Schwester, die Messer um sich wirft… Die Hörbuch-Version Die Hörbuch-Version ist leider gekürzt, auf den Genuss der Geschichte kommt man aber trotzdem. Markus Boysens Stimme ist anfangs noch gewöhnungsbedürftig, scheint sie doch etwas unpassend zum Roman gewählt. Doch sobald man sich mit seiner Art vorzulesen angefreundet hat, kann man sich gänzlich auf die Geschichte einlassen. In stets schnellem Tempo, als hätte der Sprecher viel zu sagen und nur begrenzt Zeit, erlebt man den Roman in einem weiten, bis zum Ende aufrecht gehaltenen Spannungsbogen. Es wirkt wie ein langer Marathon, den man, sobald man erst dabei ist, nur ungern abbrechen möchte. „Der Allesforscher“ ist ein ungewöhnlicher, lesens- und hörenswerter Roman. Ob er als Sieger des Deutschen Buchpreises hervorgeht, bleibt abzuwarten. © Bücherstadt Kurier

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks