Heinrich Steinfest Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte“ von Heinrich Steinfest

Eigentlich wollte Szirba, ein Auslandswiener in Stuttgart, nur seiner unschuldigen Obsession nachgehen, doch er hat die Rechnung am falschen Ort gemacht. Denn Stuttgart ist weitaus gefährlicher als vermutet: Szirba wird angeschossen und als leicht verletzter Zeuge eines Verbrechens ins Spital eingeliefert. Und muss bald feststellen, dass man ihn lieber tot sehen möchte. Seine Flucht entwickelt sich zum tragisch-komischen Parforceritt durch eine unwirkliche Stadt. Der andere Mann heißt Jooß. Er ist der Killer …

„Ein Buch ist bloß der Grabstein, der auf einer beerdigten Geschichte steht.“ (****)

— Insider2199

Wie immer Steinfest herrlich skurril , witzig , locker, irre Charaktere gegen den Strich gebürstet, ein reines Vergnügen!

— Alanda_Vera

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  • „Ein Buch ist bloß der Grabstein, der auf einer beerdigten Geschichte steht.“

    Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte

    Insider2199

    19. February 2018 um 13:59

    "Ein Buch ist bloß der Grabstein, der auf einer beerdigten Geschichte steht." Der 1961 in Australien geborene, aber in Wien aufgewachsene österreichische Autor veröffentlichte 1995 seine ersten Romane – meist Krimis, Sci-Fi-Erzählungen oder Surreales. Bis Ende der 90er Jahre lebte er in Wien als freischaffender Autor, heute in Stuttgart als Maler und Schriftsteller. Für seine Romane erhielt er mehrmals den dt. Krimipreis (2./3. Platz) und landete 2014 mit „Der Allesforscher“ auf der Longlist des Dt. Buchpreises. Nach dem ersten Roman von ihm „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ (2016) – der Autor landete mit diesem Meisterwerk gleich auf meiner Liste der Lieblingsautoren! – beschloss ich nun, weitere Werke in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Die ist nach „Tortengräber“ der zweite Krimi auf meiner Liste. Inhalt (Klappentext): Eigentlich wollte Szirba, ein Auslandswiener in Stuttgart, nur seiner unschuldigen Obsession nachgehen, doch er hat die Rechnung am falschen Ort gemacht. Denn Stuttgart ist weitaus gefährlicher als vermutet: Szirba wird angeschossen und als leicht verletzter Zeuge eines Verbrechens ins Spital eingeliefert. Und muss bald feststellen, dass man ihn lieber tot sehen möchte. Seine Flucht entwickelt sich zum tragisch-komischen Parforceritt durch eine unwirkliche Stadt. Der andere Mann heißt Jooß. Er ist der Killer … Meine Meinung: Auch in dem für mich zweiten Krimi überzeugt der Autor durch einen unterhaltsamen Plot. Das Buch ist in zwei Teile geteilt, der jeweils aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptprotagonisten Szirba und Jooß erzählt. Ein paar Anmerkungen des Autors runden das Ganze ab. „Ich halte alles Schriftliche für überflüssig. Die Dinge werden nicht wirklicher, indem man sie beschreibt, im Gegenteil, sie verlieren an Würde, werden platt, durch Sprache eingeebnet. Literatur ist eine Krankheit. Schwerkranke schreiben für die Leichtverletzten, die Bücher für eine Medizin halten. Schlucken sie sie lang genug, werden sie ebenfalls schwer krank. Manche beginnen dann leider Gottes selbst zu schreiben, zumeist Autobiografisches. Dramatisierung von Banalitäten, woraus sich schwere Infektionen ergeben. Ein Teufelskreis.“ Was mir bei Steinfest besonders gefällt ist, dass er seine Figuren meist mit einer ganz ausgefallenen Besonderheit ausstattet. Hier leidet z.B. Szirba unter seiner „Obsession des Hinzufügens“. Und auch Jooß ist keiner von den Killern, die man sich als Leser so vorstellen mag. Dennoch konnte mich die Auflösung hier leider nicht gänzlich überzeugen. Fazit: Ein weiterer, sehr unterhaltsamer Krimi, dessen Auflösung mich aber nicht gänzlich überzeugen kann. Dennoch herrlich skurril, humorvoll und sprachlich überzeugend. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Ein vergnüglicher Anti-Krimi aber nicht so ein bisserl Anti sondern total :D

    Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte

    awogfli

    Ich liebe Steinfests wundervolle Sprache, seine kreative Konzeption von alltäglichen Anekdoten und seine komplett durchgeknallten Einfälle. Auch diesmal hat er sich wieder einmal selbst übertroffen. Die Geschichte beginnt mit einem trickreichen Reversed Dieb der, anstatt Sachen wegzunehmen, kunstvoll welche hinzufügt. Fast jede Figur in dieser Story verhält sich diametral entgegengesetzt zu dem, wie sie sich verhalten sollte. Der Killer der nicht killt, der Polizist der nicht ermittelt, die geplanten Opfer, die einfach alle nicht verrecken wollen, wobei andere fast lapidar so quasi als Halb- Kollateralschaden gezwungen werden, den Löffel abzugeben ... im Prinzip ist der Roman als ein kompletter Anti-Krimi konzipiert. Herrlich fand ich auch die Kombination und den Zusammenprall von Schwäbischer Eingesessenheit und Wiener Migrationshintergrund in der Konstruktion der Figuren. Da der Roman auch noch kurz und das Finale auch nicht schlecht gelungen ist, gibt es diesmal 5 Sterne. Fazit sehr vergnüglich!!

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    • 5
  • Rezension zu "Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte" von Heinrich Steinfest

    Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte

    rallus

    Wer kennt nicht den Film "Kopfüber in die Nacht" gedreht 1985 von John Landis? Eine herrliche, chaotische immer wieder überraschende Komödie. Eine Situation jagt die andere, ein Sinn ist nicht zu erkenne. So auch hier, in Stuttgart wird ein Mann erschossen - rein zufällig. Eigentlich sollte er nicht das Opfer sein, aber ein Mann kreuzte den Lauf der Kugel und verhinderte das Attentat. Das eigentliche Opfer hatte eine Obsession - es legte Dinge in Kaufhäuser hinzu, Dinge die dort nicht hingehörten. Ab da fängt die Verwirrung an, es gibt auch einen Kriminalkommissar der zu den unmöglichsten Zeiten aufkreuzt, ein Killer der aufgrund von fehlerhaften Anatomien anders reagiert - kurz das pralle chaotische Leben. Wunderschöne philosophische Sätze wechseln sich mit kurzen Aktionssätzen ab, doch Steinfest ist hier nicht ganz auf der Höhe seiner Kunst. Trotz allem ein köstlicher literarischer Schmaus durch die größte Vorstadt Deutschlands, namens Stuttgart welche er mit leichter Ironie beschreibt. Selbst ein nicht so guter Steinfest ist immer noch ein gutes Buch!

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    • 3

    awogfli

    30. December 2014 um 10:03
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